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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Zeitrelais Eigenbau


Autor: oZe (Gast)
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Hallo!
Ich habe mal wieder eine Frage die für euch mit Sicherheit sehr einfach 
zu lösen ist. Ich brauche eine Schaltung mit der ich ein Relais für eine 
bestimmte Zeit anziehen lassen kann. Dazu habe ich die Schaltung im 
Anhang entwickelt. Über K1 kommt ein kurzer +12 V Impuls. Dadurch laden 
sie die Kondensatoren C1 und C2 auf und steuern somit T1 durch, welcher 
wiederum T2 durchschaltet und somit das Relais Rel1 anzieht. Die Werte 
der Kondensatoren habe ich experimentell ausprobiert und komme mit 200 
uF auf 50 Sekunden Zeit in der das Relais angezogen bleibt.

Nun zu meinen Fragen:

Sind noch fehler in der Schaltung (Basiswiderstand von T2 zu klein?)?

Wie kann ich die Schaltung erweitern sodass man die Zeit über ein Poti 
einstellen kann (event. die Kondensatoren über ein Poti langsam 
entladen?)?

Wie kann ich die Schaltung über ein 2. +12V Dauersignal komplett 
auschalten ohne ein weiteres Relais zu benutzen?
Angenommen das Relais ist gerade angezogen: Dann würde ich gerne eine 2. 
Klemme an K2 einbauen, die dann dafür sorgt das wenn dort ein +12V 
dauersignal ankommt, die gesammte Spannungsversorgung der Schaltung 
deaktiviert wird?


Damit ihr wisst wozu die ganze Sache dienen soll:
Ich habe vor bei meinem Auto eine sogenannte Comming home funktion 
einzubauen. Diese Funktion sorgt dafür, dann wenn das Auto auf- oder 
abgeschlossen wird das Standlicht angeht und für eine Minute anbleibt. 
K1 würde ich dann mit der Zentralverriegelung ansteuern. Es wäre nur 
eben gut, wenn die Schaltung deaktiviert wird, wenn man die Zündung des 
Autos anschaltet, damit nicht die erste minute beim Fahren immer das 
Standlicht an ist.


Ich hoffe ihr könnt mir helfen!

Autor: nop(); (Gast)
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Aaaaahhhhh, graesslich. 200uF an der Basis, an 12V, die ziehen viel 
strom zum Aufladen. Dann muss der T1 ueber den R2=470 satt Strom 
runterlassen, sodass es ihm nicht die Basis rausblaest. Vbe ist naemlich 
nur 0.8V. Dann noch eine nachgeschaltete Stufe, die nichts bringt. Die 
diode sollte nur ueber der Spule sein. Es gibt genuegend Buecher, die 
Einschaltpulsrelais beschreiben. nimm sowas.

Autor: Alexander D. (alexander_d)
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du solltest dir mal das Datenblatt oder ein paar Schaltungen mit dem 
NE555 ansehen. Der kann das, was du haben möchtest.

Gruß,
Alexander

Autor: oZe (Gast)
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Ok dann klemm ich vor die Basis von T1 noch nen Widerstand um den 
Basis-Emitter Strom zu begrenzen um T1 zu schützen. Der 
collector-Emmiter Strom von T1 ist aber doch ok mit 470 Ohm oder?

Die Nachgeschaltete Stufe mit T2 ist notwendig um auf die gewünschte 
Zeit zu kommen. Ich habe es natürlich erst mit einer Stufe versucht 
allerdings komme ich dann nicht auf meine gewünschten 50 Sekunden Zeit 
die das Relais anzieht. Erkläre ich mir dadurch, dass die Spule vom 
Relais mit die Kondensatoren zu schnell über die Basis leer zieht. Wenn 
ich das falsch sehe bitte korigieren.


Und nur mal am Rande: Ich bin weder schwer von Begriff noch dumm. Also 
könnt Ihr auch "normal" mit mir reden. Danke.


Autor: oZe (Gast)
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Ja mit nem 555 geht das natürlich auch aber ich würde schon gerne wissen 
wie ich das nur mit den Transistoren hin bekomme. Der NE555 kann laut 
http://www.elektronik-kompendium.de/sites/bau/0206115.htm auch nur 100mA 
Ausgangsstrom ab. Das KFZ Relais was ich benutze zieht schon 110 mA, 
sodass ich entweder auf ein anderes Relais umsteigen müsste oder aber 
wieder einen Transistor nachschalten müsste.

Autor: Michael U. (Gast)
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Hallo,

such mal zum Thema Schmitt-Trigger. Kommt auch mit 2 Transistoren aus, 
verhindert aber, daß das Relais am Ende der Schaltzeit die Kontakte 
verbruzzelt, weil die Spannung bei Deiner Schaltung langsam abfällt.

Ansonsten noch nach Miller-Integrator schauen, kostet einen Transistor 
zusätzlich und erreicht mit wenigen µF mehrere Minuten, allerdings nicht 
sehr zeitstabil.

Sonst, wie schon angedeutet, NE555 oder CD4093 mit Relais-Treiber 
dahinter.

Gruß aus Berlin
Michael

Autor: Andreas K. (a-k)
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Transistor hinter NE555 ist ohnehin sinnvoll, weil der NE555 nicht 
wirklich geeignet ist, ein Relais anzusteuern, selbst wenn der Strom 
passt.

Autor: oZe (Gast)
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Ok ich habe mir jetzt mal einen MMV mit dem NE555 angesehen und bin auf 
folgende Schaltung gestossen:
http://www.ferromel.de/tr6/555a_u.gif

Das Trigger-Signal ist hier aber ein Negativer Impuls. Meine 
Zentralverriegelung liefert mir allerdings einen Positiven Impuls. Lässt 
sich der NE555 auch anders beschalten, sodass ich einen positives Signal 
nutzen kann oder muss ich quasi das Signal erst in ein negatives Signal 
umwandeln?

Autor: nop(); (Gast)
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Zurueck zur Schaltung, der Vollstaendigkeit halber. Die 
Zeitkondensatoren sind die beiden elkos an der Basis von T1 und die 
werden durch den Basisstrom entladen. Der Basisstron ist im Wesentlichen 
durch den R2=470 vorgegeben. Die 470 sind fuer 50 sekunden viel zu 
wenig. Wenn T2 ein PNP waere, wuerde man das Relais immer unter voller 
Spannung halten. Zudem sollte man nie Elkos fuer Zeitglider nehmen, 
deren Selbstentladung ist relativ gross und auch noch 
temperaturabhaengig. Besser einen 10uF Folien und mit einem Fet messen 
gehen.

Autor: oZe (Gast)
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hmm angenommen ich tausche R2 gegen einen 10 kOhm aus würde ich ja 
sicher gehen das der Basisstrom nicht zu groß wird. Das die Zeit nicht 
100% gleich bleibt ist mir eigentlich relativ egal. Kann ruhig mal 5 
sekunden änderung machen. Das Relais kann ich aber aufgrund der 
fallenden Spannung nicht richtig schützen mit der Schaltung denke ich 
(jedenfalls mit den npn`s nicht).

Noch mal zum 555:

"Die Impulsdauer am Ausgang (Pin3) des Timers ist gegeben durch td = 1,1 
x R1 x C1" heißt es auf der Seite wo ich den MMV gefunden habe. In 
welcher Einheit bekomme ich denn dann die Impulsdauer?

Autor: Jack Braun (jackbraun)
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>In welcher Einheit bekomme ich denn dann die Impulsdauer?

Ist denn das so schwer?

[R] = V/A

[C] = As/V

Was kommt dann bei [R]*[C] raus?

Autor: oZe (Gast)
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So jetzt habe ich schon wieder ein Problem:
Ich habe jetzt eine Schaltung mit dem NE555 aufgebaut und zwar diese:
http://forum.electronicwerkstatt.de/phpBB/uploads/...

Bild 16.


Mit einer LED funktioniert das auch wunderbar nur wenn ich jetzt ein 
Relais anschließe (natürlich dann ohne den widerstand am ausgang) flipt 
die schaltung nicht mehr zurück so das das relais immer angezogen 
bleibt. Woran liegt das?
Ich habe jetzt schon aus verzweifelung einfach noch ne LED parallel zum 
relais geschaltet aber leider ohne erfolg. Es funktioniert wirklich nur 
wenn die LED alleine am ausgang hängt.

Autor: Florian (Gast)
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Zu Deiner Schaltung noch einmal. Die Freilaufdiode gehört antiparallel 
zum Relais. Außerdem  würde ich das Relais nicht an den Emitter, sondern 
an den Kollektor von T2 setzen.

Autor: oZe (Gast)
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Joa das die antiparallel gehört ist mir klar (flüchtigkeitsfehler). Von 
der ursprünglichen schaltung konntet ihr mich ja schon abbringen von 
daher ist es jetzt egal ob an emitter oder an kollektor. Wichtiger ist 
mir momentan warum die schaltung mit dem NE555 nicht funktioniert.

Autor: oZe (Gast)
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Will mir denn hier keinen nen Tipp geben?

Autor: Florian Demski (code-wiz)
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Dein Link funktioniert nicht.

Autor: oZe (Gast)
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Oh dann weiß ich auch warum keiner schreibt g

Naja ich habs mal bei imageshack hochgeladen: 
http://img20.imageshack.us/my.php?image=0323511388...

Autor: Florian Demski (code-wiz)
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Was für ein Relais benutzt Du? An die Freilaufdiode gedacht? 
Versorgungsspannung?

Autor: Florian Demski (code-wiz)
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S.

http://www.ferromel.de/tronic_14.htm

Kondensator an Pin 5?

Autor: Michael U. (Gast)
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Hallo,

häng einen Transistor als Relaistreiber dazwischen, mit einem 555 ein 
Relais direkt schalten geht schief, der triggert trotz Freilaufdiode 
sofort wieder...

Gruß aus Berlin
Michael

Autor: oZe (Gast)
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Alles klar dann nehm ich nen BC548 den ich davor hänge. Reicht dort 10 
kOhm als Basiswiderstand?

Autor: oZe (Gast)
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Ja ich weiß langsam nervts aber eine letzt frage habe ich noch:

Es läuft jetzt alles aber der Transistor wird sehr warm wenn das Relais 
angezogen ist. Ich hab das Relais gemessen und es zieht 107mA an 12V. 
Das scheint ein bischen viel für den BC548 zu sein (wird sehr warm bis 
heiß). Könnt ihr mir einen vergleichbaren NPN Transistor empfelen der 
mehr Strom zulässt. Ich gehe davon aus das mir der 548 auf längere Zeit 
durchbrennen wird. Der Basis R liegt wie gesagt bei 10 kOhm.

Autor: AVRFan (Gast)
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Das sieht ganz danach aus, als ob der Transistor nicht in der Sättigung 
ist.  Miss mal die Kollektor-Emitter-Spannungsdifferenz.  Nach einem 
Blick ins Data Sheet sage ich voraus, dass sie um 1 V liegt (I_C = 100 
mA, I_B = 1 mA). Stimmts? Der Transistor geht bei I_C = 100 mA aber erst 
ab ca. 6 mA Basistrom in die Sättigung. Die Kollektor-Emitterspannung 
beträgt dann nur ca. 0.4 V, und  die Verlustleistung ist deutlich 
kleiner.  Für gewünschte 6 mA Basisstrom ist der 10 kOhm Basiswiderstand 
aber zu hoch.  Probiers mal mit 2.2 kOhm.

Einen anderen Transistor brauchst Du nicht; ein BC548 ist stark genug, 
um ein Kleinrelais schalten zu können (aber niemals die Freilaufdiode 
vergessen, und dafür keine 1N4148 nehmen, sondern eine 1N4007).

Autor: AVRFan (Gast)
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Hoppla, da seh ich noch grad, dass für den BC546 nur Kollektorströme bis 
100 mA erlaubt sind.  Dann solltest Du ihn z. B. durch einen BC337 
ersetzen; der schafft bis 800 mA.  Basiswiderstand 2.2 kOhm.  Die 
Kollektor-Emitter-Spannung sollte dann laut Datenblatt unter 0.1 V 
liegen.

Autor: Winfried (Gast)
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Beim Warmwerden gilt P=U*I und wenn bei 100mA was warm wird am 
Transistor, dann muss UCE zu hoch sein, der Transistor ist also nicht in 
der Sättigung. Ich weiß ja nicht, wie deine jetzige Schaltung inzwischen 
aussieht, die zuerst gepostete Schaltung sieht aber eher ungünstig aus, 
um den Transistor in die Sättigung zu bringen.

Autor: oZe (Gast)
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Ok alles klar. Dann verringer ich den Basiswiderstand erst mal auf 2,2 
kOhm und ersetze den BC548 durch einen BC337. Danke für die Hilfe!

Autor: profitüftler (Gast)
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wie gehts nun mit dieser schaltung, gebt mir info

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