Hi, Michael,
die Bandbreite eines frequenzmoduliertebn Signals ist theoretisch
unendlich groß. Wir können aber ausrechnen, mit welcher
Wahrscheinlichkeit der Energieinhalt geringer wird mit zunehmendem
Abstand der Meßbandbreite vom Träger.
Die besten Antworten zu dieser Berechnung und Messung findest Du dort,
wo die mächtigsten Interessen gegeneinander streiten.
Beispielsweise zwischen dem Lieferanten seines Senders und seinem
Käufer.
Oder zwischen den Lieferanten für Sender und Empfänger, wer nun Schuld
ist am zu hohen Klirrfaktor und wer die Nachbesserung finanzieren miß.
So teuer der Streit, so gut werden Fachleute finanziert, damit sie gute,
gemeinsam anerkannte Regeln finden für eine gemeinsame Einigung.
In der Frage "Messung der Bandbreite" sind diese Fachleute in der
International Telecommunication Union zu finden:
ITU-R SM.443-4 Document Information:
Title: Bandwidth Measurement at Monitoring Stations
International Telecommunication Union/ITU Radiocommunication Sector.
Im Anhang findest Du das Inhaltsverzeichnis des "Spectrum Monitoring
Handbook". Darin sind mehrere Methoden zur Messung der Bandbreite
beschrieben.
Mehrere Methoden je nach Meßprinzip.
Das Spectrum Monitoring Handbook sollte in der Bücherei Deiner Uni zu
finden sein, zumindest sollte sie den Inhalt beschaffen können, den Du
brauchst.
Zumindest sind die stichworte gut, Sekundärliteratur zu finden.
Beispielsweise bei den Herstellern von Meßgeräten und Meßsystemen wie
Agulent und Rohde&Schwarz.
Für überschlägige Aussagen ist Dein Auftraggeber vielleicht auch
zufrieden, wenn Du die Bandbreite des Modulationssignals mißt und mit
den Parametern des Modulationsverfahrens berechnest.
Erster Einstieg dazu: hxxp://de.wikipedia.org/wiki/Frequenzmodulation
Ciao
Wolfgang Horn