Ansatz, Displaylösung, VGA Bildschirm.

Gast #676063
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Hallo Forumleser,

ich beschäftige mich derzeit mit einem neuem Projekt.
Ich möchte gerne einen alten VGA TFT Monitor mit einem µC ansteuern.

So 800x600 Pixel wäre schon super.
Bisher habe ich nur mit den ATMEL 8 Bit RISC controller gearbeitet.
Ich würde sagen Projekte bis mittelschwer mit RS232, D/A, A/D Wandlung 
in ASM sowie C.

Ich denke mal das die ATmega für die Sache zu langsam sind.

Gibt es überhaupt eine Möglichkeit allein aus einem µC solch einen alten 
TFT Schirm anzusteuern? Ich will im weitesten Sinn die ganze Fläche 
selber gestallten können um meine Informationen dort anzuzeigen.

Oder sollte ich lieber gleich auf einen miniPC ausweichen???


Einen schönen Abend, Klaus...
#676067
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Soweit ich weis haben normale TFTs keinen eigenen Speicher an Bord, also 
das Bild wird kontinuierlich über DVI gesendet (bei D-SUB genauso, aber 
DVI dürfte einfacher zu realisieren sein).
Das Problem ist, dass das bei 1024x768 schonmal 150MB/s sind (50fps, die 
meisten Monitore dürften aber erst ab 60 laufen). Sprich du brauchst ca. 
4MB Speicher um das Bild vorhalten zu können, der muss dazu noch 
gleichzeitig lesen und schreiben unterstützen, und du brauchst noch die 
Elektronik die das mit 150MB/s an den Monitor schickt.

Die ATTiny/Mega dürften da in arge Schwierigkeiten kommen. Einfacher 
dürfte es da sein, eine alte ISA Grafikkarte zu verwursten, aber einfach 
ist's auch net.
Persönliche Seite #676091
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> Einfacher dürfte es da sein, eine alte ISA Grafikkarte zu verwursten, aber > 
einfach ist's auch net.

Ich wage zu bezweifeln dass eine alte ISA-Graffelkarte die noetige Power 
und den noetigen Speicher fuer sowas hat.

Uhu: Spontan wuerde ich sagen: vergiss es. Aber vielleicht hat ja 
irgendjemand einen Tip fuer Dich diesbezueglich.

Wenn Du so grosse Displays ansteuern willst solltest es vielleicht echt 
mit nem kleinen PC versuchen. Kauf Dir z.B. ein Mikro-ATX-Board mit 
onboard-Grafik so teuer is das garnich und Du hast dann ne Menge 
Moeglichkeiten.

Michael
#676114
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Meinte das eher so, dass er den ISA Bus mit dem ATMega nachbaut. 8Bit 
müsste ja noch so halbwegs gehen, dazu muss er dann noch den kompletten 
Treiber + BIOS der Graka implementieren (das BIOS da drauf ist ja 
ausgelegt um auf einem x86er zu laufen).
Alte ISA Grakas können teilweise schon 1024x768, allerdings 
allerhöchstens bei 16bit Farben und dann natürlich nur über D-SUB. 
Vorteil der Sache ist, dass er an der Graka nix ändern muss. BIOS kann 
man notfalls disassemblieren.


Wie gesagt, einfach ist das ganz sicher nicht. Aber einfacher als das 
TFT direkt anzusteuern.
#676131
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Eine ISA Grafikkarte ansteuern ist theoretisch möglich. In der Praxis 
aber eher nicht, denn deren Register sind nicht standardisiert. Jeder 
Hersteller hat eigene Features eingebaut, die via VGA BIOS wieder 
kompatibel gemacht werden. Die kann man zwar debuggen, aber das kostet 
einfach zu viel Zeit, als dass es sich lohnt. Das Problem ist die 
Initialisierung, die normalerweise die VGA BIOS übernimmt.
Ich war an dem Thema auch schon ein paarmal dran, aber außer einem 
bunten Streifen habe ich noch nichts auf den Monitor bekommen.

Mittlerweile bin ich bei einem S1D13506 LCD/VGA Controller + 2MB DRAM: 
Der macht 800x600@16bpp, was nichtmal ISA kann (da meist nur 512kB DRAM) 
und lässt sich einfach per µC ansteuern.
Gast #676439
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Hi,

vielen Dank für Eure Antworten.
Na so wie es aussieht werde ich wohl auf so einen kleinen PC 
zurückgreifen. Der Aufwand scheint da geringer und mein Ziel werde ich 
dort wohl schneller erreichen.

Vielen Dank, einen schönen Tag, Gruß Klaus

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