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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik BenQ FP71Bildschirm fällt nach einiger Zeit aus


Autor: John Schmitz (student)
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Hall zusammen,

habe ein kleines Problem mit meinem BenQ FP71 Bildschirm:

Wenn er einige Zeit gelaufen ist, fällt er schlagartig aus - wird 
schwarz - Beleuchtung ist weg.

Schaltet man ihn aus und wieder an, "bootet" er und es  ist wieder alles 
o.k. - für 5 Minuten, dann das gleiche Spiel.

Stelle ich einen kleinen Venilator auf, der ihn von Beginn an etwas 
kühlt- kein Problem - läuft tagelang durch.

Habe mit Kältespray die gesamte Platine ausgetestet - wenn er schwarz 
ist - keine Chance, defektes Bauteil lässt sich nicht identifizieren - 
er bleibt dunkel - selsbt wenn die gesamte Platine nachher kalt ist.

Nun meine Fragen: Jemand eine Idee, wie man den Fehler einkreisen kann ?

Es ist offensichtlich die Hintergrundbeleuchtung, die ausfällt.
Weiss jemand, welches Prinzip hier angewandt wird ? Welche Spannung 
liegt an ?
Gibt es Links hierzu im Internet ? (Habe schon vergeblich gegoogelt) 
Suche Stichwörter, mit denen ich suchen kann.

Vielen Dank im voraus + Grüsse

Autor: rayelec (Gast)
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Die TFT-Backlight-Reparaturmethode habe ich hier im Forum schon x-fach 
beschrieben! Es ist prinzipiell immer der gleiche Fehler. Probier mal 
mit Suchen!

Gruss
rayelec

Autor: John Schmitz (student)
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Hallo raylec,

Danke für Deine schnelle Antwort.

Leider hat die Suche nach "TFT-Backlight-Reparaturmethode" kein 
Ergebnis ausser diesen Thread gebracht. Kannst Du bitte ein paar 
Stichwörter geben ?

Grüsse

Autor: John Schmitz (student)
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Hallo zusammen,

so, ich habe mal die verschiedenen Artikel in diesem Forum durchgscannt. 
Offensichtlich können mehrere Bauteile der Inverter-SCHALTUNG die 
Ursache sein.

Ich werde mit meinem OSKAR mal systematisch rangehen.

Vorweg aber einige Fragen. Zur leichteren Verständlichkeit habe ich ein 
Bild mit einem Koordinatensystem beigefügt:

In den Quadranten A4 und A6 seht Ihr 2 x 2 Stromversorgungen für das 
Backlight.

Heisst dies,

es gibt zwei Lampen im Display, oder warum braucht man insgesamt 4 
Adernpaare (2 Adernpaare pro Lampe - wie bei der Leuchtstoffröhre) ?

In den Quadranten C2 und B/C 6 finden sich die Induktivitäten (sind das 
die eigentlichen Inverter ?), die mit High Voltage gekennzeichnet sind.
Warum zwei ? Zwei Lampen als Backlight ?

Wenn zwei getrennte Lampen, warum fallen beide schlagartig aus ? Ist das 
ein Hinweis, dass ein Bauteil VOR den eigentlichen Inverter-SCHALTUNGEN 
ausfällt ?

Welches könnte das sein ?

Andere Idee: Wenn beide Lampen schlagartig ausfallen ist vielleich die 
Logik der Bildschirmansteuerung (nicht im Bild enthalten) betroffen:
Was passiert eigentlich, wenn der Computer das Bild auf "schwarz" 
schaltet (Schwarzer Screensaver=kein Bild) ?
Gehen die Lampen aus, oder werden nur die Kristalle auf "undurchlässig" 
ausgerichtet ???

Wenn ich nun die Stecker der Stomversorgung in den Quadranten B3 und B6 
abziehe (zu Testzwecken), kann dann  die Inverterschaltung Schaden 
nehmen ???

Letzte Frage: Es ist eindeutig ein Hitzeproblem - das ist sicher.
Wenn ich die Platine ca. 5 cm getrennt vom Display positioniere (im 
Betrieb) kann vom Display keine Wärme auf die Platine durch Kontakt 
geleitet werden. Dann fällt das Ganze in 24h nicht mehr aus. Dieses 
vorausgesetzt: Warum schaffe ich es nicht, wenn ich die Platine mit 
Kältspray total abgekühlt habe, dass die Lampen wieder einschalten - 
warum muss ich erst die Stomversorgung einmal aus/ein schalten ?

Any help is pretty much appreciated. Thanks in advance.

Charly

Autor: John Schmitz (student)
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Sorry- Bild ist vorher verloren gegangen - also noch einmal:

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Hallo zusammen,

so, ich habe mal die verschiedenen Artikel in diesem Forum durchgscannt.
Offensichtlich können mehrere Bauteile der Inverter-SCHALTUNG die
Ursache sein.

Ich werde mit meinem OSKAR mal systematisch rangehen.

Vorweg aber einige Fragen. Zur leichteren Verständlichkeit habe ich ein
Bild mit einem Koordinatensystem beigefügt:

In den Quadranten A4 und A6 seht Ihr 2 x 2 Stromversorgungen für das
Backlight.

Heisst dies,

es gibt zwei Lampen im Display, oder warum braucht man insgesamt 4
Adernpaare (2 Adernpaare pro Lampe - wie bei der Leuchtstoffröhre) ?

In den Quadranten C2 und B/C 6 finden sich die Induktivitäten (sind das
die eigentlichen Inverter ?), die mit High Voltage gekennzeichnet sind.
Warum zwei ? Zwei Lampen als Backlight ?

Wenn zwei getrennte Lampen, warum fallen beide schlagartig aus ? Ist das
ein Hinweis, dass ein Bauteil VOR den eigentlichen Inverter-SCHALTUNGEN
ausfällt ?

Welches könnte das sein ?

Andere Idee: Wenn beide Lampen schlagartig ausfallen ist vielleich die
Logik der Bildschirmansteuerung (nicht im Bild enthalten) betroffen:
Was passiert eigentlich, wenn der Computer das Bild auf "schwarz"
schaltet (Schwarzer Screensaver=kein Bild) ?
Gehen die Lampen aus, oder werden nur die Kristalle auf "undurchlässig"
ausgerichtet ???

Wenn ich nun die Stecker der Stomversorgung in den Quadranten B3 und B6
abziehe (zu Testzwecken), kann dann  die Inverterschaltung Schaden
nehmen ???

Letzte Frage: Es ist eindeutig ein Hitzeproblem - das ist sicher.
Wenn ich die Platine ca. 5 cm getrennt vom Display positioniere (im
Betrieb) kann vom Display keine Wärme auf die Platine durch Kontakt
geleitet werden. Dann fällt das Ganze in 24h nicht mehr aus. Dieses
vorausgesetzt: Warum schaffe ich es nicht, wenn ich die Platine mit
Kältspray total abgekühlt habe, dass die Lampen wieder einschalten -
warum muss ich erst die Stomversorgung einmal aus/ein schalten ?

Any help is pretty much appreciated. Thanks in advance.

Charly

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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Desktop-TFTs werden in der Tat mit mehr als einer CCFL-Röhre beleuchtet. 
Jede Röhre benötigt zwei Anschlussleitungen.

Du hast im übrigen den Dateianhang mit Deinem Bild vergessen ...

Autor: Mandrake (Gast)
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Wenn beide Lampen ausfallen werden wohl die beiden Transformatoren oder 
Drosseln im Bereich C2 B/C6 nicht mehr angesteuert.

Es lohnt sich auf jedenfall dort mit der Fehlersuche zu beginnen.

Schau doch mal ob sich bei diesen Induktivitäten um Trafos oder Drosseln 
handelt. (2 Anschlüsse oder mehr).
Dann würde ich beim Trafo einfach die Primärspannung oszillografieren.
Wenn die dann fehlt hat wohl der Schalt IC ein Problem. (Denke mal das 
ist der große IC501 in B7). Bei einer Drossel würde ich den Pin der mit 
dem IC501 verbunden ist gegen Masse oszillografieren. Aber VORSICHT da 
können hohe Spannungen anliegen. Sicherer ist es sich das Datenblatt von 
dem IC zu besorgen und direkt an den entsprechenden Ausgängen zu messen.
Auch hier gilt kein Takten -> Beim IC ist was faul.

Weiter:
Wenn der IC tatsächlich nicht taktet, würde ich die Versorgungsspannung 
von diesem mal prüfen. Vielleicht bekommt der keine. Falls der aber eine 
Versorgungsspannung sieht, muss man mal im Datenblatt schauen was zu 
einer Abschaltung der Ausgänge führen kann und dann darauf prüfen.
Oft haben diese ICs auch eine Art Enable-Pin der es ermöglicht die 
Schaltung Digital an oder aus zu schalten. Auch hier Datenblatt lesen 
und entsprechend prüfen.

Falls der IC aber munter taktet und die Beleuchtung trotzdem nix tut, 
sollte man mal die Ausgangsbeschaltung unter die Lupe nehmen vielleicht 
ist da eine kalte Lötstelle oder ein Wackler drin.

So weit erstmal ;-)
Poste doch mal die Bezeichnung von dem IC501 dann kann ich vielleicht 
noch präzisere Tips geben.

UND BEIM TESTEN DIE BELEUCHTUNGSSTECKER DRANLASSEN SONST KÖNNTEN DIE 
SPANNUNGEN ZIEMLICH UNANGENEHM WERDEN.
ALLGEMEIN BITTE VORSICHTIG MESSEN!!!!

Autor: Marvin M. (Gast)
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Moin - ich habe ein ähnliches Problem mit einem FP767 - allerdings geht 
die Beleuchtung bereits nach 2 Sekunden aus.
Bislang bin ich aber (ja, peinlich) bereits am Gehäuse gescheitert - 
gibts irgendwo eine Anleitung, wo man den Schraubendreher ansetzen muss 
(ja, die Schrauben sind schon alle raus g)

Autor: John Schmitz (student)
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Hallo Rufus, hallo Mandrake,

vielen Dank für Eure Antworten.

Diese Diskussion hat mir um so mehr klar gemacht, der Fehler muss vor 
den Inverterschaltungen liegen, da ja BEIDE Lampen gleichzeitig 
betroffen sind. Schaltplan habe ich leider nicht ...! Also werde ich 
morgen mal die Platine ausbauen und von hinten fotografieren und 
analysieren.

Wie schon erwähnt - bei einer 5 cm Luft-Distanz zwischen Display und 
Platine läuft  das System ohne Ausfall. Ich überlege jetzt, ob ich nicht 
einfach (wenn der OSKAR mir nicht weiterhilft) eine 5mm Isolierung 
zwischen DisplayRückseite und Platine einbaue. Dann strahlt die 
Displaywärme nicht mehr gegen die Platine.

Frage: Ob die (Mehr)-Wärme, die ja dann durch die Kristalle zur 
Vorderseite abgeführt werden muss, wohl die Kristalle schädigt ?? Weiss 
jemand, aus welchem Material die sind ?

Grüsse

Autor: John Schmitz (student)
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Hallo zusammen,

leider ist es wohl nicht die Inverter Platine, die defekt ist, sondern 
die Controller Platine hat eine Macke. Offensichtlich fällt die 
Ansteuerung der Inverter Platine aus nach einiger Zeit aus. Dummerweise 
habe ich mir nun auch die Inverter zerschossen, als ich sie ungewollt 
ohne Last hab zünden lassen ...! Man hat mich ja gewarnt ... leider habe 
ich nicht aufgpasst, vergessen das Display anzuschliessen.

Nun habe ich gesehen, es gibt ja bei E-bay jede Menge Inverter Platinen. 
Bei mir werden die Inverter mit 17 Volt DC versorgt. Kocht hier jeder 
Hersteller sein eigenes Süppchen ... oder wie sehen die Schnittstellen 
aus ?

Ich habe vor, das Display von aussen einzuschalten. Wie steuert man denn 
die Helligkeit - über die (17Volt) Spannungsversorgung oder haben die 
Inverter noch eine Extra- Steuerleitung (die mit dem Controller Borad 
verbunden ist) ?

Danke im voraus und Grüsse

Autor: John Schmitz (student)
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Hallo,

nachdem ich im Internet noch mal nach Leidensgenossen gesucht habe - und 
fündig geworden bin, sieht das Problem nun doch folgendermassen aus:

BENQ nutzt in seiner Inverterschaltung ein IC960. Dieses IC ist laut 
Hersteller O2Micro ein neuer Meilenstein in der Invertertechnologie. 
Data Sheets (zum OZ960G/S) sind nicht erhältlich - auch nicht beim 
Hersteller.

Der Leidensgenosse hat auch wie ich festgestellt, dass wohl das IC nicht 
richtig arbeitet - insofern muss ich mich zu vorher korrigieren, das 
Signal von der Controllerplatine kommt noch ... aber das IC reagiert 
nicht ...!

Das IC bekommt man unter den bekannten Quellen nicht.

Insofern scheint die Zeit der Invertertechnologie, die man noch selbst 
rparieren kann vorbei zu sein. Im übrigen - die Kondensatoren sind alle 
vollständig in Ordnung ... - ist nicht das Problem! Und da die Zündung 
erfolgt, denke ich, dass die Induktivitäten auch o.k. sind.

Fazit: Benq FP71+ ist nicht reparabel - deprimierend. Und wenn man den 
neuen Preis in E-bay sieht .... lohnt sich auch kaum noch die Zeit der 
Fehlersuche ...!

Suche nun nach simplen Invertern, die zwei Ausgänge haben und 3 KV 
Zündspannung erzeugen. Mit denen werde ich den Monitor in die Wand 
einbauen und das Backlight separat mit Strom versorgen.

Wenn jemand einen guten Tip hat, wo man ein günstiges Inverter Board für 
17" mit zwei Backlights bekommt, wäre ich Euch dankbar. Habe keine Lust 
in E-bay aus China zu bestellen ...!

Grüsse und vielen Dank.

Autor: Mandrake (Gast)
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Also ein Datenblatt habe ich gefunden. Scheint nur nicht ganz zu dem 
Bild  von deine Platine zu passen. Aber die Funktion wird dieselbe sein. 
Deine IC Version wird eine mit integrierten SchaltFETs sein.

Das Teil ist wirklich schwer zu bekommen. Diese verfluchten Exoten!
Würde an deiner Stelle noch eins probieren. Einfach alles auf der 
Leistungsplatine nachlöten. Wäre ärgerlich wenn das ganze Problem nur 
ein Haarriss in einer Lötstelle wäre und mit ein bisschen Hitze und Zinn 
alles wieder in Butter ist.

Viel Erfolg und einen guten Wirkungsgrad!!

Mandrake

Autor: John Schmitz (student)
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Hallo Zusammen,

dieses BenQ Teil hat mich ja mal richtig Geld gekostet, also habe ich 
mir die Mühe gemacht, nun mal mit dem Oskar systematisch ran zu gehen.

Vorweg, die Controller Logik ist entgegen der Vermutung zwischendurch 
o.k.! Auch die Inevrter sind o.k., das Teil zündet ja noch, geht aber 
nach der Zündung (~~ 1,5 Sekunden) aus.

Also habe ich mich mal intensivst mit dem OZ960 auseinandergesetzt.

Blöderweise hat BenQ den OZ960 nicht genau nach DataSheet eingebaut, 
offensichtlich kann man geringfügige Abwandlungen vornehmen.

Aber nach 6 Stunden bin ich fündig geworden (OZ960 DataSheet Pages 2,3 
und 4):

Pin9 (FP="CCFL current feedback signal")am OZ960 überwacht die 
ordnungsgemässe Funktion der Lampen über eine Rückkopplung von der 
Hochspannungsseite (wird im Data Sheet in der Einleitung als "Built-in 
internal open-lamp and over-voltage protections" beschrieben). Diese 
Funktion ist aber "buggy":

Es wird letzendlich im OZ960 eine Spannung erwartet, die zwischen 1.19 - 
1.31 Volt liegt, nominal 1.25 Volt. Mit dieser Spannung erkennt der 
OZ960, dass die Hochspannungsseite "funzt".

Während der Zündphase ist diese Spannung aber nicht in dieser Grösse 
vorhanden. Darum wird während der Zündphase über Pin10 (CMP) - aus dem 
OZ960 heraus - eine Wechselspannung - generiert aus der Ignition 
Funktion im OZ - bereitgestellt, die über den Kondensator C14 die 
mittlere Spannung von 1.25 Volt liefert (also in der Zündphase 
"simuliert" die 1.25 Volt - habe ich alles mit einem OSKAR getriggert.)

Die Beleuchtung bricht nun immer genau dann zusammen, wenn Pin 10 die 
"Hilfsspannung" nach der Zündphase einstellt und die 1.25 Volt dann 
(runtergewandelt) von der Hochspannungsseite erwartet werden -aber nicht 
kommen. Wo die Spannung verloren geht ist mühselig - da liegen zuviele 
Halbleiter zwischen.

Wenn ich nun von aussen 1.25 Volt an Pin9 (FB) anlege - reguliert mit 
einem Poti, dann leuchten die CCFLs auch über die Zündphase hinaus bis 
zu 10 Sekunden.
Mein Problem ist nun, dass die Spannungsschwankungen auf der Platine mir 
über ein Poti keine exakten 1.25 Volt liefern. Sobald ich aus der 
Toleranz (1.19 Volt - 1.31 Volt) rauslaufe schaltet die 
Sicherheitzfunktion des OZ ab und die CCFLs verlöschen wieder.

Ich werde mir nun mit einem LM117 eine konstante Spannung von 1.25 Volt 
an FB9 anlegen ... und dann sollte Ruhe sein.

Auf die "Built-in internal open-lamp and over-voltage protections" kann 
ich getrost verzichten, das ist ja gut gemeint - aber schlecht 
umgesetzt.
Ich denke, da hat BenQ einem Bauteilehersteller vertraut (der eine gute 
Idee hatte), hat aber selbst nicht sichergestellt, dass die Bauteile die 
zwischen 3000 Volt und 1.25 Volt liegen auch die nötige Robustheit für 
Hochspannungen besitzen ...!

Vielleicht hilft einigen BenQ Geschädigten diese Beschreibung ein wenig 
...!

Grüsse und viel Erfolg!

Autor: Magnus Müller (Gast)
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Miss doch mal die Widerstände im Feedback-Zweig durch. Habe desöfteren 
schon Widerstände gehabt, die nach langer Betriebsdauer ihren Wert 
deutlich (und vor allem dauerhaft) geändert haben.

Autor: John Schmitz (student)
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Hallo Magnus,

Danke für den Tip ... werde ich machen. Aber wogegen soll ich messen, 
habe keinen Schaltplan. Und die Aufschriften auf den SMDs sind total 
unleserlich. Klarlack drüber!!! Kriegt man den mit einem Trick runter ?

Werde evtl. heute ein paar Fotos einstellen, damit man die Problematik 
erkennt.

Grüsse

Autor: Magnus Müller (Gast)
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> Danke für den Tip ... werde ich machen. Aber wogegen soll ich messen,
> habe keinen Schaltplan. Und die Aufschriften auf den SMDs sind total

Auch SMD-Widerstände haben in der Regel einen Aufdruck.
z.B.: "123" = 12 Kiloohm (12*10^3 Ohm)

> unleserlich. Klarlack drüber!!! Kriegt man den mit einem Trick runter ?

Klarlack? Dann sollte man doch sehen können, was sich darunter verbirgt, 
oder? Wobei ich mir vorstellen kann, dass es sich hierbei nicht um 
Klarlack, sondern um Flussmittelrückstände handelt. Diese bekommst du 
sehr einfach mit Spiritus runter.

> Werde evtl. heute ein paar Fotos einstellen, damit man die Problematik
> erkennt.

Gute Idee ;)

Autor: Tcf Kat (tcfkat)
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Oh Gott... CRT Monitor kaufen, da gibt es kein Backlight...

Autor: Magnus Müller (Gast)
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Tcf Kat wrote:
> Oh Gott... CRT Monitor kaufen, da gibt es kein Backlight...

Lasst uns jetzt bitte keine Diskussion über Pro/Kontra von TFT/CRT 
anfangen. Ich hasse es, wenn Threads nach OT entarten...!

Autor: Jens 343 (jens343)
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So geh mal zu deinem geliebten Fernsehtechniker,
Der kann den Ic z.b bei ASWO dir bestellen.

Ich habe hier einen Siemens Nixdorf 21 Zoll CRT (hamma)
der hatte irgendwie keine Wärmeleitpaste zwischen Vertikalenstufen IC
und dem Kühlkörper.Hin und wieder fiel die Ablenkung aus ging aber auch 
wieder nach 1s an.

Der Ic war also durch schonmalige überhitzung angeschlagen, eines Tages 
ging garnixmehr, da hab ich dann den IC ausgelötet und binn damit zum 
Fernsehreparaturservice.Der IC war sehr selten, 6,90 Euro für einen 
gehenden.
Bestellt eingelötet und mit Wärmeleitpaste bekleistert ;)
Nun hab ich nen CAD 21 zoller für lau.

Ich empfehle dir also bei einem Fernsehtechniker nachzufragen, ob se dir 
ein bauteil besorgen können.Dann lässte dir das ganze bestellen , lötest 
den alten Chip aus und den neuen ein.
Dann gibt es soche mini IC kühler, und Wärmeleitkleber.

Gruß Jens

Autor: John Schmitz (student)
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Magnus Müller wrote:

>
>> Werde evtl. heute ein paar Fotos einstellen, damit man die Problematik
>> erkennt.
>
> Gute Idee ;)

... Und hier die versprochenen Fotos ...

(die CRTs sind sicherlich reparaturfreundlicher - waren aber die Autos 
in den 80 Jahren auch ... )

Nix für ungut!

Grüsse

Autor: G. M.j. (gmj)
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Hi,

vielleicht hilfts was: Mein TFT (auch OZ960 Inverter IC) hatte das 
gleiche Symptom, hatte zuerst die Röhren unter verdacht 
(Alterserscheinungen), konnte aber mit einem anderen, gesunden Inverter 
widerlegt werden. Nach längerer Fehlersuche kamen mir der etwas niedrige 
Eingangswiderstand (mit dem Ohmmeter messbar) der Power-Mosfets etwas 
spanisch vor. Also die Mosfets (SMD) getauscht und jetzt rennt das Teil 
wieder.

Autor: John Schmitz (student)
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Hi gmj,

Haben denn Deine Mosfets trotzdem noch die Zündphase unterstützt ?

Grüsse

Autor: kalle (Gast)
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hab das nun mal alles grob überflogen um mehr infos zu dem ic bekommen.

weshalb die teile nach laufzeit ausschalten sind ein paar elkos die 
ausgetrockent sind und unter kapaziätsverlust leiden.also alles direkt 
hinter dem netzteil an elkos rauswerfen (ca 4 oder 5 stück).da ich einen 
anderen hersteller habe ,kann sich das sicher unterscheiden.aber wenn 
die taub sind ,schaltet er halt ab.sinn macht auch der elko fürs 
schaltnetzteil (bei mir ein 68µ/400v).

in der regel ist das ic oz960s in ordnung solnage noch kurz ein bild 
erscheint.erst wenn das nicht mehr ist,ist es "fertig".dann geht aber 
auch eines der  treiber ic´s für die backlights kaputt.

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Falls mal jemand (wie ich) über die Suche bzw. Gugel hierher gerät:

Ich hatte jetzt einen Ben-Kuh-Laptop mit ähnlichen Symptomen wie hier
beschrieben zur Reparatur.  Lampe schaltete kurz ein, danach sofort
wieder ab.  Auch dort ein OZ960 drin und zwei mickrige (SOT23-6)
Doppeltransistoren, die im normalen Betrieb heftig heiß werden.

Der Spannungswandler selbst war aber zumindest grundlegend in Ordnung,
eine andere Leuchtstofflampe (die ich aus einem uralten Laptop
rumliegen hatte) funktionierte einwandfrei.  Irgendwie floss durch die
im Laptop verbaute Lampe aber nicht mehr genügend Strom, sodass der
Spannungsabfall am Messwiderstand (dort sind 422 Ω eingebaut) nur noch
ein paar 100 mV peak betrug statt 4,5 V peak wie bei der externen
Lampe.

Vergrößern des Widerstands auf ca. 3 kΩ half erstmal, aber erstens
erschien es sehr unwahrscheinlich, dass die Lampe schlagartig um so
einen Betrag gealtert wäre, und zweitens wurden die Endtransistoren
dann schon bei geringer Helligkeit sehr heiß, was auf eine viel
größere Ansteuerleistung hin deutete.

Ende vom Lied, ich habe doch alles auseinandergefummelt, um mir die
Lampe selbst anzugucken.  (Die ist übrigens nur ein paar Millimeter
im Durchmesser und flexibel, hat mich verwundert.)  Am masseseitigen
Ende war der Draht abgefault, und man konnte eine schöne Schmorstelle
sehen.  Die Zündspannung genügt offensichtlich, um die kurze
Luftstrecke zu überbrücken, und wenn man die Sensormimik des OZ960
hinreichend verbiegt, dann leuchtet die Lampe sogar dauerhaft.

Draht wieder angelötet => jetzt spielt er wieder.

Autor: Cooper3210 (Gast)
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Hallo
Ich ahbe schon sehr oft TFTs gehabt wo sie nach 2 min wieder aus waren 
da die Spannung nicht mehr geht und der Back Light Inverter defekt ist.
Abhilfe :
Man kauft sich eine Back Light für den PC einbau also so eine neon 
Röhre. dort ist immer ein Back Light Inverter dabei.
Diesen mal mit 12 Volt versorgen und an eine der Röhren hängen im 
Monitor. Siehe da  das teil geht wieder......  Nun ich aber die große 
frage wie baut man die Orginalen wieder so das sie gehen.
mfg cooper

Autor: Udo (Gast)
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und hier: http://www.tiron-shop.de
gibt es die Backlight-Röhren und auch Inverter im Shop .

Gruß
Udo

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Cooper3210 wrote:

> Nun ich aber die große
> frage wie baut man die Orginalen wieder so das sie gehen.

Wenn du den Thread wenigstens gelesen hättest, statt da einfach nur
ein (völlig zusammenhangloses) Posting dranzukleben, dann hättest du
zumindest eine Idee, wie man es anfängt, solche Teile zu reparieren.

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Udo wrote:

> und hier: http://www.tiron-shop.de
> gibt es die Backlight-Röhren und auch Inverter im Shop .

Für alle die, die den Spannungswandler nicht reparieren wollen/können?

Naja, kann ja trotzdem zuweilen nützlich sein, danke.  Deren English
ist aber grauenvoll.  Das versteht man erst, wenn man es zuvor ins
Deutsche 1:1 überträgt...

Autor: ralf (Gast)
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Danke für die Hilfe. Der Tip den FB-Eingang des OZ960 auf ca. 2.1V zu 
ziehen hat bei mir geholfen.

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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ralf wrote:

> Danke für die Hilfe. Der Tip den FB-Eingang des OZ960 auf ca. 2.1V zu
> ziehen hat bei mir geholfen.

Damit wäre ich allerdings vorsichtig, solange nicht klar ist, warum
dort eine andere Spannung anliegt/anlag.  Wenn die Parametrierung nur
Mist war und mit der Alterung der Lampe nicht mithalten konnte, dann
sollte man wohl besser die Parametrierung ändern.  Durch Anlegen einer
festen Spannung blockiert man die Rückkopplung und hebelt damit auch
Schutzmechanismen bspw. gegen Überspannung oder Komplettausfall der
Lampe aus.  Ich will hier keine Teufelchen an irgendwelche Wände malen,
aber im ungünstigsten Fall kann das Ding dann schon mal so heiß werden,
dass da was anfängt zu kokeln.

Autor: Samuel Hildebrandt (Gast)
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Hallo,

ich habe hier ein Display mit OZ960 liegen. Das LCD-Panel ist defekt, 
die Hintergrundbeleuchtung aber noch intakt. Das gibt eine schöne helle 
Lampe (2.2A bei 19V). Nach Lektüre des Datenblattes und Anlegen von 3V 
am Enable des Chips leuchtet das Teil jetzt dauerhaft, scheint alles in 
Ordnung zu sein.
Dummer Weise strahlt die Lampe nun mit maximaler Helligkeit vor sich 
hin. In dem Datenblatt ist ein analoger Dim-Eingang beschrieben, der auf 
der Leiterplatte nicht angeschlossen ist. Also LM317 + Poti ... alles 
drangelötet, Spannung lässt sich schön von 1.25-3V einstellen, der 
LPWM-Pin zeigt auch eine Änderung der Einschaltdauer von ca. 10 bis 
100%. Woran sich aber nichts tut, ist die Helligkeit. Die erwähnten 2.2A 
Stromaufnahme bleiben konstant. Hat jemand eine Idee, warum die 
Helligkeitsregelung nicht funktionieren könnte?

Viele Grüße,
Samuel

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