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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Mikrocontrollerboard basierende Firewall preiswert selber ba


Autor: Tobias S. (tosch32bit)
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Hallo Forum,

ich möchte demnächst selber eine preiswerte Firewall bauen und das Ganze 
dann als Open Source Projekt auf einer Homepage veröffentlichen. Als 
Software sollte FreeBSD (z.b. http://m0n0.ch/wall/ u. 
http://m0n0.ch/wall/facts.php) zum Einsatz kommen.

Hier nun die Eckdaten des Boards:

32 MB SDRAM
8 MB Atmel Serial Data Flash (Bootloader und Kernel)
Compact Flash Sockel
2 x Ethernet MAC 10/100 BaseT
2 X Serial Ports (Debug und Konsole)

Nun meine Frage, welchen Mikrocontroller würdet Ihr dafür nehmen. Hab 
für mich persönlich mal folgende drei Mikrocontroller ins Auge gefasst. 
Kann ruhig auch ein anderer sein, wenn ihr bessere Vorschläge habt.

AT91RM9200
AT91SAM9261
AT32AP7000

Bin schon gespannt über Eure Meinung.

Mit Dank im Voraus

Tobias S.

Autor: Rudolph R. (rudolph)
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Preiswert?
Vielleicht sehe ich das ja zu pessimistisch aber unter 50 Euro Material 
dürfte das nicht zu machen sein.

Gegen selber bauen wollen ist ja nichts einzuwenden - aber was hat das 
mit preiswert zu tun?

Autor: Bernd Rüter (Firma: Promaxx.net) (bigwumpus)
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Am besten nimmst Du einen uC der sehr kompatibel zum 386er Pentium ist, 
denn sonst wird das Linux wohl erst gar nicht laufen.

Autor: 6632 (Gast)
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Viel Glueck. Ich hab mir fuer 70 euro mal einen Ethernet/Ethernet Router 
gekauft und bin eigentlich zufrieden damit. An so'nem Projekt kann man 
schnell ein Mannjahr verbraten.

Autor: Wolfgang Birner (logox2)
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Nimm doch das 'ATNGW100 Network Gateway Kit' von Atmel als Referenz.

Das hat einen AT32AP7000 und 2 Ethernet-Ports. Vielleicht kannste das 
irgendwie abspecken. Ein Linux gibts, wenn ich mich nicht täusche, von 
Atmel glaub auch schon dafür.

Link: http://www.atmel.com/dyn/products/tools_card.asp?t...

MfG
Wolfgang

Autor: Neubi (Gast)
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hey,

habe selbst gute erfahrung mit dem AT91RM9200 und linux. performance vom 
internen cache so an die 200mips ... also mehr als ausreichend für eine 
feuerwand !
die anderen uC kenn ich leider nur vom DB

Am besten nimmst Du einen uC der sehr kompatibel zum 386er Pentium ist.
  ... welch sinnloser beitrag :)

Autor: Andreas Auer (Firma: Embedded Microtec) (andi) Flattr this
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Bezüglich Controller würde ich entweder den AT91RM9200 oder den 
AT91SAM9260 verwenden. Diese beiden Controller gibts noch im PQFP 
Package (die anderen beiden, die du aufgelistet hast, gibts nur im BGA) 
und die kannst somit noch per Hand löten.
Außerdem haben die beiden bereits einen Ethernet MAC intern. Weiß aber 
nicht, ob es möglich ist den internen MAC mit 2 Ethernet Ports zu 
verwenden.

Anstatt des Compact Flash Sockels würd ich eher auf eine SD Karte gehen, 
da du für die CF noch externe Logik (Latches usw.) brauchst (zumindest 
beim AT91RM9200). Falls du die CF genommen hast, weil sie schneller ist 
als die SD... das ist relativ unerheblich für diesen Fall, da du das 
"Firewall Programm" im Grunde zur Bootzeit bereits ins RAM lädst und es 
dann sowieso dort exekutiert wird. Außerdem kann man sich überlegen, 
dass man Teile des Rootfilesystems nach dem Booten im RAM hält (Log 
Files usw.) und z.B. nur jede Stunde mal auf SD (bzw. CF) zurückschreibt 
(wenn man wirklich mehr Performance braucht).

Ahm... zur Software noch kurz... ich hab nur kurz die Website besucht, 
die du gepostet hast. Deshalb nur eine Frage bezüglich dieser "FreeBSD 
Distribution". Gibts diese Software bereits für die ARM Controller?? Da 
ARM Instructionset != x86 Instructionset musst du die Software mit einem 
Cross-Compiler erst für deine CPU kompilieren. Weiß nicht, ob du daran 
gedacht hast!?!? Deshalb meine Anmerkung dazu.

BTW. ich will dir dein Projekt nicht ausreden... ganz im Gegenteil... 
ich hab selbst ein Linux Board mit einem AT91RM9200 Controller gebaut, 
das in etwa deinen Spezifikationen entspricht, jedoch nur einen Ethernet 
Anschluss hat (dafür 64MB RAM). Bis jetzt läuft das Board noch ohne 
Ethernet (Bauteile sind noch unterwegs), aber schlussendlich möcht ich 
mein Board als NAS Device im Netzwerk verwenden (mit USB Festplatte).
Von den Kosten her gesehen liegst du mit einem Prototypen so um die 
80-100 Euro (denk ich).

mfg
Andreas

Autor: Tim T. (tim_taylor)
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Schau dir doch mal den WRT54GL von Linksys an.

200MHz CPU, 32 MB Ram, 8 MB Flash dazu noch einen 4 Port Switch, WLAN 
Modul und ein nettes Gehäuse samt Netzteil für 50 Euronen.
Die HW ist gut dokumentiert, gibt genug eigene Systeme dafür und mit nem 
Lötkolben kannst du auch eine Serielle Schnittstelle rauszaubern.

Und den Vorteil das es nach dem Auspacken direkt tut, bekommst Du 
kostenlos dabei.

Autor: Tobias S. (tosch32bit)
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Hallo,

@Rudolph R.:
Mit Preiswert meinte ich daß der Prototyp bei maximal €100,- liegen 
sollte.

@Wolfgang Birner:
Das Board hab ich mir auch schon angeschaut, aber wenn ich mich nicht 
irre, ist da µCLinux im Einsatz und das ist nicht gerade das, was ich 
möchte. Ebenfalls kommt da das selber machen etwas zu kurz (bin ein 
alter Bastler :-) ). Abgesehen von dem allen ist es sicher ein gutes 
Board und sogar um €89,- exkl. Versandkosten zu bekommen.

@Neubi:
Klingt soweit nicht schlecht. Kannst du deine Erfahrung mit dem 
AT91RM9200 etwas genauer beschreiben z.b. Eckdaten des Boardes (Projekt)

@Andreas Auer:
Mit dem PQFP Package hast du vollkommen recht, aber das BGA zu löten 
sollte sicher nicht unlösbar sein – habe da schon so manchen Tipp z.b. 
Pizzaofen u.s.w. gehört.

Der Compact Flash Sockel ist mir persönlich sympathischer, aber daß ich 
für den CF noch externe Logik (Latches usw.) brauch, (zumindest beim 
AT91RM9200) verstehe ich jetzt nicht ganz. Darrell Harmon's hat auf 
seinem Singel Board Computer (http://dlharmon.com/sbc.pdf) ja auch eine 
CF, oder macht er da die Logik mit dem FPGA?

Hab schon diverse Ports von FreeBSD inkl. U-Boot speziell für den 
AT91RM9200 gefunden. Diese könnte man sicher als Ansatz in Betracht 
ziehen. Das mit dem Cross-Compiler ist mir schon klar und sollte auch 
nicht das größte Problem sein, wenn doch sollte ich das Projekt lieber 
gleich sein lassen :-)

Dein NAS Device klingt recht interessant bin schon neugierig wie es 
läuft, wenn du die Netzwerkkomponenten bestückt hast.

@Tim T.:
Diesen Weg hab ich mir auch schon gedacht, aber ich will ja was selber 
machen (siehe oben Wolfgang Birner) aber trotzdem danke.

Autor: Andreas Auer (Firma: Embedded Microtec) (andi) Flattr this
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Hi

Bezüglich CF und Logik... du kannst es natürlich entweder mit 
konventionellen ICs machen, oder du packst die Logik in einen FPGA. Wie 
auch immer... du brauchst noch weitere externe Bauteile, die einiges an 
Platz brauchen. Und da Platinenfläche proportional zum Preis ist, könnte 
man Platz sparen wenn man ne SD bzw. in meinem Fall eine Micro-SD Karte 
nimmt.
Aber gut... da gehen die Meinungen meistens auseinander und das ist auch 
gut so (bringt vielfältige Lösungen hervor)!

Bezüglich BGA Package... ich kenn auch die "Lösungen" mit Pizzaofen usw. 
Erscheint mir aber so, als würde man einige Versuche brauchen um das 
ganze halbwegs vernünftig hinzubekommen. Ich versuch auch gerade eine 
Lösung dafür zu finden. Vielleicht kommt da auch was brauchbares raus 
(würde ein ARM9 CPU Modul werden). Aber das ist noch sehr weit weg!

mfg
Andreas

Autor: Bastler (Gast)
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Versorg einen Router mit neuer Software.

Google mal nach "Kamikaze" oder "OpenWrt"

Autor: Frank Erdrich (erdi-soft)
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100 Euro? Viel Glück. Je nachdem, wie deine Routingkünste sind, schaffst 
du es mit 2 Lagen, 4 sind aber eher als Pflicht anzusehen. Da wird 
alleine die Platine schon die 100 Euro verschlingen, mal ganz abgesehen 
davon, was das Flash und der RAM noch kosten (bin zwar auch dabei, so 
ein Board zu entwickeln, allerdings rechne ich mit ca. 200 oder mehr für 
nen Prototypen.)

Auf dem ATNGW100 läuft übrigens ein "echtes" Linux. Der Controller hat 
eine MMU und ist somit für das normale Linux geeignet. Atmel hat das 
Linux selbst angepasst, und wenn mich nicht alles täuscht, ist ein 
Großteil oder sogar alles davon in den aktuellen Kernel-Sourcen 
enthalten.

Autor: anybody (Gast)
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@ Tim T.

Der WRT54GL hat nur 16MB RAM und 4 MB Flash, fuer ein paar Euro mehr
gibt es einen Asus WL500GP, der hat 32MB RAM, 8MB Flash, 2*USB2.0 und
Wifi auf mini-pci. 
http://wiki.openwrt.org/OpenWrtDocs/Hardware/Asus/WL500GP

Ich weiss einfach nicht warum ueberall das Linksys Teil empfohlen wird 
....

Ansonsten sind auch die alix boards recht nett:
http://www.pcengines.ch/alix.htm

Ich denke nicht das es sich lohnt sowas selbst zu bauen.

Autor: Andreas Auer (Firma: Embedded Microtec) (andi) Flattr this
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@Frank Erdrich:
Ein ARM9 Board mit einem AT91RM9200 ist ohne Probleme auf 2 Lagen zu 
machen (hab ich vor mir liegen). Das ganze Board (CPU im PQFP208 
Gehäuse, 64 MB SDRAM, Ethernet PHY + RJ45 Buchse, JTAG Connector, 
Spannungsversorgung, USB Host, USB Device, Micro SD Slot und 512MB NAND 
Flash) ist 80x100mm (halbe Eurokarte) groß.
Damit kostet dieses Board bei Olimex ca. 25 Euro inkl. Versand. Da bist 
also noch weit weg von 100 Euro.

Jetzt kommen noch folgende Kosten hinzu:
1x CPU        15 Euro
2x SDRAM      20 Euro (wenn du sie teuer kaufst)
1x ETH PHY     7 Euro
1x RJ45        3 Euro
Kleinkram     20 Euro
Platine       25 Euro
---------------------
Gesamt:       90 Euro
=====================

Also so ein Board ist also ohne weiteres für 100 Euro herzustellen.

@anybody:
Also ich denke nicht, dass "tosch32bit" das Projekt machen will, weil es 
sich auszahlt/lohnt. Ich denke mehr als die Hälfte der hier 
vorgestellten Projekte haben andere Leute schonmal gemacht bzw. kann man 
von großen Firmen kaufen.
Wie gesagt, ich hab selbst auch so ein Board gebaut... einerseits, weil 
man das meiste lernt wenn man versucht sowas selbst zu realisieren und 
andererseits - der viel wichtigere Grund - weil es Spaß macht etwas zu 
erschaffen (Just for fun)!

mfg
Andreas

Autor: Tobias S. (tosch32bit)
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@Andreas Auer:
Daß du das ganze Board auf nur einer halben Eurokarte untergebracht 
hast, und das sogar nur mit 2 Lagen, finde ich, ist keine schlechte 
Leistung. Hast du bis jetzt noch kein Problem mit dem Board bez. EMV und 
24 Stunden Betriebsdauer? Frank Erdrich hat da nämlich nicht unrecht - 
mit 4 Lagen sind aber eher als Pflicht anzusehen -  in den meisten 
Datenblätter, dich ich bis jetzt studiert habe, werden sogar zum Teil 6 
Lagen empfohlen.

Bezüglich deiner Bedenken im Bezug auf den Pizzaofen, kann ich dir nur 
die Zeitschrift Elektor 12/2007 empfehlen, wenn nicht schon bekannt. Da 
wird im Artikel „Reflow Conrtol SMDs löten im Minibackofen“ 
(http://www.elektor.de/jahrgang/2007/dezember/reflo...) 
eine Lösung für die elektronische Regelung vorgestellt. Nur ganz kurz - 
als Kontroller verwenden sie einen AT89S8253-24AU der mit einem 64 x 128 
LCD verbunden ist und über eine MAX667SISA der Fühler.

@anybody:
Da kann ich mich nur Andreas Auer anschließen und ihn zitieren:

> Wie gesagt, ich hab selbst auch so ein Board gebaut... einerseits, weil
> man das meiste lernt, wenn man versucht so was selbst zu realisieren und
> andererseits - der viel wichtigere Grund - weil es Spaß macht etwas zu
> erschaffen (Just for fun)!

Sollte ich doch noch zum Entschluß kommen, das Projekt doch nicht selber 
zu machen, werde ich mir, mit ziemlicher Sicherheit, das ATNGW100 Board 
zulegen.

Autor: Andreas Auer (Firma: Embedded Microtec) (andi) Flattr this
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Stimmt schon... eine EMV Prüfung wird mein Board wahrscheinlich nicht 
positiv bestehen. Jedoch hatte ich noch keine Probleme mit der 
Stabilität.

Hatte es bis jetzt aber immer nur ein paar Stunden laufen (wird sich 
ändern sobald ich mich per SSH einloggen kann). Langzeittest existiert 
also noch keiner. Wird aber bald kommen!

mfg
Andreas

Autor: Michael B. (neuer_user)
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Oder dies hier:

http://pcengines.ch/alix2c0.htm

Für 80€ ein i386 kompatibles System mit zwei Ethernet-Kanäle. 
Stromverbrauch unter 5 Watt. Ideal für embedded Systeme, wie z.B. 
Firewalls.

Günstige Gehäuse gibt es auch dazu.

Autor: Tobias S. (tosch32bit)
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Hallo Andreas,

im Moment sieht es so aus, als ob wir zwei uns alleine unterhalten, aber 
was soll’s, ist auch recht.

Als Mikrocontroller werde ich zu 99% den AT91RM9200 einsetzen, da ich 
über den bis jetzt die meisten Infos gefunden habe, und weil er, wie du 
schon geschrieben hast, auch im PQFP Package erhältlich ist. Beim 
Ethernetkontroller bin ich mir noch nicht so sicher was es da werden 
soll. Zurzeit habe ich mich für folgende Hersteller entschieden, 
Davicom, SMSC oder Micrel.

Zum Zeichnen vom Schaltplan und der Layouts verwende ich bist jetzt 
Eagel. Sollte das Board doch aus 4 Lagen bestehen, kann ich das mit 
Eagel leider nicht mehr machen (habe nur die Freeware Version). Was 
könnt ihr mir für den Fall empfehlen?

mfg
Tobias

Autor: Andreas Auer (Firma: Embedded Microtec) (andi) Flattr this
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Hi

Hm... hab wohl die Benachrichtigung von dem Thread übersehen. Also ich 
setze als Ethernet PHY einen von Davicom ein DM9161A. Die Micrel 
Alternative gefiel  mir nicht, da man dort einen externen 2,5V 
Spannungsregler gebraucht hätte. Den Davicom Chip mit passendem RJ45 
Buchse (inkl. Übertrager) gibts z.B. bei http://www.embedit.de.

Ahm... bezüglich Eagle Alternative hab ihc mich in letzter Zeit auch mal 
etwas umgesehen. Es gibt ein OpenSource Tool namens KiCad. Das sieht mir 
ganz vernünftig aus. Hab jedoch noch nicht viel gemacht (nur mal 
ausprobiert). Für Eagle User ist die Bedienung allerdings 
gewöhnungsbedürftig. Ein Pluspunkt ist jedoch, dass man die Eagle Libs 
in das KiCad Lib Format übertragen kann (hab ich zumindest irgendwo 
gelesen).

mfg
Andreas

Btw. mein Board inklusive Ethernet funktioniert jetzt (teilweise unter 
http://microtux.homelinux.org zu erreichen). Jedoch hab ich momentan ein 
kleines Problem mit meinem USB Host Port (sieht nach einem unstabilen 
PLL Filter aus - mal schauen). Also vorerst kein NAS Server ;-).

Autor: Tobias S. (tosch32bit)
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Hi,
kein Problem, du antwortest ja eh immer prompt. Das mit dem externen 
2,5V Spannungsregler ist nicht ohne, ist mir noch gar nicht aufgefallen 
;-( , wenn es darum geht, um möglichst viel Platz zu sparen. Der Link 
von Emedit.de ist mir auch schon positiv aufgefallen, als ich nach dem 
ATNGW100 Board gegoogelt habe.

Werde mir mal das KiCad ansehen, ob man wirklich die Eagel Lib in das 
KiCad Lib Format übertragen kann. Sollte das der Fall sein, überleg ich 
mir, ob ich nicht gleich das Projekt mit KiCad machen werde. Werde dann 
meine Erfahrung damit, in einem der nächsten Thread´s posten.

He dein Board sieht echt super aus und die Performance ist auch nicht 
schlecht. Hast du alle Bauteile auf einer Seite untergebracht?

mfg
Tobias

Autor: Andreas Auer (Firma: Embedded Microtec) (andi) Flattr this
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Ich schau mir KiCad auch gerade an. Ich hab zwar eine Lizenz für Eagle, 
jedoch möcht ich eher auf die Opensource Schiene gehen (auch im Bezug 
auf Layoutentwicklung). Außerdem hab ich die Lizenz für Eagle nur für 
die Windows Version und nachdem ich schön langsam komplett auf Linux 
umsteigen möchte, wär das auf jedenfall ein guter und wichtiger Schritt.

Ahm... bezüglich Bestückung... ich hab einige Kondensatoren und 
Widerstände auf der Unterseite bestückt (vorallem Stützkondensatoren für 
den ARM9). Außerdem sind das serielle Dataflash zum Booten und ein (noch 
nicht bestücktes) NAND Flash auf der Unterseite. Ansonsten ist alles auf 
der Oberseite (macht auch die Bestückung einfacher).

mfg
Andreas

Autor: Tobias S. (tosch32bit)
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Hallo Andreas,
bin heute über den Thread von Oliver Döring „Preiswertes 
ARM9-Linux-Modul mit AT91SAM9261“ 
(Beitrag "Preiswertes ARM9-Linux-Modul mit AT91SAM9261") gestolpert. Wenn dieses 
Board mit einem zweiten Ethernet MAC versehen wird, wäre das Board doch 
auch für mein Projekt verwendbar, oder nicht? Da du auch in diesen 
Thread involviert bist, meine Frage, wäre es fehl am Platz wenn ich eine 
Post bezüglich eines zweiten Ethernet MAC machen würde?
Bezüglich Veröffentlichung des Projektes, als Open Source, müsste ich 
dann natürlich vorher mit Oliver Döring absprechen. :-)

mfg
Tobias

Autor: Andreas Auer (Firma: Embedded Microtec) (andi) Flattr this
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Hi

Stimmt, ich hab dort auch schon einige Postings gemacht. Jedoch hab ich 
mich in letzter Zeit etwas zurückgenommen.
Bezüglich zweiten Ethernet MAC... ahm... posten kannst du das natürlich, 
nur denke ich, dass Oliver Döring das eher nicht vorsehen wollen wird, 
da das Modul so klein wie möglich ausfallen soll und dafür alle IO Pins 
auf Stiftleisten verfügbar sein sollen. Geplant war eigentlich so eine 
Art CPU Core Modul, das man auf ein "Mainboard" stecken kann. Dann kann 
man das Modul relativ gut für verschiedene Aufgaben mit verschiedenen 
Hardware-Anforderungen einsetzen. Dementsprechend bin ich mit dem 
jetztigen Design dieses Moduls nicht ganz einverstanden. Aber gut... das 
ist eine andere Geschichte.

Aber wie gesagt... fragen kannst du ja mal wegen dem zweiten Ethernet 
Controller (kostet ja nichts).

mfg
Andreas

Autor: Tobias S. (tosch32bit)
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Hi

Denke auch das er den zweiten Ethernet MAC eher nicht vorsehen wollen 
wird, aber fragen kostet ja wirklich nichts.

„Aber gut... das ist eine andere Geschichte.“ Na dann erzähl mal die 
Geschichte, wie sollte deiner Meinung nach das Design für das CPU Core 
Modul denn aussehen?

mfg
Tobias

Autor: Andreas Auer (Firma: Embedded Microtec) (andi) Flattr this
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Naja... ich würde im Grunde nur die CPU (z.B. AT91SAM9261), das SDRAM 
(64MB), ein Dataflash zum Booten und einen Spannungsregler für die 
Core-Spannung vorsehen. Daneben sollten noch Steckverbinder drauf sein, 
über die ich das Board auf ein "Mainboard" stecken kann. Alle I/O-Pins 
sollten über diese Steckverbinder verfügbar sein. So hat man die 
wichtigsten (und meist unbedingt notwendigen) Komponenten direkt auf dem 
CPU Modul und alle weiteren Extensions sollten dann auf einem 
"Mainboard" verfügbar sein.

Z.B., für deinem Fall könnte man ein "Mainboard" entwerfen, welches z.B. 
den 4-Port Ethernet Controller beinhaltet und die Spannungsversorgung. 
In einem anderen Projekt will man vielleicht den integrierten LCD 
Controller mit einem Touch-Screen verwenden und verbaut auf dem 
"Mainboard" nur noch den Touch-Screen Controller und einen 
Steckverbinder für das Display. Wenn das Gerät dann z.B, auch noch Mobil 
eingesetzt werden soll, könnte man neben dem LCD Anschluss noch ein WLAN 
Modul bestücken und die Spannungsversorgung um eine Ladeelektronik für 
einen Lithium-Ionen Akku erweitern. Falls man einen "OpenMoko" Clone 
machen will, gibts auch GSM Module, die man verbauen könnte.

Also es gibt massenhaft Einsatzmöglichkeiten für ein derartiges Modul. 
Wobei IMHO ein Modul mit den wichtigsten Komponenten:
  1. billiger und
  2. kleiner ist.

Nachdem der AT91SAM9261 nicht mehr für jedermann lötbar ist, wäre so ein 
Modul gut geeignet für viele von uns, die einen kleinen effizienten 
"Computer" haben wollen und die trotzdem noch selbst ihre Schaltung 
herum bauen wollen (z.B. einen FPGA als Coprozessor).

Ich denke man erkennt, dass mich sowas interessiert. Und deshalb versuch 
ich auch selbst so ein Board auf einem 4-Layer Board (ca. 50x70mm) zu 
machen. Ein interessanter Part wird auf jedenfall die BGA Bestückung 
werden ;-).

mfg
Andreas

Autor: tom (Gast)
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@Andreas: In etwa dann sowas 
http://www.taskit.de/produkte/stamp/index.htm ? Wie weit bist du schon 
mit deinem Board? Hast Du schon Festlegungen getroffen, z.B. welche 
Steckverbinder Du benutzt? Wieviel RAM/ Flash Du darauf machst?

Autor: Andreas Auer (Firma: Embedded Microtec) (andi) Flattr this
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Ja genau sowas in die Richtung. Nur halt um die Hälfte günstiger... also 
so um die 50 Euro sollte machbar sein!
Steckverbinder weiß ich noch nicht genau, werden aber wahrscheinlich 
auch so Hirose Verbinder werden, da ich etwa 150-200 Pins rausführen 
muss/möchte und andere Steckverbinder einfach zu groß sind.
RAM sollen auf jedenfall 64 MB drauf (kosten etwa 10 Euro). Als 
Dataflash reicht normalerweise eine Größe von 2 MB und die NAND Flash 
Chips sind von der Pinbelegung relativ kompatibel... sollte also kein 
Problem sein da die Größe zu varieren (also von 128 MB bis 512 MB oder 
sowas in die Richtung). Anstatt des NAND Flash könnte man vielleicht 
auch einen MicroSD Adapter vorsehen. Die MicroSD Karten sind ja um 
einiges günstiger als die NAND Flash Speicher Chips selbst.

Nachdem ich vorerst den BGA Chip auch selbst löten möchte, muss ich auch 
mal schauen, ob ich einen PCB Hersteller finde, der mir mal einen 
Prototypen macht, damit ich meine BGA Bestückung und die Schaltung 
selbst testen kann. Also es gibt noch ziemlich viele ungeklärte Fakten 
und damit steht es momentan auch noch nicht an erster Stelle meiner TODO 
List.

mfg
Andreas

Autor: tom (Gast)
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2MB? Ist das ein Schreibfehler? Ist das nicht arg klein? Wenn du NAND 
Flash nimmst wie bekommst Du dann dein Linux da rein? Gibt es 
SDCardenHalter die Schockresistent sind?

Autor: Andreas Auer (Firma: Embedded Microtec) (andi) Flattr this
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2MB ist kein Schreibfehler... 2MB sind als Dataflash gedacht aus dem 
wird gebootet (soviel ich weiß, kann der AT91SAM9261 nicht direkt von 
NAND Flash booten). D.h. dort ist auf jedenfall der First- (z.B. Darrel 
Loader) and Second-Stage (Das U-Boot) Bootloader. Den Kernel würd ich 
zumindest am anfang auch noch dorthin packen. Aber da hat man dann schon 
mehr Spielraum.

Als Root-Filesystem braucht man dann natürlich etwas mehr Platz. Dafür 
wäre dann noch ein extra NAND Flash bzw. ein SD Card Halter vorhanden.

Keine Ahnung, ob es schockresistente SD Card Halter gibt.

mfg
Andreas

Autor: Tobias S. (tosch32bit)
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Hallo Andreas,

was meinst du, wo hab ich die bessere Performanz beim AT91RM9200 mit 
zwei Ethernet MAC´s? Wenn ich einen interne über DM9161E anbinde und den 
zweiten Ethernet MAC mit einem DM900 über den EBI anbinde oder wenn ich 
gleich zwei DM900 über den EBI anbinde.

mfg
Tobias

Autor: Andreas Auer (Firma: Embedded Microtec) (andi) Flattr this
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Das ist schwierig zu sagen. Hab mir darüber noch nie Gedanken gemacht. 
Viel Unterschied wird man glaub ich in der Praxis auch nicht merken. 
Aber ich denke, dass die getrennte Anbindung (also einmal über MII und 
einmal über EBI) besser sein könnte, da du dann ein Device vom EBI weg 
bringst und damit den Bus etwas entlastest, nachdem dort ja auch auf die 
SDRAM zugegriffen wird.

Aber wie gesagt... nur eine Vermutung.

mfg
Andreas

Autor: Tobias S. (tosch32bit)
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Hallo Zusammen!

Aktueller Stand ist, das ich mich zu 90% für die Auswahl der Bauteile 
entschieden habe. Das Projekt hat aber zurzeit nicht die Priorität 1, da 
ich seit 11 Tagen Stolzer Papa unseres Sohnes bin.

Melde mich sobald es wieder fortschritte beim Projekt gibt.

Viele Grüße
Tobias

Autor: Andreas Auer (Firma: Embedded Microtec) (andi) Flattr this
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Hi

Gratulier dir zum Vaterglück ;-)! Welche Bauteile hast du dir jetzt 
ausgesucht??

mfg
Andreas

Autor: Avr Nix (avrnix) Benutzerseite
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Herzlich Glühstrumpf! Jetzt ist das Projekt 90% bestimmt verschoben ;-)

Der Stammhalter braucht auch den Papa. Viel Glück und das alles gut 
geht!

Autor: Tobias S. (tosch32bit)
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@Andreas Auer:
2 x HY57V281620HCT-H (hab ich noch in der Bastelkiste und sind Pinkomp. 
zu MT48LC8M16A2)
1 x DM9161A
1 x LAN9118 (oder doch LAN91C111 aus der Bastelkiste

Wenn ich von Jörn eine 9260 abbekomme nehme ich den, ansonsten den 9200

@Avr Nix:
Vielen Dank, Glück kann mann immer brauchen. Da hast du wohl nicht 
Unrecht mit "Projekt 90% verschoben" ;-)

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