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Forum: HF, Funk und Felder 125kHz RFID mit 4066 durchswitchen


Autor: Hans (Gast)
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Habe folgendes Problem mit einer RFID-Antenne: Ich habe ein 125kHz
RFID-Lesegerät und möchte mehrere Antennen (per Mikrocontroller)
nacheinander mit einem HC4066  durchschalten. Der HC4066 von Phillips
hat laut Datenblatt ein "ON" resistance von 30-50 Ohm.
Das hab ich getestet: 50 Ohm Widerstand zwischen Lesegerät und antenne -
funktionert.
Nun klappt es aber mit dem 4066 nicht obwohl ich dort einen Widerstand
von 33 Ohm messe. Kann es nun sein dass der 4066 irgendwelche Frequenzen
nicht "durchlässt" bwz rausfiltert? Hat jemand ne Idee für nen Ersatz?

Autor: Christoph Kessler (db1uq) (christoph_kessler)
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Die Analogspannung muß vermutlich innerhalb der Betriebsspannungsgrenzen 
liegen, also müßte es mit Spannungsteiler auf 2,5V  und Koppel-C 
eigentlich funktionieren, 125 kHz ist ja noch "Langwelle"

Autor: Christoph Kessler (db1uq) (christoph_kessler)
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http://www.alldatasheet.com/view.jsp?Searchword=74HC4066
es gibt noch den 4316 mit zwei Betriebsspannungen, damit geht auch 
Gleichspannung bis */-5V
http://pdf1.alldatasheet.com/datasheet-pdf/view/15...

Autor: Hans (Gast)
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OK, das Problem ist jetzt zumindest einmal lokalisiert:

Hab mal einen Funktionsgenerator an die Eingänge des HC4066 gehängt... 
ab 40kHz lässt der Widerstand im Off-Zustand beträchtlich nach - und 
genau das wird dann zum Problem wenn ich die Antennen auslese.

Also brauch ich nun einen Switch der im Prinzip wie der 4066 
funktioniert und der keine Probleme mit 125kHz-Frequenzen hat.

Hat jemand schon mal so was in der Art verbaut? Irgendwelche 
Bauteil-Tips?


Grüße,

Hans

Autor: nixcheck (Gast)
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Verbaut für 125kHz noch nicht. Das NXP (früher Philips) Datenblatt
http://www.nxp.com/acrobat_download/datasheets/74H...
läst das Problem allerdings schon ahnen -3db bei unter 110 kHz.
Etwas teuere pinkompatible Ersatztypen mit besseren Daten haben aber 
glaube ich schon einige Hersteller angeboten (AD, Maxim...)
Gruß

Autor: nixcheck (Gast)
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Ach ja MAX4066. Schau dir mal das
Datenblatt an.

Autor: Hans (Gast)
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jo den Max4066 hatte ich mir schon angeschaut:
http://docs-europe.electrocomponents.com/webdocs/0...

Da steht ja "Wide Bandwith > 100MhZ"

Reicht das aber aus um sicher zu gehn dass er nicht auch irgendwo 
anfängt zu rauschen? Im dateblatt des nichtfunktionierenden 4066 sind 
auf Seite 13 
(http://www.reichelt.de/?;ACTION=7;LA=6;OPEN=1;INDE...)
zumindest noch einige Angaben zur Frequenz - beim Max4066 finde ich 
nichts dergleichen!?

Grüße,

Hans

Autor: Hans (Gast)
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ok muss mich korrigieren, beim max4066 im Datenblatt ist das angehängte 
Diagramm zu finden, bin mir nur noch nicht schlüssig was es bedeutet ;-)

Erstmal weiss ich nicht genau was ich mit der y-Skala (LOSS(db)) 
anfangen soll.
1. Was genau sagen denn z.B. -20db aus?
2. Welcher Wert wäre für mich bei der OFF-Isolation wünschenswert?
3. Wie stehts mit der OFF-Isolation bei den nicht im Diagramm 
angegebenen 125khz für die ich den Baustein verwenden möchte?


Danke,

Hans

Autor: nixcheck (Gast)
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-20dB ist die Dämpfung. D.H. bei 125 khz > -60 dB sollte reichen. Muster 
kriegst du kostenlos bei Maxim  Aber bitte nicht Christophs ersten Tip 
mit dem Spannungsteiler auf 2,5V  und Koppel-C vergessen das brachst du 
warscheinlich auch bei dem MAX4066. Ich dachte das hättest du schon mit 
dem 4066 probiert ? Wenn nicht dann versuch erst mal das.
Gruß

Autor: smed (Gast)
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Hallo,
wuede mich interessieren ob das durchswitchen geklappt hat. Man liest 
hier und da ueber Leute die mehrereAantennen an einen Reader basten 
wollen, aber bisher habe ich noch nichts gelesen wie es einer geschafft 
hat.

Gruss
Smed

Autor: Knut Ballhause (Firma: TravelRec.) (travelrec) Benutzerseite
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Mit ´nem 74HC4067 geht es, der ist schnell und relativ zum normalen 
CD4067 niederohmiger. Man braucht allerdings eine negative 
Versorgungsspannung für den Schalter und entsprechend negative 
Ansteuerung der Auswahlpins. Die zu schaltende Spannung muß innerhalb 
von Vcc und Vee liegen (+-5V)

Autor: Helmut Lenzen (helmi1)
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Oder umschaltung ueber PIN Dioden

Beitrag "Schaltung für Antennenmultiplexer"

Gruss Helmi

Autor: Knut Ballhause (Firma: TravelRec.) (travelrec) Benutzerseite
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Ihr immer mit euren Pin-Dioden - die können auch nicht zaubern und die 
Ansteuerung mit dem Nutzsignal gegenüber überhöhter Spannung ist alles 
andere als einfach.

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Müsste das Teil hier nicht auch den Zweck erfüllen?

http://www.atmel.com/dyn/corporate/view_detail.asp...

Autor: Martin Laabs (mla)
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PIN Dioden sind bei 125kHz nicht so ganz gut weil die Rekombinationszeit 
schon in die Zeit der halben Periode fällt. Vielleicht gibt es ja schon 
sehr langsame - ich würde es aber nicht machen.
Wenn man mit der Isolation Probleme hat kann man auch einen weiteren 
Analogschalter zum Kurzschließen des Ausgangs benutzen. Kostet aber u.U. 
etwas Leistung vom Nutzsignal so die Dämpfung des Seriengliedes sehr 
klein ist. (Spielt aber z.B. keine Rolle wenn man einen Vorverstärker 
von zu viel Leistung der PA schützen möchte.)

Viele Grüße,
 Martin L.

Autor: Michael K. (kichi)
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Travel Rec. schrieb:
> Mit ´nem 74HC4067 geht es, der ist schnell und relativ zum normalen
> CD4067 niederohmiger.
Ist das eine Vermutung deinerseits, oder hast du das tatsächlich am 
Laufen? Ich würde auch gerne 2 Antennen an einen Reader anschließen, 
habe diesbezüglich aber schon recht widersprüchliches gelesen. Gerade in 
Hinsicht auf die erhöhte Spannung bin ich skeptisch...

Und sorry, dass ich das alte Ding hier rausziehe, aber das passt gerade 
so schön.

Autor: Knut Ballhause (Firma: TravelRec.) (travelrec) Benutzerseite
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Ich spreche aus Erfahrung. Die hohe Spannung entsteht erst im 
Schwingkreis der Antenne. Der Multiplexer muß lediglich die 
Erregerspannung aushalten. Diese ist freilich vom verwendeten Reader und 
vom Übertragungsprotokoll abhängig.

Autor: oszi40 (Gast)
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>Die hohe Spannung entsteht erst im Schwingkreis der Antenne.

Soweit diese Antenne RICHTIG abgestimmt ist. Bei totaler Fehlanpassung 
könnte das auch anders sein?

Autor: Michael K. (kichi)
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Travel Rec. schrieb:
> Ich spreche aus Erfahrung. Die hohe Spannung entsteht erst im
> Schwingkreis der Antenne.
Sowas dachte ich mir schon - ich wollte da aber sichergehen.

> Der Multiplexer muß lediglich die Erregerspannung aushalten. Diese ist
> freilich vom verwendeten Reader und vom Übertragungsprotokoll abhängig.
Reader ist der EM4095 und Tag ist ein ISO11784/11785-Tag.

D.h. ich schließe den Multiplexer direkt an den EM4095 an und gehe von 
dort aus an die Schwingkreise, richtig?

Autor: Knut Ballhause (Firma: TravelRec.) (travelrec) Benutzerseite
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>D.h. ich schließe den Multiplexer direkt an den EM4095 an und gehe von
>dort aus an die Schwingkreise, richtig?

Mehr oder weniger, eventuell mußt Du die Spannungspegel per Trial and 
Error noch anpassen und die Antennenschwingkreise etwas variieren, aber 
mit genug Zeit zum Probieren und einer guten Messapparatur wird´s schon 
werden. Übrigens gibt es bei MAXIM auch einige Analogschalter auch in 
kleinem Gehäuse, die recht niedrige RDSon und hohe Durchlasspannungen 
haben. Einfach mal die parametrischen Tabellen durchgucken.

Autor: Michael K. (Gast)
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@ Travel Rec.
Kannst du einen Multiplexer für die Benutzung von einem EM4095 mit 2 
Antennen empfehlen? Wäre der 74HC4053 hierfür geeignet?

Wie hast du das mit dem Umschalten gelöst? Den Reader-IC schlafen 
gelegt, die Antenne gewechselt und den IC anschließend wieder geweckt, 
oder einfach während des Betriebs die Antenne gewechselt?

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