Hallo zusammen,
ich habe einen 6V/4Ah Blei-Gel-Akku aus einer Handleuchte ausgebaut und
versucht an einem Labornetzteil zu laden. Am Labornetzteil habe ich 6,7V
eingestellt. Der gemessene Ladestrom lag am Anfang bei knapp 0,5A. Nach
einer Weile ging der Ladestrom langsam zurück (wie es sein sollte) und
blieb bei ca. 0,4A stehen. Nach ca. 20 min habe ich festgestellt, dass
der Ladestrom wieder zunahm und der Akku warm wurde. Kann sich jemand
dieses Verhalten erklären? Meines Wissens nach, müsste der Ladestrom
weiter runter gehen und nicht steigen. (Die Spannung blieb die ganze
Zeit auf 6,7V)
Gruß
Andy
Hallo,
hast du schon mal die Leerlaufspannung am Akku gemessen? Wie hoch ist
sie? Sie müsste normalerweise 6 bis 6,3 V betragen. Ist sie zu niedrig
(4,2 V) ist vielleicht eine Zelle kaputt.
Andererseits nimmt die Ladeschlussspannung mit steigender Temperatur ab,
was den Stromanstieg am Ladeende erklärt.
Ich glaubs nicht. Du lädst deine Akkus an einer
Konstant-Spannungsquelle?
Jetzt bring schön den Akku zum Sondermüll und laß die Finger von Dingen,
die du nicht verstehst, damit du unsere Welt nicht weiter verbleist.
@Akkurahul: Wie sagte schon Dieter Nuhr? Wenn man keine Ahnung hat,
einfach mal die Schn. halten!
Bleiakkus WERDEN mit Konstantspannung geladen. Wenn auch mit
zusätzlicher Strombegrenzung, deren Strom beim Erreichen der
Ladeendspannung auf Null geht (oder Erhaltungsladungsstrom).
@Akkurahul:
Was soll der schwachsinnige Kommentar? Blei-Gel Akkus werden mit dem U/I
Verfahren geladen. Man legt hierbei die zum Laden gewünschte Spannung
an den BleiAkku und regelt eventuell noch den Strom. Mehr braucht man
nicht zu machen.
Das gleiche gilt für Li-ion, Li-poly. Li-Mangan etc.
2,25V pro Zelle bei einem BleiGel Akku sind vollkommen in Ordnung.
Also entweder ist der Akku hinüber ( mach mal einen Belastungstest und
miss Strom, Spannung) oder dein Labornetteil macht murks.
Gruß Alex
@Akkurahul:
Blei-Akkus brauchen keine besondere Ladesteuerung. Es reicht völlig aus,
wenn die Ladeschlußspannung begrenzt wird. Von Vorteil wäre es auch
noch, wenn der max. Ladestrom begrenzt werden würde..
Hallo,
das Problem ist nur, dass eine Zeit lang
(von den Herstellern ?) über "Blei-Gel"
Akkus wilde Gerüchte in die Welt gesetzt
wurden.
Auf jeden Fall sind in vielen Mopeds
"Blei-Gel" Akkus eingebaut.
Und laden kann man sie definitiv mit
einem Labornetzteil mit ohne Akku
eingestellter Ladeschlusspannung
(14,2V für 12V Akku) und eingestellter
Strombegrenzung, wobei der max. Strom
oft sogar aufgedruckt ist.
Otto
>Am Labornetzteil habe ich 6,7V>eingestellt. Der gemessene Ladestrom lag am Anfang bei knapp 0,5A.
Könnt ihr lesen?
...6,7V EINGESTELLT
Der GEMESSENE Ladestrom lag ...
nix Strombegrenzung
falls du diese (Bild) Lampen gekauft hast:
ich habe mir auch drei davon gekauft.
(eigentlich wegen der Akkus) Die Lampen gab's hier für 5€.
Die Akkus waren alle defekt!
Neue Akkus von Reichelt eingebaut und hast du ne gute Lampe ;-)
>>Die Akkus waren alle defekt!>Oh nein, noch einer, der mit Konstantspannung lädt.
Und woraus schließt du das? Er hat doch geschrieben, dass die Akkus
defekt WAREN! Was ich dir bei einem Preis von 5€ pro Funzel auch vorher
hätte sagen können ;-))))
Wo ist eigendlich das Problem mit der Konstantspannung? Es darf ja nur
ein Anfangsladestrom (ist meißt aufgedruckt) nicht überschritten werden.
[Haarspalter]
OK, von Konstantspannung im eigendlichen Sinne kann man dann nicht mehr
reden.
[/Haarspalter]
@Akkurahul: Wenn du keinen vernunftigen Betrag leisten kannst, aus
welchem Grund auch immer, dann halt bitte deine Fr****. Ist zwar nicht
nett von mir,
aber ich finde sowas einfach zum Kotzen.
allgemein:
Die Leute in diesem Forum finde ich echt super, bis auf die, die nicht
zum Thema beitragen können, aber dumme Kommentare abgeben. Einer meiner
Proffessoren hat mal gesagt: "Es gibt keine dummen Fragen, bloß dumme
Antworten".
Also nochmal zu meinem Problem: Einen Blei-Gel-Akku lade ich nicht zum
ersten mal. Um meine Kenntnisse zu bestätigen, habe ich den Ladevorgang
an einem 12V/2,2A Blei-Gel-Akku ausprobiert (Ladeschlußspannung 13.4V,
Ladestrom auf 200mA am Labornetzteil eingestellt)
Resultat: Das was ich erwartet habe -> nach einer Weile ging der
Ladestrom zurück .
@ Stefan Helmert: die Leerlaufspannung des fraglichen Akkus beträgt
5.5V,zwar etwas niedrig, aber man kann nicht sagen, ob eine Zelle kaputt
ist.
Mir fällt spontan auch nicht ein, wo das Problem ist, mit eingestellter
Ladeschlussspannung und Strombegrenzung. Ladestrom war bei 0,5A. Ob du
die Strombegrenzung eingestellt hast, geht daraus nicht hervor. Und
außerdem: Who cares! :D Das Netzteil hätte schon auf sich aufmerksam
gemacht. (Wo kommt der Rauch her?)
Ich hätte es jedenfalls genauso gemacht. Ist doch beim Auto genauso?!
Naja... Solange unser Akkurahul nicht konstruktiv ansagt, was denn
seiner Meinung nach falsch dran ist -> einfach ignorieren und unter
"Blubb Blubb und sinnloses Rumgemosere" einsortieren.
Andy, die Leerlaufspannung ist wirklich etwas gering. Das Problem bei
den Gel-Akkus ist das Überladen. Bei einem KFZ-Akku können die
Gasbläschen wunderbar austreten aber im Gel bleiben sie "gefangen".
Resultat: Die Kapazität sinkt. Läds du deinen Akku jetzt auf, reagiert
er am Anfang noch normal, nach einer Weile wird aber eine Zelle
überladen und erwärmt sich dann. Diese traurige Erfahrung musste ich
leider auch schon machen. Ich habe 2 Einzelakkus mit 6V und 12Ah im
Einsatz, beide werden getrennt aufgeladen. Tja, bei einem habe ich nicht
früh genug den Ladestrom abgeschaltet. Der Akku hat jetzt noch ca 1Ah.
meine Vermutung ist auch, dass der Akku einen Schaden abgekriegt hat.
Wie gesagt, der Akku war in einer Handleuchte drin und da war keine
Ladeschaltung eingebaut, bloß eine Leuchtdiode, ein Widerstand und eine
normale Diode(1N4007). Geladen wurde die ganze Geschichte mit einem
stinknormalen 9v/500mA Netzteil. Fazit: mehrfache Überladung.
Der Akku gibt zwar noch etwas Energie ab, fragt sich bloß wie lange,
aber für meinen ersten Test wird er noch ausreichen. Ich will 4 weiße
LEDs in die Handleuchte einbauen.
>Ich will 4 weiße LEDs in die Handleuchte einbauen.
Wäre es da nicht sinnvoller neue Akkus, z.B. Mignons einzubauen? Ich
hätte jedenfalls keine Lust "für dumme Nüsse" einen unzuverlässigen und
obendrein schweren Bleiklotz mitzuschleppen.
OT:
Obwohl manchmal dumme Kommentare (Absicht oder nicht?) von Leuten kommen
die sich nicht mit ihrem richtigen Namen anmelden (der einzige Nachteil
hier), halte ich dieses Forum doc für eins der besten.
Zum Akku.
Bei Bleigelakkus stelle ich immer die Aufgedruckte Spannung ein.
Dann einen Strom von etwa C/10.
Ein Akku ist defekt, wenn er z.B. so ein merkwürdiges Verhalten zeigt
wie oben oder nachdem Laden im Leerlauf die Spannung schnell wieder um
2V absinkt. Manchmal sind Bleigelakkus tiefentladen und nehmen keinen
Ladestrom mehr auf, dann werden sie mehrmals mit falsch rum
angeschlossener Spannung von 30V wiederbelebt.
Wenn Andy schreibt "Labornetzteil" hat er auch eine Strombegrenzung
eingestellt. Der Akku ist höchst wahrscheinlich genau wie meine 5€ Akkus
defekt. Ich habs ja auch vorher schon geahnt, aber der Reflektor und das
10W Birnchen sind das Geld schon wert :-)
PS. falls jemand noch ne Schaltung zum Laden sucht, ich habe eine auf
meiner HP: http://www.stegem.de/Elektronik/L200/
Hier steht dass sich der strom von alleine begrenzen sollte? mmhh also
mach ich zur sicherheit nen Widerstand dazuwischen der den strom auf ca
1/10 einstellt, wenn der akku leer ist und das wars? mmhh das hört sich
guuut an :-))
@ Stefan Gemmel:
>Manchmal sind Bleigelakkus tiefentladen und nehmen keinen>Ladestrom mehr auf, dann werden sie mehrmals mit falsch rum>angeschlossener Spannung von 30V wiederbelebt.
Ich habe NiCd-Akkus auch schon mit "gehörig Dampf" wiederbelebt, aber:
Was meinst Du denn mit "falsch rum angeschlossener Spannung" ?
Also Ladegerät-Pluspol an Akku-Pluspol und Lade-Minus an Akku-Minus? (So
mache ich das, aber bei einer Ladeschaltung ist das ja kein "verpolen".
Oder stehe ich auf'm Schlauch?)
@Andy: Das soll funktionieren? Mit deiner Methode wird doch die
Akkuzelle falschherum geladen und das kann GARANTIERT nicht förderlich
sein.....
@Heinz: Ich rede ausdrücklich von NiCd-Akkus! Wenn so ca. 5A bis 10A
durch den "müden" Akku fließen sollten ein paar Sekunden reichen.
Beispiel: Ein Bekannter hat eine Tauchlampe mit 6V NiCd-Akkus drinn, hat
leider vergessen die Lampe auszuschalten. Geladen hat er sie mit
0,7A-Konstantstrom: es war nichts zu machen, der Akku wurde zwar warm,
hatte aber keine Kapazität. Ich habe die Konstantstromquelle auf 5A
gestellt und ca. 10 Sekunden geladen: Danach war wieder normale Ladung
möglich. Es ist natürlich anzunehmen, dass der Akku vorher durch die
Tiefentladung wohl schon eine Knacks wegbekommen hat.
@henrikj
danke für den Tipfehler, man blamiert sich ja wo man nur kann ;-)
Ist behoben.
ich habe auch ein paar Tauchlampen hier und ganz viele Bleigelakkus.
Das Verpolen bei 30V (Strombegrenzung auf 3A) mache ich solange bis der
Akku richtig rum gepolt Strom annimmt. Also immer so 1s umpolen, bei
Bedarf wieder verpolen u.s.w.
Meist haben diese Akkus aber dann nicht mehr die volle Kapazität.
mit dem Umpolen habe ich persönlich keine Erfahrung, das habe ich auch
irgendwo vor Kurzem gelesen.
Ich hatte vor 2 Monaten einen 12V/6Ah-Blei-Vlies-Akku aus einem Mofa von
meinem Schwager bekommen. Nach dem Kauf des Mofas wurde damit nur
einpaar Mal gefahren und dann ist das Ding 1 Jahre lang rumgestanden,
dabei wurde der Akku nach dem Kauf nie geladen. Das Resultat war, dass
der Akku 0V hatte. Ich habe dann den Akku an ein Labornetzteil
angeschlossen und der hat am Anfang nur wenige mA gezogen. Mit der Zeit
ist die Spannung und der Strom langsam angestiegen, bis der Akku dann
seine 12V hatte. Was ich festgestellt habe, dass wenn ich mit kurzen
Pulsen mehrere Amps gezogen habe, hat er an Kapazität zugenommen. ABER
wie Stefan Gemmel geschrieben hat, konnte ich seine Nominal-Kapazität
nicht erreichen.