Der Gerber-Job macht aus Eagle-Layern Gerber-Layer. Im grossen und
ganzen (vereinfach gesagt) geht das 1:1, d.h. aus dem Top-Layer in Eagle
wird ein Gerber-Layer für Top usw. Also jeweils eine Datei. Der
Platinenhersteller braucht jeweils eine(n) Gerber-Layxer/Datei für die
Oberseite-Leiterbahnen, die Unterseite, den Lötstopplack oben, den
Lötstopplack unten, den Bestückungsdruck oben, eventuell unten und
eventuell einen Milling-Layer zum Fräsen (Innen- und Aussenkonturen).
Entsprechend viele Dateien werden vom CAM-Prozessor erzeugt werden. Eine
Sonderrolle nehmen Bohrungen ein, die gehören nicht zum Gerber-Job und
müssen später noch separat - mit dem Excellon-Job im CAM-Prozessor - als
Datei gespeichert werden. Ein Gerber-Viewer kann aber auch diese Dateien
anzeigen.
> Aber welche Layer aktiviere ich? Alle?
In jedem Schritt die richtigen :) Wenn Du Layer 20 im Bestückungsgdruck
haben willst, dann aktivierst Du im Schritt Bestückungsdruck eben Layer
20. Die Vorgaben sind für doppelseitige Platinen schon einigermassen
vernünftig. Es ist möglich, dass der Hersteller andere Vorgaben macht,
beispielsweise einen weiteren Gerber-Layer für Fräsdaten anfordert. Ich
habe im Bilex-Thread beschrieben, wie ich das bei meiner ersten
Bestellung gemacht habe:
Beitrag "Platinenhersteller preisgleich mit bilex"
> Und welchen Dateisuffix vergebe ich und wieso entstehen zwei Dateien?
Es sollten mehr als zwei Dateien enstehen, s.o., eine für jeden
Gerber-Layer und zusätzlich eine Informations-Datei ohne Relevanz
(*.gpi). Welchen Suffix und Namen Du vergibst, ist egal. Wenn Du die
Platine orderst, fragt dich der Hersteller, in welcher Datei was
enthalten ist. Bei PCBShop gab es beispielsweise ein Forumar, in dem man
die Dateien eintragen musste. Die vorgegebenen Endungen wie plc (plc =
placement = Bestpückungsdruck), cmp (component side = Komponenten-Seite
= oben) sind schon ganz sinnvoll.
> In GC-Preview bekomme ich dann nur ein "Gematsche" aus zwei
unterschiedlich einstellbaren Farben wobei alle Layer (Pads, Top,
Bottom, Bauteile usw.) zusammenliegen. Das kann doch nicht richtig sein,
oder kann damit ein PCB Hersteller was anfangen?
Das Gematsche löst sich erst auf, wenn man vernünftige Farben einstellt
und eventuell die Reihenfolge der Layer-Darstellung anpasst, unwichtige
Layer ausblendet (z.B. Lötstopplack) und, wichtig, in Eagle's CAM-Job
vor dem Speichern in allen unteren Layern das "Spiegeln" abschaltet.
Spiegeln braucht man bei Abgabe der Gerber-Dateien für die Fertigung
nicht.