Gibt es hier Leute, die Interesse und ev. Erfahrung haben ein
Dopplerradar mitzuwirken?
Ich habe zwar grundsätzlich eine Ahnung wie das funktioniert, habe sowas
aber noch nie praktisch umgesetzt. Was ich mitbringe ist einiges an
Erfahrung in der Signalverarbeitung, aber leider nicht in der
Hardwareausführung.
Michi
Für Dopplerradar gibt's aber schon ganz nette fertige Module, die
einfach CW senden und die niederfrequenten Mischprodukte am Ausgang
abliefern.
Wenn Dopplerradar, dann heisst das für mich Geschwindigkeitsmessung,
nicht Entfernungsmessung, richtig?
Was soll denn gemessen werden? Wie schnell der Nachbar seine Hofeinfahrt
befährt, oder ein Flugzeug in ein paar Kilometern Höhe? Oder bloss so
ein Radar-Türöffner?
An welche Reichweite hattest du dabei gedacht? Die legal möglichen
Sendeleistungen setzen dem schnell ein Ende. Interessanter fände ich ein
passives Radar, z.B. auf Basis von DVB-T. Leider gibt's hier keinen
geeigneten Sender in der Nähe, sonst hätte ich das schon längst mal
ausprobiert.
also mir schwebt for ein Radar vor, mit einer Reichweite von ca. 40m um
zb. vorbeifahrende Autos vermessen zu können. Ich habe mal Fotos
gesehen, wo sowas auf einer ca. 10x10cm Printplatte aufgebracht war und
wo der Ausgang zwei Sinus waren, deren Phasenverschiebung prop. zum
Dopplereffekt war.
Auch an passives Radar hab ich schon gedacht, nur ist der Aufwand
Softwre und hardwaremässig doch noch um einiges größer, soweit ich das
verstanden habe.
michi
@Bernhard: Ich hatte überlegt mir ein USRP zu kaufen
(http://www.ettus.com/custom.html) und damit ein wenig zu
experimentieren, aber ohne geeigneten Sender in der Nähe macht das
keinen Sinn.
@Misch: dafür kommt man darum herum einen eigenen Sender zu bauen, was
sowohl rechtlich als auch technisch nicht so ganz einfach ist.
So sieht ein Flugfunk Navigationssender (112.3 MHz Berlin-Tegel) aus,
wenn man ihn mit USB empfängt und auf die Soundkarte gibt... deutlich zu
erkennen sind die Flugzeuge (waagerechte Linien sind der Sender selbst).
Bernhard: So sieht ein Flugfunk Navigationssender (112.3 MHz
Berlin-Tegel) aus, wenn man ihn mit USB empfängt und auf die Soundkarte
gibt... deutlich zu
erkennen sind die Flugzeuge (waagerechte Linien sind der Sender selbst).
Nicht schlecht, kannst Du mir ev. die Rohdaten zukommen lassen?
Ich würde gern ein aktives Radar machen, und dann in Kombination mit
einer Kamera vorbeifahrende Autos tracken, nachdem ich das Radar auf
einem Servos schwenkbar montiert habe. So ist zumindest die Idee. Nun
kann mir da jemand weiterhelfen?
michi
Michi: Welche Rohdaten meinst du? Von der Soundkarte gesampeltes wav
File? Müsste ich mal suchen... ist aber eine große Datei...
Wenn man ein Auto erfassen will, dann müsste der Radar-Puls sehr kurz
sein, damit der Empfänger nicht übersteuert wird, wenn er die Reflexion
empfangen soll. Das bedeutet große Bandbreite. Mein Soundkarten-Radar
würde vermutlich nicht funktionieren, wenn der Sender direkt neben
meiner Antenne stünde...
Man kann mit einem Dopplerradar auch die Enfernung messen. In diesem
Fall macht man einen Frequenzsweep und mischt das Zurueckkommende mit
dem Weggehenden. Eine konstante Entfernung fuehrt zu einem konstanten
Frequenzoffset. Die Frequenzerzeugung ist das Eine. Da kann man eine
GUNN nehmen. Die Frage ist eher, ob die zurueckkommende Leistung
genuegt. Dh man kann hinter dem Sender einen Verstaerker nehmen, oder
vor dem Empfaenger. Vernuenftigerweise arbeitet man mit Hohlleitern, die
minimal kurz sein sollen. Als Antenne weren fuer kleine Reichweiten
Hoerner und fuer Groessere Reichweisten Parabol genommen. 40m ist nicht
mehr Nahe. Das Problem mit dem Mikrowellenmaterial sind die Firmen, die
aus Fossilien bestehen. Dh, die Typen sind fast alle kurz vor der
Pensionierung und wenn die den Hoerer abnehmen, kostet es, wie sie es
sich noch als Militaerzulieferer gewohnt sind. Mittlerweile ist das
Militaer als Markt weggebrochen, die Stueckzahlen haben nochmals
abgenommen, und die Preise sind weit ueber dem Himmel. Selbst bauen...
Ja, kann man. Die paar Halbleiter sich lieferbar. Dan verbratet man
Monate mit Simulationen und Optimierungen von relativ trivialen Teilen.
Wenn man's gerechnet hat, hat man's noch nicht gebaut. Der lokale
Praezisionsmechaniker mit der CNC und der Funkererodiermaschine freut
sich auch ueber Einzelstuecke, ist ne Abwechslung.
Bernhard:Wenn man ein Auto erfassen will, dann müsste der Radar-Puls
sehr kurz
sein, damit der Empfänger nicht übersteuert wird, wenn er die Reflexion
empfangen soll. Das bedeutet große Bandbreite. Mein Soundkarten-Radar
würde vermutlich nicht funktionieren, wenn der Sender direkt neben
meiner Antenne stünde...
also ich glaube du spirchst von einem Pulsradar, was ich meine ist ein
kontinuierliches Radarsignal, will ja nur die Geschwindigkeit messen.
@passives Radar
und ja die wav datei wäre interessant
Es wäre ja interessant mittels Dopplereffekt auf die 3D Position eines
Flugzeuges zurückzurechnen, dass benötigt aber dann schon 4
Empfangsantennen, die örtlich von einander getrennt sind bzw.
anspruchsvolle hardware.
also nochmals habe mal ein foto gesehen wo so ein dopplerradar mit ca.
40m reichweite auf einer doppelseitigen printplatte implementiert war.
Weiss jemand wie man sowas macht?
2919: hast du so einen aufbau gemeint?
michi
Bernhard: Hey, das sieht nach YHFs SpecLab aus ! :) Ähnlich weit war ich
auch mal, die parallelen Linien schienen mir ein Übersteuerungsproblem
zu sein, aber ähnlich waren meine Ergebnisse (von Aschaffenburg aus
Rhein-Main belauscht) auch. Toll wäre es, für diese Zwecke den
Originalträger auszublenden (evtl. draufPLLen und mit inv. Polarität in
den RX einspeisen ?)
Leider kann ich nicht wirklich mehr reininterpretieren ausser die
Geschwindigkeit, mit der sich der Weg der am Flugzeug reflektierten
Welle ändert. Empfang mehrerer Kanäle (Sender mit unterschiedl.
Standorten) könnte da ein wenig mehr Informationen liefern?
Evtl. ist es möglich, anhand des Modulationsinhalts von Drehfunkfeuern
(sowohl auf dem direkt empfangenen als auch dem reflektierten Signal)
auch den Winkel des Flugzeugs zum DFF und die Winkelgeschwindigkeit
rauszufinden.
Ich werde diesen Fred hier im Forum mal im Auge behalten.
Und vor allem: Sind wir durch diese Philosophiererei schon Terrorlunken
?
Grüße,
Hendrik
Bernhard: das sieht ja besser aus als ich erwartet hatte. Ich hätte
gedacht dass die Reflexionen gegenüber dem direkten Empfang völlig
untergehen. Ist das eine Richtantenne, oder hast du sonst HF-technisch
irgendwelchen Aufwand betrieben?
Hendi(dg3hda) wrote:
> Leider kann ich nicht wirklich mehr reininterpretieren ausser die> Geschwindigkeit, mit der sich der Weg der am Flugzeug reflektierten> Welle ändert. Empfang mehrerer Kanäle (Sender mit unterschiedl.> Standorten) könnte da ein wenig mehr Informationen liefern?
Da könnte man eine Art Community-Projekt draus machen: mehrere Leute mit
Empfängern empfangen Daten an verschiedenen Standorten, und die Daten
werden irgendwo zusammengeführt und ausgewertet.
> Und vor allem: Sind wir durch diese Philosophiererei schon Terrorlunken> ?
Im Gegenteil: das ist eine Bürgerwehrinitiative gegen drohende
Luftangriffe aus dem Iran ;)
Hallöle michi
ohne genau zu wissen was du vorhast gebe ich mal folgende
Aspekte zu bedenken.
1. Gehnemigungsfrei sind nur wenige Freqenzen nutzbar. Diese sind in
Sendeleistung und verfahrenstechnisch weiter stark eingeschränkt.
Radar ist aus leicht nachvollziebaren Gründen seither und mutmaßlich
auch zukünftig im Citizenfunk meines Wissenstandes in Europa nicht
dabei.
(Hobbymetreologen In den USA betreiben soetwas ganz offensichtlich mit
gewaltigem Aufwand. Stichwort Tornadojäger)
2. Unter diesen Bedingungen kannst du nen Mikrowellenradar mit der
angestrebten Leistungsfähigkeit sicher nicht betreiben. Die reflektierte
Leistung wäre zur Auswertung zu gering.
3.unter Vverletzung des Strahlenschutzes und der einschlägigen Gesetze
ließe sich eine Mikrowelle mißbrauchen. Wovon ich dringend abrate und
dieß auch nicht weiter erörten werde!
4. Man könnte jedoch die PMR-Freqenzen missbrauchen und mit der
Leistung hinkommen.
440MHZ sind Zwar keine mikrowelle aber weit besser geeignet als alles
andere. Eine entsprechend Richtantenne Yagi(Lamda/2 ~ 34 cm ) sollte
realisierbar sein.
PMR Funken sind meines Wissens gehmigungsfrei und wenn du nur den Träger
tastest während das mikro zu ist Oder abgeklemmt(besser kurzgeschlossen)
so solltest du das gröbste diesbezügliche Problem auch der
Frequenzstabilität schon umschifft haben
Ein geregelter DRM-Empfänger liefert ein entsprechend breitbandiges
Echosigal konstanter Amplitude dessen Frequenzabweichung proprtional der
Geschwindigkeit des das Echo erzeugenden Objektes ist. Dies schickst du
über eine Tiefpass und erhälst nach Amplitudendemodulation eine
geschwindigkeitsproportionale Spannung.
Um den Empfänger nicht zu übersteuern ()erblinden zulassen werden bei
Professionellen und Militärradar sogenannte SEndeempfangsumschalter
verwendetet und die Burst zeitlich begrenzt. nur in den Burstpausen wird
empfangen.
In radarurzeiten hat man den Sender einfach räumlich vom empfänger
entfernt aufgebaut.
In deinem Fal würde ich getrennte Antennen mit guter Bündelung auf den
Zielbereich verwenden, welche so angeordnet werden, das sie sich
möglichst wenig übersprechen. Im günstigsten Fall sollte das dierekt
empfangene Signal ca. der maximalen Echointensität entsprechen. Und
währe vor dem empfänger durch eine Sperrkreiss zu unterdrücken.
Alternativ kaufst du dir nen Mercedes mit echtem Abstandsradar (das
beinahltet all Deine Wüsche) und parkst ihn mit eingeschaltetem Radar an
der Straße wenn der dann die Bremmse im Stillstand betätigt, war der
andere zu schnell. ;-DDDDD
Hallo Andreas
Slbstenannte buergerwehrler mit Blockwartsmentalität sind bei vielen
bürgern und beim staat generel so beliebt wie Terrohanseln, gar nicht!
Selbst Amateuren ohne jeglche politische absicht können sich des
misstrauens aller ambitionierten Seiten nicht sicher sein. Wie jene
Italienischen Brüder welche, alle möglichen Frequenzen der russischen
und Amerikanischen Weltraumprojekte der 60er geknackt hatten. Unlängst
wurde im TV darüber berichtet. Denen haben die geheimdienste die bude
eingerannt. Jede seite Hat sie versucht vor ihren karren zu spannen und
zu zensieren. Und die haben nur empfangen und unzensierte Zeugnisse der
empfangenen Funkverkehrs veröffentlicht.
Gruß Winne
http://de.wikipedia.org/wiki/PMR-Funkhttp://de.wikipedia.org/wiki/Short_Range_Deviceshttp://www.elektrotechnik-fachwissen.de/nachrichtentechnik/frequenz-wellenlaenge.php
in sachen Direktmisempfänger gibt es vieles im Amateurfunkbereich
zulesen
klar gibt es kaum direkt auf auf 446mHz zugechnittenes aber ein
empfänger fürs 70cm band sollte sich leicht anpassen lassen
zum thema richtannen lese mann bei Rothammel nach
wer mit Radar arbeiten will sollte zumindest die Grundlagen der
Hftechnik und gängige Verfahren intensiv studieren ausführlicheliteratur
hinweise würden dieses forum sprengen.
PS ich habe zu DDR Zeiten an einem Schiffsluftzileradar (FUT-B) gesessen
17KW Impulssendeleistung 445Khz Impulsfolgefrequenz sowie an einem
Kombiniertem See und Luftzielradar (MR4000) Reichweite 300 SeeMeilen
Beides waren klassiche Impulsradars.
Dopplermessungen haben wir bei den Hydroakustikern genutzt um mit
unserer U-Jagd- und Lenkwaffenfregatte auch U-Boote verfolgen zu
können. Hier konnten nur wenige messungen in kurzer zeit erfolgen,
weshalb man aus eder messung möglchst viele Parameter gewinnen musste.
>Hendrik: Hey, das sieht nach YHFs SpecLab aus ! :) Ähnlich weit war ich
auch mal, die parallelen Linien schienen mir ein Übersteuerungsproblem
zu sein, aber ähnlich waren meine Ergebnisse (von Aschaffenburg aus
Rhein-Main belauscht) auch. Toll wäre es, für diese Zwecke den
Originalträger auszublenden (evtl. draufPLLen und mit inv. Polarität in
den RX einspeisen ?)
Ja, genau das Programm ist es. Mit den Übersteuerungen: Die VOR Sender
sind ja mit 30Hz moduliert, zwei der Seitenbänder sind also ganz normal,
nur die äußeren Linien bei +/- 60Hz könnten Übersteuerungen sein, dafür
spricht, dass sie deutlich schwächer werden, wenn ich den RF Gain
reduziere. Wären dann Mischprodukte 3. Ordnung, also f_Träger +/-
2*f_Seitenband. Erstaunlicherweise sehe ich selbst mit der verringerten
Verstärkung immer noch Reflexionen von Flugzeugen.
>Hendrik: Leider kann ich nicht wirklich mehr reininterpretieren ausser die
Geschwindigkeit, mit der sich der Weg der am Flugzeug reflektierten
Welle ändert. Empfang mehrerer Kanäle (Sender mit unterschiedl.
Standorten) könnte da ein wenig mehr Informationen liefern?
Coole Idee... könnte man versuchen... zwei Empfänger, und dann in stereo
über die Soundkarte. Ich vermute allerdings, dass die Flugzeuge die ich
sehe sehr nah am VOR-Sender vorbeifliegen. Schliesslich steht er ja
direkt auf dem Rollfeld! Ob man mit einem VOR-Sender eines anderen
Flughafens die gleichen Maschinen sieht...glaube eher nicht...evtl.
nimmt man den Träger eines Volmet-Senders...das wäre eine Idee, der wird
einen leicht anderen Standort haben als der VOR, aber trotzdem noch auf
dem Flughafen stehen.
Ich habe einige Kurven, die immer wieder auftauchen, und ich vermute
dass es sich um startende und/oder landende Flugzeugt handelt, weil ich
meine da die Beschleunigungsphase zu sehen, dann das Abheben
(Plateaubildung meiner Kurve)... Meinungen? Ich hänge mal einen
Bildausschnitt mit an, das Plateau liegt bei etwa 50Hz vom Träger
entfernt, also entsprechend rund 480km/h "Wegstreckengeschwindigkeit".
Zum Vergleich: Eine 737 hat eine Startgeschwindigkeit von 230km/h. Ach
die Dauer meiner "Startphase" von knapp einer Minute kommt etwa hin...
>Hendrik: Evtl. ist es möglich, anhand des Modulationsinhalts von Drehfunkfeuern
(sowohl auf dem direkt empfangenen als auch dem reflektierten Signal)
auch den Winkel des Flugzeugs zum DFF und die Winkelgeschwindigkeit
rauszufinden.
Ich fürchte das wird schwierig, ich sehe hier eigentlich nur die
Reflexion des Trägers, das Seitenband sehe ich manchmal als schwache
Spur daneben, davon müsste man die Phasenlage auswerten... halte ich für
problematisch...
>Andreas: das sieht ja besser aus als ich erwartet hatte. Ich hätte
gedacht dass die Reflexionen gegenüber dem direkten Empfang völlig
untergehen. Ist das eine Richtantenne, oder hast du sonst HF-technisch
irgendwelchen Aufwand betrieben?
Gut, nun ist der Flughafen Tegel nur etwa 5km von mir entfernt.
Möglicherweise liegt die relative Stärke der Reflexionen daran, dass der
VOR Sender auf Bodenhöhe steht (Gib mal 52 33' 41.4"N,13 17' 15.2"E in
GoogleMaps ein), und erheblich höherer Dämpfung durch Gebäude (5km
Innenstadt) unterworfen ist, als die Flugzeuge in der Luft. Wundern
würde es mich nur, wenn ich wie oben angesprochen tatsächlich startende
Maschinen sehe, wenn sie noch auf der Rollbahn beschleunigen. Oder
reicht die Heckflosse der Maschine aus, um in einigen Metern Höhe über
Grund schon deutlich besser rüberzukommen als der VOR-Sender selbst? Ich
weiß es nicht. Ich benutze keine Richtantenne, sondern einen Lambda/4
Strahler (Teleskopantenne). Das ganze im 1.Stock. Also Null HF-Aufwand.
>Im Gegenteil: das ist eine Bürgerwehrinitiative gegen drohende
Luftangriffe aus dem Iran ;)
LOL!
hm, so exakt habe ich mich garnicht an die auswertung rangewagt (exakt
geschwindigkeiten messen, startgeschwindigkeiten...) aber - gut !
Mit den Mischproduktabschätzungen bin ich soweit auch einig. Ich würde
jetzt an deiner Stelle anfangen zu experimentieren, wo man dämpfen
sollte um das beste Schrott/Nutzsignalverhältnis hinzukriegen:
Mixereinstellung der Soundkarte, NF- oder HF-Pegel runter. Und das 30 Hz
Signal... eins in AM und eins auf einem Unterträger sind ja wohl die
Winkelbestimmung des VOR, vielleicht kannst du wenigstens die
Winkeldifferenz zwischen dir und dem Flugzeug aus Sicht des VOR
ausmachen. (Deine kennst du ja absolut, sollte das Referenzsignal
unnötig machen.) Dann ist auch abschätzbar ob es um solche auf der
Landebahn geht oder in der Luft.
Zu den Pegelunterschieden (schwacher Direktempfang, rel. starke
Reflexionen) würd ich sagen daß VORs evtl. ein leicht nach oben
geneigtes vertikales Richtdiagramm haben könnten um noch von
überfliegenden Flugzeugen in der Nähe gut gehört zu werden und dadurch
über dich wegstrahlen. Reflektionen dürften eher streulicht sein.
Als mögliche Empfängerplattform fällt mir nur eins ein: Zwei
DSB-Empfänger mit NE612 :-)
Gruß Hendi
Die Ideen sprießen.
Die Reichweite lässt isch mittels eines Korrelationsverfahrens noch
erhöhen. Es wird kein Impuls sondern ein Chirp-burst gesendet.
Das empfangene Signal wird durch ein Pulskompressionsnetzwerk geschickt.
Dieses Netzwerk vergrößert den Burst!
Oder ein anderes Signal den Impuls aufmodulieren und dann im Empfang
suchen.
Korrelationsverfahren.
Ich hab mich auch schon mal vor einiger Zeit mit dem Passivradar-Zeugs
beschäftigt und finde das sehr interessant. Es gab übringens auf dem
22C3 einen interessanten Vortrag dazu, die haben da auch mit dem USRP
rumgemacht. Folien und das Video vom Vortrag gibts hier:
http://events.ccc.de/congress/2005/fahrplan/events/543.en.html
Eins der Grundprobleme ist ja, daß das reflektierte Signal extrem
schwach im Verhältnis zu dem direkt empfangenen ist, d.h. das ideale
Passivradar-System, das nur aus einem Rundstrahler, evtl. Downconverter
und ADC plus massig Rechenleistung (FPGA anyone?) besteht, muss einen
extrem hohen Dynamikumfang haben.
Eine meiner Ideen wäre nun, das Direktsignal mit einer extrem
gerichteten Antenne zu empfangen und nach einstellbarer Abschwächung auf
einen einstellbaren Phasenschieber zu geben und mit dem reflektierten
Signal (von einer Rundstrahlantenne) zu mischen. Wenn man beide
Parameter (Abschwächung, Phase) richtig einstellt, ev l. auch
automatisiert mit uC usw., dürfte sich das doch auslöschen und man kann
das schwache Nutzsignal kräftig verstärken, ohne das es zu
Übersteuerungen kommt.
Nach diesem Prinzip gibt es auch im Amateurfunk so ein Kästchen, nennt
sich glaubich QRM-Eliminator, ein Bauvorschlag ist u.a. hier:
http://www.mydarc.de/dh3wl/dk9nl/X-Phase-Dateien/X-Phase.htm
Da klemmt man auch eine zweite Hilfsantenne an, die nur den örtlichen
Störnebel empfängt, der wird phasenverschoben mit dem Signal der
eigentlichen Antenne gemischt, so daß die Störsignale ausgelöscht
werden.
Eine zweite Idee, wenn man den genauen Aufbau des Sendesignals, bzw.
Teile davon kennt (z.B. bei GSM die Synchronisationsbursts, DVB wird
auch irgendeine eindeutige Kennung beim Start eines Frames haben),
könnte man diese nicht selbst erzeugen und dann mit einer intelligenten
Korrelation um 180 Grad gedreht mit dem empfangen Signal mischen?
Fraglich ist, ob man das so genau hinbekommt, da bleiben bestimmt
Artefakte ürbrig. Vielleicht können die anwesenden Funker/HF-Experten
mal was dazu sagen.
Gruß,
Stefan
Achja, mit "Mischen" meine ich natürlich oben nicht das Übliche in der
HF-Technik (mathematisch: Multiplikation), sondern eine Addition.
Bei beiden Methoden würde diese noch vor dem Empfänger möglichst rein
passiv vorgenommen, so daß es zu keinerlei Verzerrungen/Intermodulation
usw. kommen kann.
Es muss ein getastetet Signal sein. Sonst muss die Dynamik sehr hoch
sein. Die Laufzeit ist 3,3ns pro Meter. Es fehlt auch die Entferungs
Information bei einer continous Wave. Geräte in den ISM Bändern dürfen
nur 10% der Zeit auf Sendung sein. Einfach um einfachen Geräten, wie der
Türöffner am Auto auch eine Chance zu geben.
Moin moin,
Radar ist ja recht nett. Aber für euer Vorhaben reicht auch der
Dopplereffekt im Audiobereich. So werden z.B. in der F1 die geschwindigl
keiten gemessen. Es gibt gute lösungen die mit Laptop und Soundkarte
auskommen. Googlet mal im zusammenhang mit Modelflugzeugen, da misst man
die Fluggeschwindigkeit genau so.
gruss HGS.
Alles was ihr hier geschrieben habt ist sehr interessant.
Möchte allerdings einen Aktiv Radar Reflektor für meinen Katamaran
(Schifffahrt) bauen lassen, weil mir die Produkte die es schon gibt
einfach zu teuer sind. Ich brauche keine extras nur einen möglichst
einfachen aber starken Radar-Echo-Sender, damit mich auch jeder
möglichst sieht.
Hast du/ihr ein Schema oder Idee wie man so etwas bauen könnte ?