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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik LED-Matrix - Größenwahn oder nicht?


Autor: 2bl (Gast)
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Hallo Gemeinde,

angeregt durch den Besuch eines "Chemical Brothers"-Konzertes habe ich 
die fixe/dumme Idee eine LED-Wall zu bauen, natürlich hinreichend groß 
und mit 24 Bit Farbtiefe! So sah das ganze aus: 
Youtube-Video "The Chemical Brothers (live in Rome) Do it again"

Seit ich die Quadratmeterpreise Dieser Dinger kenne (vierstellig), ist 
die Idee noch präsenter in meinem Kopf...

Mir geht es jetzt darum: theoretisch (!) realisierbar oder nicht?

Ich habe bis jetzt folgende Denkansätze, ich würde mich über Meinungen, 
bessere Vorschläge, usw. freuen!
Das Argument "Zu viel Aufwand, Du Spinner" wird übrigens nicht 
akzeptiert, es geht (erstmal!!!) nur um eine "Machbarkeitsstudie" g

- Modularer Aufbau aus einzelnen 8x8-Matrix-Elementen, jedes mit einem 
eigenen Mikrocontroller (AVR)(Slave). Master generiert Daten für alle an 
ihm angeschlossenen Elemente

- 8x8-Matrix einfarbiger LED's kein Problem via Zeilenscanning und 8:1 
Überfahren der LED's, Schieberegister, Transistorarray, etc...

- 1. Problem: verwende ich RGB-LED's mit 4 Beinen und gemeinsamer Anode 
bzw. Cathode kann ich keine Mischfarben gleichzeitig auf einer LED 
ausgeben, Lösung: immer 3 verschiedene Zeilen gleichzeitig 
(abwechselnd?) scannen, je R, G und B?

- 2. Problem: Dimmen/24 Bit Farbmischen der LED's: will ich gleichzeitig 
via PWM Farben mischen, muss die Wiederholfrequenz so hoch sein, das 
selbst bei dunkelstem Tastverhältnis (1:256), Zeilenscanning (1:8) und 
Faktor 3 wegen 3 Farben noch kein Flackern zu sehen ist... Packt das der 
Mikrocontroller??? Videoausgabe soll mit 25 fps erfolgen...

- 3. Problem: Wie bekommt der Controller seine Daten? Welches BUS-System 
wäre zweckdienlich? UART? SPI? Wahrscheinlich packt der 
LED-Steuer-Controller nicht gleichzeitig auch noch das 'rausfiltern der 
für Ihn wichtigen Bildinformationen aus dem Datenstrom, also muss pro 
8x8-Element ein zweiter Controller für Diese Aufgabe her? Adressierung 
z.B. über DIP-Schalter...

- Holzhammer-Methode: Für jedes 8x8-Element muss ein "dicker" Controller 
à la Mega128 oder so her, der direkt 64 I/O-Pins spendiert (oder 32 bei 
1:2 Multiplexing?)

- Bereitstellen soll die Daten ein PC. Ausgabe über die Serielle 
Schnittstelle wird wohl zu langsam sein? USB?

Soweit meine bisherigen Überlegungen.
Weis jemand wie in etwa oben angesprochene komerziell erhältliche Module 
aufgebaut sind?

Viele Grüße und schönes Wochenende
  2bl

Autor: hubert (Gast)
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also du brauchst
8 x 8 RGBLEDs die 24 Bilder/sek liefern sollen,
dazu vll. 8 versch Helligkeitsstufen

8 x 8 x 3 x 24 x 8 =  36864 Bit/sek

Du brauchst für ein m²  ca 12 x 12 so Matrizen >>> 5 MBit/sek + Overhead


Ein Bus, der 6MBit/sek streamen kann, kein problem oder?

------------------------

Wenn du pro 8x8 Matrix ein Controller nimmst, kein Problem:

du nimmst Schieberegister als Porterweiterung, schiebst die Daten rein, 
machst die LEDs für n paar ms an, und dann das nächste Bild -> relativ 
hoher Duty cycle.

Also sollte machbar sein, wenn du Geld hast ;)


-hub

Autor: lontano (Gast)
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nicht nur der Quadratmeterpreis sondern auch die Stromversorgung ist 
happig
hoffentlich ist das nicht dein erstes Projekt...sonst faellst du 
naemlich auf die Nase ;-)

Autor: D. W. (dave) Benutzerseite
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Bekommen die für so eine Show Geld? Die machens richtig...
---

Berechne erstmal den Stromdurst einer Matrix, dann die Kosten für die 
ganzen LEDs, die ganzen µC.

"Machbarkeitsstudie"? Du siehst doch, dass es geht.

Autor: 2bl (Gast)
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@Hubert:

also nix mit Multiplexing sondern alle Daten eines Bildes in die 64x3 = 
192 Schieberegister?
Hmm, klingt interessant!

@David:

Also Stromdurst, Kosten und Aufwand für sagen wir mal die ersten 4 bis 9 
Dieser Elemente sind durchaus überschaubar. Das ganze auf 10mx7m zu 
erweitern ist natürlich eine ganz andere Sache, klar!
Sicher "geht das", aber geht der Nachbau zuhause auch ist die Frage ;)

Autor: lontano (Gast)
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zuhause !
zuhause ?
zuhause geht das Licht aus

Autor: Azrael (Gast)
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Also machbar ist alles mit genug geld.

Ich würde ev. einen Fpga andenken, und wenn du willst dahinter noch ein 
paar cpld als port-erweiterung(stichwort schieberegister.

Über was ich mir auch nocht gedanken machen würde ist, woher die Daten 
kommen. Wenn du nur ein Gif abspielen willst kannst du ja die daten im 
uC o.ä. ablegen. aber wenns echt video sein soll,...
schon mal dvi näher betrachtet? das wär wenigstens digital :)

also dreistellig wird das sicher, und ich meins nicht im unteren 
bereich. alleine die Materialkosten werden recht hoch.

- azrael

Autor: Kai G. (runtimeterror)
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Guckst du hier: http://chamaeleon.tothecore.de
und hier: http://rgb-led-matrix.blog.de/
und hier: Beitrag "Philosophiestunde Konstantstromquelle"

Wir bauen das voraussichtlich komplett mit AVRs auf. Geschätzter 
Kostenpunkt für 30 x 16 px (ohne Entwicklung und Prototypen) ca. 1000 
EUR - wenn wir nichts Drastisches übersehen haben.

Ach ja, *Abo!*

Autor: Peter Dannegger (peda)
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2bl wrote:
> Seit ich die Quadratmeterpreise Dieser Dinger kenne (vierstellig), ist
> die Idee noch präsenter in meinem Kopf...

Warum?

Als Bastler wirst Du bestimmt 10-mal soviel benötigen (und eventuell in 
die Tonne kloppen, weils nicht funktioniert).

Dir sollte es also finaziell entsprechend gut gehen, wenn Du so ein 
Projekt in Angriff nimmst.



Peter

Autor: T. H. (pumpkin) Benutzerseite
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OT, aber vllt für den Beitragsstarter interessant:

Ich habe hier noch zwei Netzteile zu liegen, ausgabaut aus einer alten 
Telfonzentrale/Serverschrank, Fabrikat Siemens PSU20S und PSU30S. Das 
20S kann 5V 100A DC, das 30S 5V 200A DC. Meines Wissens laufen beide, 
hab die aber nie getestet (anmachen im Leerlauf ist mir zu heikel). Bei 
Interesse mach einen Preisvorschlag: testicals öt gmx döt de.

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