Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Mischpult "Alesis Multimix 8" (Knallen auf allen Ausgängen)


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von Lukas L. (lukas98)


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Hallo zusammen,

wir haben in unserem Sportverein Probleme mit unserem Ton-Mischpult.
Fotos habe ich beigefügt.

Hier die Fehlerbeschreibung:

Seit längerem haben wir beim einschalten das Problem das wir ein sich 
wiederholendes Knallen auf den Lautsprechern haben.
Das Pult steckt in unserem Vereinshaus immer am Netz wird aber beim 
verlassen über einen Hauptschalter welcher die Schukosteckdosen schaltet 
abgeschaltet.
Die Einschaltreihenfolge beachten wir hierbei immer, da wir vor die 
Lautsprecher eine 230V Einschaltverzögerung gebaut haben und diese so 
immer erst 5Sek nach dem einschalten des Pultes eingeschaltet werden.

Hier sehe ich aber auch nicht das Problem da man an den Clip LEDs und an 
den Peak LEDs auf dem Pult die Ausschläge sehen kann bevor die 
Lautsprecher zugeschaltet werden. Dies betrifft auch alle Kanäle. Zudem 
leuchtet die Power LED während der Knalleffekte nicht!

Sobald aber das Pult einmal aus und wieder eingeschaltet wird knallt es 
einmal sehr laut und das Problem mit dem Knallen und der Power LED ist 
behoben. Danach funktionier das Pult ohne Probleme.

Erst hatten wir das Steckernetzteil in Verdacht und haben hier auch 
bemerkt das wohl irgendwann jemand ein 12V/DC 1,5A Netzteil aus unserer 
Kabelkiste versehentlich angeschlossen hat. Hiermit hat das Pult auch 
immer funktioniert (Wenn auch mit den Knalleffekten).
Richtig wäre aber Laut Handbuch ein 18V/DC 0,8A Netzteil. Dieses habe 
ich gestern auch gefunden und dann wieder angeschlossen. Leider ist das 
Problem damit nicht behoben aber das Knalle wiederholt sich nun in 
kürzeren Abständen. Bevor man dann wie weiter oben beschrieben das Pult 
einmal am Pultschalter aus- und wieder einschaltet.

Nun habe ich die Pult-interne Netzeingangsplatine in Verdacht. Evtl. 
könnte hier etwas an den Kondensatoren nicht passen oder einer der 
beiden Spannungsregler ist Schadhaft.
Optisch ist erstmal nichts zu erkennen.

Was würdet Ihr vermuten?
Falls die Beschreibung zu ungenau ist bitte gerne melden. Dann ergänze 
ich das ganze.


Würd mich im Namen unseres Sportvereins sehr freuen wenn Ihr mir hier 
mit der Fehlersuche etwas behilflich sein könntet.

Liebe Grüße!
: Verschoben durch Moderator
von H. H. (hhinz)


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Klingt eher nach einem defekten Elko im Signalweg.
von Klaus F. (klaus27f)


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Die beiden Spannungsregler wurden wohl schon mal getauscht.
Oder jedenfalls unsauber dran herumgelötet.

Denke nicht dass der Effekt von der "Netzteilseite" kommt.
Sind ja nur einfache lineare Spannungsregler mit +5V und +15V.
von Michael B. (laberkopp)


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Lukas L. schrieb:
> Was würdet Ihr vermuten

Das ist relativ normal für Verstärkerketten mit Koppelkondensatoren, 
daher haben brauchbare Verstärker ja auch ein Relais, das den 
Lautsprecher erst 5s nach dem Einschalten anklemmt.

Lukas L. schrieb:
> Sobald aber das Pult einmal aus und wieder eingeschaltet wird

Eure 5s Verzögerung sollte da halt auch abschalten.

Ja, es kann sein, dass früher dieser Einschaltplopp leiser war und sich 
seit dem vor allem Siebelkos im Netzteil verändert haben.

Aber ein richtig angebrachtes 'Mute' Lautsprecherschutzrelais sollte das 
verhindern.

Absolut verhindern kann man es kaum, auch Verstärkerstufen mit 
symmetrischer Versorgungsspannung laufen asymmetrisch hoch.
: Bearbeitet durch User
von Lukas L. (lukas98)


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Hi Klaus,

Danke schonmal für deine Antwort.
Nein die wurden tatsächlich noch nicht getauscht. Habe gestern die 
Siegel entfernt. Ist alles Original vom Hersteller:D

Meine Vermutung liegt halt auf der Netzteilseite da beim ersten 
Einschalten die Power LED vom Pult nicht leuchtet. Für mich deutet das 
auf eine fehlende Spannungsversorgung der eigendlichen "Signalwege" bzw. 
der Signalverarbeitenden Platine hin.
In meiner Überlegung schafft es die Netzteiplatine im ersten Moment 
scheinbar nicht die nötige Spannungsversorgung aufzubauen (Evtl. defekte 
Kondensatoren?!). Daher versucht die die restliche Elektronik zu 
starten, bricht aber immer wieder ein und endet dann in einer Art Loop.

Aber ich bin zugegebener Maßen auch kein Profi im Bereich Elektronik. 
Versuche mir das nur irgendwie zu erschließen.
von Udo S. (urschmitt)


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Eventuell ein defekter X2 Entstörkondensator, der ab und zu einen kurzen 
Schluss hat und sich wieder "freibrennt".
von Lukas L. (lukas98)


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Hi Michael,

ja das kenne ich auch von anderen Pulten.
Hier war ich mir nicht sicher ob das Pult die Einschaltreihenfolge auch 
durch ein Relais beachtet. Daher haben wir das verbaut. Schadet ja an 
sich erstmal nicht.

Aber soein Einschaltknallen kann ja nicht normal sein. Auch hier weise 
ich nochmal auf die Power LED hin. Das wirkt auf mich auf jeden Fall 
nich normal zudem dieses Knallen ja auch nicht einmalig auftritt sondern 
beim ersten Einschaltversuch in einer Art Loop sich so lang wiederhohlt 
bis ich das Pult manuel neu Starte. Danach gibt es kein Knallen mehr und 
die Power LED am Pult leuchtet dann auch.
von Michael B. (laberkopp)


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Lukas L. schrieb:
> In meiner Überlegung schafft es die Netzteiplatine im ersten Moment
> scheinbar nicht die nötige Spannungsversorgung aufzubauen (Evtl. defekte
> Kondensatoren?!). Daher versucht die die restliche Elektronik zu
> starten, bricht aber immer wieder ein und endet dann in einer Art Loop.

Dann wude es aber nicht nur 1 x ploppen und danach laufen,

sondern wiederholt Pumpgeräusche machen.

Bei Schaltnetzteilen wären solche Anlaufversuche wegen gealterter Elkos 
möglich
von Rahul D. (rahul)


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Dreht ihr die Lautstärke / das Summensignal vor dem Ausschalten runter?
Und erst nach dem Einschalten der Lautsprecher hoch?
von Lukas L. (lukas98)


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Ja das ist halt da komische. Beim ersten Einschaltversuch pumpt es. Dann 
der Neustart, ein Knall und dann läuft es.

Also Elkos im Steckernetzteil würde ich jetzt mal ausschließen da das 
Fehlerbild mit dem falschen Netzteil ja ebenfalls bestand.

Dann bleit ja nur noch die gezeigte Platine.
von Lukas L. (lukas98)


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Hi Rahul,

ja die drehen wir vorher immer runter.
von Udo S. (urschmitt)


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Lukas L. schrieb:
> Das wirkt auf mich auf jeden Fall
> nich normal zudem dieses Knallen ja auch nicht einmalig auftritt sondern
> beim ersten Einschaltversuch in einer Art Loop sich so lang wiederhohlt
> bis ich das Pult manuel neu Starte.

Was meinst du mit "manuell neu starten"?
Das Pult hat also ein Steckernetzteil und zusätzlich einen Schalter, der 
die Stromversorgung über das Steckernetzteil ein und ausschaltet.
Und wenn du das Pult über den Hauptschalter einschaltest, dann leuchtet 
keine Power Anzeige, sondern sie blinkt nur kurz wenn das Knallen 
passiert?

Evt. ist das Steckernetzteil ein Schaltnetzteil, das immer wegen 
Überstrom abschaltet, evt. weil die Elkos im Pult erst geladen werden 
müssen.

Nur seltsam, dass es dann funktioniert, wenn du den Schalter des Pults 
benutzt.
von Andreas G. (andy1024)


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Hallo Lukas,

kannst du bitte mal ein Bild von der Vorderseite und Rückseite der 
Mischpultplatine einstellen?
Die Mischpulte die ich kenne haben eine symmetrische Versorgung. (+15V & 
-15V)
Ich vermute einen Fehler im Schaltungsteil für den virtuellen Ground.

Gruß
von Lukas L. (lukas98)


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Hi Udo,

das war vlt. etwas ungenau.

Also wir haben die Steckdosen in dem Raum über ein Schütz in der 
Verteilung geschaltet. Daher haben wir im Eingangsbereich einen Schalter 
mit dem wir die Spannung in unserem Vereinshaus an den Steckdosen 
einschalten können.

Das Pult ist an sich mit seinem Schalter auf der Rückseite neben den 
Anschlüssen immer eingeschaltet. Das Steckernetzteil steckt also auch 
immer drin.

Nun ist der normale Weg bei uns immer einfach die Steckdosen 
einzuschalten.

Seit längerem Knallt/Pumpt das Pult hier aber wie beschrieben. Statt 
dann aber die Steckdosen abzuschalten gehen wir aktuell immer an das 
Pult und schalten es direkt aus und wieder ein.


Die Power Anzeige leuchtet beim ersten einschaltvorgang garrnicht. Das 
ist der Zeitraum in dem die Boxen/Ausgänge am Pult so lang Pumpen bis 
wir das ganze wie beschrieben neustarten. Nach dem Neustart leuchtet die 
LED und das Pumpen ist weg.


Wahrscheinlich gäb es den gleichen Effekt wenn ich das Steckernetzteil 
rausziehe und dann wieder reinstecke. Das Probiere ich nachher einmal 
aus.
von Lukas L. (lukas98)


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Hallo Andreas,

ja das mache ich nachher. Melde mich!
von Udo S. (urschmitt)


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Lukas L. schrieb:
> Nun ist der normale Weg bei uns immer einfach die Steckdosen
> einzuschalten.
>
> Seit längerem Knallt/Pumpt das Pult hier aber wie beschrieben. Statt
> dann aber die Steckdosen abzuschalten gehen wir aktuell immer an das
> Pult und schalten es direkt aus und wieder ein.

Eine mögliche Ursache könnte sein, dass das Steckernetzteil ein 
Schaltnetzteil ist. Wenn es mit dem eingeschalteten Mischpult ans Netz 
geschaltet wird, muss es sowohl seine Ausgangselkos als auch die 
Netzteilelkos des Mischpults laden. Das ist für die Überstromerkennung 
im Netzteil zu viel und es schaltet ab und versucht es dann zyklisch 
immer wieder.
Wenn du jetzt das Pult ab und wieder einschaltest, dann hatte das 
Netzteil Zeit seine Ausgangselkos zu laden und zu starten. In dem Fall 
reicht es dann, um die Netzteilelkos des Mischpults zu laden ohne dass 
es wegen Überstrom abschaltet.

Ursache wäre dann eine Alterung des Netzteils und oder des Mischpults, 
und ein knapp bemessenes Netzteil.
: Bearbeitet durch User
von Michael B. (laberkopp)


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Lukas L. schrieb:
> Nun ist der normale Weg bei uns immer einfach die Steckdosen
> einzuschalten.
> Seit längerem Knallt/Pumpt das Pult hier aber wie beschrieben.

Häh ?

Lukas L. schrieb:
> Das Pult steckt in unserem Vereinshaus immer am Netz wird aber beim
> verlassen über einen Hauptschalter welcher die Schukosteckdosen schaltet
> abgeschaltet.
....
> Hier sehe ich aber auch nicht das Problem

Also doch ein Problem ?
von Rahul D. (rahul)


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Udo S. schrieb:
> Ursache wäre dann eine Alterung des Netzteils und oder des Mischpults,
> und ein knapp bemessenes Netzteil.

Man könnte natürlich mal probieren, das Mischpult über den integrierten 
"Netzschalter" einzuschalten, nachdem das Netzteil (per 
Schütz-Fernsteuerung) eingeschaltet wurde
von Cyblord -. (cyblord)


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Lukas L. schrieb:
> Nun ist der normale Weg bei uns immer einfach die Steckdosen
> einzuschalten.

Macht man halt auch nicht. Schaltest du deinen PC auch immer an direkt 
an der Steckdose aus?
von Karl B. (gustav)


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BTW. Sieht dem "Behringer" verdächtig ähnlich.
Das hatte vormals serienmäßig ein Trafonetzteil mit 2 x 18 V afaik.
Kein Schaltnetzteil.
Das "Knallen" kam erst bei Zuschalten der 48 V Phantomspannung.
Deswegen den Master-Schieber immer zu Beginn auf Minimum.

ciao
gustav
von Kurt A. (hobbyst)


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Bei dem Mischpult sehe ich kein Endverstärker. Da muss noch ein 
Endverstärker zwischen Mischpult und Lautsprecher sein. Ich sehe das 
Problem eher dort. Das kleine Steckernetzteil hat kaum genug Power für 
eine Endstufe. Oder sind es Aktivboxen?
: Bearbeitet durch User
von H. H. (hhinz)


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Kurt A. schrieb:
> Bei dem Mischpult sehe ich kein Endverstärker.

Für Kopfhörer schon.

Also mal mit einem solchen testen.
von Stefan M. (derwisch)


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Was für eine Art von Endverstärker (für die Lautsprecher) ist hinter dem 
Mischpult angeschlossen?

Was passiert, wenn die Verbindung vom Mischpult zum Endverstärker 
getrennt ist und (wie Hinz schon vorgeschlagen hat) statt des 
Endverstärkers nur ein Kopfhörer am Mischpult angeschlossen ist.
Knallt es dann im Kopfhörer?

Was passiert, wenn das Mischpult von Anfang an nicht eingeschaltet ist 
sondern erst dann, wenn alles andere schon eine Weile eingeschaltet ist?

Ich habe da nicht unbedingt (nur) das Mischpult im Verdacht...
von J. R. (yoc)


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Udo S. schrieb:

> Eine mögliche Ursache könnte sein, dass das Steckernetzteil ein
> Schaltnetzteil ist. Wenn es mit dem eingeschalteten Mischpult ans Netz
> geschaltet wird, muss es sowohl seine Ausgangselkos als auch die
> Netzteilelkos des Mischpults laden. Das ist für die Überstromerkennung
> im Netzteil zu viel und es schaltet ab und versucht es dann zyklisch
> immer wieder.
> Wenn du jetzt das Pult ab und wieder einschaltest, dann hatte das
> Netzteil Zeit seine Ausgangselkos zu laden und zu starten. In dem Fall
> reicht es dann, um die Netzteilelkos des Mischpults zu laden ohne dass
> es wegen Überstrom abschaltet.
>
> Ursache wäre dann eine Alterung des Netzteils und oder des Mischpults,
> und ein knapp bemessenes Netzteil.

Passt exakt zum Problembild
von Wolfgang G. (otzelator)


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Habe ein gut erhaltenes Behringer MX1602A zu verschenken.
Vielleicht erleichtert das die Fehlersuche.
von Christian S. (roehrenvorheizer)


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Lukas L. schrieb:
> Aber ich bin zugegebener Maßen auch kein Profi im Bereich Elektronik.

Wenn es nicht eine der bereits diskutierten Ursachen sein sollte, kann 
es auch an einem oder mehreren durchschlagenden Elkos liegen, die 
einfach die Spannung nicht mehr isolieren können.
Einen solchen Effekt hatte ich mal an einem PLL-Tuner und an einem 
Receiver mit PLL-Empfangsteil beobachtet, der eine ploppte laut, der 
andere brachte ein kratzendes Geräuch sporadisch immer wieder, aber 
nicht regelmäßig.


Aufschluß kann das Betrachten der Betriebsspannungen mittels Oszilloskop 
geben, notfalls über einen kleinen Kondensator mittels Kopfhörer.

mfg
: Bearbeitet durch User
von Thorsten S. (thosch)


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Stefan M. schrieb:
> Was für eine Art von Endverstärker (für die Lautsprecher) ist hinter dem
> Mischpult angeschlossen?

An dem Pult hängen anscheinend Aktivboxen. Der TO schrieb, daß die 
Lautsprecher mittels einer 230V-Einschaltverzögerung um 5 Sekunden 
verzögert eingeschaltet werden.
von Lukas L. (lukas98)


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Hallo zusammen,

erstmal vielen Dank an alle die sich an dem Thema beteiligt haben.
Ja genau vor Ort hängen Aktivboxen ohne Endverstärker.

Dass das Pult immer direkt am Schalter eingeschaltet werden sollte ist 
mir klar.
Wenn nur ich selber den Raum nutzen würde dann wär das auch gängige 
Praxis. Leider ist das aber nicht der Fall.
Entweder die Leute vergessen das Pult auszuschalten oder die 
Lautsprecher. Eins von beidem ist immer der Fall.
Da haben die meisten nicht das nötige technische Verständnis für.
Leider.

Zurück zum Problem.

Ich habe das ganze eben nochmal getestet. Tatsächlich gibt es nur einen 
lauten Knall wenn das Pult direkt am Schalter eingeschaltet wird.
Sobald das Pult eingeschaltet ist und ich das Steckernetzteil einstecke 
pumpt das ganze wieder. Dann neustarten und es geht wieder....

Daher liegt Udo denke ich schon ganz richtig.
Netzteil zu knapp bemessen und/oder gealterte Elkos.

Ich würd es evtl. mal mit einem etwas stärkeren Netzteil ausprobieren um 
zu schauen ob dieses dann den Ausgangsstrom für beide Netzteile liefern 
kann die dann ja zusammen hochfahren. Ohne das dann die Mischpult 
Platine in diesen Loop gerät.
Hiermit hat der Hersteller wahrscheinlich nicht gerechnet da dieser von 
der richtigen Einschaltreihenfolge ausgeht. (Vom Hersteller Vorgegeben 
sind 18V/DC, 800mA)

Ist zwar nicht der "richtige" Weg aber ich kenne ja leider die Praxis 
bei uns im Verein.
Habt Ihr da bedenken bezüglich eines Netzteils mit höherem 
Ausgangsstrom?
Beitrag #8071655 wurde vom Autor gelöscht.
von Lukas L. (lukas98)


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Wolfgang G. schrieb:
> Habe ein gut erhaltenes Behringer MX1602A zu verschenken.
> Vielleicht erleichtert das die Fehlersuche.

Danke für das Angebot Wolfgang!
Würde es jetzt erst einmal mit dem stärkeren Netzteil probieren und 
sonst nochmal darauf zurückkommen:)
von Lukas L. (lukas98)


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Andreas G. schrieb:
> Hallo Lukas,
>
> kannst du bitte mal ein Bild von der Vorderseite und Rückseite der
> Mischpultplatine einstellen?
> Die Mischpulte die ich kenne haben eine symmetrische Versorgung. (+15V &
> -15V)
> Ich vermute einen Fehler im Schaltungsteil für den virtuellen Ground.
>
> Gruß

Hier noch das versprochene Bild
von H. H. (hhinz)


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Lukas L. schrieb:
> Habt Ihr da bedenken bezüglich eines Netzteils mit höherem
> Ausgangsstrom?

Solange du es nicht maßlos übertreibst. Ein Laptopnetzteil mit bis zu 
20V sollte kein Problem sein.
von Ron-Hardy G. (ron-hardy)


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H. H. schrieb:
> Ein Laptopnetzteil mit bis zu
> 20V sollte kein Problem sein.

Fast mindestens. Da ist ja ein 7815 drinnen, der braucht ein wenig 
Dropoutspannung. Andere Alesis wurden wohl mit AC versorgt.
von H. H. (hhinz)


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Ron-Hardy G. schrieb:
> H. H. schrieb:
>> Ein Laptopnetzteil mit bis zu
>> 20V sollte kein Problem sein.
>
> Fast mindestens. Da ist ja ein 7815 drinnen, der braucht ein wenig
> Dropoutspannung.

Stimmt, aber 18V reichen schon.



> Andere Alesis wurden wohl mit AC versorgt.

Hat man gerne gemacht, weil damit symmetrisch Versorgung einfach machbar 
war.
von Ron-Hardy G. (ron-hardy)


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H. H. schrieb:
> Hat man gerne gemacht, weil damit symmetrisch Versorgung einfach machbar
> war.

Und scheinbar auch die Erzeugung der 48V-Phantomspeisung. Sieht ja so 
aus als ob das jetzt ein Boostwandler erledigt.
von H. H. (hhinz)


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Ron-Hardy G. schrieb:
> H. H. schrieb:
>> Hat man gerne gemacht, weil damit symmetrisch Versorgung einfach machbar
>> war.
>
> Und scheinbar auch die Erzeugung der 48V-Phantomspeisung.

Stimmt.


> Sieht ja so
> aus als ob das jetzt ein Boostwandler erledigt.

Heutzutage ja viel einfacher.
von Thorsten S. (thosch)


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H. H. schrieb:
>> Andere Alesis wurden wohl mit AC versorgt.
>
> Hat man gerne gemacht, weil damit symmetrisch Versorgung einfach machbar
> war.

Das geht nur jetzt nicht mehr, da ein Netzteil mit Netztrafo die 
EU-Vorgaben für die maximale Leerlaufleistung reißt.
Der PowerFactor von einem Trafonetzteil mit Gleichrichter und Ladeelko 
ist auch grottenschlecht und weit weg von 1.

Also wird ein externes Schaltnetzteil, ggf. mit PFC, benutzt und man 
macht geräteintern aus der gelieferten Gleichspannung mit Schaltreglern 
die benötigten anderen Spannungen, z.B. eine negative Versorgung.
Ggf. ca. 500 mV höher, als benötigt und dann noch LDO Linearregler 
dahinter für weniger Ripple und Störungen, falls es wie bei Audiotechnik 
darauf ankommt.
: Bearbeitet durch User
von Rahul D. (rahul)


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Kurt A. schrieb:
> Da muss noch ein
> Endverstärker zwischen Mischpult und Lautsprecher sein

In den Aktivboxen vielleicht?
von Karl B. (gustav)


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Lukas L. schrieb:
> (Vom Hersteller Vorgegeben
> sind 18V/DC, 800mA)

Hast Du auch richtig geschaut?
Beim "Behringer" sind's 2 x 18V, einmal Plus einmal Minus gegen GND.

Thorsten S. schrieb:
> Das geht nur jetzt nicht mehr, da ein Netzteil mit Netztrafo die
> EU-Vorgaben für die maximale Leerlaufleistung reißt.

Es gibt nach wie vor Ausnahmen.
Zitat:
"...Professionelle Mischpulte (Audio-Equipment für die gewerbliche 
Nutzung):Diese Geräte sind von den strengen Standby-Grenzwerten (0,5W) 
komplett ausgenommen..."
/Zitat

ciao
gustav
von H. H. (hhinz)


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Karl B. schrieb:
> Lukas L. schrieb:
>> (Vom Hersteller Vorgegeben
>> sind 18V/DC, 800mA)
>
> Hast Du auch richtig geschaut?

https://www.mikrocontroller.net/attachment/700831/WhatsApp_Image_2026-07-08_at_09.43.53.jpeg
von Karl B. (gustav)


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https://www.mikrocontroller.net/attachment/700833/5.jpeg
Das Bild zeigt besser, dass der linke kein Minusregler ist sondern + 5V.

ciao
gustav
von H. H. (hhinz)


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Karl B. schrieb:
> https://www.mikrocontroller.net/attachment/700833/5.jpeg
> Das Bild zeigt besser, dass der linke kein Minusregler ist sondern + 5V.

Schau nach der Zahl der Adern von der Buchse zur Platine!
von Lothar M. (Firma: Titel) (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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Rahul D. schrieb:
> In den Aktivboxen vielleicht?
Ich würde da dann mal einen anderen Verstärker (oder eben andere 
Aktivboxen) an den Mischer anschließen. Nicht, dass das eigentliche 
Problem hinter dem Midcher kommt.

Wäre auch interessant, auszuprobieren, ob man den gesamten 
"knallbehafteten" Einschaltzyklus auch mit ausgesteckten Lautsprechern 
(Mischerausgang ausgesteckt) durchführen kann, oder ob das ein 
Zusammenspiel von Mischerausgang und Aktivboxeingang ist.
von Stefan M. (derwisch)


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Lothar M. schrieb:
> Rahul D. schrieb:
>> In den Aktivboxen vielleicht?
> Ich würde da dann mal einen anderen Verstärker (oder eben andere
> Aktivboxen) an den Mischer anschließen. Nicht, dass das eigentliche
> Problem hinter dem Midcher kommt.
>
> Wäre auch interessant, auszuprobieren, ob man den gesamten
> "knallbehafteten" Einschaltzyklus auch mit ausgesteckten Lautsprechern
> (Mischerausgang ausgesteckt) durchführen kann, oder ob das ein
> Zusammenspiel von Mischerausgang und Aktivboxeingang ist.

Wie ich bereits schrob...

Stefan M. schrieb:
> Was für eine Art von Endverstärker (für die Lautsprecher) ist hinter dem
> Mischpult angeschlossen?
>
> Was passiert, wenn die Verbindung vom Mischpult zum Endverstärker
> getrennt ist und (wie Hinz schon vorgeschlagen hat) statt des
> Endverstärkers nur ein Kopfhörer am Mischpult angeschlossen ist.
> Knallt es dann im Kopfhörer?
>
> Was passiert, wenn das Mischpult von Anfang an nicht eingeschaltet ist
> sondern erst dann, wenn alles andere schon eine Weile eingeschaltet ist?
>
> Ich habe da nicht unbedingt (nur) das Mischpult im Verdacht...
von Karl B. (gustav)


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H. H. schrieb:
> Schau nach der Zahl der Adern von der Buchse zur Platine!

Das sieht jeder.
Aber bei der Auswahl der Fotos hat das, wo die Typenbezeichnung der 
Spannungsregler-ICs deutlich zu sehen ist, doch wohl die eindeutigere 
Aussagekraft.
Da sieht man auch, dass die Spannungen +15V und +5V sind.
Nicht wie beim "Behringer"-Äquivalent +-18V.
Glücklicherweise hat der TO sich die Mühe gemacht, aus verschiedenen 
Winkeln Fotos zu machen.

ciao
gustav
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