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Forum: Platinen In Eagle Gerber Daten erzeugen


Autor: Ron (Gast)
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Hallo

Ich finde keine Anleitung, wie man von Eagle aus Gerber Daten richtig 
erzeugt. Also den CAM-Prozessor "Gerber_RS274X" wählen, Datei benennen 
und Job ausführen ist klar. Aber welche Layer aktiviere ich? Alle? Und 
welchen Dateisuffix vergebe ich und wieso entstehen zwei Dateien?
In GC-Preview bekomme ich dann nur ein "Gematsche" aus zwei 
unterschiedlich einstellbaren Farben wobei alle Layer (Pads, Top, 
Bottom, Bauteile usw.) zusammenliegen. Das kann doch nicht richtig sein, 
oder kann damit ein PCB Hersteller was anfangen?

Autor: Dietmar E (Gast)
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Der Gerber-Job macht aus Eagle-Layern Gerber-Layer. Im grossen und 
ganzen (vereinfach gesagt) geht das 1:1, d.h. aus dem Top-Layer in Eagle 
wird ein Gerber-Layer für Top usw. Also jeweils eine Datei. Der 
Platinenhersteller braucht jeweils eine(n) Gerber-Layxer/Datei für die 
Oberseite-Leiterbahnen, die Unterseite, den Lötstopplack oben, den 
Lötstopplack unten, den Bestückungsdruck oben, eventuell unten und 
eventuell einen Milling-Layer zum Fräsen (Innen- und Aussenkonturen). 
Entsprechend viele Dateien werden vom CAM-Prozessor erzeugt werden. Eine 
Sonderrolle nehmen Bohrungen ein, die gehören nicht zum Gerber-Job und 
müssen später noch separat - mit dem Excellon-Job im CAM-Prozessor - als 
Datei gespeichert werden. Ein Gerber-Viewer kann aber auch diese Dateien 
anzeigen.

> Aber welche Layer aktiviere ich? Alle?

In jedem Schritt die richtigen :) Wenn Du Layer 20 im Bestückungsgdruck 
haben willst, dann aktivierst Du im Schritt Bestückungsdruck eben Layer 
20. Die Vorgaben sind für doppelseitige Platinen schon einigermassen 
vernünftig. Es ist möglich, dass der Hersteller andere Vorgaben macht, 
beispielsweise einen weiteren Gerber-Layer für Fräsdaten anfordert. Ich 
habe im Bilex-Thread beschrieben, wie ich das bei meiner ersten 
Bestellung gemacht habe:

Beitrag "Platinenhersteller preisgleich mit bilex"

> Und welchen Dateisuffix vergebe ich und wieso entstehen zwei Dateien?

Es sollten mehr als zwei Dateien enstehen, s.o., eine für jeden 
Gerber-Layer und zusätzlich eine Informations-Datei ohne Relevanz 
(*.gpi). Welchen Suffix und Namen Du vergibst, ist egal. Wenn Du die 
Platine orderst, fragt dich der Hersteller, in welcher Datei was 
enthalten ist. Bei PCBShop gab es beispielsweise ein Forumar, in dem man 
die Dateien eintragen musste. Die vorgegebenen Endungen wie plc (plc = 
placement = Bestpückungsdruck), cmp (component side = Komponenten-Seite 
= oben) sind schon ganz sinnvoll.

> In GC-Preview bekomme ich dann nur ein "Gematsche" aus zwei
unterschiedlich einstellbaren Farben wobei alle Layer (Pads, Top,
Bottom, Bauteile usw.) zusammenliegen. Das kann doch nicht richtig sein,
oder kann damit ein PCB Hersteller was anfangen?

Das Gematsche löst sich erst auf, wenn man vernünftige Farben einstellt 
und eventuell die Reihenfolge der Layer-Darstellung anpasst, unwichtige 
Layer ausblendet (z.B. Lötstopplack) und, wichtig, in Eagle's CAM-Job 
vor dem Speichern in allen unteren Layern das "Spiegeln" abschaltet. 
Spiegeln braucht man bei Abgabe der Gerber-Dateien für die Fertigung 
nicht.

Autor: Ron (Gast)
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Was ich jetzt noch nicht verstehe: muß ich dann den Prozessor x-mal 
aufrufen und jedesmal ein anderes Layer einstellen? Da wird man ja blöd 
bei. :-( Wenn ich zwei Signallayer aktiviere, meckert er. Und es werden 
auch immer nur die zwei Dateien (.gpi + ohne Suffix) erstellt.

Autor: Dietmar E (Gast)
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Der CAM-Prozessor wird zur Ausgabe der Gerber- und der Bohr-Dateien 
zweimal benutzt: einmal Gerber274x-Job laden und ausführen, danach den 
Excellon-Job. Der Gerber-Job besteht aus mehreren Einzelschritten, z.B. 
Gerberdatei für Oberseite erzeugen, für Unterseite, usw., die jeweils 
eine (1) Gerber-Datei erzeugen. Der Klick auf "Job ausführen" arbeitet 
alle dies Schritte ab. Am Ende hat man ebenso viele Dateien, wie der 
Gerber274x-Job Schritte hat - und die Info-Datei. Die Einstellungen, die 
im CAM-Prozesoor vorgenommen werden, speichert man sinnvollerweise 
einmal in einem eigenen, angepassten Job.

Autor: Dietmar E (Gast)
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PS: Als Startpunkt der Arbeit mit dem CAM-Prozessor über dessen Menü 
"Öffnen->Job" den vordefinierten gerb274x.cam-Job laden und ggf. an die 
eigenen Anfoderungen anpassen (und dann unter einem neuen, eigenen Namen 
für später speichern).

Autor: Ron (Gast)
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Argh. Ist das umständlich und wenig schlüssig. Jetzt scheine ich den 
Dreh raus zu haben. Mal für die Nachwelt:

- Im Control Panel: Datei/Öffnen/Cam Job
- Dann erst im Board-Fenster: Datei/CAM Prozessor
- Jetzt sind da auch die vorgegebenen Seiten etc. als Karteikartenreiter 
vorhanden.
- Spiegeln überall abschalten
- Wenn mankeinen Dateinamen angibt, werden im Verzeichnis, in dem auch 
das Board gespeichert mehrere Dateien angelegt:
- Job ausführen

Ebenso für Excellon vorgehen (erst im Control Center öffnen, dann im 
Boardfenster)

In GC-Preview dann:
- ggf. File/new
- File/Import (nicht: File/Open!)
- Alle eben erzeugten Dateien markieren und öffnen, außer:
- Die *.gpi und *.dri Datei nicht in GC-Preview öffnen

Autor: Dietmar E (Gast)
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> Im Control Panel: Datei/Öffnen/Cam Job - Dann erst im Board-Fenster: Datei/CAM 
Prozessor

Eigentlich ist das nicht die normale und nicht die notwendige 
Reihenfolge. Normal wäre: Erst ein Projekt öffnen, dann aus dem Menü 
(Schaltplan-Ansicht oder Platinen-Ansicht, spielt keine Rolle) heraus 
den CAM-Prozessor starten, dann im CAM-Prozessor den Gerber-Job laden.

> Ebenso für Excellon vorgehen (erst im Control Center öffnen, dann im
Boardfenster)

Diese Reihenfolge ist ebenfalls nicht notwenig.

Autor: Chrissie Brown (Gast)
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Hier ausserdem sehr schön erklärt:

http://www.interq.or.jp/japan/se-inoue/e_eagle44.htm

Autor: Alex W. (Gast)
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Hier auch eine schöne Erklärung zur Erstellung eines Gerber Jobs:

http://rs-mechatronik.at/mechatronik-blog/items/er...

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