Habe eine Referenzspannung von genau 5V. Eine 2te Spannung von ebenfalls
5V will ich mit dieser vergleichen, und feststellen, ob diese mit einer
tolleranz von etwa 0.15V ebenfalls bei 5V liegt. Zur verfügung hab ich
die Referenzspannung, und dazu noch 24V, vobei der ground der beiden auf
gleichem potential liegt.
Möchte das ganze möglichst einfach ohne controller lösen. Aber irgendwie
bleibt die zündende idee aus... kann mir jemand etwas auf die sprünge
helfen?
Ich würde sagen, das geht NICHT ohne Controller oder wäre zu aufwendig.
Denn du mußt ja Zahlen vergleichen, weil du wissen willst, wann 0,15V
Differenz überschritten werden.
Nur zwei Spannungen vergleichen, ob eine davon höher ist, geht mit einer
einfachen OP-Komparatorschaltung und z.B. zum Anzeigen zwei LEDs.
> Nur zwei Spannungen vergleichen, ob eine davon höher ist, geht mit einer> einfachen OP-Komparatorschaltung und z.B. zum Anzeigen zwei LEDs.
Es würde aber gehen, wenn du mit einem Komparator misst, ob sie höher
ist als 5,15 und mit einem zweiten ob kleiner als 4,85. Dann hängst du
ein ODER dran und hast deinen Ausgang...
Operationsverstärker bringen mir nicht viel, da ich eine Single supply
verwenden müsste, der 100%ig auf masse geht...
wenn ich nun z.b. einen 15V Festspannungsregler nehme, über 2
Spannungsteiler jeweils eine spannung von 4,85V und 5.15V generiere, und
diese jeweils mit einem Komparator mit den vermeindlichen 5V
vergleiche...
spricht da was dagegen (naja mit einem poti müsst ich die
vergleichspannungen ja hinkriegen...)???
@ Gast (Gast)
>ist als 5,15 und mit einem zweiten ob kleiner als 4,85. Dann hängst du>ein ODER dran und hast deinen Ausgang...
Es geht auch ohne ODER. Die Lösung wurde bereits genant, ein
Fensterkomparator. Google macht dich schlau.
MFG
Falk
wenn du die Lösung mit den zwei Komperatoren nachbaust, kannst du mit
einem dritten K. und ein paar Widerständen sogar das ODER realisieren.
D.h. du nimmst einen Quad-Komparator und ein paar Widerstände und hast
die Funktion, die du suchst
Ich würde keinen schwingfreudigen Komparator nehmen, ein LM358, oder
noch besser ein rail2rail TS912, sind da wesentlich gutmütiger und für
langsame Messungen ausreichend.
Der Pullup ist ja schon eingezeichnet, also ein LM393 Doppelkomparator
würde genausogut funktionieren - kann nur sein dass er im Umschaltpunkt
oszilliert.
Hysterese ist natürlich eine Lösung, heißt aber noch drei Widerstände
mehr plus die Dioden und ist dann womöglich erst mal unsymmetrisch ohne
zusätzliche Maßnahmen. Nimm OPs. Wenn die Referenzspannung nicht
genügend niederohmig ist, sollte man besser noch einen dritten OP (
LM324 oder TS914 vierfach) als Spannungsfolger nachschalten.
Hallo,
irgendwie interessant. ;-))
Wie haben nur unsere Altvorderen mit simplen LM311 u.ä. überleben
können, so ohne µC?
Warum eigentlich OPV? Ein Komparator wurde doch extra für sowas
entwickelt...
OpenCollektor ist doch praktisch dafür.
Er schreibt "etwa 0.15V", ich interpretiere das jetzt mal so, daß
absolute Genauigkeit auf 1mV nicht unbedingt nötig ist.
Die Hysterese kostet je einen zusätzlichen Widerstand von Ausgang zu +
Eingang. Je nach benötigter Geschwindigkeit der Erkennung und der
Änderung der Eingangsspannung vielleicht noch ein Tiefpaß davor gegen
Brummen und Störungen.
Für eine Serie vermutlich berechnen, als Einzelstück Einstellregler und
einmal abgleichen, Hysterese und Schaltpunkte beeinflussen sich
gegenseitig.
Gruß aus Berlin
Michael
Hi
Warum wird hier eigentlich immer mit Kanonen nach Spatzen geschossen.
Für die eigentliche Spannungserkennung reichen 4 Widerstände und ein
LM393. Dazu beispielsweise noch ein 78L05 mit Zubehör. Wenn die 24V
hinreichend stabil sind, brauchts nicht mal das, da der LM393 36V
vertägt.
MfG Spess
@ Michael U. (Gast)
>Die Hysterese kostet je einen zusätzlichen Widerstand von Ausgang zu +>Eingang.
Hysterese UNGLEICH Fensterkomparator!
Der OP braucht letzteres.
MfG
Falk
Ich habe es so verstanden, dass das Augangssignal etwa ein
5V-TTL-Rechteck sein soll, der OP oder Komparator aber mit 24V betrieben
wird. Das stand allerdings so nicht im "Anforderungskatalog". Damit wird
eine Hysterese etwas komplizierter.
Wenn auch noch beide open-collector-Ausgänge einfach parallelgeschaltet
werden um zwei Dioden zu sparen, sind die Verhältnisse noch etwas
undurchsichtiger. Die Hysterese würde ich etwa mit 10..100 mV auslegen,
jedenfalls mehr als 1 MOhm vom Ausgang zum nichtinvertierenden Eingang.
Unsere Altvorderen hatte den berühmten Siemens TCA965 Fensterkomparator,
der mindestens ebensoviele Widerstände braucht wie die simple
Doppel-OP-Schaltung.
Hallo,
@Falk Brunner: Hysterese bezog sich auf mögliches Flattern an den
Schaltschwellen (Posting 11.10.2007 15:18), also zusätzlich.
Gruß aus Berlin
Michael
Hallo Leute,
Ich bin so froh! Plötzlich fällte es mir wie Schuppen von den Augen! Der
Fensterkomparator is dann wohl die Lösung! danke nochmal für den
erneuten Hinweis von dir, Max! Ihr habt mein Leben gerettet! Dankeschön!
:=). Dieser Beitrag kann jetzt gerne von einem Moderator geschlossen
werden :=).
Dankende Grüßen,
Thomas