Forum: Offtopic systembürokratischer Deadlock


von Christoph M. (mchris)


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Vielleicht hat schon mal jemand ein ähnliches Problem gehabt: Bei irgend 
einer größerem Firma wie z.B. Energieversorger oder deutsche Post 
funktioniert etwas nicht und man versucht, das Problem zu lösen. 
Meistens hängt man dann in einer Telefonwarteschleife oder man kann auf 
einer Webseite nur ein Formular in einer bestimmten Form ausfüllen, die 
aber das Problem nicht trifft. Bei einem Bekannten gibt es seit mehren 
Monaten ein Problem mit der Stromabrechnung und wenn er anruft, erhält 
er jeden Mal einen anderen Mitarbeiter. Bei mir gibt es Probleme bei der 
Postzustellung (es kommt sein über 2 Monaten gar nichts mehr an, auch 
meine eigene Testsendung nicht) bei den Formularen gibt es nur die 
Möglichkeit Brief oder Packet, bei dem man eine Sendungsnummer braucht 
(ich wurde z.B. von der Hotline nach der Sendungsnummer meiner 
Testpostkarte gefragt, dich ich mir selber zuschickte). Man hängt quasi 
in einem Formalen Deadlocksystem fest.
Es ist wahrscheinlich so, dass die Systeme mit bestimmten, vorgesehenen 
Abläufen programmiert sind und wenn man einen anderen Ablauf als den 
vorgesehenen benötigt, funktioniert das System nicht mehr.
: Bearbeitet durch User
von Lothar M. (Firma: Titel) (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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Christoph M. schrieb:
> (ich wurde z.B. von der Hotline nach der Sendungsnummer meiner
> Testpostkarte gefragt, dich ich mir selber zuschickte)
So einen Test macht man im Grunde auch nicht mit einer ungetrackten 
Sendung. Ich hätte mir da zum Test einen getrackten Brief und eine 
gleichzeitig im Postamt abgegebene Postkarte zugeschickt.

Ich sehe aber auch keinerlei technischen Hintergrund der Frage und weiß 
nicht, welche technische Lösung du da in einem technischen Forum 
erwartest.

Das Ganze ist ein gesellschaftliches Problem: jedem ist sein Job im 
Grunde scheißegal und er regt sich nur darüber auf, dass anderen ihr Job 
scheißegal ist.

Und zu gesellschaftlichen Problemen gilt laut den 
Nutzungsbedingungen:  "Dies ist kein Forum für allgemeine 
gesellschaftliche und politische Diskussionen."
: Bearbeitet durch Moderator
von Michael B. (laberkopp)


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Christoph M. schrieb:
> und wenn man einen anderen Ablauf als den vorgesehenen benötigt,
> funktioniert das System nicht mehr.

Das System funktioniert sehr gut, seine Aufgabe ist die Zurückweisung 
auch von berechtigten Kundenreklamationen.

Man beschwert sich bei der Aufsichtsbehörde, Bundesnetzagentur RegTP.
von Rbx (rcx)


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Ihr könnt ja mal wegen Konto-Kündigung bei der Landesbank anrufen. Viel 
Spaß mit den Automatismen da.
von Ein T. (ein_typ)


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Lothar M. schrieb:
> Ich sehe aber auch keinerlei technischen Hintergrund der Frage und weiß
> nicht, welche technische Lösung du da in einem technischen Forum
> erwartest.

Vielleicht eine Lebendfalle für Postzusteller? :-)
Beitrag #8072286 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Peter M. (r2d3)


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Hallo Rbx,

Rbx schrieb:
> Ihr könnt ja mal wegen Konto-Kündigung bei der Landesbank anrufen.
> Viel
> Spaß mit den Automatismen da.

es gibt da verschiedene...
von Nemopuk (nemopuk)


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Michael B. schrieb:
> Man beschwert sich bei der Aufsichtsbehörde, Bundesnetzagentur RegTP.

Die bekanntermaßen ebenfalls blockiert ist: 
https://www.it-boltwise.de/urteil-zur-post-kontrolle-aufsicht-bleibt-bis-2028-blockiert.html
von Lu (oszi45)


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Es gab schon seltne Fälle wo Postboten Pakete gesammelt haben. Man 
könnte mal einen GPS-Tracker per Post versenden? Da weißt Du zumindest 
wo das Paket wirklich hängt. Im schlimmsten Fall Pozilei fragen.
von H. H. (hhinz)


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Lu schrieb:
> Es gab schon seltne Fälle wo Postboten Pakete gesammelt haben.

Auch Briefe, insbesondere wenn darin Bargeld zu vermuten war.
von Matthias S. (dachs)


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Rbx schrieb:
> Ihr könnt ja mal wegen Konto-Kündigung bei der Landesbank anrufen.

Falscher Ansatz, Gerade in diesem Fall muss man dafür sorgen, dass von 
Allem beweissichere Kopien archiviert sind.
von Εrnst B. (ernst)


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Rbx schrieb:
> Ihr könnt ja mal wegen Konto-Kündigung bei der Landesbank anrufen. Viel
> Spaß mit den Automatismen da.

Trick: Woanders ein neues Konto aufmachen, dort den 
"Kontowechsel-Service" nutzen. Dann kann sich die neue Bank damit 
rumärgern.

Die neue Bank danach auswählen, wie einfach der Kündigungsprozess dort 
ist (Online-Bank mit ein paar Klicks...)
von Alexander (alecxs)


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Christoph M. schrieb:
> Man hängt quasi
> in einem Formalen Deadlocksystem fest.

Da hilft nur persönlich vorsprechen. Die Post kommt mit LKW und wird 
morgens mit Kleintransportern auf Sammelkästen verteilt. Die sehen wie 
Stromkästen aus und stehen überall am Straßenrand. Da nehmen sich die 
Fahrräder dann die Kisten raus zum austragen. So einen Fahrradfahrer 
fragst Du, wo er nachts das Fahrrad abstellt. Dort gehst du dann hin. 
Die kennen Dich und wissen wo Du wohnst, die haben täglich deine Briefe 
in der Hand.
von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Εrnst B. schrieb:
> Trick: Woanders ein neues Konto aufmachen, dort

Wenn die Person von jemanden auf den Index gesetzt wurde, wird derjenige 
fast nirgends ein neues Konto aufmachen können. Zumindest so lange jener 
nicht so verarmt ist, dass das Sozialamt, wegen Abschaffung der 
Barauszahlung, eine lokale Sparkasse oder Bank anweist diesem eines zu 
eröffnen.
: Bearbeitet durch User
Beitrag #8072463 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Christoph M. schrieb:
> Energieversorger oder deutsche Post funktioniert etwas nicht und ...

Wenn diese beiden genannten beteiligt sind und sich das so schwerfällig 
verhält würde ich empfehlen das mal kritisch abzuklopfen, ob das nicht 
in die Richtung "Bestuurlijk pesten" gehen könnte.

Wobei bei Post es sein kann, dass in deren System noch eine Veränderung 
vorhanden sein könnte, die durch Hacking entstanden ist. D.h. 
irgendjemand bestellt Waren an Deine Adresse, die umgeleitet werden.

Es gibt dabei zwei verschiedene Betrugsziele:

Das erste sind Kriminelle, die sich bereichtern. In dem Falle bestellen 
diese und lenken die Ware, sowie die Mahnungen, um. Die Profis schaffen 
das sogar bei Strafbefehlen. Das böse Erwachen gibt es nach Ablauf aller 
Mahnungsfristen.

Das zweite sind Kriminelle, die damit Embargos umgehen. D.h. diese 
kaufen mit Deiner Adressse ein und bezahlen auch die Waren. Die Waren 
werden aber umgeleitet und landen dort, wo diese nach dem Embargo nicht 
sein dürften. Das böse Erwachen gibt es, wenn das aufkommt und Du in das 
Land reißt, das das Embargo festgelegt hatte.

Aus dem Grunde solltest Du Verbindung aufnehmen mit Deiner 
Rechtschutzversicherung. Die Beratung durch einen Anwalt solltest Du 
wahrnehmen, auch wenn Dich das einen Hunderter an Eigenanteil belasten 
sollte. Es ist wichtig, dass es dazu etwas schriftliches bei einer 
Rechtsvertretung gibt. Gerade in Fällen, wo immer mehr die 
Unschuldsvermutung ausgehölt wird.
von Heinrich K. (minrich)


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Dieter D. schrieb:
> , wird derjenige fast nirgends ein neues Konto aufmachen können.

Bei so ziemlich jeder Bank, ein reines Guthabenkonto. Das wurde im 
Teilhabegesetz so bestimmt.

Dieter D. schrieb:
> das Sozialamt, wegen Abschaffung der Barauszahlung, eine lokale
> Sparkasse oder Bank anweist

Das Sozialamt hat keinerlei Weisungsbefugnis dahingehend.
von Christoph M. (mchris)


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Ein T. schrieb:
> Vielleicht eine Lebendfalle für Postzusteller? :-)

Das funktioniert nicht, weil das Problem ja genau ist, dass die Post 
nicht kommt (und vermutlich der Postzusteller auch nicht).
von Christoph M. (mchris)


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Lothar M. schrieb:
> Ich sehe aber auch keinerlei technischen Hintergrund der Frage und weiß
> nicht, welche technische Lösung du da in einem technischen Forum
> erwartest.

Es geht schon um einen technischen Hintergrund. Wie in einem früheren 
Adventure-Spiel wurden hier bestimmte Abläufe festgelegt, innerhalb 
derer man sich bewegen muss. Der geht so:

Ist es ein Brief => Sendungsnummer?
Ist es ein Paket => Sendungsnummer?

In den Fragen ist nicht vorgesehen, dass ein paar Monate gar nichts mehr 
ankommt und weil sonst immer fast jede Woche eine Rechnung oder 
irgendwas anderes Wichtiges kam, man quasi selbst empirisch geschlossen 
hat, dass hier ein Problem vorliegt und man dann natürlich keine 
Sendungsnummer für irgendwas hat.

Es kommt nichts mehr an, keine Sendungsnummer => Deadlock

Wenn man die Hotline anruft, ist genau der gleich Ablauf in den 
Sprach-Chatbot einprogrammiert. Brief oder Paket? .. Allerdings mit der 
kleinen Zusatzschwierigkeit, dass der Sprach-Chatbot nicht immer alles 
versteht.

Wenn man dann doch zu einer Mitarbeiterin durchgestellt wird passiert 
wieder das gleiche: Brief oder Paket, Sendungsnummer? .. Habe ich nicht 
.. oh dann weiß ich auch nicht, warten sie, ich verbinde sie weiter. 
Dort wieder das gleiche Spiel Brief oder Paket? .. Oh, dann weiß ich 
auch nicht .. warten sie ich trage es in irgend ein Formular ein. Wollen 
sie ein Vorgangsnummer? .. Ja .. Was kann ich mit der Nummer tun? .. 
Keine Ahnung, melden sie sich wieder beim Chatbot.
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