Simon wrote:
Vorab: guck dir mal den Schaltplan des STK500 an, der ist als PDF in
der AVR-Studio-Hilfe-Datei zum STK500 eingebettet.
> Muss ich den tiny mit dem, im vorhergenden
> post angehängt hex-file flashen?
Ja. Direkt neben dem ATtiny2313 befinden sich 6 Löcher für einen
ISP-Stecker. Den lötest du rein, und darüber kannst du den ATtiny2313
programmieren. Das fiese ist nur, dass du den am Ende auf externen
Takt stellen musst, damit die Baudrateneinstellungen funktionieren,
aber seinen externen Takt bezieht er vom ATmega8535 und dem dort
angeschlossenen Resonator, den man erst einmal aktivieren muss. (Das
war beim Vorgänger AT90S8535 noch anders, der hatte keinen internen
Takt, sodass er sofort mit dem Resonator los lief.)
Der ATmega8535 hat seine ISP-Anschlüsse auch auf diesem ISP-Stecker,
aber sein /RESET ist natürlich ein anderes. Damit du den
programmieren kannst, musst du dessen /RESET also separat an deinen
ISP-Programmer klemmen. Das ist im Schaltplan mit dem Netz /MCURST
bezeichnet, das liegt an Pin 24 (/RESET) vom ATmega8535, Pin 16 (PB4)
vom ATtiny2313, an der Verbindung von R203/C207, an einem leeren
Footprint für R213, sowie an Pin 4 der D201. R203, der leere R213 und
D201 befinden sich allesamt direkt nebeneinander, das dürfte daher die
beste Stelle sein, an der man dieses Signal abgreifen kann.
Wenn du die Löterei sparen willst, kannst du auch folgendes versuchen:
Du programmierst den Bootloader in den ATtiny2313 und seine lfuse so,
dass er zwar noch vom internen RC-Oszillator läuft, aber dass die
CKDIV8-Fuse abgeschaltet wird. Dann programmierst du als erstes den
Bootloader, den ich in diesem Posting angehängt habe. Der ist für
einen Takt von 8 MHz statt 7,3 MHz gebaut, ansonsten ist er gleich.
Danach kannst du über die PROGRAM-Taste und die serielle Schnittstelle
entweder mit avrprog.exe oder mit AVRDUDE erstmal die Fuses des
ATmega8535 so einstellen, dass sein Keramikresonator arbeitet. An
dieser Stelle dann musst du nochmal den externen ISP-Programmer
benutzen, stellst den ATtiny2313 auf externen Takt ein und
programmierst ihm den Bootloader, den ich bei letzten Mal gepostet
habe.
Abschließend dann die Firmware via AVR Studio reinprügeln.