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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Viele Fragen zur analogen Schaltungspraxis


Autor: Christian H. (cavorca)
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Hallo,

Ich würde gerne anfangen mich mit Analogen Schaltungen zu befassen. Mir 
geht es dabei (erstmal) hauptsächlich um Schaltungen mit 
Operationsverstärkern. Einige theoretische Grundlagen habe ich auf der 
Uni erlernt. Also welche wichtigen Grundschaltungen es mit OpAmps gibt. 
An allgemeinen Eigenschaften wurde eigentlich nur die Bandbreite 
behandelt und dass das Produkt aus Bandbreite und Verstärkung konstant 
ist. (Mittlerweile habe ich gehört, dass das auch nicht immer stimmt, da 
Opamps intern auch oft Tiefpässe höherer Ordnung sind). Weitere dinge 
die den Iidealen vom realen OpAmp unterscheiden wurden nicht behandelt. 
Vielleicht vergesse ich grade was, viel war es aber definitiv nicht.

Sprich: Einige Vorkenntnisse sind vorhanden, aber auch nicht übermäßig 
viele.

Was mich jetzt interresiert sind Praxisfragen:
- Wie große Verstärkungen sind realistisch machbar? *10 geht sicher, 
aber wie siehts mit *1000 aus? Geht das in einer echten Schaltung oder 
nur auf dem Papier?

- Wie viele Opamps kann man hintereinanderschalten? Manchmal möchte man 
verschiedene Opamps für verschiedene funktionen hintereinander Schalten 
z.b. für verschiedene Funktionen oder um unteschiedliche Stufen z.b. mit 
analog switches ein und ausschalten zu können. Wenn man zwei oder drei 
hintereinander einbaue geht das sicher noch. Bei 20 hintereinander 
könnte ich mir vorstellen, dass das schon Probleme gibt. (Auch abgesehen 
von starkem Rauschen) Kann man da etwas sagen wie weit man gehen kann?

- Wie sind die ganzen Parameter der Datenblätter definiert? Oder: Wo 
kann ich definitionen nachlesen? OK manchmal steht es im Datenblatt 
dabei oder irgendwo auf der Herstellerseite, aber mal ein Beispiel:
VOS. Wie ich es verstanden habe ist das die Spannung zwischen 
invertierendem und nichtinvertierendem Eingang. Aber unter welchen 
Bedingungen? Ich meine: ist die Spannung immer so groß oder hängt das 
von der Spanung am Ausgang des OpAmps ab?

-Wie kleine Signale kann man verstärken? Wenn ich jezt einen Opamp habe 
mit VOS=1mV, kann ich dann noch ein Signal mit 500uV verstärken? (jetzt 
mal unabhängig von allen anderen Parametern betrachtet) Ist es dann 
einfach um 1mV verschoben oder ist es total in der Form verändert?

- Wie gut kann ich mich auf die Simulationsergebnisse von SPICE 
verlassen? Was kann man gut Simulieren was nicht?

Mir geht es zumindest anfangs um Schaltungen mit kleiner bis mittlerer 
Frequenz. Also wenige Hz bis Maximal 10MHz. Dass es bei hohen Frequenzen 
schwieriger wird kann ich mir gut vorstellen.

Wenn mir jemand ein Buch empfehlen kann oder eine Internetseite die sich 
mit dem Thema beschäftigt wäre ich auch sehr froh. Aber bitte kein 500 
Seiten Wältzer den man komplett gelesen haben muss um etwas zu 
verstehen.

Mir geht es einfach darum ein paar Sachen über die Praxis zu wissen 
bevor ich wie wild rum experimentiere und nicht rausfinde warum es nicht 
funktioniert.

Viele Grüße
Christian

Autor: Jack Braun (jackbraun)
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Fang mal mit dem Elektronik-Kompendium an.

Autor: andir (Gast)
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Ich würde sagen ein: gutes buch!

im Tietze Schenk steht viel drüber drinnen (incl genaue berschreibung 
bestimmter typen von ops)
Leih ihn dir am besten mal aus einer Bib aus und schau ob er dir zusagt, 
denn das buch kostet glaube so 90€. So ne art Bibel für den E-techniker 
:-)

Autor: Realplotter (Gast)
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Wie andir sagte : Der Tiezte Schenk ist die Bibel. Die sollte man haben. 
Eine einmalige Ausgabe (kommt alle paar Jahre zwar in einer neuen 
Version raus), an der man 10 Jahre Freude haben kann, und daher ist der 
Preis unwichtig. Alternativ gibt's noch "Art of Electronics" von 
Horowitz & Hill, das ist die Bibel im englischen Sprachraum. Win Hill, 
einer der Autoren kann man auch auf "news:sci.electronics.design" 
haeufig antreffen.

Autor: Christian H. (cavorca)
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Hi,
danke für die vielen Antworten.

@Jack Braun:
Das ElKo schien auf den ersten Blick nicht über das hinaus zu gehen, was 
ich in der Richtung in der ich etwas lernen will hinausgeht. Vielleicht 
muss ich es mir nochmal genauer ansehen.
Nachtrag: Habe es mir eben mal angesehen... wenn man die richtige Setie 
findet ist es schon etwas ausführlicher.

@andir:
Heist das Buch "Halbleiter-Schaltungstechnik"? Wenn ja gehe ich es 
direkt morgen ausleihen.

@Realplotter:
Art of Electronics hatte ich sogar schonmal ausgeliehen. Ist halt nur 
doch so ein dicker Wältzer... Ok. Wenn man sich mit dem Thema 
auseinandersetzen will muss man Zeit investieren.
Eine andere Sache die mich ein wenig abgeschreckt hat ist die englische 
Sprache. Es ist unbestritten das es viel gute englische Literatur gibt 
und auch dass es viel in englisch gibt das es nicht in deutsch gibt, 
aber ich muss schon von der uni her so viel auf englisch lesen, da will 
ich das nicht auch noch in meiner Freizeit. Ich finde auch in der 
Muttersprache lernt man einfach besser/leichter.

Nundenn. Das eine Buch gehe ich morgen mal leihen...

Habt ihr vielleicht auch Antworten auf meine Fragen? Muss ja nicht total 
ausführlich sein, nur ein paar ansatz Punkte ;-)
Außerdem sind es teilweise auch Fragen die sich auf persönliche 
Erfahrungen beziehen, die können auch schon mal anders sein als das was 
in einem Buch steht. Daher habe ich auch hier im Forum gefragt.

Viele Grüße,
Christian

Autor: Matthias Lipinsky (lippy)
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>Wie große Verstärkungen sind realistisch machbar? *10 geht sicher,
>aber wie siehts mit *1000 aus? Geht das in einer echten Schaltung oder
>nur auf dem Papier?

Ein OPV hat eine Leerlaufverstärkung (je nach Typ) von größer 100'000.
Mit einem OPV ist auch eine Verstärkung von 1000 machbar, nur denke (wie 
du schon sagtest) an das Banbreitenprodukt. Also V=1000 geht dann nur 
bis zB 1kHz. Für solche Fälle werden mehrere OPVs 
hintereinandergeschaltet. Drei Stück mit je V=10 ergeben auch 1000. aber 
hier gehts halt bis 100kHz.


>Wie ich es verstanden habe ist das die Spannung zwischen
>invertierendem und nichtinvertierendem Eingang

Die SPannung ZWISCHEN beiden Eingängen ist (fast) Null (real:einige 
Millivolt). Zumindest IMMER DANN, wenn es eine GEGENkopplung gibt. Eine 
GEGENkopllung ist eine Verbindung (über R,L,C) vom Ausgang zum 
INVERTIERENDEN Eingang. Dann versucht der OPV IMMER diese Spannung zu 
null zu bringen. Also ist diese DifferenzSpannung immer (für 
gegengekoppelte, nicht in Grenzen gefahrene OPVs): Vos= Vout durch 
Leerlaufverstärkung!
Tip: Mit Vos=0 als Ansatz werden alle Übertragungsfkt (von inv., nicht 
inv., Addierer,..) hergeleitet.


>bis Maximal 10MHz.

Siehe oben. Hier spielt aber auch der Aufbau eine SEHR wesentliche 
Rolle. Lochraster oder Steckbrett kannst du dann vergessen. 
Masseflächen.. sind ein MUSS.


>mand ein Buch empfehlen kann od
Ich hab meine Erfahrung aus Lehre, Studium und ganz wichtig: 
Hobby&Bastelei. Am Besten, du arbeitest dich rein, probierst paar 
Schaltung praktisch aus und fragst hier dann einfach weiter...

Autor: Realplotter (Gast)
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>-Wie kleine Signale kann man verstärken? Wenn ich jezt einen
>Opamp habe mit VOS=1mV, kann ich dann noch ein Signal mit
>500uV verstärken? (jetzt mal unabhängig von allen anderen
>Parametern betrachtet) Ist es dann einfach um 1mV verschoben
>oder ist es total in der Form verändert?

Nahezu beliebig kleine. Man muss allerdings in die Trickkiste greifen. 
Wie Du selbst angedacht hast, geht DC nicht. Nein, nicht wegen dem 
Offset, den krigt man weg. Wegen der Drift. Fuer kleine Signale schaut 
man, dass man die als AC bekommt. Mit einigen kHz, aber mit kleiner 
Bandbreite. Ich hatte mal so ne Anwendung. Da wurde zuerst breitbandig 
AC (1-200kHz) mit 2000 versterkt, dann kam ein Bandpass, Frequenz 70kHz 
und Guete 50, beides einstellbar, der hat nochmals mit 15 verstaerkt. 
Dann kam ein Synchron-Gleichrichter, und die paar millivolt gingen dann 
auf einen Integrator, der langsam weglief. Dh wir hatten Signale von 
kleiner 50nV mit einer Bandbreite von kleiner als einem Hertz gemessen. 
Zugegeben, etwas abgehoben, aber machbar.

Autor: Unbekannter (Gast)
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> Heist das Buch "Halbleiter-Schaltungstechnik"?

Ja.

Autor: Christian H. (cavorca)
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Habe es erst heute geschafft das Buch auszuleihen.
Hm geschrieben hatte ich bitte kein 500 Seitenwälzer. OK, Das Buch hat 
1600 Seiten und das was mich momentan interessiert geht ja grade erst 
auf Seite 500 los.
Bitte fasst das jetzt nicht als kritik am Vorschlag auf, ist nur ein 
wenig lustig diese Ironie ;-). Dass es diese 500 dann auch noch so genau 
getroffen hat... ;-)
Ein paar Seiten habe ich mal reingelesen, bisher sagt mir das Buch sehr 
zu.

@ Matthias L. :
Dass die Spannung beim idealen OpAmp fast null ist ist mir klar, auch 
die Betriebsart gegenkopplung sehe ich als Grundwissen an.
Mit der Größe VOS aus den Datenblättern konnte ich nichts anfangen, da 
ich nirgendwo eine ordentliche Definition finden konnte.
Wie gesagt, mit den Größen, die in realen Schaltungen auftreten habe ich 
wenig Erfahrung (wenn auch nicht null Erfahrung)
Ja, bei 10MHz habe ich auch nicht viel anderes vor als SMD mit 2 Layern. 
Bzw wenn es nicht funktioniert werde ich mich nicht wundern.

@ Realplotter:
wow 50nV ist echt wenig.
Dann muss ich mich wohl mal einlesen was diese Drift ist. :-)


@ alle:
Eine Frage bleibt: (einfach weil ich keine Ahnung habe an wo ich das im 
Buch finden könnte)
Mit welchen Problemen muss ich rechnen, wenn ich mehrere OpAmps 
hintereinander schalte? Also ich meine jetzt z.B. mehrere 
Verstärkerstufen z.b. nicht invertierende Verstärker. also mehrere 
Stufen hintereinander bei  denen dann Ausgang mit Eingang vom nächsten 
verbunden sind. Komplizierte Schaltungen bei denen der Ausgang einer 
hinteren Stufe auf eine vordere z.b. zur Gegenkopplung zurückgeführt 
wird will ich jetzt erst mal ausschließen.
Gibt es noch andere Problematiken zu berücksichtigen außer Rauschen der 
Gesammtschaltung? Rauschen kann man ja denke ich recht gut in SPICE 
Simulationen erfassen.
Kann so eine Gesammtschaltung z.B. schwingen, wenn es ein einzelner Teil 
nicht tun würde?

Autor: Realplotter (Gast)
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Bei National Semiconductor gibt es den Guru, Bob Pease, der hat einige 
Appnotes zu OpAmps verfasst. die sind sehr empfehlenswert. Das 
Wichtigste ist zu bedenken, dass ein OpAmp nicht 3 Anschluesse 
(+in,-in,out) hat, sondern 5 davon (+in,-in,out,-Vcc,+Vcc), wobei der 
-Vcc der Wichtigste ist. Dort versaut man's. Die PSRR ist fuer den -Vcc 
naemlich nur minimal.

Zu den Fragen. Ja, eine Schaltung kann schwingen auch wenn jede einzelne 
Komponente nicht schwingt. Ja, bei opAmp ketten muss man aufpassen, zB 
dass der Offset nicht reinkommt.

Autor: Christian H. (cavorca)
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Warum ist denn -VCC wichtiger als +VCC? Aber schonmal gut zu wissen.

Gibt es eine Simulation, die erfassen kann ob eine Schaltung dazu neigt 
zu schwingen? Oder sieht man sowas schon in einer Transient-Analyse? 
Könnte mir gut vorstellen dass nicht. Vielleicht in einer AC-Analyse, 
wenn eine starke Überhöhung vorhanden ist?
Es gibt ja auch OpAmps, die laut Datenblatt erst ab einer bestimmten 
Verstärkung stabil funktionieren. Kann ich das auch irgendwie in einer 
Analyse nachvollziehen? Natürlich glaube ich dem Datenblatt, wäre aber 
zu lernzwecken interresant das mal nachzuvollziehen.
Was meinst du mit aufpassen, dass kein Offstet reinkommt? Weil sonst das 
Signal am Ausgang "nur" verschoben ist (das wäre ja sicher bei kleinen 
bis mittleren Verstärkungen noch kein Problem), oder einer der 
"hinteren" Opamps in Sättigung geht (was wiederum bei kleiner bis 
mittlerer Verstärkung ehr noch nicht auftreten sollte).
Gibt es noch andere Probleme? Vielleicht hohen statischen 
Stromverbrauch? Aber das sollte der OpAmp doch vertragen, wenn die 
Schaltung entsprechend der Spezifikationen dimensioniert ist?

Viele Grüße und schon mal vielen Dank für alle bisherigen Antworten!!
Christian

Autor: Matthias Lipinsky (lippy)
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>Oder sieht man sowas schon in einer Transient-Analyse?
>Könnte mir gut vorstellen dass nicht. Vielleicht in einer AC-Analyse,
>wenn eine starke Überhöhung vorhanden ist?

Es muss beides möglich sein, da der Zeitbereich (Transientenanalyse) und 
der Frequenzbereich über eine mathematische Umformung miteinander 
"verknüpft" sind.
(Fourier, Laplacetransformation)

Autor: Realplotter (Gast)
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Bezueglich der PSRR, schau die Kurven fuer Vcc+ und Vcc- an, sofern 
vorhanden. Es gibt solche bei denen verhaelt es sich umgekehrt, sind 
aber selten.

Autor: SNT-Opfer (Gast)
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Meine Erfahrung mit OPs, sie sind bei "normalen" Anwendungen äusserst 
gutmütig. Und mit dem Tietze/Schenk hat man erstmal genug Infos über OPs 
und deren Schaltungen, den Rest liefern die schon erwähnten AppNotes der 
Hersteller.

1. In der Regel muss man viel falsch machen, um sie kaputt zu bekommen. 
;-)
2. Wie schon erwähnt, brauchen einige OPs eine Mindestverstärkung (>>1) 
da sie sonst zu Schwingen neigen. Meist sind es Typen mit hoher 
Bandbreite (>50Mhz).
3. Einige, sehr gute OPs mögen keine hohen Differenzspannung an den 
Eingängen, da dort mit unter hohe Ströme fliessen. Wichtig bei 
Komparatoranwendungen !
4. Die Versorgungsspannung ist extrem wichtig, mir ihr steht und fällt 
die Leitungsfähigkeit eines OPs. Immer gut Entkoppeln (100nF Keramik + 
10µF)
5. Es empfiehlt sich, die Bandbreite der Verstärkung anzupassen, auf die 
gewollte Anwendung. Bsp.: Man hat einen 80Mhz OP, braucht aber nur den 
Audio-Bereich und will mit 100 Verstärken. Hier sollte man z.B. die 
Bandbreite einschränken, damit man nicht "alles" verstärkt (Störungen !) 
sondern nur den Frequenzbereich den man braucht.
6. Das Kaskadieren von OPs ist ansich unkritisch, man sollte nur bei 
hohen Verstärkungen aufpassen, das man rauscharme OP verwendet. Der hohe 
Eingangswiderstand bzw. niedrige Ausgangswiderstand machts möglich. 
Zudem gibt es auch OPs, die ab Werk mit lasergetrimmten Offset geliefert 
werden (OPA604).
7. Auch zu beachten ist die maximal möglich Ausgangsspannung, die 
meisten OPs sind keine Rail-Rail Typen. D.h. sie können den Ausgang 
nicht bis an die Versorgungsspannungen ziehen.
8. Zu PSpice, in der Regel kommt es auf das Modell des OPs an. Je 
nachdem wie gut er umgesetzt wurde. Manche OPs können in der Simu 10A 
liefern ;-), andere sind sehr gut umgesetzt und verhalten sich wie in 
"real life".
9. Layout kritisch wird es nicht nur im MHz Bereich, auch Integrierer 
mit 200kHz können da zickig werden. Mit unter hilft nur Massefläche und 
das konsequente Weglassen von Sockeln (bei DIP) und niedrige 
Eingangswiderstände.
10. Einfach mal bei den grossen Herstellern etwas in den Datenblättern 
umschauen, da gibt es beachtliche Käfer. Sehr nette OPs gibt bsp. von 
Linear Technology, Burr&Brown, Texas Instruments oder ST.

Abschliessend, eigene Meinung...lasst den µA741 endlich in Rente gehen 
;-))

Autor: Matthias Lipinsky (lippy)
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>ng...lasst den µA741 endlich in Rente gehen

FULL ACK

Autor: Christian H. (cavorca)
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Matthias L. wrote:
> Es muss beides möglich sein, da der Zeitbereich (Transientenanalyse) und
> der Frequenzbereich über eine mathematische Umformung miteinander
> "verknüpft" sind.
> (Fourier, Laplacetransformation)

So weit ich weiß löst die Transientanalyse Differentialgleichungen. Und 
die haben doch oft mehr als eine Lösung. Es könnte ja sein, dass das 
Schwingen eine Lösung ist, diese aber nicht "von alleine" erreicht wird. 
Ich könnte mir vorstellen, dass man uU geeignete Startwerte setzen muss 
damit man das Schwingen beobachtet. Allerdings hätte ich keine Ahnung 
wie man diese setzen muss.

@SNT-Opfer:
zu 1: gut.
zu 6: Im Tietze Schenk habe ich was von 4 verschiedenen Sorten von 
OpAmps Gelesen. Jeweils hoch/niederohmiger Ein-/Ausgang. Wie kann ich im 
Datenblatt erkennen welche Sorte es ist? Oft steht ja nur da, dass es 
ein Operationsverstärker ist. Was ist z.B. mit dem AD8033? Die FET 
Eingänge würden mich auf einen Hochohmigen Eingang schließen lassen. Und 
steht ja auch im Datenblatt, aber der Ausgang? Ist das jetzt ein Strom 
oder ein Spannungsausgang? Da werde ich auch aus dem Datenblatt nicht 
richtig schlau. Im TS steht was von wegen 5kHz Großsignal Bandbreite bei 
normalen Operationsverstärkern. Daher würde ich diese Möglichkeit 
eigentlich ausschließen. 5kHz mag ja nur eine Hausnummer sein, aber 
80MHz ist nun mal eine ganze Menge mehr. Allerdings würde ich erwarten 
dass es ein Normaler OpAmp ist, wenn nichts anderes explizit im 
Datenblatt steht...
Zu 9: seit ich einmal was mit SMD ICs gemacht habe will ich eigenltich 
nichts anderes mehr.
zu 10: ST kannte ich noch nicht. Mein größetes Problem ist eigentlich 
Bauteile (nicht nur OpAmps) zu finden die die geforderten Eigenschaften 
haben UND erhältlich sind. Grade wenn es etwas speziellere Anforderungen 
sind. Zuerst versuche ich welche zu finden die man bei Farnell/Reichelt 
bestellen kann, da ich eigentlich nicht ein Samples schmarotzer sein 
möchte. Irgendwann kommt aber auch der Punkt an dem es mir egal ist ob 
ich jetzt 20€ für ein paar Bauteile zahle oder sie als Sample bestelle 
solange ich sie überhaupt bekomme. Es kommt ja auch oft genug vor, dass 
es keine Samples zu einem Modell gibt...

Noch eine Frage zum Offset: Bekommt man es auch weg indem man bei einer 
Invertierenden Verstärkerschaltung den positiven Eingang nicht auf Masse 
sondern auf den Mittleren Anschluss eines Potis legt, das als 
Spannungsteiler Funktioniert? diesen Punkt könnte man ja noch mit einem 
Kondensator stabilisieren. Oder entstehen da Probleme von denen ich 
keine Ahnung habe?

Viele Grüße,
Christian.

Autor: Realschotter (Gast)
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Schwingneigung sieht man an der Uebertragungsfunktion der Schaltung, 
oder falls nichtlinear, an der Impulsantwort. Der ideale Opamp hat 
hochohmige Eingaenge, und einen niederohmigen Ausgang. Der uebliche 
OpAmp hat einen Spannungsausgang, der bringt (fast-)undendlich mal die 
Differenzspannug am Eingang. Es gibt auch noch curent feedback Amplifier 
(CFA), da ist der eine Eingang, der "-" ein Stromeingang. Mit vielerlei 
Konsequenzen. Dazu gibt's Appnotes bei diversen Herstellern.

Siehe auch :
http://www.national.com/AU/design/1,4706,3_0_,00.html

Autor: Christian H. (cavorca)
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oh ja, da war nur der negative Eingang niederohmig und nicht beide. Ich 
erinnere mich. Also kann ich davon ausgehen, dass ist den "Standarttyp" 
habe wenn nichts dabei steht? Was ist mit den anderen beiden Typen die 
noch im TS stehen? Sind die einfach nur sehr selten?

Autor: Realschotter (Gast)
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Die speziellen Typen sind im Datenblatt auch so gekennzeichnet. Das ist 
ja deren Alleinstellungsmerkmal, das den hoeheren Preis rechtfertigen 
soll.

Autor: Christian H. (cavorca)
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Gerade bin gucke ich mit OpAmps von TI an. Dabei stehen in der Tablelle 
2 Parameter:
GBW (typ) (MHz) und BW @ Acl (MHz)

Von meinem bisherigen Verständnis aus hätte ich gesagt. Das erste ist 
das Gain Bandwidth Product. Sprich der konstante Wert 
Bandbreite*Verstärkung.
Das zweite hätte ich Bandbreite bei einer Verstärkung genannt. 
Vielleicht bei der minimalmöglichen Verstärkung? Oder bei der optimalen 
Verstärkung (was auch immer optimal hier bedeuten mag...)

Da muss aber irgendwas falsch sein. Ich meine:
Beispiel OPA2674
GBW (typ) 2080 MHz und BW @ Acl 250 MHz. Minimale Verstärkung=1.
die 2080MHz finde ich auch nirgendwo im Datenblatt.
Was mich vollends verwirrt ist die tatsache, mal der eine wert größer 
ist, mal der andere, mal sind sie gleich.
Daher nochmal meine Frage vom anfang: gibt es irgendwo eine Definition 
was der Hersteller mit den angaben meint? Zu BW @ Acl konnte ich keine 
definition finden. Nicht im elko, nicht bei Wikipedie nicht im TS nicht 
bei TI.
Auch definitioinen von anderen Größen wären interresant. Z.B. die Angabe 
(typ.). Was bedeutet das? in 68% der Fälle? 95%?

Viele Grüße,
Christian

Autor: SNT-Opfer (Gast)
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Moin...

Also Exoten muss man mitunter etwas suchen, z.B. bei http://www.segor.de 
oder http://www.darisusgmbh.de/shop/index.php.

Wegen den Angaben, gerade bei TI gibt es verdammt viel Application 
Notes.
http://focus.ti.com/analog/docs/techdocs.tsp?conte...
Da hilft nur durcharbeiten :-)
Besonders dieses hier :
http://focus.ti.com/lit/an/sboa092a/sboa092a.pdf !2MB groß!

Acl wird nix anderes als Amplification closed loop sein, also die 
rückgekoppelte Verstärkung. Die Angaben bezüglich typ. hat man in JEDEM 
Datenblatt. Elektronische Bauteile unterliegen nun mal 
Fertigungstoleranzen, daher von typ. Werten ausgehen und für 
Worst-Case-Betrachtung die max. Werte hinzuziehen.

Autor: Realschotter (Gast)
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Die Typ.  Werte sind diewelchen, mit denen man meist rechen kann. Bei 
Raumtemperatur. Sobald man die -40..80Grad haben will aendern sich die 
Offset spannungen und Stroeme. Die GBW ist das Produkt aus Gain und 
Bandwidth, viel wichtiger ist meist die Fullpower bandwidth, die ist 
durch die Slewrate und die Amplitude begrenzt : full power bandwidth = 
slewrate / (2*pi*Vpeak)

Autor: SNT-Opfer (Gast)
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Zum OPA2674, das ist eh kein "normaler" OPV. Das ist ein DSL Treiber, 
warscheinlich auch genau dafür zugeschnitten.

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