Film machen lassen stat selber drucken?

OP #613152
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Hallo!
Ich habe ein Problem mit dem Folienvorlag für die Belichtung von 
Platinen. Und zwar habe ich zufällig einen Film einer Platine gesehen, 
und bin sehr beeindruckt von der Qualität: glasklare folie wo sie es 
sein muss, und pechschwarz an Leiterbahnen, keine Chance fürs Licht da 
durchzukommen. Da habe ich mir gedacht, dass ich das auch machen will. 
Problem: Wie ich schonmal gesagt habe lebe ich in Madrid (Spanien) und 
leider ist hier das Hobby Elektronik nicht so verbreitet. Ich war bei 
drei Fotolabors und zwei Druckereien und niemand konnte mir helfen. D.h. 
ich hatte einen solchen fertigen Film dabei und trotzdem hatte keiner 
eine Ahnung was das war. "Mit Laserdruck klappt das sicher". Habe mir 
Beispiele ausdrucken lassen und, ohne Scheiss, die waren unbrauchbar, 
sogar sehr viel schlechter als die, die ich mit dem Tintenpisser bei mir 
zu Hause ausgedruckt habe. In einer der Druckereien meinte einer, das 
wäre "acetat" (frei übersetzt von "acetato"). Aber damit habe ich bei 
zig druckereien per Google nichts gefunden. Weis jemand wie das 
herstellen dieser Filme ungefähr abläuft, und wie diese Filme heissen? 
So könnte ich wenigstens etwas präziser googeln oder es in einer 
Druckerei genauer erklären. Ich könnte es zwar übers Internet in 
Deutschland bestellen, aber ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass 
sowas in einer Hauptstadt nicht gemacht wird.
Danke für eure Hilfe!
Gast #613194
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In inzwischen vergangenen Zeiten, als ich noch freischaffender Layouter 
war, hab ich irgendwann herausgefunden, dass ich gnadenlos billig damit 
wegkam, meine Platinen als Postscript-Files zu "drucken" und dann einem 
Auftragsbelichter aus der Druck-Branche zum Belichten zu geben.

Der Auftragsbelichter hat sich zwar regelmäßig darüber gewundert, dass 
ich nur eine einzige Seite belichtet haben wollte (so jemand ist etliche 
zig bis hunderte Seiten pro Auftrag gewohnt) und mitunter sogar 
"vergessen", mir dafür eine Rechnung zu schreiben (Auftragswert < 1 DM). 
Aber ich hab immer ordentliche Filme bekommen, mit denen ich beim 
Platinenfertiger stets die besten Konditionen hatte.

Ich habe damit meine Nebenkosten für eine doppelseitige Europakarte von 
400-500 auf 20-30 DM drücken können. Ich musste nur erst ausprobieren, 
welcher Auftragsbelichter die für Platinen nötige Maß-Genauigkeit drauf 
hatte...

HTH

Gruß Johannes
#613324
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Ich habe früher immer meine Filme selbst entwickelt, Agfa O81p hieß 
damals der Lith-Film, dazu den passenden Lith-Entwickler, alles mit 
normaler Dunkelkammerausrüstung für Schwarzweiß-Papierbilder.
Der Lithfilm ist Rot-umempfindlich und kann daher unter dem üblichen 
Glühlampenlicht für Dunkelkammerbeleuchtung verarbeitet werden.

Den Film gabs in der 100er-Packung 13*18 cm, also passend für eine 
Europakarte. Als Negativ habe ich denselben Film in 6 Quadrate 
zerschnitten in das Vergrößerungsgerät für Rollfilm 6*6cm eingelegt und 
das Layout Maßstab 2:1 auf einem beleuchteten Kasten ( 
"Dia-Sortierkasten") darunter für zwei bis vier Sekunden eingeschaltet. 
Zeitschriftenvorlagen wurden schräg von oben etwa gleich lang 
beleuchtet.

Lithfilm gibts immer noch zu kaufen.,auch den Entwickler dazu, aber das 
wird dank Digitalfoto wohl allmählich aussterben.

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