Hallo,
ich habe zwar hier schon einige Lüfterregelungstechnische Probleme
durchgelesen, aber davon hat nicht direkt ein Thema auf mein Problem
gepasst.
Ich will mit einem Mega168 die Drehzahl eines Papst Lüfters vorgeben.
Dazu wird die Drehzahl gemessen, ein Ist-Wert vorgegeben und das PWM
dementsprechend nachgeregelt. Die Schaltung vom Leistungsteil habe ich
im Anhang.
Das Problem ist nur eine saubere Drehzahlmessung. Wenn ich das
Signalkabel wie im Datenblatt (Anhang!)mit einem Pullup beschalte, habe
ich das Problem, dass ich im PWM Betrieb immer das Problem das mir das
Rechtecksignal der Drehzahl verrauscht. Würde ich einen n-Kanal Mosfet
hernehemn, so würe ich permanent die GND verbindung unterbrechen und im
Prinzip nur meine PWM frequenz messen.
Ich wäre über Tipps sehr dankbar. Ich kann evtl im Laufe des Tages mal
ein Oszibild vom Drehzahlsignal nachliefern.
MFG
Thomas
Hier noch das Datenblatt vom Tachosignal. Hie sollte das Problem
ersichtlich werden, dass ich nur ein GND Kabel habe für Motorwicklung
und Drehzahlsignal.
Hi,
wie hoch ist denn die Taktfequenz? ich habe bei einer ähnlichen Lösung
nach dem Mosfet eine Spule mit 1500µH und an Stelle der 2* 1000µ 1*220µF
Gruß, R.N.
@ Thomas (Gast)
>Ich will mit einem Mega168 die Drehzahl eines Papst Lüfters vorgeben.>Dazu wird die Drehzahl gemessen, ein Ist-Wert vorgegeben und das PWM>dementsprechend nachgeregelt. Die Schaltung vom Leistungsteil habe ich>im Anhang.
Mal abgesehen davon, dass er Schalplan ein wenig unübersichtlich ist.
- Die meisten Lüfter vertragen keine PWM, weil sie elektrisch kommuiert
werden. Hier braucht man eine klassische analoge Steuerung. Kann man so
machen
http://www.mikrocontroller.net/articles/Pulsweitenmodulation#DA-Wandlung_mit_PWM
- deine messung des tachosignals ist viel zu kompliziert. Einfach einen
10K Pull-Up dran und direkt an deinen AVR.
>ich das Problem, dass ich im PWM Betrieb immer das Problem das mir das>Rechtecksignal der Drehzahl verrauscht. Würde ich einen n-Kanal Mosfet
Das verrauscht nicht, du bringst den armen Motor und die Elektronik da
drauf vollkommen aus dem Takt. Speise mal mit einer konstanten Spannung
und staune.
>hernehemn, so würe ich permanent die GND verbindung unterbrechen und im>Prinzip nur meine PWM frequenz messen.
GND darfst du so oser so nicht unterbrechen, dann hat die Elektronis
keinen Saft mehr. Und mit dem Tachosignal ist es auch Essig, das ist
nämlich Open Collector.
Ausgangsstufen Logik-ICs
MfG
Falk
Falk hat (wie so oft) Recht, hier muss eine Analoge Steuerung her.
Ich weis nur nicht, ob ich den Motorstrom oder die Motorspannung regeln
würde.
Beides sollte ja theoretisch möglich sein, oder?
>Ich weis nur nicht, ob ich den Motorstrom oder die Motorspannung regeln>würde.>Beides sollte ja theoretisch möglich sein, oder?
Aber nicht bei den
>Papst Lüfters.
Solche (elektronisch kommutierten) Motoren sind so konstruiert, dass
dieser an konstanter Spannung betrieben werden und eine (einigermaßen)
konstante Drehzahl haben. Eine Drehzahlregelung ist nicht vorgesehen,
zumindest keine externe.
Du müsstest die gesamte Kommutierungselektronik durch eine geignete
ersetzen.
Oh, O.K. ich war mir dessen nicht bewusst, dass es sich um einen
elektronisch kommutierten Motor handelt.
Wie sieht es denn allgemein bei kleinen DC Motoren wie in "normalen"
Lüftern aus: Strom- oder Spannungsreglung?
Ich habe im Zwischenkreis einen 1000uF Kondensator, der mir abhängig vom
PWM eine analoge Spannung (5...13,8V) liefert. Der BLDC kommt damit gut
zurecht.
Es geht mir nur darum, die Drehzahl sauber zu messen.
Der 10k Pullup ist beschalten und generel funktioniert alles. Beim
Drehzahl-Rechtecksignal kommen allerdings immer unerwünschte Peaks mit
rein und das kann ich mir nicht erklären.
1. Um ein Tachosignal von sich geben zu können, braucht der Lüfter
Gleichspannung.
2. Deine Idee V+ -> MosFET -> Kondensator -> GND ist eine ganz schlechte
Idee. Einerseits weil der Wirkungsgrad scheisse ist (ohne Spule ist das
noch viel schlimmer als eine Linearregelung, weil Ieff durch den MosFET
wegen den Peaks deutlich über dem Durchschnittsstrom liegt) und
andererseits weil die Stromstöße Störungen verursachen.
"Der BLDC kommt damit gut zurecht."
Eben nicht, er kann so kein Tachosignal ausspucken.
Gruß,
Dennis
Ich stand vor dem gleichen Problem, habe dann eine vierquadranten-
(schwarzweiß) Scheibe draufgepappt und einen optischen Reflexkoppler
drangebaut. Bei PWM-Ansteuerung kannst du das Tachosignal (wie oben
geschrieben) vergessen.
Die PWM-Frequenz sollte halt nicht zu niedrig sein und dann reicht ein
kleines LC Netzwerk dahinter und der BLDC Motor hat keinerlei Probleme.
Ich wollte mal um die Drehzahl zu reduzieren 2 solcher Lüftermotoren
hintereinander schalten damit liefen Sie aber nicht an weil sie sich
ständig gegenseitig den Strom unterbrachen.
Thilo M. wrote:
> Ich stand vor dem gleichen Problem, habe dann eine vierquadranten-> (schwarzweiß) Scheibe draufgepappt und einen optischen Reflexkoppler> drangebaut. Bei PWM-Ansteuerung kannst du das Tachosignal (wie oben> geschrieben) vergessen.
Soweit ich weiß wird das Tachosignal über einen open-collector auf Masse
gelegt.
Wenn man also einen P-Channel/PNP Transistor zum ein/ausschalten des
Lüfters verwendet (und dahinter natürlich noch eine RC Kombination
schaltet), dann sollte das Tachosignal nach wie vor brauchbar sein.
Das habe ich natürlich nicht gemacht.
Warum dann nicht gleich die PWM mit RC-Kombination in 'Gleichspannung'
umformen und damit einen Leistungstransistur ansteuern? dann habe ich
wenigstens eine glatte Gleichspannung ohne Peaks vom PWM drauf?
Vielleicht eine dumme Frage: Warum willst Du die Drehzahl regeln? Oder
willst Du, wie zumeist üblich, mit dem Lüfter ein Bauteil auf einer
bestimmten Temperatur halten?
MfG
Wolfgang
Das hier läuft bei mir im PC jetzt etwa 1 1/2 Jahre.
Das ist ein BTS462 High-Side Schalter.
Der "In" Pin hängt direkt an einem Port eines ATMega16.
Pin3 des Lüfter-Steckers ist das Tacho-Signal und das hängt dann
ebenfalls direkt auf einem Port-Pin des gleichen ATMega16.
Da ich zwei Lüfter dran habe, wird die Drehzahl durch zyklisches Pollen
der Tacho-Signale ermittelt.
Ansonsten könnte man vielleicht Cap-Com verwenden.
Aber bei 2 Impulsen pro Umdrehung kann man das ja fast noch mitzählen.
;-)
Und für den Drehimpulsgeber zur Menue-Steuerung lese ich den Port
sowieso zyklisch ein.
Die PWM für die beiden Lüfter erzeuge ich in Software über den Timer0
Interrupt und deren Frequenz beträgt etwa 39 Hz.
Ja, 39 Hz und nicht 39 kHz.
Über R20 und D1 liegen am Lüfter immer mindestens 4,xV an, dadurch ist
das Tacho-Signal erheblich sauberer, als wie wenn man komplett
wegschaltet.
Und ein Standard 80 mm PC-Lüfter ist dann auch nicht mehr zu hören.
Nur meine Regler-Funktion ist wohl Grütze, ist ja soweit alles stabil,
braucht dafür aber schon ganz schön lange.
Naja, Lüfter sind auch verflucht träge Biester und reagieren auch je
nach Typ unterschiedlich.
Da ich aber irgendwelche PC-Lüfter benutzen können wollte, habe ich
irgendwann einfach mal das Fummeln an der Software eingestellt, dauert
das halt ein paar Sekunden.
@ Rudolph R. (rudolph)
>Das ist ein BTS462 High-Side Schalter.>Nur meine Regler-Funktion ist wohl Grütze, ist ja soweit alles stabil,>braucht dafür aber schon ganz schön lange.
Nöö, deine Ansteuerung ist Sülze. Deine tolle PWM ist ne arge
Vergewaltigung des Treibers und des Motors und dürfte "nette"
Stromspitzen erzeugen. Und das alles nur, um 200mW Verlustleistung einer
linearen Endstufe einzusparen. Ohje.
MfG
Falk
Bei 39 Hertz wird garnichts "vergewaltigt", der 3A High-Side Switch
sowieso nicht.
Mal einen Blick in das Datenblatt geworfen, was das Teil macht?
Und bei den paar mA die ein PC-Lüfter braucht, gibt es auch keine bösen
Stromspitzen.
Nicht zu vergessen die Kondensatoren.
Und ja, das ist ein Fehler im Layout, die eine Bahn ist etwas dünn.
Oder die anderen sind erheblich breiter als notwendig...
@ Rudolph R. (rudolph)
>Bei 39 Hertz wird garnichts "vergewaltigt", der 3A High-Side Switch>sowieso nicht.>Mal einen Blick in das Datenblatt geworfen, was das Teil macht?
KDF?
Wenn man einen 10uF Kondensator immer wieder pulsartig auflädt, dann IST
das Vergewaltigung, 3A hin oder her. Sinnlos obendrein. Der tolle
Kondensator kann einen Strom von ca. 100mA (die meisten Lüfter) gerade
mal 0,5ms halten, danach ist die Spannnung um 5V gefallen. Sehr sinnvoll
bei 25ms Periodendauer der PWM. Danach wird er wieder im Turbomodus
aufgeladen, was der Treiber hergibt. Das sind kurzzeitig bis zu 120A!
(0,1 Ohm an 12V). PWM funktionier nur dann sinnvoll, wenn die Last
ohmsch oder induktiv ist (mit Freilaufdiode). Es hat schon seinen Grund,
warum Schaltnetzteile eine Spule brauchen.
>Und bei den paar mA die ein PC-Lüfter braucht, gibt es auch keine bösen>Stromspitzen.>Nicht zu vergessen die Kondensatoren.
Wenn das mal kein Irrtum ist. Siehe oben.
>Und ja, das ist ein Fehler im Layout, die eine Bahn ist etwas dünn.>Oder die anderen sind erheblich breiter als notwendig...
Das Konzept taugt schon nichts, da ist das Layout Nebensache.
Tut mit leid, ist aber so.
MfG
Falk
Irgendwas muss ich dann wohl falsch gemacht haben da mein PC nicht vor 1
1/2 Jahren abgebrannt ist...
Ist mir eigentlich Schnurz, hier funktionierts und Du hast Recht.
@ Matthias L. (lippy)
>Was heißt KDF?http://de.wikipedia.org/wiki/Kraft_durch_Freude
Und NEIN, das war nicht politisch gemeint, sondern ein sarkastischer
Insidergag. Nach dem Motto: dicke Muckis, wenig Hirn.
@ Rudolph R. (rudolph)
>Irgendwas muss ich dann wohl falsch gemacht haben da mein PC nicht vor 1>1/2 Jahren abgebrannt ist...
Davon redet kein Mensch. Ausserdem will ja dein 500W netzteil was zu tun
haben.
>Ist mir eigentlich Schnurz, hier funktionierts und Du hast Recht.
Jaja.
MfG
Falk
> Wie sieht es denn allgemein bei kleinen DC Motoren wie in "normalen"> Lüftern aus: Strom- oder Spannungsreglung?
"Normale" Lüfter (also alles, was man im PC-Bereich und drumherum so
kauft, auch die SunOns von Angelika) haben heutzutage elektronisch
kommutierte Motoren. Ob die sich per PWM steuern lassen oder nicht, ist
Glückssache - es kann mal funktionieren, muss aber nicht. Ich habe das
mit etwa 20 Lüftern probiert - manche mochten die 32kHz-PWM, manche
nicht.
MfG, Heiko
und wenn man ne kleine Spule dahinterhängt bekommt der Lüfter von der
PWM garnichts mehr mit, bei 32 Khz muss die nicht mal sehr groß sein, da
wird auch schon ein Elko ausreichend sein und von den Pulsen wird
nichts mehr übrig bleiben.
es gibt bei atmel oder ti oder so auch eine AN zum thema lüfter häcken
und drehzahlregeln.
dabei werden die hallschalter nur als sensor benutzt, der controller
übernimmt dann die kommutierung.