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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik 4 Relais -> geht nicht


Autor: Sascha Biedermann (Gast)
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Hallo Leute!

Ich habe folgendes Problem:

AVR -> ULN 2803 -> 4x Relais (~60mA, 5V)
Trafo (6V, 830mA) -> ElKo -> 7805 -> Kerko (100nF) -> AVR

Wenn in nun die 4 Relais im 5sek Abstand einschalte,
dann:
-geht das 1. an
-die Spannung fällt von 5V auf 4,5V
-geht das 2. kurz an
-die Spannung fällt weiter auf 4,2V
-gehen beide wieder aus, der AVR resettet...
-und der spaß beginnt von neuem

Warum fällt nun die Spannung ab? Weder der Trafo noch der 7805 sind an
ihrer Leistungsgrenze. Bei ~200mA dürft das doch nicht passieren,
oder?

MfG
Sascha

Autor: Jangomat (Gast)
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Ein 7805 ist ungeeignet für eine 6V-Quelle. Nimm einen LowDropRegler!

wenn das nicht tut, dann mußt Du den Schaltplan posten.

Autor: crazy horse (Gast)
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das Problem liegt daran, dass der 7805 ca. 2V Überspannung braucht.
Am Elko hast du im Leerlauf 6V*sqrt2 - 1,4 (Gleichrichter) hast du
gerade mal 7V Spitzenspannung. Bei Belastung geht die in die Kniee,
dementsprechend sinkt auch die Ausgangsspannung, Brummspannung hast du
sicherlich auch drauf.
Abhilfe: evtl. reicht ein dickerer Elko und Schottkydioden als
Gleichrichter.
Besser: low-drop-Spannungsregler.

Autor: Sascha Biedermann (Gast)
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ach mensch...

da freut man sich, dass endlich alles fertig ist, und dann macht einem
die Physik wieder einen Strich durch die Rechnung.

Würde es evtl. schon helfen, wenn ich die Relais an den + der am
Eingang vom Spannungsregler ist lege?

Wie ist die Bezeichnung für einen solchen low-drop-Spannungsregler? Ist
der Pinkompatibel zu dem 7805?

Mir wäre eine Lösung ganz recht, bei der ich nicht erst wieder neue
Teile bestellen muss.

MfG
Sascha

Autor: Peter Dannegger (peda)
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Was für einen Elko hast du denn vor und hinter dem 7805 ?

Mein Vorschlag: 1000µF davor und 100µF dahinter, größer schadet nicht.


Peter

Autor: Stefan (Gast)
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Deine Idee ist ganz richtig: häng die Relais vor den 7805 an die
ungeregelte Spannung. Das entlastet den Regler.
Ein Gleichrichter ist schon auch noch irgendwo drin, oder?

Stefan

Autor: Elektrofuzzi (Gast)
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Hi,

nimm anstatt dem 7805 eine diode. 5,3v is doch ok für die relais, oder
?

:-)

PS: mit 'ner 0,3 diode dazu kommste sogar auf die 5...

Autor: crazy horse (Gast)
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Die Relais mit der Rohspannung zu versorgen, verschärft das Problem nur.
Da höhere Spannung -> höherer Strom -> Eingangsspannung sinkt noch
weiter.
Das macht Sinn, wenn der Regler strommässig am Ende ist, kann diesen
entlasten. Das Spannungsproblem wird dadurch nicht behoben.
Falls der Trafo 2 Wicklungen hat, kannst du mit der
Mittelpunkt-Gleichrichterschaltung Boden gutmachen.

Autor: Josef (Gast)
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Hatte die gleichen Probleme . War nicht die Spannung.
Habe dann die Relaise über Optokoppler angesteuert (12  V Relaise).
Ging dann. Aber immer noch Resets.



Josef

Autor: Josef (Gast)
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Der 6 Volt Trafo hat sicher über 8 V am Ausgang.Dazu noch ein Elko und
du hast über 10 V. Ist sicher nicht schuld.

Josef

Autor: ulrich strobel (Gast)
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hängt der Reset ordentlich an +5V wenn nein könnte das das problem
sein-

andere idee:  den avr mittels zpd5,1 und vorwiderstand versorgen,
nebenhin einen grösseren pufferelko 1000µ.

dann, die + für die relais erst mal durch eine diode lassen und den
7805 komplett raus. freilaufdioden für das relais nicht vergessen.

Autor: Sascha Biedermann (Gast)
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ähm...ja

Nur gut, dass jeder etwas anderes meint, da findet man sich als
Elektronik-Neuling gut zurecht g (ist nicht böß' gemeint)
Warum kann das nicht mal einfach sein.

Also gut, käme ich besser, wenn ich mir einen Trafo mit sagen wir 8
oder 10V eintuen würde?

Oder kann ich bei dem 6V-Trafo bleiben und dafür einen
Low-Drop-U-Regler nehmen? Wie ist die Bezeichnung für so einen?

Wie gesagt:
Wenn ich mir jetzt erst noch einen 1000µF ElKo. o.ä. bestelle, dann
dauert das wieder und kostet Geld (die ehlenden Versandkosten)...
So könnte ich z.b. erstmal ein Stecker-Netzteil dran basteln und bei
der nächsten größeren bestellung einen Trafo mit bestellen.

Ich hatte eigentlich vor die Schaltung(en) am Wocheende in betrieb zu
nehmen....

Autor: Ratber (Gast)
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Gut ,ich wollte schon ansetzen das hier nur Rumphantasiert wird (au das
gibt gleich Mecker gg)anstatt mal auf den Punkt zu kommen und das
Problem selber anzusprechen aber du hast ja schon von alleine die
Lösung gefunden.

Kurz die Fakten:

Die Controllerschaltung braucht 5V zum Funktionieren.
Der Regler (7805) soll diese auch Stabil zur Verfügung stellen.
Der Regler braucht von Hause aus mindestens 2V mehr als die Spannung
die er Stabilisieren kann.
Das ist der "Drop"
Bei 78xx ca. 2V,bei LT108x-x 1V und andere Modelle sogar noch weniger
aber je geringer der Drop desto Teurer werden die Biester.

Zurück zur Schaltung:

5V plus ide 2V Drop für den Regler sind schon 7V.
Ich würde gerne noch 1V drauflegen denn sonst könnte es für den Regler
etwas Dünn am Eingang werden und er funzt nicht richtig.

Sind schon 8V.

Dein Trafo bringt 6V bei ca. 800mA und iost offensichtlich nicht
Stabilisiert so das die Leerlaufspannung viel höhre ist.

aber das Juckt nun hier garnicht denn die Angegebenen 6V 800mA gelten
nur bei Last (Sinkt vom Leerlauf bis zu den 6V bei zunehmender
Belastung ab.Aber leider nicht Linear) und da sind die 6V zuwenig.


Du hast also die Wahl es mit nem Lowdropregler wie zb. dem LM2940CT
(5V/1A/1V Drop.zb. Conrad 175714  2.81Eu) zu versuchen oder ,wie von
dir ja schon gesagt,einfach nen Trafo mit ner höhreren Nennspannung
nehmen.

8V wären da prima da der Regler nicht soviel verbraten muß und der
Kühlkörper damit klein bleibt.


Verlust ist die Spannungsdifferenz zwischen der Eingangsspannung und 5V
.Das ganze mit dem zu erwartenden Strom Multipliziert ergibt die
Verlustleistung die am Kühlkörper des Regler in form von Wärme
anfällt.

Dein Schaltung verbraucht zb. max 200mA bei 5V und die Trafospannung
ist 8V.

Dassind also 8V-5V=3V Differenz.

Bei einem Strom von 200mA also 0.2A ist das nach
Leistung=Spannung*Strom also P=U*I also 3V*0.2A=0.6W an Abwärme
dieanfallen können.
Dafür reicht eigentlich nen kleiner Kühlkörper locker aus solange das
Gehäuse der Schaltung nicht allzusehr isoliert ist und ne Belüftung in
Form von Schlitzen zulässt.(Natürlich kann man auch noch anders
kühlen.Mußte noch angeben wie der Vogel dann am Ende verpackt werden
soll)

Eigentlich wollte ich nur kurz schreiben aber das klappt einfach
nicht.

Schreib was de denkst ;)

Autor: Peter Dannegger (peda)
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Du hast immer noch nicht gesagt, welche Elkos Du am 7805 hast.

Ohne die geht es aber nicht !!!

Das Netz (50Hz) hat Nulldurchgänge und der Elko vorm 7805 muß wärend
dieser Zeit den gesamten Laststrom liefern können.


Peter

Autor: Josef (Gast)
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Das Problem liegt nicht an der Stromversorgung ! Die AVRs funktionieren
bis ca. 3 Volt anstandslos.


Josef

Autor: ERDI - Soft (Gast)
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Aber die Relais nicht!!!!

Autor: Ratber (Gast)
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Eben.

Meist sind es ja 6V Relais die bei 5V noch wunderbar funktionieren aber
bei 4 oder gar 3V ist dann schicht im Schacht.

Dazu noch der Spannungsabfall am Transistor bzw. dem 2803 der ja auch
berücksichtigt werden muß.Da sind dann aus 4V schnell
Dreikommairgendwass und bei 3V dnn nur 1.xxx V geworden.

Ich denke mal das es bei dem gut ist die Versorgung für die Relais
"vor" dem Regler zu holen damit man noch etwas Luft hat.

Wenn man dann nen 6V Relais einsetzt (Das verträgt auch 7 oder 8V. und
man kann ja noch mit Kondensator und Widerstand den Dauerstrom mächtig
Bremsen was auch die Verlustleistung etwas runtersetzt.) ist man dann
auf der Sicheren Seite.

Autor: Sascha Biedermann (Gast)
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...sooo

Also das mit dem ElKo hatte ich überlesen, sorry. Der ist, wie oben
beschrieben, da, und hat eine Kapazität von 100µF.

Die Relais sind übrigens 5V-Relais....


@Ratber
Gut, dass du das Thema Kühlkörper ansprichts, das wäre mein nächster
Thread geworden.
Die Einheit für die Dinger scheint K/W zu sein. Bedeudet das Kelvin pro
Watt? Also um wieviel K sie sich pro W erwärmen, oder? Also ist ein
kleinerer Wert besser, oder?


@all
Danke für eurer Antworten! ...und schon hab' ich wieder ein paar
Sachen gelernt.

Autor: Ratber (Gast)
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<<Also ist ein kleinerer Wert besser, oder?


Korrekt

Autor: Peter Dannegger (peda)
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Ja, mit popligen 100µF bei 240mA für 4 Relais hast Du keine Chance.

Die Spannung bricht in jeder Halbwelle ein und Dein AVR resettet.


Peter

Autor: Sascha Biedermann (Gast)
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...gut, also einen neuen Trafo und nach dem Gleichrichter noch 1000µF.

Autor: Sven (Gast)
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Also Sascha, um mal zusammenzufassen:

Trafo 6V
Gleichrichter (Brücke, keine Einweggleichrichtung)
Kondensator 1000µF oder größer, min. 10V, daraus auch die Relais
versorgen
Kondensator 100n (dicht am Eingang 7805 gegen Masse)
7805
Kondensator 100n (dicht am Ausgang 7805 gegen Masse)
Kondensator 10µF an +5V
Kondensator 100n (dicht am AVR, an Versorgung +5V und Masse)
Kondensator 10n-100n von Reset AVR nach Masse
Widerstand 10k von Reset AVR nach +5V
Relais mit Freilaufdioden (1N4148, 1N4001 oder sowas) versehen, oder
sind die im ULN2803 drin?

So sollte es gehen und so würde ich es versuchen. Die vielen
100n-Kondensatoren klingen komisch, machen aber Sinn. Und wenn jemand
meint, es geht auch ohne => kann sein, muß aber nicht.

Viel Erfolg, oder klappt es gar schon?

Sven

Autor: Ratber (Gast)
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Yo der 2803 hat Freilaufdioden drinne.

Ich würde die Relaisstufe "direkt und vorort" mit 500µF Blocken.
Damit wäre der Größte Störenfried gleich ruhiggestellt denn der
Controller sammt rest ist da ja eh unkritisch.

Ansonsten hat Sven es ja komplett beschrieben

Autor: Uwe (Gast)
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Hi!
Wenn's vom Strom her machbar ist würde ich den 7805 vermutlich gegen
die Z-Dioden Variante tauschen. Die Regler fangen manchmal an zu
spinnen wenn die Spannung knapp wird.
Der Rest aber wie geschrieben.

MFG Uwe

Autor: Ratber (Gast)
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Naja bei Relais sind 1,2,3 Volt mehr nicht so wild aber dem Controller
behgt das nicht.

Wenn der Trafo vernünftig Diomensioniert ist dann spinnt der Regler
auch nicht.(Natürelich sollten alle Verbrauche ordentlich geblockt
sein.Das vergessen viele einfach)

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