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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Evalboard für MSP430F1612


Autor: Mathias U. (munter)
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Hallo, ich habe bereits Erfahrungen mit MSP430. Soweit zur Klarstellung.
Ich möchte mir jetzt ein eigenes Eval-Board bauen, weil das, welches ich 
vom Studium her benutzt habe, mir nicht so recht gefällt.
Ich hab mal den Schaltplan angehängt. Es wäre super, wenn sich jemand, 
der sich damit auskennt mal ne viertel Stunde Zeit nimmt, und 
drüberschaut.

Was möchte ich auf dem Board haben:

(Es soll für einen MSP430F1612 sein...)

1) der JTAG soll schon mit drauf. Ich hab die vereinfachte Version 
gemacht. Die Betriebsspannung soll immer vom Netzteil kommen.
Die Pins für TEST und TCLK hab ich weggelassen, weil ich bei einigen 
Olimex-Boards gesehen habe, dass diese dort auch nicht verwendet wurden. 
Mal abgesehen davon, dass mein MSP keinen Test-Pin hat ;-).

2) Spannungsversorgung über 3,3V Festspannungsregler von LinearTech.
LT1129-3.3 und LT1129-5 (die schaffen 700mA, reicht mir erstmal).
Die Spannungen sind jeweils nochmal mit Masse auf Stiftleisten geführt, 
damit ich die später separat abgreifen kann...

3) ALLE Pins werden auf Stiftleisten geführt. Doppelreihig, damit ich 
sowohl nen Kabel dranmachen kann, als auch die jeweilige Spannung messen 
kann...

4) Die externe Referenz für die AD-Wandler brauch ich nicht...erstmal...


Ich mach die Sache mit Eagle. Hab sonst mit Orcad gearbeitet, will mich 
aber auch mal mit anderer Software auseinandersetzen. Deshalb sieht der 
Plan auch noch nicht ganz so schick aus.

Fragen:
1) Für die Spannungsversorgung des MSP werden ja im User-Guide an AVcc 
und DVcc JEWEILS nen 10µ Elko und nen 100n Kondensator vorgesehen. Da 
ich aber beide Betriebsspannungen verbinde, brauch ich da wirklich 
jeweils die beiden, oder reicht EIN Pärchen C's aus?

2) Was ist mit den AD-Eingängen (Port6); sollte man da noch Pull-Downs 
an jedem Pin anbringen, falls kein Signal anliegt, damit die Wandler 
nicht irgendeinen Mist anzeigen?

3) Wenn ich im Eagle nen Durchsteckbauteil habe, sind dann bei 
doppelseitigen Routen auch auf beiden Seiten Lötpäds, oder nur auch 
einer Seite?

4) Ist im Schaltplan nen grober Schnitzer drin? Was würdet Ihr warum 
verbessern?

Ich danke Euch schonmal.

Autor: Supa Micha (supa_micha)
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Hi,

1)
Ich würde AVCC und DVCC komplett trennen und dementsprechend auch 
getrennt entkoppeln. An einem zentralen Punkt führst du dann beide 
(evtl. über zwei kleine Widerstände) zusammen. Gleiches gilt natürlich 
auch für die dazugehörigen Massen. Entprechend gehört dann der Port 6 
mit zur analogen Spannungsversorgung, der Rest zur digitalen.

2)
Würde ich nicht machen. Du verfälscht dir dann ja auch deine zu messende 
Spannung. Sowas muss in der Software gemacht werden.

3)
Ein kurzes und klares Ja

4)
Ich habe mir den Schaltplan jetzt nicht im Detail angeschaut, habe aber 
auch keine groben Schnitzer gefunden. Evtl. die ein oder andere kleine 
Anregung:
-Bei den Spannungsreglern würde ich noch jeweils 100n parallel zu den 
10u schalten.
-Evtl nochmal das Pinout von den Pfostensteckern überdenken. Bei mir hat 
es sich als sehr vorteilhaft erwiesen, wenn man immer einen Port auf 
einem eigenen Header zusammen mit einem VCC und einem GND Pin hat. 
(wirklich nur als Anregung)
-Wozu soll der Brückengleichrichter dienen? Kommt von deinem Netzteil 
eine Wechselspannung, dann fehlt der Glättungskondensator.

Ich hoffe, ich konnte helfen.
Viele Grüße,
Michael

Autor: Mathias U. (munter)
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Hi,

erstmal Danke für die Hinweise.

Fangen wir mal bei den Spannungsreglern an. Da ist mir natürlich ein 
Fehler passiert. Laut Datenblatt soll da nur ein 3,3µ Tantal-Elko rein, 
also kein 10µ. Ich kenne es normal auch so mit 10µ und 100n 
parallel...mal sehen was andere so sagen.

Aus dem Netzteil kommt natürlich schon eine Gleichspannunge, ABER die 
meiseten Steckernetzteile haben doch solche Adapterstücke vorne dran. 
Tia, und die kann man ganz leicht verpolen, deshalb der Gleichrichter.

Zu dem Pfostenstecker: die Evalboards, die ich so hatte, haben auch pro 
Port einen Pfostenstecker. Naja, so richtig glücklich bin ich damit nie 
geworden...ich möchte mal probieren, ob mir das SO besser gefällt. Nen 
überarbeitetes Board kann man ja immer nochen.

Die Sache mit AVcc und DVcc, da muss ich nochmal genauer drüber 
nachdenken. Bei den meisten Eval-Boards, die ich bisher gesehen habe, 
sind beide verbunden, und es gibt auch nur EINE Masse. Im User-Guide 
steht ja auch auf Seite 2-17, dass man AVcc, AVss und DVcc, DVss 
verbinden soll, wenn AVcc nicht benötigt wird...

Hat noch jemand Hinweise/ Anregungen?
Danke

Autor: Christian R. (supachris)
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Nimm lieber einen Spannungsregler, der einstellbar ist. Wenn du den MCLK 
mal mit mehr als 7 MHz betreiben willst, brauchst du mehr als 3,3V Vcc. 
Dann kann es manchmal Probleme geben, wenn du für den Reset das RC-Glied 
nimmst. Besser ist ein richtiger Reset-Generator, wie der TPS3838K33.

Das Gefrickel mit dem Parallelport würd ich gleich ganz weglassen. Der 
Olimex USB Debugger ist durch den Dollarkurs so günstig, dass sich der 
Ärger nicht lohnt. Wenn dein Programm dann mal einige kByte groß ist und 
du viel Debuggen willst, ärgerst du dich ständig über den saulahmen 
LPT-Debugger. Von Vista-inkopatibilität mal ganz abgesehn.

Lieber den 14-poligen JTAG Stecker drauf und einen Olimex USB-JTAG-TINY 
benutzen.

10µ/100nF ja, aber dann beide keramisch, ein Elko bringt da nix.

Wozu die 5V? Das würd ich gleich weglassen, dann denkst du mal nicht 
dran, und zerschießt dir den Eingang des MSP...

Autor: Mathias U. (munter)
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Hallo Christian:

> Nimm lieber einen Spannungsregler, der einstellbar ist. Wenn du den MCLK
> mal mit mehr als 7 MHz betreiben willst, brauchst du mehr als 3,3V Vcc.

Das ist nen guter Einwand, werde mal sehen, ob ich nen anderen bekomme.

> Dann kann es manchmal Probleme geben, wenn du für den Reset das RC-Glied
> nimmst. Besser ist ein richtiger Reset-Generator, wie der TPS3838K33.

Was für Probleme?

> Der Olimex USB Debugger ist durch den Dollarkurs so günstig, dass sich
> der Ärger nicht lohnt.

Für den MSP430 kostet der 55€ --> naja, dann nehm ich doch lieber die 
Variante, die ich vorgesehen hatte. Vista-Kompatibilität brauch ich 
nicht.

> ein Elko bringt da nix.

Tia, aber im Datenblatt ist halt nen Elko vorgesehen. Also wird der 
schon seine Berechtigung haben, oder?

> Wozu die 5V? Das würd ich gleich weglassen, dann denkst du mal nicht
> dran, und zerschießt dir den Eingang des MSP...

Die 5V sollen für nen LCD sein, da die meisten ja noch mit 5V betrieben 
werden.
Um nen Eingang mit diesen 5V zu zerschiessen müsste ich dann aber extra 
eine Verbindung per Kabel herstellen...die 5V sollen ja nur auf eine 
Stiftleiste rausgeführt werden, haben also keine direkte Verbindung zum 
µC.

Danke trotzdem.
Mathias

Autor: Christian R. (supachris)
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Mathias U. wrote:

>> Dann kann es manchmal Probleme geben, wenn du für den Reset das RC-Glied
>> nimmst. Besser ist ein richtiger Reset-Generator, wie der TPS3838K33.
>
> Was für Probleme?

MSP430 startet nicht bei zu langsam ansteigender Spannung.

>> Der Olimex USB Debugger ist durch den Dollarkurs so günstig, dass sich
>> der Ärger nicht lohnt.
>
> Für den MSP430 kostet der 55€ --> naja, dann nehm ich doch lieber die
> Variante, die ich vorgesehen hatte. Vista-Kompatibilität brauch ich
> nicht.

Na dann viel Spaß beim Debuggen.

>> ein Elko bringt da nix.
>
> Tia, aber im Datenblatt ist halt nen Elko vorgesehen. Also wird der
> schon seine Berechtigung haben, oder?

Dann muss es aber ein Ultra-Low ESR Typ sein, sonst bringt der nix, wenn 
schnelle Stromspitzen auftreten, z.B. beim Umschalten eines kompletten 
Ports.

>> Wozu die 5V? Das würd ich gleich weglassen, dann denkst du mal nicht
>> dran, und zerschießt dir den Eingang des MSP...
>
> Die 5V sollen für nen LCD sein, da die meisten ja noch mit 5V betrieben
> werden.
> Um nen Eingang mit diesen 5V zu zerschiessen müsste ich dann aber extra
> eine Verbindung per Kabel herstellen...die 5V sollen ja nur auf eine
> Stiftleiste rausgeführt werden, haben also keine direkte Verbindung zum
> µC.

Na OK, dann musst du aber bedenken, dass du nix vom Display zurück lesen 
kannst. Busy-Flag abfragen oder ist dann nicht.

Autor: Mathias U. (munter)
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> Na OK, dann musst du aber bedenken, dass du nix vom Display zurück lesen
> kannst. Busy-Flag abfragen oder ist dann nicht.

Das versteh ich jetzt nicht ganz genau. Hab mir erstmal angelesen, was 
das Busy-Flag überhaupt ist...
Bei meinen bisherigen Routinen wird einfach immer eine Wartezeit 
eingeführt...
Warum kann ich das Flag nicht abfragen? Bzw. warum kann ich vom Display 
nix lesen, wenn ich es möchte? Was hat das mit den 5V zu tun?

Dankeschön!

Autor: Christian R. (supachris)
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Na ganz einfach. Beim Lesen schalten die Datenpins des Displays auf 
Ausgang und legen 5V an deinen MSP430. Da wird der gegrillt.

Autor: Mathias U. (munter)
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Ok danke, das wusste ich nicht. Aber wie kann ich denn dann an nen 
MSP430 nen LCD anschliessen und das Busy-Flag auslesen, wenn ich das 
irgendwann mal vorhabe? Ich meine, die meisten Displays haben nun mal 5V 
als Betriebsspannung...

Danke

Autor: Christian R. (supachris)
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Mit einem bidirektionalen Levelshifter. Macht aber wenig Sinn, besser 
die DIP Serie von Electronic Assembly benutzen, die laufen mit 3,3V auch 
ganz gut.

Autor: Andreas K. (a-k)
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Wobei auch die EA DOG Displays 3,3V-fähig sind, dafür sind die aber 
deutlich günstiger als die DIPs.

Bei den HD44780-Displays kommt man passender Wartezeit mit sehr gut ohne 
Ready aus. Wobei man die integrierten Pullups im HD44780 Controller 
nicht vergessen sollte. Die sind zwar recht hochohmig, aber wenn man den 
MSP430 mit minimalen Stromverbrauch fährt, dann sollte man daran denken.

Autor: Mathias U. (munter)
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Mal was anderes: Ist es sehr schlimm, wenn man den MSP auf TOP legt, und 
auf BOTTOM unter dem MSP nen Schaltkreis hat? Ich würde da gerne nen 
LED-Treiber-IC drunter packen...

danke

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