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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Osram Pictiva OLED


Autor: Fabian Rusitschka (Gast)
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Hallo,

ich bin bei der recherche für meine studienarbeit auf die oleds von 
osram gestoßen.
um etwas auszuholen: die studienarbeit befasst sich mit der konzeption 
eines fahrzeug-interfaces unter berücksichtigung neuer technologien. es 
ist eine theoretische arbeit, aber ich möchte trotz allem ein muster 
bauen. dazu würde ich gerne das 2,7" oled von osram benützen.

problem: ich habe keine ahnung von mikrocontrollern.

das ist leider so und ohne scheint es wohl nicht zu gehen. (das kit ist 
leider keine alternative für mich , da ich das display in einem knapp 
bemessenen rahmen unterbringen muss).

daher wollte ich einfach eine ehrliche meinung hören: ist es möglich 
sich das benötigte wissen innerhalbn eines überschaubarn zeitraums 
anzueignen?

voraussetzungen: maschinenbau 7. sem., kenntnisse in visual basic, keine 
c kenntnisse, viel fleiss und eine ordentliche portion naivität.

welche gerätschaften müsste ich mir besorgen ( quelle wäre reichelt?)

vielen dank für eure hilfe

gruss fabian





Autor: Otto (Gast)
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Hallo Fabian,

wenn Du keine perfekte Lösung benötigst, die einem "Software-Review"
standhält und wirklich "dranbleibst", ist es wahrscheinlich möglich
innerhalb 1-2 Monaten etwas "auf die Beine zu stellen".

Leider schreibst Du relativ wenig, was Du realisieren möchtest:

- willst Du z. B. an den CAN
- was möchtetst Du genau mit den LED machen

Von dem hängt ab, welche Hardware Du benötigst.

Ein einfacher und schneller Einstieg ist sicher (ohne CAN)
mit einem "Starterkit" z. B. "STK500" von Atmel für
ca. 80€ möglich. Da ist fast alles bei, was Du benötigst.

Zusätzlich noch ein Steckernetzteil, eine Hand voll Widerstände,
Transistoren, ein Multimeter für ca. 10 € und Deine "Osram LED".

Gruss Otto

Autor: let (Gast)
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Was soll das Display denn anzeigen? Das Teil irgendwie zum Leuchten
zu bringen mit Texten und einfachen Grafiken ist kein großes Problem,
da bereits Code dafür gibt.
Nur wie so vieles kann man das natürlich beliebig kompliziert
machen.

An Hardware brauchst du einen Controller wie z.B. den ATmega88
der sich einfach auf einer Punkt- oder Streifenrasterplatine anschließen
läßt. Neben den AVR Controllern (ATmega gehört dazu) gibts es v.a. noch
die 8051er von diversen Herstellern und die PICs von Microchip.
Der AVR hat den Vorteil das er von vielen Bastlern benutzt wird - auch
und gerade von den Forumbewohnern hier. Die Entwicklungswerkzeuge sind
günstig (Hardware) bis kostenlos (Assembler, C-Compiler).
Als Programmiergerät empfehle ich dabei den original AVR ISP (Reichelt)
oder einen AVR910 Nachbau. Da das Display mit 3,3V betrieben wird
bietet es sich an auch den Conroller mit dieser Spannung zu versorgen.
Es wäre dann natürlich hilfreich wenn das Programmiergerät damit
umgehen kann. Der AVR ISP kann es, die meisten anderen nicht und wollen
5V haben.
Eine andere Möglichkeit wäre den Controller 5V zu geben und die
Datenleitungen für das OLED über Spannungsteiler anzuschließen.

Programmiersprachen für die AVR gibt es im wesentlichen drei:
Assembler, C und Basic. Bei Assembler soll es ganz tolle
Lerneffekte geben. Da du aber offensichtlich Ergebnisse brauchst und
es eine Deadline gibt, rate ich davon ab. Für C gibt es bereits viel
Code der sich im Gegensatz zu Assembler leichter für eigene Projekte
anpassen und integrieren läßt. Basic spricht der kommerzielle BASCOM
Compiler. Es gibt eine Demo zum Ausprobieren. Da du Basic bereits
kennst, wäre das vielleicht eine gute Wahl. Ich glaube aber nicht
das es hier viele Basic Programmierer gibt. Falls du also mit einem
Basic-Projekt Probleme haben solltest: viel Glück.

Auf der Startseite gibt es oben links zwei AVR Tutorials.

Zum Display selbst gibt es hier bereits einen Thread: 
Beitrag "[Q]Erfahrungen mit (Reichelt) Pictiva OLED Displays"

 - Michael

Autor: Fabian Rusitschka (Gast)
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Vielen Dank für die Antworte, ein wirklich netter Empfang hier im Forum.

bei meinem Vorhaben geht es in erster Linie darum, die Möglichkeiten 
eines oleds aufzuzeigen. Hierbei habe ich nicht den Anspruch 
komplizierte Grafik darzustellen, ich möchte lediglich das Display in 
einen Rahmen einbauen, mit einer Plexiglasplatte abdecken und das ganze 
dann auf einen Drucktaster montieren.
Es soll dann eben nach dem drücken etwas anderes anzeigen (Text).
Das ist das Primärziel, wenn das klappt, habe ich noch eine Reihe 
anderer Ideen, aber das ist erstmal Zukunftsmusik.

Ich habe mir jetzt mal eine Einkaufskliste zusammengestellt, wäre nett, 
wenn jmd einen Blick darauf werfen könnte.

2,7" OLED
AVR ISP
ATmega88 (-20AU  -20PU  V-10AU / V-10PU welchen?)
Punktrasterplatine, Epoxyd, 2-Seitig 160x100mm
3,3 Volt ->12V Schaltwandler MC34063
30 poligen ZIF-Socket von molex
Displaycontroller SSD0323
Kompaktschaltnetzteil, 5W, out 3,3 V

Ich hoffe dass ich nicht allzuviel vergessen habe!

Vielen Dank nochmal,

werde mir jetzt mit den AVR Tutorials einen schönen Abend machen :-)

Gruss Fabian



Autor: SiO2 (Gast)
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Wenn es Dir nur darum geht etwas auf einem Display anzuzeigen, sind 
vielleicht (gibts vielleicht auch als oled) Displays mit serieller 
Schnittstelle besser für Dich. Sind einfach über UART, SPI (und anderes) 
ansteuerbar, kosten aber leider mehr.

Autor: Rahul, der Trollige (Gast)
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>2-Seitig 160x100mm

Nimm lieber etwas Kupferdraht (isolierter Klingeldraht) und 2 (oder 
mehr) einseitige Lochrasterplatinen.

>ATmega88 (-20AU  -20PU  V-10AU / V-10PU welchen?)

Wenn du den mit 3,3V betreiben willst, solltest du den "...V-10PU" 
nehmen. Der ist zwar langsamer zu takten, braucht dafür aber auch 
gleichzeitig weniger Strom.

Ansonsten würde ich vorschlagen, dass du dir lieber ein 12V-Netzteil und 
Festspannungsregler besorgst.

Autor: let (Gast)
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> ... Displays mit serieller Schnittstelle ...

Die Pictiva Reihe spricht auch SPI.


>ATmega88 (-20AU  -20PU  V-10AU / V-10PU welchen?)

Du brauchst hier bedrahtete Typen (DIP). Das sind die PUs.
Mit 3,3V kommen alle 88er oder auch 168er zurecht. Such dir den
schönsten aus.

Sieh dir mal den LF33 Regler für die 12V -> 3,3V Geschichte an.
Bedenke das die 12V Leitung nur angeschlossen sein darf wenn auch
die 3,3V da sind. Also nicht 12V drauf und sehen ob es leuchtet ;)

Dann brauchst du noch Kleinteile:
4 Elkos 4.7uF  (1x Display, 1x AVR, 2x Regler)
1 Widerstand 330 Ohm
1   "        820k
1   "        10k
1 LED
2-reihige Stiftleiste für den ISP
1 Sockel SDIP28

Der SSD0323 sitzt bereits auf dem Display.

  - Michael

Autor: Fabian Rusitschka (Gast)
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Vielen Dank für die Hilfe, so ein so hilfsbereites Forum habe ich 
wirklich noch nie erlebt. Trotzdem möchte ich Eure Hilfsbereitschaft 
nicht überstrapazieren und bin daher fleißig am Tutorial lesen.

Überarbeitete Einkaufsliste:

2,7" OLED
AVR ISP
ATmega88-20PU
Tisch-Netzgerät, stabilisiert, 1000mA 12V
12V->3,3V: LF33 Regler
3xLochrasterplatine, Hartpapier, 160x100mm
Klingeldraht
Experimentier-Steckboard 1280/100 Kontakte
4 Elkos 4.7uF  (1x Display, 1x AVR, 2x Regler)
1 Widerstand 330 Ohm
1   "        820k
1   "        10k
1 LED
2x17pol.-Stiftleiste, gerade, RM 2,54
Schalter (zum manuellen einschalten der 12V)

Unsicher bin ich mir hier:
Adapter  FH12A-30S-0.5SH  (www.dkc3.digikey.com/PDF/DE061/0041.pdf)
Oder
30 poligen ZIF-Socket von molex (Bestellnr. 9786180 bei farnell)

Sowie hier
Sockel SDIP28
Diesen Sockel habe ich weder bei Reichelt, Digikey, Conrad, etc 
gefunden.


Autor: let (Gast)
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Der SDIP-Sockel nennt sich "GS 28P-S".
Zur Digikey Buchse kann ich nichts sagen aber einen von Molex
benutze ich selbst. Drähte kann man da praktisch nicht dranlöten,
also muß eine Platine her. Kannst du eine machen bzw. besorgen?
Ich habe hier noch eine leere Platine (35x15mm) für den Molex und eben
dieses Display rumliegen (Elko und Widerstand kommen da mit drauf).
Das war aber nur ein Schnellschuß und ist nicht sonderlich gelungen.
Die könnte ich dir schicken.

Ich suche mal die Schaltung zum Display raus. Irgendetwas sagt mir
das da zwei Elkos und/oder Widerstände drin sind. Ist schon eine
Weile her.

 - Michael

Autor: Fabian Rusitschka (Gast)
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Hallo Michael,

das hört sich echt super an. ich befasse mich gerade mit den tutorials 
und werde mich erstmal an ein paar einfacheren geschichten versuchen.

falls du die platine entbehren kannst wäre ich natürlich superglücklich, 
wollte mir sonst eine machen lassen, habe ein paar seiten gefunden, aber 
das würde ja dann auch wieder dauern. den passenden molex adapter
(http://de.farnell.com/jsp/search2/browse.jsp?N=500...) 
? würde ich mir dann besorgen oder ist der schon drauf?

falls es für dich in ordnung ist, kannst du mir ja einfach eine email an 
frusitschka@gmx.de schreiben, dann können wir die details klären.

vielen dank nochmals für deine/eure hilfe, ich hoffe es kommt irgendwann 
der punkt an dem ich ein wenig zurückgeben kann. eine dokumentation von 
dem aufbau (wenn irgendwann alles funktioniert) wird es auf jeden fall 
geben!


gruss fabian


Autor: let (Gast)
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So, die Mail ist möglicherweise rausgegangen. Die Admins
kämpfen offenbar gerade mit ihren Servern.

 - Michael

PS: Es ist glaube ich keine gute Idee eine Mailadresse im
Klartext in einem Forum zu posten. Da freuen sich die Spammer
über ein weiteres Opfer.

Autor: Snartie (Gast)
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http://www.welte-engineering.ch/

Da gibts schon ein fertiges OBD-Fahrzeug-Interface mit Osram Oled.
Controller ist ein TI

Autor: Fabian Rusitschka (Gast)
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Vielen Dank für den Link. Aber die gezeigte Lösung ist meiner Meinung 
nach kein innovatives Interface. Das oled wird lediglich als 
Anzeigeelement genutzt, was keine Neuerung ist. In meiner Arbeit habe 
ich das Ziel ein adaptives Stellteil mit Anzeige zu konzipieren, was 
bedeutet, dass Stellteil und Anzeigeteil zu einem Element verschmelzen.

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