Sowas habe ich mal als Experiment mit einem PC gemacht. Statt 2
Mikrofonen mit 2 Lautsprechnern und 1 Mikrofon. Die Lautsprecher waren
ein simpler Stereo-Kopfhörer. Per Soundkarte wurden zwei
unterschiedliche Signale, ähnlich Weißem Rauschen, auf den Linken und
Rechten kanal ausgegeben. Diese zwei Signale sind dabei per
MLS-Maximum-Length-Sequence in BPSK-Binary-Phase-Shift-Koding kodierte
Pseudozufallssequenzen, 16Khz. Parallel dazu wurde per Soundkarte der
Mikrophoneingang in 48Khz gesampelt. Das ergab ein 8-fach Oversampling.
Per Windows-Software wurde nun aus dem empfangenen Signal per FHT-Fast
Hadamard Transformation die Korrelation beider MLS im Signal
durchgeführt und so die Laufzeit der beiden Signale vom Lautsprecher zum
Mikrophon berechnet. Wenn nun der Abstand zwischen den beiden
Lautsprechern bekannt ist, kann man in der 2D Plane eine Triangulierung
machen. Wenn die MLS weitaus länger dauert als der Schall benötigt um
zum Mikrophon zu gelangen so kann man die Reflexionen quasi
unterdrücken. Aber die Reflexionen sind immer ein Problem und müssen
durch geeignete Mittel unterdrückt bzw. detektiert werden. Die Resultate
in der Genauigkeit der Ortung sind natürlich auf Grund der eingesetzten
Technik nicht so berauschend, aber als Proof of Concept überaus
brauchbar.
Bei vielen DVD Heimkinoanlagen wird das gleiche Prinzip verwendet um die
Laufzeitkorrektur der einzelnen Kanäle einstellen zu können. Abwechselnd
reiherum sendet die Anlage über die Lautsprecher ein Rauschsignal aus
das durch ein spezielle Mikrophon am gewünschten Hörerstandort
aufgenommen wird. Die Anlage berechnet daraus die Laufzeiten des Schalls
und justiert damit die Signalverzögerungen der einzelnen Kanäle, so daß
sich exakt am Mikrofonstandort ein sauberes Hörfeld ergibt.
Gruß Hagen