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Forum: Platinen Durchsichtiger Fotolack?


Autor: Trunes P. (trunes)
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Hallo,

Ich habe mir beim Conrad folgende Platinen bestellt:
528269

Als ich diese ätzen wollte, zog ich die Schutzfolie ab, doch man
sah sofort das kupfer. Also dachte ich mir, dass der Fotolack 
durchsichtig
ist -> also prüffte ich mit dem Durchgangsprüffer ob ich einen Kontakt 
habe.
Ich hatte jedoch keinen. Meine Schlussfolgerung:
Die Fotobeschichtung ist unsichtbar.
Doch wie soll ich nun wissen, ob meine Platine fertig entwickelt ist?

MFG Trunes

Autor: Johannes M. (johnny-m)
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Hast Du die Postings von Karl Heinz (04.08., 22:44) und Platinenbauer 
(21:53) in Deinem anderen Thread nicht gelesen? Da steht alles 
Wissenswerte drin!

Autor: Tom (Gast)
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>Doch wie soll ich nun wissen, ob meine Platine fertig entwickelt ist?

Hast du keine feste Belichtungszeit?

Autor: Johannes M. (johnny-m)
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Autor: Trunes (Gast)
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Ja schon aber mein problem ist dass ich gar nichts gesehen habe.
Beim entwickeln ist mir nicht aufgefallen dass irgendeine Schicht 
herunter
gegangen ist -> Doch ich bin mir sicher dass es funktioniert hat, da ich 
noch mit einer anderen Platine probiert habe.

MFG Trunes

Autor: Platinenbauer (Gast)
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Hi Trunes

in deinem anderen Tread steht noch ne Antwort von mir.

Zu dem "runtergehn"

Das was belichtet wurde, darf NICHT runtergehen, wo sind denn sonst 
deine Leiterbahnen hin?
Das ist ein sicheres Zeichen, daß die Belichtung mit der Esparerfunzel 
nicht funktioniert hat. Andernfalls würdest du auch schwach das 
Leiterbild in einer etwas anderen Farbe bein seitlichen draufschauen auf 
die Platine erkennen. Wo nichts ist, hat es einfach nicht funktioniert.

Und lese dir nochmals  ganz in Ruhe den anderen Tread durch, nichts 
überstürzen, in der Ruhe liegt die Kraft.

Platinenbauer

Autor: Trunes (Gast)
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Mit anderen Platinen habe ich schon belichtet und da hats funktioniert

MFG Trunes

Autor: Platinenbauer (Gast)
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Öhm...
Hab was verwechselt, ich bin halt auf Laminat fixiert..
Also nochmal:

Unbelichtete Stellen bleiben drauf, alles was belichtet wurde wird im 
Entwickler löslich und fliegt runter.

So ist es richtig.

Platinenbauer

Autor: Johannes M. (johnny-m)
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Ich habe mit Material von unterschiedlichen Herstellern gearbeitet und 
eigentlich waren da fast keine Unterschiede. Das unbelichtete Material 
schimmert ein bisschen in Richtung violett. Nach dem Belichten ist es 
eher gelblich (wenn ich mich recht erinnere). Die Leiterbahnen (also die 
Stellen, an die kein Licht gekommen ist) sind dann nach wie vor 
"violett" und man kann sie, wenn ma die belichtete Platte mit schräg 
einfallendem Licht betrachtet, deutlich erkennen. Nach dem Entwickeln 
sind die Leiterbahnen dunkel, die anderen Stellen sind dann blankes 
Kupfer. Wenn das Leiterbahnmuster nach dem Entwickeln nicht deutlich 
erkennbar ist, dann ist entweder die Belichtungszeit zu kurz gewesen 
(Lack ist dann komplett fixiert, also dunkel) oder irgendwas anderes ist 
schief gelaufen. Wenn die Platte komplett kupferfarben ist (deutlich 
heller als am Anfang), dann war die Vorlage nicht ausreichend 
lichtdicht.

Autor: Michael G. (linuxgeek) Benutzerseite
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Hi Trunes,

hm Du hast noname-Basismaterial mit einer selbstgebauten 
Belichtungsmaschine verwendet. Das Problem an noname-Material ist leider 
dass die Ergebnisse oft nicht reproduzierbar gut sind, ausserdem sind 
sie wesentlich anfaelliger gegen unter- und Ueberbelichtung und auch 
gegen Ueberentwicklung. Da wirst Du noch ein bisschen verschleissen 
muessen bis Du zu einem Ergebnis kommst. Du kannst Platinen uebrigens 
nachtraeglich nochmal mit Fotolack ueberziehen (Kontakt Positiv).

Ich hab Deinen Beitrag mit dem Belichter gelesen. Nett gemacht aber ich 
war auch im Zweifel ob diese einfachen Energiesparlampen da wirklich 
ihren Dienst tun. Ich habe ein Belichtungsgeraet von Proma/Systro und 
bei Bungard-Platinen sind etwa 3:30 Minuten Belichtungszeit angesagt -- 
und das ist sehr starkes UV-Licht.

Wie setzt Du denn Deinen Entwickler an? Da kann man leicht 
ueberdosieren. Das siehst Du dann daran dass sich schon nach ein paar 
Sekunden der Lack abloest. In dieser Phase kannst Du auf jeden Fall das 
"Bild" erkennen. Wenn sich allerdings danach auch noch die Leiterbahnen 
selber abloesen hast Du ueberentwickelt. Loest sich hingegen entweder 
garnichts oder alles ab, hast Du entweder unter- oder ueberbelichtet. 
Das fertige Platinenmuster sollte auf der belichteten Platine allerdings 
deutlich sichtbar werden, sonst is was schief gelaufen.

Viel Spass beim Experimentieren,

Michael

Autor: Jim (Gast)
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Was Du erzählst passt nicht. Entweder Du siehst nach dem Entwickeln die 
Leiterzüge oder es hat nicht geklappt. Schau Dir das mal an:
https://zockertown.de/s9y/archives/617-Belichtungs...

und das, ist aber etwas in der Mitte versteckt:

http://www.brunetti-et.de/gitarrenbau/gitarrenbau.html

Autor: Jim (Gast)
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Autor: Trunes (Gast)
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Danke für eure Antworten!

Hallo Michael G.
Also: Ich habe zwei verschiedene Platinen:
Bei der ersten kann man den Fotolack deutlich erkennen.
Wenn ich diese Platine belichte und anschließend entwickle, kann man die
Leiterbahnen deutlich erkennen. Das Ätzen funktioniert auch.

Meit meinen neuen Platinen aber leider nicht:
Ich kann keine Fotoschicht erkennen. Wenn ich die SchutzFolie von der 
Platine
abziehe kann man schon das Kupfer sehen.

Ps: Mein dosierungsgrad des entwicklers (Natriumhydroxid): 10g /l Wasser

Autor: Michael G. (linuxgeek) Benutzerseite
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Ich vermute einfach mal dass es mit diesen Platinen halt nicht klappt 
weil sie einfach nichts taugen, man muss praeziser arbeiten. Und was 
heisst Du siehst das Kupfer beim Abziehen der Schutzfolie? Kupfer ist 
blank (glaenzend), die Lackschicht kann man deutlich erkennen 
(wesentlich dunkler und stumpf). Vergleiche einfach mal eine blanke 
Platine mit einer lackierten.

Schau mal hier:
http://coremelt.net/graphics/cb_howto/develop.jpg

So muss das aussehen beim Entwickeln. Da kann man selbst auf dem 
blitzlichtlosen Bild gut erkennen was entwickelt wurde.

10g NaOh auf einen Liter Wasser ist auch ziemlich viel. Koennte auch 
sein dass die billigen Platinen dem nicht standhalten, da die 
Fotolackschicht viel anfaelliger ist. Setz mal den Entwickler halb so 
stark an, staerker machen kannst ihn nachtraeglich immer noch.

Michael

Autor: Trunes (Gast)
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Hallo  Michael G.

Ich habe schon des öfteren Platinen geätzt daher weiß ich auch
wie der Fotolack ausschauhen muss. (Dunkelgrün)
Nun habe ich mir beim Conrad neue Fotobeschichtete Platinen bestellt.
Doch wenn ich die Schutzfolie abziehe kann man schon das Kupfer sehen.
(Bild im Anhang)

Die Platine sieht nicht so aus wie beim Conrad:
528269

Also habe ich mir gedacht, der Fotolack sei durchsichtig und hab dies 
mit
einem Durchgangsprüffer getestet. Ich hatte keinen Kontakt.

Autor: Karl Heinz (kbuchegg) (Moderator)
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Trunes wrote:
> Hallo  Michael G.
>
> Ich habe schon des öfteren Platinen geätzt daher weiß ich auch
> wie der Fotolack ausschauhen muss. (Dunkelgrün)

Es gibt da verschiedene Farben.

> Nun habe ich mir beim Conrad neue Fotobeschichtete Platinen bestellt.
> Doch wenn ich die Schutzfolie abziehe kann man schon das Kupfer sehen.
> (Bild im Anhang)

Man sieht aber auch deutlich, dass die Fläche eine etwas dunklere
Farbe hat als die Ränder, an denen der Fotolack beschädigt ist.

Versuch doch einfach mal mit einem Messerchen entlang des Randes
etwas Lack wegzukratzen und du wirst einen deutlichen Unterschied
zwischen den Färbungen sehen.

Autor: Trunes (Gast)
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Danke für den tip werde ich testen...

Autor: Trunes (Gast)
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Ich habe jetzt diese schicht heruntergekratzt(siehe Anhang)
Habe mit dem Durchgangsprüffer getestet und hatte sofort einen 
Durchgang.

Autor: Trunes (Gast)
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-> Die fotobeschichtung ist nur in Kupferner Farbe ?

Autor: Karl Heinz (kbuchegg) (Moderator)
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Trunes wrote:
> -> Die fotobeschichtung ist nur in Kupferner Farbe ?

Nein.
Die ist transparent. Aber eben nicht zu 100% transparent.
Wenn du die Platine belichtet hast, dann schau einfach mal
auf die Schicht, während du die Platine im Lichtkegel
drehst (ist blöd zu beschreiben). Bei irgendeiner Stellung
wirst du dann die Bahnen sehen.

Wenn du die belichtete Platine in den Entwickler wirfst, dann
wirst du auch die übrig gebliebenen Bahnen sehen. Dort wo sich
der Lack herunterlöst, wird die Platine so hell, wie sie jetzt
an deiner frei gekrazten Stelle ist.

Probiers einfach aus. Das ist wirklich keine Hexerei. Du wirst
erkennen, wo noch Lack drauf ist und wo nicht. Und wenn wirklich
mal ein extrem dünner Lackschleier auf der Platine zurückbleibt,
wo er nicht sein sollte, dann wirst du das daran erkennen, dass
dein Ätzmittel dort nicht angreift.
Dann einfach noch mal in den Entwickler und mit dem Finger die
Lackschicht zur Gänze wegrubbeln.

Du machst dir jetzt viel zu viele Sorgen.

Autor: Karl Heinz (kbuchegg) (Moderator)
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> Beim entwickeln ist mir nicht aufgefallen dass irgendeine Schicht
> herunter

Wenn das immer noch gilt, dann hast du entweder
* einen unbrauchbaren Entwickler
* oder zu kurz belichtet.

Ich tippe mal auf Letzteres.

So arg kann dein Entwickler gar nicht daneben liegen, dass
sich nach spätestens 30 Sekunden im Entwicklerbad nichts
sichtbares tut.

Autor: Trunes (Gast)
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>Nein.
>Die ist transparent. Aber eben nicht zu 100% transparent.
>Wenn du die Platine belichtet hast, dann schau einfach mal
>auf die Schicht, während du die Platine im Lichtkegel
>drehst (ist blöd zu beschreiben). Bei irgendeiner Stellung
>wirst du dann die Bahnen sehen.


Danke  Karl heinz Buchegger

-> Es ist die richtige Platine. Ich werde das nun Testen.

MFG Trunes

Autor: Trunes (Gast)
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Ich habe das jetzt getestet und komme zu keinem Ergebnis.
Ich werde mir einfach neue Platinen bestellen, wo der Fotolack gut 
sichtbar
ist.

Könntet ihr mir welche empfelen?

Autor: Karl Heinz (kbuchegg) (Moderator)
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Trunes wrote:
> Ich habe das jetzt getestet und komme zu keinem Ergebnis.
> Ich werde mir einfach neue Platinen bestellen, wo der Fotolack gut
> sichtbar
> ist.

Meine Meinung:
Das Geld wäre in UV-Lampen anstelle von Energiesparlampen
besser investiert.

Autor: Platinenbauer (Gast)
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Hi Trunes,

nimm doch mal unsere Hinweise an.

Hast du mal ein Stück davon in die Sonne gelegt, um den farbwechsel zu 
sehen?
Hast du die richtige Entwicklerkonzentration verwendet?

Nur weil es mal ein Zufallstreffer gab, heißt das noch lange nicht, das 
es bei dir immer und ewig auch funktionieren muß.

Kauf dir bei Ibäh einen gesichtsbräuner mit 4 oder 6 UV-Röhren, den 
legst du einfach verkehrt rum über deinen Platinen und nach ca 2oder 3 
Min hast du 100 %ig eine ordentlich belichtete Platine (Ohne Versatz und 
ungleichmäßiger Belichtung)

Für deine Experimente würde ich die Platinen selber beschichten, bestell 
einfach 100ml Positiv 20 dazu. Billiger als fertig beschichtete Platinen 
zu ordern. Und dieser Fotolackspray zeigt einen geringen aber sichtbaren 
farbumschlag...

mach es lieber gleich richtig. Die Idee mit den Esparer ist zwar schön, 
funktioniert aber nicht zuverlässig. Willst du jedesmal neue Experimente 
starten, wenn eine Platine belichtet werden soll?
Auch hier könntest du deinen MC-Projekt (über ein 230V-festes) Relais 
ankoppeln, die Starter können durch eine elektronische Zündhilfe ersetzt 
werden usw. hier gibt es auch noch einiges zu elektronisieren.

Uberdenk das nochmal.

Gruß
Platinenbauer

Autor: Karl Heinz (kbuchegg) (Moderator)
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Platinenbauer wrote:

> Für deine Experimente würde ich die Platinen selber beschichten, bestell
> einfach 100ml Positiv 20 dazu. Billiger als fertig beschichtete Platinen
> zu ordern. Und dieser Fotolackspray zeigt einen geringen aber sichtbaren
> farbumschlag...

Wenn ich mich recht erinnere von violett (diesmal allerdings wirklich
violett) zu gelb.
Allerdings hab ich das Selberbeschichten wieder aufgegeben: Es ist
als Gelegenheitsbeschichter ziemlich schwierig, das ohne
Staubeinschlüsse hinzukriegen.

Autor: Trunes (Gast)
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>nimm doch mal unsere Hinweise an.

>Hast du mal ein Stück davon in die Sonne gelegt, um den farbwechsel zu
>sehen?
>Hast du die richtige Entwicklerkonzentration verwendet?

Ich habe die Platine in die Sonne gelegt.
Der unterschied war jedoch nur sehr gering zu erkennen.
Ich habe auch meine Konzentration verändert (250 ml Wasser mehr).
Hat leider auch nicht funktioniert.

Mit den Platinen wo der Entwickler sehr gut zu erkennen war jedoch 
schon.

Autor: Jim (Gast)
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Also die Idee ist abstrus, aber kann es sein das der Lack nicht korrekt 
ist? Die Farbe des Lacks kommt durch Metallionen oder Farbstoffteilchen, 
die das Licht einfangen und im angeregten Zustand den Lack zerstören. 
Chrom wars glaub ich... Oder Mangan? Egal. Wenn Trunes Lack aber nun 
produktionsbedingt keine Ionen enthält, könnte es sein, dass der Lack 
deshalb so hell ist und auch nicht belichtet werden kann. Es fehlen die 
Zerstlrer! Die würden auch durch Oxidationsstufenänderung den 
Farbumschlag beim Belichten ergeben! Ich kann mir aber kaum vorstellen, 
dass so etwas bei der Herstellung passieren konnte.

Autor: dernixwois (Gast)
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Oder die haben den einfach den Fotolack draufzumachen vergessen. kicher!

Autor: Platinenbauer (Gast)
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@ Jim

ja vor 25 jahren gab es Kopierlack welcher mit chrom3-Salzen aktiviert 
wurde. Das Zeug war nicht schlecht, hatte aber keine  lange haltbarkeit 
und war Wetterlaunisch.

heute nimmt man kein Kaliumdichromat mehr sondern verwendet Novolacke 
als Grundsubstanz weche durch organische Fotoaktivatoren den Lack 
entweder in (alkalisch) löslichen Zustand oder den unlöslichen Zustand 
überführen. daraus resultiert die Arbeitsweise des Fotolackes: positiv 
oder negativ.

Der Positiv aus der Spritzpulle wird glaube ich mit irgentwas von einem 
Zimtsäureester oder so ähnlich in Verbindung mit UV-Licht aktiviert.

Die farbe von Fotolacken kann verschieden sein, grün, blau gelblich, 
grünlich usw. Einen farblosen Fotolack wie bei Trunes Projekt kann ich 
mir schon vorstellen, nur das dieser keinen Ansatz eines aiuch so 
geringen farbumschlages anzeigt, schon weniger. Hier ist einfach was in 
die Hose gegangen, sprich es funktioniert nicht mit  diesen Sparfunzeln.

Gruß
Platinenbauer

Mangan wird zum durchkontaktieren für die Braunsteinanlagerung in den 
Bohrlöchern verwendet. jedoch nicht in Fotolacken.

Autor: Platinenbauer (Gast)
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Fällt mir grad noch was ein:

Früher gab es in den 80igern bei uns in der ehemaligen DDR auch schon 
FARBLOSEN Fotolack, der nannte sich FK1 und zeigte nach dem Belichten 
mit Quecksilberdampflampen einen Farbumschlag ins bräunliche. Der 
unbelichtete Rest musste dann mit einem speziellen Lösemittel L101 
runtergewaschen werden. Der Lösemittelverbrauch war daher recht 
heftig.man konnte es nich so einfach regenerieren oder abdestillieren.
das zeug stank übrigens ähnlich wie Nitroverdünnung.  Aber das 
herstellen von Leiterplatten hat damit 100pro funktioniert.

Auch hier gab es einen farbumschlag.....

Platinenbauer

Autor: Jim (Gast)
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Es kann sein das mir das Zeug in den USA über den Weg gelaufen ist. Der 
Lack wurde durch das Belichten braun...

Autor: Karl Heinz (kbuchegg) (Moderator)
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Dieser 'farblose' Lack funktioniert 100%.
Hatte auch schon solche Platinen in Händen.

Mein Tipp steht immer noch: Belichtungszeit zu kurz.
Manchmal belichte ich das Zeugs mit einer normalen
60W Glühbirne. Dann muss ich rund 45 Minuten aus 20 cm
Entfernung draufleuchten.

Autor: dernixwois (Gast)
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@Platinenbauer

Ich hatte auch schon die blöden Platinen von Conrad die Trunes hat.
Bei mir war es so, dass ich die Folie schier nicht runter bekommen habe 
aber belichten und entwickeln ging auf jedenfall gut.

Ich hatte irgend wie den eindruck als würden die Herstller mit n'er 
Dampfwalze drüber fahren.

Ich bin der Meinung wenn Trunes an einer Ecke seiner Platinen mal ganz 
vorsichtig kratzt wird er feststellen können ob dort ein Fotolack 
vorhanden ist oder nicht.

Aber ich denke auch das es an der Belichtungszeit liegt bzw. an den 
Energiesparfunzeln.  2 Stück sind einfach zu wenig mind. 4 und es muss 
mind. 15 Minuten belichtet werden ;-)

@Trunes

Nimm einfach den Vorschlag von Platinenbauer an  mit dem 
Gesichtsbräuner.

Platine in die Sonne legen würde ich nicht machen, weil die 
Belichtungszeit ja varriert je nach dem ob bewölkt oder nicht.

Autor: Michael G. (linuxgeek) Benutzerseite
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> Hier ist einfach was in
> die Hose gegangen, sprich es funktioniert nicht mit  diesen Sparfunzeln.

Genau das wird es sein. Billiges Basismaterial stellt eben mehr 
ansprueche an die Ausruestung und da ist man mit einem improvisiertem 
Selbstbau eben schnell am Ende. Ich hatte mit dem Zeug schon schlechte 
Erfahrungen obwohl ich mir einen Belichter gekauft habe, daher verwende 
ich nur noch Markenplatinen (Bungard), eben weil ich genau auf solche 
Strapazen jedes mal aufs neue sicher keine Lust hatte. Und ich 
persoenlich glaube auch nicht dass diese einfachen Lampen hier ihren 
Dienst tun.

Dass die Platinen (natuerlich!) beschichtet sind haben wir ja weiter 
oben gesehen und dass der Entwickler vollkommen impotent ist ist 
ebenfalls unwahrscheinlich. Was bleibt also? Trunes, wir koennten hier 
noch ewig herumdiskutieren oder Du versuchst es einfach mal mit ner 
gescheiten Ausruestung und Material, glaub mir, das hilft ;)

Vielleicht bin es ja nur ich als Neuling, aber ich hab nur wenig 
Verstaendnis fuer Leute, die immer alles machen wollen aber nicht bereit 
sind, das noetige dafuer zu tun/investieren. Bei Radix z.B. (die stellen 
ihren Verdand bald ein), gibt es fuer 50EUR nen Belichtungskit mit der 
Lampe, die sicher funktioniert. Ich selber hab mir den Belichter von 
Reichelt geholt (200EUR) - funktionuiert (erwartungsgemaesz) gut. Man 
koennte zwar argumentieren dass das "viel" Geld ist aber meine Zeit, die 
ich mir spare, mich zu nerven, ist deutlich mehr als das wert! ;)

Gruesse,
Michael

P.S. Die Platine sieht natuerlich nicht aus wie auf dem Produktfoto, das 
ist nur exemplarisch. Und ne Platine im Euroformat fuer 80ct und das 
beim Conrad mit seinen Apothekenpreisen -- das kann ja nix taugen.

Autor: thomas (Gast)
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hallo trunes

es ist mir einfach schleierhaft, wie man auf die idee kommen kann die 
belichtung mit sparlampen machen zu können. was meinst du denn, warum 
dieser lack im UV-bereich empfindlich ist??
nun überlege mal wie groß der UV anteil einer sparlampe ist. ich 
überlege schon die ganze zeit beim lesen dieses beitrages, warum hier so 
monströse belichtungszeiten von 15-45 minuten angegeben werden....
also, das du so große probleme damit hast ist mir schon klar, wenngleich 
natürlich auch die qualität des basismaterials eine rolle spielen 
mag,sparlampen bringen nun mal nicht die wellenlänge die benötigt 
wird....schlagt mich jetzt nicht, wenn ich daneben liege, ich glaube 
bungard gibt 400-430nm an. also von mir einen tip....höre auf 
platinenbauer und hole die wenigstens einen gesichtsbräuner in der 
E-bucht
kostet nicht viel und deine ergebnisse werden mit sicherheit wesentlich 
besser. ich belichte mit meinem isel gerät ca. 60-63 sec. und jut is.
also mache dir das leben nicht so schwer und versuche nicht das rad neu 
zu erfinden. mache es richtig und du hast auch mehr freude drann.
ich muste auch ne menge lehrgeld bezahlen..nur weil man an der falschen 
stelle gespart hat.
also bis denne
thomas

Autor: Michael G. (linuxgeek) Benutzerseite
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Noch ein kurzer Nachtrag zu den Lampen:

Das UV-Licht in der Wellenlaenge, wie man es braucht, um diesen Lack zu 
belichten ist fuer den Menschen schaedlich. Nicht umsonst heisst es in 
der Anleitung, man soll vermeiden, in das Licht zu schauen (und das 
sollte man wirklich!). So nun kann man logisch Schlussfolgern dass 
Hersteller von Lampen fuer Wohnbeleuchtung versuchen werden, diese 
schaedlichen UV-Anteile gering zu halten, leuchtet ein, oder? Sicher 
kann man es nicht vollkommen eliminieren so dass es in einem Gluecksfall 
mit sehr langer Belichtung sogar funktionieren kann... aber einen Taug 
hat es nicht. Ferner ist die UV-Durchlaessigkeit von Materialen wie 
Plexiglas nochmal ein anderes Thema, bei professionellen Geraeten wird 
spezielles Glas verwendet, das besonders UV-durchlaessig ist. Nur mal 
falls Du wissen willst warum es nich funktioniert mit Deinem Teil... ;)

Michael

Autor: Stephan Henning (stephan-)
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man sollte ebene nicht alles glauben was im Netz zu lesen ist...
ich würde nie auf die Idee kommen Sparlampen zu nehmen.
Außer für meine Vorschaltgeräte.
Ich habe 4 mal 8 Watt UV und brauche ca. 80 Sek. zum Belicheten.
Danach ist das Layout unentwickelt schon zu erkennen.

Autor: Michael G. (linuxgeek) Benutzerseite
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Hm stimmt also ich hab gemerkt dass das noname-Material viel 
empfindlicher ist, also das sollte man bei weitem nicht so lang 
belichten wie z.B. Bungard-Platinen. Da waren teilweise schon 50 
Sekunden genug wenn ich mich recht entsinne. Genauso empfindlich ist das 
Zeug halt auch beim Entwickeln...

Autor: Jan Conrads (Gast)
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Hallo,

so durchsichtigen bis ganz leicht gelben (honigfarben?) Lack kenne ich 
auch. der Farbumschlag ist da wirklich minimal. Sonst mach erstmal 
Probestreifen (Belichtungsreihe dürfte hier das Fachwort sein) von dem 
Zeug, am besten direkt ca 5-10 ca 1cm breite Streifen schneiden. Dann 
die Streifen gleichzeitig belichten, dabei eine alte Vorlage dazwischen 
packen. Aber dabei erstmal 90% der Länge mit was lichtdichtem abdecken 
(z.B ein Stück Platine) und so 25sec belichten. Danach wieder die 
Abdeckung auf 80% reduzieren, dann 70% usw. Am Ende Hast du dann deine 
Streifen, mit 10 unterschiedlich lang belichteten Stellen (hier 25sec 
bis 250sec).


         UV UV UV
         |   |  |
         v   v  v

      -------------  <--- Platine zum Abdecken ( diese erschieben-->>)
    ----------------- <--- alte Folie mit Leiterbild z.B
      ___________ <-- einer der Probestreifen (längsansicht)


 Erstmal alle lichtdicht wegpacken. Dann Streifen für Streifen mit einer 
bekannten Entwicklerkonzentration entwickelen. Die Kombination, bei der 
man das leiterbild der Vorlage am besten erkennen kann und dies gut 
erhalten ist, ist die gesuchte Kombination von Belichtungsdauer und 
Entwicklerkonzentration.

Zum Belichten eignen sich die Gesichtsbräuner sehr gut (hab einen alten 
Scanner mit den Röhren versehen).
Billiger und ganz einfach: 500W Halogenscheinwerfer ohne Scheibe 
(Vorsicht!) in etwa 30cm Abstand eignet sich auch sehr gut!

Gruß und viel Erfolg noch

 Jan (der dies Wochenende etwa 10 Platinen (teilw doppelseitig) 
hergestellt hat.)

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