Hallo zusammen!
Ich habe zwei Microcontroller die sich Daten (Schaltzustände) schicken
sollen. Sie sind in zwei dichten Gehäusen die durch ein Fenster
verbunden sind. Störlicht ist deshalb ausgeschlossen. Das Ganze ist
sowas wie ein etwas grösserer Optokoppler.
Meine Idees ist daher, die Sendediode direkt über den Tx Ausgang zu
betreiben und am Rx Eingang des anderen Controllers eine einfache
Empfängerschaltung zu bauen. Der Platz ist etwas beschränkt, daher
möchte ich mit wenigen Bauteilen auskommen.
Der Sender soll so wenig wie möglich Strom verbrauchen.
Was wäre eine minimale Schaltung?
Kann die Sendediode mit einem Widerstand gegen VCC und Tx gegen GND
geschaltet (Licht bei GND Pegel) werden?
Reicht eine Photodiode (auch gegen VCC mit einem Widerstand) an Rx als
Empfänger?
Für eine Variante mit moduliertem IR gibt's ja fertige Empfänger/Decoder
die ein TTL-Signal am Ausgang haben. Gibt es sowas auch als Sender?
Danke schon mal,
Helge ;-)=)
Helge Suess wrote:
> Kann die Sendediode mit einem Widerstand gegen VCC und Tx gegen GND> geschaltet (Licht bei GND Pegel) werden?
ja, das klappt. richtig und wichtig bei höheren leistungen ist, dass der
µc als sink und nicht als source dient, da er fast doppelt so viel strom
abführen als liefern kann.
> Reicht eine Photodiode (auch gegen VCC mit einem Widerstand) an Rx als> Empfänger?
ich würde lieber einen phototransistor nehmen. ich hab bei photodioden
bis jetzt nur ziemlich kapazitiv aussehende kurven hinbekommen, wenns
ein bisschen schneller wurde. diesen mit einem genügend großen(!)
vorwiderstand und dann sollte das klappen.
für die bauteilauswahl:
http://catalog.osram-os.com/jsp/download.jsp?name=SFC2007_IR.pdf&url=/media//_en/Graphics/00042637_0.pdf> Für eine Variante mit moduliertem IR gibt's ja fertige Empfänger/Decoder> die ein TTL-Signal am Ausgang haben. Gibt es sowas auch als Sender?
siehe auch hier: Beitrag "IR Übertragung - Sender-IC gesucht"
mein tipp: nimm einen ne555 und leg deine daten an den reset-pin an.
grüße,
holli
Hallo!
Ich denke an eine Geschwindigkeit von 115 kBit/s wenn sich das ausgeht.
Ich möchte mit der Übertragung (1 Startbit, 7 Bit Daten + 1 Bit Parity,
1 Stopbit = 10 Bit) nicht mehr als max. 1ms verlieren.
Die fertigen IrDA Transceiver haben meist Sender und Empfänger in einem
Gehäuse. Sowas passt mir von der Bauform nicht unbedingt. Gibt es die
auch einzeln in 5mm LED-Gehäusen? Ausserdem habe ich nur welche gefunden
die einen eigenen Quarz brauchen.
Die fertigen Encoder-Decoder Bausteine für Fernbedienungen bringen nicht
die Funktionalität die ich brauche. Ich muss mehrere Tasten gleichzeitig
übertragen können und im Empfänger einen Drehgeber emulieren. Das habe
ich schon alles mit einem ATtiny2313 gelöst. Was mir jetzt noch fehlt
ist die optische Übertragung.
Als IR-Empfänger für modulierte Übertragung habe ich z.B. den Everlight
IRM-2638 gefunden. Wie moduliere ich dann ohne viel Aufwand meine
Tx-Leitung auf 38kHz?
Danke,
Helge ;-)=)
mach eine pwm mit einem ausgang von 38kHz und verunde die mit dem TX.
der ausgang davon ist dein signal. oder du nimmst direkt die pwm und
schaltest die entsprechend ein und aus.
gruß
fabian
Helge Suess wrote:
> Hallo!>
Wie moduliere ich dann ohne viel Aufwand meine
> Tx-Leitung auf 38kHz?>> Danke,>> Helge ;-)=)
Also + der LED hängst du an einen der PWM Ports und gibts dort eine
(logischerweise) 38khz PWM aus. Das könne die AVRs ja in Hardware
Den - Pol der LED dan an den TX Port und dann haste es sozusagen :)
(Hat glaub ich Benedikt mal vorgestellt den Trick)
Die Geschwindigkeit hängt dan etwas vom Empfänger ab die TSOP Dinger
brauchen unterschiedlich lange Puls/Pause Zeiten.
> ich würde lieber einen phototransistor nehmen. ich hab bei photodioden
bis jetzt nur ziemlich kapazitiv aussehende kurven hinbekommen, wenns
ein bisschen schneller wurde.
Hä? Photodiode mit nachgeschaltetem Transistor als Verstärker ist um
Grössenordnungen schneller als ein Phototransistor (-->
Miller-Kapazität).
Aber ich hab vielleicht zu wenig Phantasie, man kann sicher viel falsch
machen...
Helge Suess wrote:
> Hallo!>> Ich denke an eine Geschwindigkeit von 115 kBit/s wenn sich das ausgeht.
Die Fernbedienungs-Empfänger auf Basis von 36/38kHz lassen nur max.
2400bps zu.
IrDA ist da wohl die bessere Lösung.
Michael H* wrote:
> ja, das klappt. richtig und wichtig bei höheren leistungen ist, dass der> µc als sink und nicht als source dient, da er fast doppelt so viel strom> abführen als liefern kann.
Hä? Doppelt? Um welchen Mikrocontroller handelt es sich denn überhaupt?
Bensch wrote:
> Aber ich hab vielleicht zu wenig Phantasie, man kann sicher viel falsch> machen...
ja, ich hab mich auch gewundert. kathode über vorwiderstand an positive
spannung, anode auf masse. bei lichteinfall wird die strecke dann
leitend gegen masse. bei mir schaut das ganze allerdings wie ne
kondensatorentladung aus. und das auch schon bei 1kHz... war beim
aufbaun auch nicht allein und wir haben da n paar mal drüber geschaut
und keinen fehler gefunden. egal... andres thema...
Severino R. wrote:
> Hä? Doppelt? Um welchen Mikrocontroller handelt es sich denn überhaupt?
ja. ist bei jedem pic und avr so, den ich bis jetzt in den fingern
hatte.
Michael H* wrote:
> Severino R. wrote:>> Hä? Doppelt? Um welchen Mikrocontroller handelt es sich denn überhaupt?>> ja. ist bei jedem pic und avr so, den ich bis jetzt in den fingern> hatte.
Wäst Du so freundlich und würdest mir je (AVR und PIC) ein aktuelles
Beispiel nennen? Bin daran nämlich interessiert. Danke vielmals im
Voraus.
>ich würde lieber einen phototransistor nehmen. ich hab bei photodioden>bis jetzt nur ziemlich kapazitiv aussehende kurven hinbekommen, wenns>ein bisschen schneller wurde. diesen mit einem genügend großen(!)>vorwiderstand und dann sollte das klappen.
Phototransistoren sind zu langsm. Ein großer Widerstand dahinter
verlängert das Umladen nur noch weiter.. Sowas geht nur mit Photodiode.
>Ich denke an eine Geschwindigkeit von 115 kBit/s wenn sich das ausgeht.
Suchst du sowas:
Beitrag "Re: IrDA mit 89,6kb/s für Propeller Clock"
http://www.atmel.com/dyn/resources/prod_documents/doc2543.pdf
seite 196f. zwar nicht doppelt so viel, aber doch knapp 30% mehr sink
als source.
von pic gab es da mal eine AN zu dem thema, nur find ich sie nicht
mehr... in den datenblätter geben sie zwar gleiche source/sink-werte an,
aber auch nur bei den maximum ratings.
ich habe mal mehrere leds bei 20mA direkt mit einem pic gegen masse
geschaltet. das ging problemlos, aber auch erst, als ich den pic sink-en
lies. treiben konnte er das nicht. tja, damals war ich noch jung und
dumm ^^
Michael H* wrote:
> http://www.atmel.com/dyn/resources/prod_documents/doc2543.pdf> seite 196f. zwar nicht doppelt so viel, aber doch knapp 30% mehr sink> als source.> von pic gab es da mal eine AN zu dem thema, nur find ich sie nicht> mehr... in den datenblätter geben sie zwar gleiche source/sink-werte an,> aber auch nur bei den maximum ratings.> ich habe mal mehrere leds bei 20mA direkt mit einem pic gegen masse> geschaltet. das ging problemlos, aber auch erst, als ich den pic sink-en> lies. treiben konnte er das nicht. tja, damals war ich noch jung und> dumm ^^
Danke für den Link. Falls Du die Microchip AN noch findest... Danke im
Voraus.
Ich war nur ziemlich erstaunt über die pauschale (lies
Controller-unabhängige) Aussage "..fast doppelt.."
Tatsächlich schreibt Microchip bei den neueren Typen als absolute
maximum denselben Strom für sink und source, hingegen bei älteren Typen
(z.B. PIC16C55) einen höheren Sink- als Source-Strom (25mA vs. 20mA).
P.S.:
> tja, damals war ich noch jung und dumm ^^
Jetzt sind wir ja nicht mehr jung, nur noch ... ;-)