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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Gleichrichter mit einzenel Dioden


Autor: taxcon (Gast)
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Hallo,

wenn ich einen Brückegleichrichter selber bauen möchte, aber die 
Sperrspannung der einzelnen Dioden nicht ausreichend groß ist, kann ich 
dann innerhalb des Bückenzweiges z.Bsp. 2 Dioden in Reihe schalten. die 
sperrspannungen sollten sich doch in diesem Falle addieren, oder nicht?

taxcon

Autor: Msp 430_crew (msp430_crew)
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Ja, so kann man das machen! Allerdings gehen dir dann zwei mal 0,6V bei 
Si-Dioden verloren! Wenn das nicht stört dann sollte es kein Problem 
sein.

Autor: Matthias Lipinsky (lippy)
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>sperrspannungen sollten sich doch in diesem Falle addieren, oder nicht?

Nicht ganz.

Die Sperrspannung verteilt sich auf beide Dioden. Soweit richtig.
Aber nicht (zwingend) 1:1, sondern abhängig von den internen 
Sperrschichtkapazitäten. Das entspricht nämlich einer Reihenschaltung 
von Kondensatoren!

Autor: Andreas K. (a-k)
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Nein, so kann man das nicht machen. Ohne zusätzliche Massnahmen habe 2 
Dioden in Reihe nicht annähernd die doppelte Sperrspannung. Das gilt für 
Dioden gleichermassen wie für Elkos. Gund ist auch der gleiche: Die 
Diode mit dem grösseren Sperrstrom kriegt weniger Spannung ab. Die 
andere entsprechend mehr.

Geht also nur mit Ausgleichswiderständen parallel zu den Dioden/Elkos, 
deren Strom weit über dem Sperrstrom liegt.

Autor: Andreas K. (a-k)
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> Aber nicht (zwingend) 1:1, sondern abhängig von den internen
> Sperrschichtkapazitäten.

Solange du nicht grad HF gleichrichtest, kannst die 
Sperrschichtkapazitäten dabei getrost ignorieren.

Autor: taxcon (Gast)
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Ich habe hier Dioden mit einer Sperrspannung von 400V (1N4004) und habe 
eine Spitzenspannung (Sinus) von Vs=501,3V. Da müssten doch zwei dioden 
pro Brückenzweig hinhaun....oder?

Autor: Andreas K. (a-k)
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Wenn die Dioden aus der gleichen Herstellung kommen, kannst du Glück 
haben und es geht. Aber grad bei solchen Spannungen würde ich das 
trotzdem nicht machen. Es stinkt einfach zu arg wenn's dann doch in die 
Hose geht.

Wenn zu du jedoch zu jeder Diode einen Ausgleichswiderstand 470K 
parallel schaltest, dann geht's.

Autor: Msp 430_crew (msp430_crew)
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Andreas Kaiser wrote:
> Gund ist auch der gleiche: Die
> Diode mit dem grösseren Sperrstrom kriegt weniger Spannung ab. Die
> andere entsprechend mehr.

Warum größerer Sperrstrom wenn die Dioden in Reihe liegen??? Da fließt 
ein und derselbe Strom!
Die Spannung verteilt sich vielleicht nicht gleichmäßig, deshalb sollte 
man die einzelnen Dioden etwas überdimensionieren.

Autor: Andreas K. (a-k)
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Blöd ausgedrückt, hast schon recht. Gemeint war eigentlich: "Die Diode 
die bei gleicher Messungbedingung den grösseren Sperrstrom hat...". 
Ändert aber nichts an Problem.

Autor: GeraldB (Gast)
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> Ich habe hier Dioden mit einer Sperrspannung von 400V (1N4004) und habe
> eine Spitzenspannung (Sinus) von Vs=501,3V. Da müssten doch zwei dioden
> pro Brückenzweig hinhaun....oder?

Wenn man dahinter einen Ladekondensator schaltet auf keinen Fall. Wenn 
die Diode sperrt wird der Kondensator selbst zur Spannungsquelle. Da 
sich beide Spannungen jetzt addieren, liegt an der Diode jetzt als 
Sperrspannung der doppelte Wert der Eingangsspannung an - also ca. 
1000V.

Autor: Msp 430_crew (msp430_crew)
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GeraldB wrote:
> Wenn man dahinter einen Ladekondensator schaltet auf keinen Fall. Wenn
> die Diode sperrt wird der Kondensator selbst zur Spannungsquelle. Da
> sich beide Spannungen jetzt addieren, liegt an der Diode jetzt als
> Sperrspannung der doppelte Wert der Eingangsspannung an - also ca.
> 1000V.

Das solltest Du nochmal erklären, das ist nicht wirklich klar und 
nachvollziehbar!

Autor: GeraldB (Gast)
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>> Wenn man dahinter einen Ladekondensator schaltet auf keinen Fall. Wenn
>> die Diode sperrt wird der Kondensator selbst zur Spannungsquelle. Da
>> sich beide Spannungen jetzt addieren, liegt an der Diode jetzt als
>> Sperrspannung der doppelte Wert der Eingangsspannung an - also ca.
>> 1000V.

> Das solltest Du nochmal erklären, das ist nicht wirklich klar und
> nachvollziehbar!

Phase 1:
Bei der ersten Halbwelle befindet sich die Diode in Durchgangsrichtung. 
Der Kondensator wird auf Vs-UD aufgeladen.

Phase 2:
Bei der nächsten Halbwelle liegt die Diode in Sperrrichtung. Jetzt liegt 
die positive Halbwelle an der negativen Seite vom Kondensator - Die 
Spannungen addieren sich. Zwischen der negativen Halbwelle und der 
positiven Seite vom Kondensator liegt jetzt an der Diode in 
Sperrrichtung die Summe der beiden Spannungen an.


Reihenschaltung von Spannungsquellen!

Autor: Andreas K. (a-k)
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> Da sich beide Spannungen jetzt addieren, liegt an der Diode jetzt als
> Sperrspannung der doppelte Wert der Eingangsspannung an - also ca.
> 1000V.

Bei Einweg- und Mittelpunktgleichrichtern kann ich das nachvollziehen. 
Bei hier besprochenen Brückengleichrichter hingegen nicht - auch wenn's 
in der Wikipedia nebst sämtlicher Kopien ebenfalls so drinsteht.

Autor: Msp 430_crew (msp430_crew)
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GeraldB wrote:
> Phase 1:
> Bei der ersten Halbwelle befindet sich die Diode in Durchgangsrichtung.
> Der Kondensator wird auf Vs-UD aufgeladen.
>
> Phase 2:
> Bei der nächsten Halbwelle liegt die Diode in Sperrrichtung. Jetzt liegt
> die positive Halbwelle an der negativen Seite vom Kondensator - Die
> Spannungen addieren sich. Zwischen der negativen Halbwelle und der
> positiven Seite vom Kondensator liegt jetzt an der Diode in
> Sperrrichtung die Summe der beiden Spannungen an.
>
>
> Reihenschaltung von Spannungsquellen!

Wir reden hier aber von einer Brückenschaltung der Dioden!!!
In diesem Fall wird der Kondensator immer von der Quelle geladen, bei 
der positiven Halbwelle von dem einen Zweig und bei der negativen von 
dem anderen!

Autor: Dirk W. (Gast)
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Hi taxcon,

kannst Du nicht einfach 1N4007 nehmen? Die haben afaik 1000V 
Sperrspannung.

Gruß,
Dirk

Autor: The Devil (devil_86)
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Dirk W. wrote:
> kannst Du nicht einfach 1N4007 nehmen? Die haben afaik 1000V
> Sperrspannung.

Korrekt.

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