kalibrierung von pt100

#553883
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sami wrote:
> hallo forum;
>
> ich bin neue in diesem bereich.ud hätte ich gerne eine frage:
>
> wie kann man einen pt 100 temperatur sensor kalibrieren oder eichen.wenn
> es möglich wäre ,könntet ihr bitte eine kalibrier-/eichschaltung
> aufzeigen.
>
> ich wäre ihnen sehr dankbar.

Den brauchst du nicht zu eichen... der hat bei 0°C 100 Ohm...
Oder meinst du vielleicht, wie du den kalibrieren musst um ihn linear zu 
bekommen?
#553904
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Generell ist beim Kalibriren nicht die Schaltung das Problem, hier 
nimmst Du einfach die zu kalibrirende Schaltung. Das schwirige ist 
genaue Meßproben zu bekommen. Mit Bordmitteln lassen sich bei der 
Temperatur am einfachsten 0° bzw. 100° realisieren (Eiswasser und 
kochendes Wasser). Beim PT-100 kalibrierst Du eigentlich nicht den 
Sensor, sondern den Rest der Schaltung. Das tolle an den PT-100ern ist 
das die alle quasi gleich sind, d.h. wenn die Schaltung mit einem PT-100 
genau ist ist sie das auch mit beliebigen anderen PT-100ern.

Eine weitere Frage ist noch wie genau das ganze werden soll. Mit 
Bordmitteln ist die erreichbare Genauigkeit natürlich geringer als z.B. 
im Eichamt.
Gast #553908
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Du msst dir nur die passenden Widerstände für Nullpunkt und Endbereich 
kaufen oder basteln. dazu brauchst du aber ein recht genaues 
Messinstrument wie eine Wheatstone-Brücke oder gutes DMM. Dann den 
jeweiligen Widerstand anstelle des Fühlers anschließen und die Schaltung 
abgleichen.
Früher haben wir das mit Widerstandsdraht gemacht, weil der einen 
besseren Temperaturkoeffizienten hat.
Gast #553946
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Hallo Sami,

hinsichtlich der Pt100-Kalibrierung kann ich Dir die DIN EN 60751 
"Industrielle Pt-Widerstandsthermomete" empfehlen.

Weiterhin findest Du in der VDI_VDE 3511-3 "Messverfahren und 
Messwertverarbeitung für elektr. Berührungsthermometer" alle notwendigen 
Infos. Schau dir hierin mal die "Brückenschaltung in 
Dreileiterschaltung" an - die macht genau das was du brauchst.

MfG. vom Gunter
#553971
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der PT 100 hat bei 0°C 100Ohm. Wenn du den PT100 also durch einen 100 
ohm Präzisionswiderstand ersetzt müssen hinten deine 100mV rauskommen.

Wie präzise das ganze wird hängt von deiner Schaltung ab und was für 
eine Genauigkeitsklasse von PT 100 du verwendest.

Hast du bedenken hinsichtlich deiner Schaltung ( ist die auch 
Temperaturschwankungen unterworfen und wenn ja wie ist deren 
Temperaturgang...) benutze ggf einen fertigen IC an dem du den PT 100 
anschließen kannst und der dir hinten ein Standardsignal ausgibt (0-1V 
oder so)
#554027
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@Sami: Eine Brückenschaltung ist für PT100 nicht notwendig, 
Linearisieren muß man da auch nichts, PT100 und Verwandte sind 
grundsätzlich linear. Wichtig nur, man muss den Sensor aus einer 
Konstantstromquelle speisen. Der Abgleich der Schaltung ist einfach, 
Widerstandswerte für 0°C und 100°C aus der Tabelle ablesen, statt des 
Sensors anklemmen und Schaltung auf 0°C und 100°C abgleichen. Btw, das 
Thema hatten wir hier schonmal unter. Da sind dann auch Links zu 
entsprechenden Webseiten drin.

Gruss
Jadeclaw.
Gast #554213
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Als Normal Wasser-Eis in Thermosflasche: kann auf Zehntel Grad 
Genauigkeit bringen.
Siedendes Wasser: hat je nach Höhe wegen des Luftdrucks deutliche 
Abweichungen. Bei 500 m über Null liegt der Siedepunkt schon um drei 
Grad nierdriger. Innerhalb eines kochenden Topfes gibt es 
Temperaturunterschiede von zehn  und mehr Grad.
Brauchbares Normal ist bei etwa 40 Grad ein Fieberthermometer, das muss 
nach Norm weniger als ein zehntel Grad Fehler haben.
Zwischen Null und hundert Grad weicht  Pt 100 um ca. 0,5 Grad von der 
linearen Kennlinie ab.
Ansonsten Normen lesen!
Gast #554243
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@ Jadeclaw Dinosaur:
>PT100 und Verwandte sind grundsätzlich linear

Wie kommst du denn darauf? Oder wie groß darf deine Toleranz sein? Die 
Teile sind keineswegs linear, wenn man <1% Fehler zulassen will muss man 
linearisieren.

PT100 in Vierleiterschaltung kompensiert den Leitungswiderstand. Man 
kann den Messumformer auch durch Einspeisung der Messpannung am Messpfad 
der Vierleiterschaltung kalibrieren. Die Formel U=I*R hilft hierbei.
Gast #554978
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Die "übliche" Fehlerrechnung geht von einer Kennlinie 2.Ordnung aus beim 
PT100. Der quadratische Term machts dabei ganz und gar nicht linear. 
Damit lassen sich (mathematische) Fehler im Bereich <0.1 K erreichen. 
Aber das Hauptproblem ist dann die Kalibrierung des Ganzen. Wer hat 
schon Dinge wie Temperaturreferenzen etc. zur Verfügung. Daher am besten 
mit genauen Widerständen (es gibt auch sog. PT100 Simulatoren) die 
Schaltung kalibrieren und dann einen geeigneten (von der Genauigkeit 
her) PT100 einkaufen. Das sollte dann passen.
#4497354
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Thorsten E. schrieb:
> Mit Bordmitteln lassen sich bei der
> Temperatur am einfachsten 0° bzw. 100° realisieren (Eiswasser und
> kochendes Wasser

Das mit den 0 Grad stimmt bis auf Zehntel Grad, wenn man fein 
zerbrochenes Eis in eine Thermosflasche gibt und einige Zeit wartet, bis 
sich die Temperaturdifferenzen ausgeglichen haben. Vor Jahren hab ich 
immer im Winter eine Handvoll Schnee genommen, heute geht das halt nicht 
mehr.

Was die 100 Grad angeht: Hast Du schon einmal in einem Gefäß mit 
kochendem Wasser die Temperatur kontrolliert? Da findet man 
Temperaturunterschiede von mehreren Grad innerhalb des Gefäßes. Wegen 
des Siedeverzugs auch einige Grade mehr. Auch von der Höhe des Messorts 
und dem aktuellen Luftdruck ist der Siedepunkt abhängig. Die 100 Grad 
Siedepunkt gibts nur in Büchern!

Für den Bastler sind Schmelzpunkt und Fieberthermometer die handhabbaren 
Normale.

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