Hi
ich bin auf folgende "idee" gekommen (gibt bestimmt schon so etwas
aehnliches):
auf zwei eeproms (oder sonstigen speicher) werden jeweils die gleichen
zufallszahlen gespeichert. zum verschluesseln wird einfach jedes byte
mit einer zufallszahl verknüpft (xor, etc..) und zum entschluessen
natuerlich umgekehrt.
Anwendung:
Über eine Tastatur an einem µc wird die eingabe direkt verschluesselt
und anschliessend ueber eine schnittstelle an einen pc geschickt und
dort versendet. der empfaenger kann dann die datei wieder am µc
entschluesseln.
sofern man nicht an die im eeprom befindlichen zahlen kommt, kann man
mit den verschluesselten files doch ueberhaupt nichts anfangen?
wenn eine zufallszahl von 0-255 geht und damit 3 buchstaben
verschluesselt sind, dann waeren ja rein theoretische 255^3 = 16.581.375
kombinationen moeglich. ok stimmt nicht ganz, da ja nur ca. 55
Buchstaben/Zeichen vorhanden sind, aber dabei muesste man sich ja nicht
an die ascii tabelle halten, und könnte die ja auch immer um ein paar
stellen hin und her verschieben oder zusätzlich nach einem bestimmten
musster irgendwelche dummy bytes einfügen. Der kreativität sind da ja
keine grenzen gesetzt.
ich muss zugeben, dass ich jetzt nicht wirklich eine verwaendung dafuer
haette, mich interessiert einfach nur mal, wie sicher so eine art von
verschluesselung waere
gruss
Sascha
@ Sascha (Gast)
>auf zwei eeproms (oder sonstigen speicher) werden jeweils die gleichen>zufallszahlen gespeichert. zum verschluesseln wird einfach jedes byte>mit einer zufallszahl verknüpft (xor, etc..) und zum entschluessen>natuerlich umgekehrt.
Uaralt und einfach zu knacken. Für einfach Dinge sicher ausreichend, um
99% der Normaluser abzuhalten.
>sofern man nicht an die im eeprom befindlichen zahlen kommt, kann man>mit den verschluesselten files doch ueberhaupt nichts anfangen?
;-)
Hast du ne Ahnung.
>wenn eine zufallszahl von 0-255 geht und damit 3 buchstaben>verschluesselt sind, dann waeren ja rein theoretische 255^3 = 16.581.375>kombinationen moeglich. ok stimmt nicht ganz, da ja nur ca. 55>Buchstaben/Zeichen vorhanden sind, aber dabei muesste man sich ja nicht>an die ascii tabelle halten, und könnte die ja auch immer um ein paar>stellen hin und her verschieben oder zusätzlich nach einem bestimmten>musster irgendwelche dummy bytes einfügen. Der kreativität sind da ja>keine grenzen gesetzt.
Aber auch nicht der Kreativität der Codeknacker. Codeverschiebungen und
Umkodierung mittels selbstdefinierter Codetabelle lassen sich relativ
leicht knacken. Für einfache Sachen aber ausreichend, um nicht jedem
Deppen den Klartext der Daten zu liefern, die er einfach mit dem Oszi
anschauen kann.
>ich muss zugeben, dass ich jetzt nicht wirklich eine verwaendung dafuer>haette, mich interessiert einfach nur mal, wie sicher so eine art von>verschluesselung waere
Nicht sehr sicher ;-)
Der Knackpunkt heisst Komplexität. Genauso wie bei CRC braucht man
ein Verfahren, das möglichst komplexe mathematische Berechnungen
vornimmt, die in der einen Richtung einfach sind und in der anderen
schwer. Klassiches Beispiel ist das Produkt zweier sehr grosser
Primzahlen. Die zu multiplizieren ist leicht, die aber wieder zu
zerlegen (Primfaktorisierung) ist sehr schwer.
MfG
Falk
Him
das geht recht einfach:
Ich nehme an, der Abhörer weíß, dass Du deutsche Sprache übermittelst -
und (!) er weiß, dass es ganze sinnvolle Sätze sind ( das tifft auf 99%
der Daten zu)
Dann braucht er nur statistisch überprüfen, wie oft welcher Code vorkam,
dann weiß er auch die "geheimen" Zahlen
...> Die Zahlen musst Du jedes mal ändern ---> ich verweise auf
Codierungstheorie ---> mathematisch sehr anspruchsvoll - aber da kann
man zeigen, dass es eine ideale Verschlüsselung gibt...
Gruß
P.S.
die Zukunft sind Quantensystemen, denn bei denen weiß die zweite Stelle,
wenn abgehört wurde - d.h. der Zustand ist ja dann im Eigenzustand des
Operators
danke fuer die schnelle antwort :)
waer ja auch zu schoen gewesen wenn es so einfach gehen wuerde^^
wenn ich mal zeit finde, dann werd ich mich mal bissle schlau machen,
wie man richtig verschluesselt :)
nochmal kurz:
wenn ich in meine daten auch noch einen haufen muell mitsende und meine
zufallszahlen nie, dann duerfte des auch schon recht schwer werden
Das nennt sich Onetimepad, ist wahrscheinlich die sichersten
Verschlüsselung Methode, wenn die Zufallsdaten wirklich zufällig sind
und man den Schlüssel nicht mehrfach benutzt, d.h. der Key muss so lang
sein wie die Nachricht.
ps. da wir dabei sind könnte jemand ein Standard entwickeln womit die
Tastatur direkt mit SSL verschlüsselten Webseiten kommuniziert und somit
den Keyloggern/Keysniffern den gar ausmacht (bedarf gibt es bestimmt
genug)
Wieviele Bytes effektiven Schluessel hast Du? Das Problem ist dass ein
solcher Code in deterministischen Kryptogrammen resultiert, die man mit
etwas statistischer Analyse dann dechiffrieren kann. Wenn Du nur ein
einziges Schluesselbyte hast dann ist der Code sofort geknackt, also
wirkungslos. Das ganze nennt sich uebrigens Vernams One Time Pad. Selbst
bei langen schluesseln ist es sozusagen verboten, die Schluessel
mehrfach zu verwenden.
Twain: Ideale Verfahren wie z.B. der ideale Block-Chiffre sind nicht
umsetzbar.
Michael
so ganz zufaellig wird es wahrscheinlich niemals gehen, aber man könnte
ja auf eine flash karte (bekommt man ja nachgeschmissen) irgendwelche
mittelwerte aus temperatur, helligkeit, spannungsschwankung des
stromnetzes und was weis ich was speichern. und dann natuerlich nur
einmal benutzen.
@ Sascha (Gast)
>stromnetzes und was weis ich was speichern. und dann natuerlich nur>einmal benutzen.
Naja, so läuft ja auch das Prinzip der TANs bei Online Banking.
MFG
Falk
hab mir jetzt mal ein paar artikel zu ONE TIME PAD durchgelesen. Wenn
folgende drei dinge beachtet werden, dann ist dies eigentlich die
sicherste verschluesselungsmethode
* Der Schlüssel muss genauso lang sein wie der Klartext
* Der Schlüssel muss streng zufällig gewählt sein
* Der Schlüssel darf nur ein einziges Mal verwendet werden
Natürlich darf auch niemand den Schlüssel in die Finger bekommen.
(30-40V dürften doch ausreichen um eine SD-Karte abzufackeln? bzw. karte
in ein kleines Metallgehaeuse und schoen mit dem "wunderkerzenzeugs"
(aluminium, bariumnitrat, evtl noch etwas magnesium) versehen. enthaelt
ja schon von sich aus genug sauerstoff um zu verbrennen.)
Wenn du die Möglichkeit hast, deinem Kommunikationsparter bei einem
persönlichen Treffen eine Flashkarte mit ein paar Gigabyte an
Zufallsdaten zu überreichen und diese Flashkarte zuverlässig vor
fremdem Zugriff gesichert werden kann, stellt dies eine sichere
Möglichkeit dar, über sehr lange Zeit sehr oft kleinere Nachrichten
(also bspw. Text-E-Mails) zu übertragen.
Aber, wie schon von den Vorpostern geschrieben, neu ist das Verfahren
nicht.
Die Profis von den Geheimdiensten setzen das Verfahren trotz der
theoretischen Sicherheit nur deswegen nicht ein, weil der fremde
Zugriff eben nicht über längere Zeit verhindert werden kann und wegen
der großen Datenmengen meist keine gesicherten Kommunikationskanäle
zur regelmäßigen Übertragung neuer Schlüssel zur Verfügung stehen.
Der Onetime-Pad ist nicht praktikabel einsetzbar und Du hast das
Schluesselaustauschproblem. Fuer Anwendungen wie der obigen eignet er
sich also nicht.
Moin,
Das RSA-Verfahren löst das Problem des Schlüsseltausches. Es gibt einen
"privaten" Schlüssel mit dem verschlüsselt wird. Mit einem anderen
Schlüssel (dem "öffentlichen") kann die Nachricht entschlüsselt werden.
Gruß
Andreas
Bei asymmetrischen Verfahren wie dem RSA muss die Verbindung beim
Schlüsseltausch zwar nicht abhörsicher sein, man muss aber den
Kommunikationspartner eindeutig identifizieren können. Das geht
halbwegs sicher nur durch persönlichen direkten oder indirekten
Kontakt, also bspw. über einen vertrauenswürdigen Boten.
Und benutzt man RSA, um den OTP-Schlüssel auszutauschen, ist das
OTP-Verfahren nicht mehr wesentlich sicherer als RSA, also kann man
gleich alles mit RSA o.ä. machen und auf OTP ganz verzichten, was ja
letztendlich auch so praktiziert wird.
Zum Authentifizieren der Gegenstelle gibt es
Challenge-Response-Verfahren, da werden Zufallszahlen von der
Gegenstelle unterschrieben und verifiziert, so kann man
man-in-the-middle-Attacken ausschliessen. Aber bei ner Tastatur halte
ich das leicht fuer unnoetig, vor allem wenn der geheime Schluessel
ohnehin nur der Gegenstelle bekannt ist.
@ UBoot-Stocki
Mit einem öffentlichen Schlüssel zu entschlüsseln hat nicht viel Sinn,
ergo ist es genau anders herum. öffentlich verschlüsseln - privat
entschlüsseln. War sicher nur ein Versehen.
Gruß