Hallo,
Ich habe eine 5V Spannungsquelle. An einen Pin eines ICs sollen 0,5V
angelegt werden.
Ich möchte diese Spannung mithile eines Potentiometers oder eines
Festwiderstandes verkleinern.
Das kann man ja normalerweise mit dem ohmschen Gesetzt ausrechnen:
R=U/I= (U2-U1)/I = (5V-0,5V)/I = 4,5V / I
Aber was ist I? Nimmt sich der IC-Pin nicht automatisch den richtigen
Strom?
Muss ich den Strom wirklich erst mit einem Messgerät messen, um damit
weiterzurechnen?
Was spricht dagegen einfach einen Poti (z.B. 10k) zu nehmen den Pin mit
dem Schleifkontakt zu verbinden und einfach solange dadran rumzufrehen,
bis die Spannung richtig ist?
Danke,
Johannes
Das mit dem Poti kann man machen, allerdings könntest du das IC damit
zerstören.
Für den Fall ist ein Spannungsteiler besser geeignet, den man dann je
nach Stromaufnahme des ICs entsprechend niederohmig dimensionieren
sollte, damit die 0,5 V auch annähernd stabil bleiben.
Der Strom, der in den Eingang fließt, ist sehr klein, wenige µA. Man
setzt hier üblicherweise einen Spannungsteiler (<<dies sei dein
Google-Futter!) ein, der die 5V auf die 0,5V runterteilt. Der
Eingangsstrom kann dabei in den meisten Fällen vernachlässigt werden.
Vielen Dank.
Noch eine Frage: Warum könnte ich den IC mit dem Poti zerstören?
Nur wenn ich den falsch einstelle oder generell, weil dann der Strom zu
hoch wird?
Ich frage, weil ich Potentiometer in allen möglichen Größen da habe,
einzelne Festwiderstände für einen Spannungsteiler müsste ich erst
kaufen...
Danke!!
Johannes
Erstmal die Frage, für was brauchst du den diese 0,5 V ?
Ja, dein Denkansatz war prinzipiell richtig, weil zuviel Strom fließen
würde, allerdings haben IC´s sehr hohe Eingangswiderstände, da fließt
"kein" Strom.
In Wirklichkeit sind es einige µA oder nA.
Mach es mit einem Spannungsteiler. Du Hast ja Ugesamt und U1 und U2 R
kannst du selber bestimmen, halte dabei den Querstrom gering.
Beispiel 100kOhm
I = U / R --> 5 V / 100KOhm = 50µA
R0,5V = U2 / I --> 0,5 V / 50µA = 10kOhm
R4,5V = Rgesamt - R0,5V = 100Kohm - 10kOhm = 90kOhm
Wer nicht gerne selbst rechnet:
Beitrag "Spannungsteiler berechnen"
Ein Spannungsteiler dürfte für den Fall einer konstanten
Ausgangsspannung sinnvoller sein als ein Poti. Einige Festwiderstände
zur Hand zu haben lohnt sich ausserdem immer, wenn man was basteln will.
Sinnvollerweise eine mehr oder weniger komplette E-Reihe von z.B. 1R bis
1MR oder so... Das aber nur so am Rande.
Schreib' doch mal, um was für ein IC es sich handelt, bzw. wozu die 0.5V
dienen sollen.
Wenn ich 0,5 V an den Eingangspin des IC anlege, kommt bei einem
anderen Pin ein Strom I = U / I heraus, wobei sich dieses I eben aus dem
Quotienten der Spannung, die man an dem Eingangspin anlegt, und einem
Widerstand, der an einer anderen Stelle verbaut ist, berechnet.
Das ganze mache ich eigentlich nur, um es mal auszuprobieren.
Es ist eigentlich auch egal, ob ich jetzt 0,5V oder 2V anlege (maximum
ist 3V).
Eine Frage habe ich aber noch: Warum beharrt ihr alle auf eien
Spannungsteiler aus zwei Festwiderständen? Ein Poti ist ja im Prinzip
auch ein Spannungsteiler...
Und wenn ich erreichen will, dass die 3V nicht überschritten werde,
müsste es doch ausrechen, wenn ich davor noch irgendein Widerstand (z.B.
6 k Ohm) mache.
Nach dem Widerstand kommt dann der Poti und der Schleifkontakt kommt an
den Pin. Bevor ich den Schleifkontakt mit dem Pin verbinde, überprüfe
ich, dass da wirklich meine Wunschspannung ist.
Das sollte doch so funktionieren oder spricht was dagegen? Gibt es dabei
irgendeinen Nachteil gegenüber einem festem Spannungsteiler?
Vielen, vielen Dank,
Johannes
Mh, schade das niemand antwortet.
Meine Frage ist ganz einfach, wo der Unterschied zwischen einem
eingestellten Poti und einem Spannungsteiler ist.
Warum kann ich statt Spannungsteiler nicht auch einen Poti nehmen?
Johannes
Bau Dir über das Poti Deinen Spannungsteiler auf:
10k Poti sollte i.O. sein- Eingang auf +, Ausgang auf GND, Mittelabgriff
an den Portpin. Solange Deine 5V stabil sind, dann erreicht auch nur
max. 5V Deinen Portpin.
Es fliesst aber immer ein Querstrom über das Poti von 500 uA, was einer
Verlustleistung von 2.5 mW entspricht. Poti geht also nicht kaputt.
Ob Du nun einen Teiler über Festwiderstände, oder über eien Poti
aufbaust richtet sich nach Deinen Anforderungen....
Nochwas:
Zwischen Mittelabgriff und Portpin würde ich einen Schutzwiderstand (ca.
270 bis 1K OHM) einsetzen für den Fall, dass das Poti ganz zugedreht
ist und Dein Portpin zufällig gerade niederohmig ist => Kurzschluss
5V
|
-
| | 10k Poti
_ | |
Portpin--| 270 |--------------
------- | | \
| | Abgriff
-
|
GND
Du kannst auch "oberhalb" des Potis (Also in den Anschluss an +5V) einen
10k-Widerstand einbauen. Bei einem 10k-Poti kannst du dann eine Spannung
von 0 - 2.5V einstellen, damit sollte der Eingang geschützt sein.
Grundsätzlich gilt halt: Wenn ein Widerstand nicht verändert werden
muss/soll, dann verwendet man dafür auch kein Poti. Ansonsten spricht da
ja nix dagegeben. Potis sind halt mechanische Bauteile, die teurer und
störanfälliger sind als normale Widerstände.
So, ich habe das ganze mal mit einer LED ausprobiert:
An 5V habe ich einen 10k Ohm Widerstand gemacht, danach einen 10k Ohm
Potentiometer, danach eine LED.
Ich habe die Spannung parallel zu der LED gemessen und habe an dem Poti
rumgedreht.
Das Ergebnis: Ich erreiche 1,77 V Minimum und 1,81 V Maximum, also
gerade mal eine Spanne von 0,04 V!!
Woran liegt das? Was kann ich machen, um auf kleinere Werte und eine
größere Spanne zu erhalten?
Ich denke mal einen größeren Poti und Widerstand nehmen, oder?
Was würdet ihr da nehmen?
Johannes
@ Johannes (Gast)
>Das Ergebnis: Ich erreiche 1,77 V Minimum und 1,81 V Maximum, also>gerade mal eine Spanne von 0,04 V!!>Woran liegt das?
An deinem unsinigen Aufbau. Deine LED wirst du kaum zu einer nennenswert
anderen Flusspannung überreden können
> Was kann ich machen, um auf kleinere Werte und eine>größere Spanne zu erhalten?
Denk und rechne erstmal.
>Ich denke mal einen größeren Poti und Widerstand nehmen, oder?
Miss das Ganze mal ohne LED.
MFG
Falk
Flussspannung einer LED ca. 2V
Normale Led braucht ca. 10 bis 20 mA
5V Eingangsspannung
min. 10k Widerstand
max. 20k Widerstand
-und das alles in Reihe!
Wieso geht das nicht?
Also:
über die ersten 10k fallen 3V ab (5V-Flussspannung der LED)
Strom der durchfließt: I=U/R=3V/10K= 300uA -> da kann nichts leuchten!
bei 20k sind es dann nur noch 150uA
Wenn also eine LED an 5V leuchten soll, dann rechne mal, wie groß der
Widerstand sein muss:
R=dU/I=3V/10mA=300 OHM
Wofür brauchst Du jetzt eigentlich noch einen Spannungsteiler und einem
uC?