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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Datenübertragung per Telefonleitung


Autor: Michael B. (gm8816)
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Hallo,
in einer sehr alten Elektor Zeitschrift gab es mal einen Schaltplan mit 
dem es möglich war per Telefon Relais anzusteuern. Das ganze läuft so 
ab: Man wählt die Nummer, an dem die Schaltung hängt. Diese nimmt dann 
ab und man muss seine Geheimzahl eingeben. Danach kann man der Tonwahl 
alles steuern. Meine Frage ist jetzt ob das auch in Zeiten der 
Internettelefonie noch funktioniert? Ich möchte mir nämlich sowas 
ähnliches bauen aber es sollen zwei Mikrocontroller sein die miteinander 
kommunizieren. Dazu sollen noch kleine Dateien ausgetauscht werden 
können.

Autor: Johnny Maxwell (Gast)
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Modem?

Autor: Jochen Müller (taschenbuch)
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Hallo,
Elektor hat das damals -soweit ich erinnere- per DTMF gemacht, also 
diese zirpenden Töne mit denen auch Anrufbeantworter ferngesteuert 
werden. Dafür gibt es fertige Encoder/Decoder-Chips.

Dateien damit zu übertragen dürfte aber übel werden, mehr als 
1-2Byte/Sekunde wirst du damit kaum hinbekommen.
(und ich meine BYTE, nicht KILOBYTE!)

Gruss
Jochen Müller

Autor: Michael B. (gm8816)
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Gibt es denn einen Modem Chip oder sowas in der Art? Es soll ja 
möglichst auf einem Board bleiben.

Autor: Knut Ballhause (Firma: TravelRec.) (travelrec) Benutzerseite
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Bist Du sicher, daß Du die (kostenpflichtige) Telefonleitung für Deine 
Versuche nehmen willst? Machst Du ´was kaputt, rückt Dir der T-Com-Mann 
auf den Pelz! Wie weit ist denn Dein Partner weg? Vielleicht klappt´s ja 
auch mit Funk, wenn ihr im selben Ort wohnt...

Autor: Mano Wee (Firma: ---) (manow)
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modemchips findet man im i-net z.B. http://www.tcm3105.com/, wobei 
wahrschenlich alte analog modems mit RS-232 Schnittstelle gebraucht ned 
wirklich viel kosten. Die werden dann mit dem Hayes Befehlsatz 
angesteuert...

mit den Telefonflatrates ist das Telefonieren kostenlos, nur 
Datenverbindungen sind idR davon ausgeschlossen.

Autor: Tubie (Gast)
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Würde aber mal sagen, eine Analoge Modemverbindung wird nicht als 
Datenverbindung gewertet - genau kann ich es aber nicht sagen, da es 
schon einige Jahre her ist als ich mein Modem zugunsten von ISDN und 
später DSL "entsorgte"

Gruß,
Tubie

Autor: Lötkünstler (Gast)
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@ Geoffrey M.
ich vermute du meinst Temex (telemetrie exchange).
Ich weiß allerdings nicht ob noch Geräte am Markt verfügbar sind.
Ein Modem zu basteln würde ich nicht empfehlen weil zu komplex.
Lieber ein altes Ausrangiertes Modem nehmen und dann wie hier schon
erwähnt über die serielle Schnittstelle Daten übertragen und mit einem
kleinem Prozessor Relais steuern.
DAnn gibt´S auch keinen Ärger mit der Telekom.

Lötkünstler

<Mit der Lizenz zum Löten>

Autor: Michael B. (gm8816)
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Ich denke es geht eher die Telefonanlage Kaputt. Ich benutze 
Internettelefonie mit Flatrate also werden die Kosten immer gleich sein. 
Dann werde ich mich mal nach zwei Modems mit RS232 Port umsehen.

Autor: Michael U. (amiga)
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Hallo,

was sagt denn die Internettelefonie rein technisch zu Datenübertragung?
Soweit ich weiß, geht doch da nichtmal analoges FAX sauber rüber?

Gruß aus Berlin
Michael

Autor: Michael B. (gm8816)
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Also Faxen konnte ich bis jetzt immer gut. Das gab keinerlei 
schwierigkeiten. Weiß denn jemand ob bei der 1und1 Internettelefonie mit 
Flatrate Datenanrufe etwas kosten oder ob 1und1 die komplett sperrt?

Autor: Johnny Maxwell (Gast)
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Oje, erst werden also die Daten vom Modem in analoge Signale umgewandelt 
um dann in der Telefonanlage wieder digitalisiert zu werden um sie dann 
übers Internet als VoIP Stream zu senden. Am anderen Ende passiert das 
ganze dann wohl in umgekehrter Richtung, oder was?

Die "Telefonleitung" über die du da Daten übertragen willst ist also 
nur zwischen deinem Gerät und deiner Telefonanlage.

Ich könnte ja noch verstehen, dass man gerne etwas per Hand von einem 
überall verfügbaren Telefon selbst an und ausschalten will, aber du 
sprichst ja von zwei Controllern, die untereinander kommunizieren 
sollen.

Warum dann nicht gleich digital? (IP, ISDN)

Autor: Markus L. (lucky79)
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Geoffrey M. wrote:
> Ich denke es geht eher die Telefonanlage Kaputt. Ich benutze
> Internettelefonie mit Flatrate also werden die Kosten immer gleich sein.
> Dann werde ich mich mal nach zwei Modems mit RS232 Port umsehen.

In deinem Fall wäre eher ein WebServer interessant also die von  Johnny 
Maxwell (Gast)angesprochene Lösung...

Schau mal hier rein:
http://www.ulrichradig.de/  AVR -> ETH_M32_EX

Alles Andere is Käse wenn du eh schon eine "Immer-da" Internetleitung 
hast.

Die Firmware des WebServers muss natürlich geändert werden, aber sollte 
nach Einarbeitung nicht so schwer sein, da was Zeitgesteuert zu 
machen...

Autor: yalu (Gast)
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Du brauchst nicht einmal einen Webserver. Der darunterliegende
TCP-Stack ist vollkommen ausreichend, um Datenverbindungen zu anderen
Rechnern herzustellen.

Autor: Johnny Maxwell (Gast)
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> Du brauchst nicht einmal einen Webserver. Der darunterliegende
> TCP-Stack ist vollkommen ausreichend, um Datenverbindungen zu anderen
> Rechnern herzustellen.

Genau!
Aber offenbar ist hier eher die kompliziertest mögliche Lösung gesucht 
:)

Autor: am2 (Gast)
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Der Beitrag ist zwar schon in die Jahre gekommen, aber vielleicht liest 
ja doch noch mal jemand rein.

1. Ist es erlaubt, Daten über die Telefonleitung zu jagen?
2. Gibt es eine Möglichkeit, die Daten tatsächlich gleich digital zu 
senden oder müsste man tatsächlich erst DA - Daten an Telefon - AD vom 
Telefonleitungsanbierter und auf der Gegenseite zurück?
3. Kennt jemand eine "Bastelanleitung"?

Hintergrund: Eine etwas in die Jahre gekommene Person bekommt akkustisch 
nicht mehr alles mit. Daher stelle ich mir vor, etwas zu basteln, was
- im Zweifelsfall - dem Fernseher meldet, dass da was ankommt und am 
Fernseher mittels Funktastatur das Tippen und Lesen einer Nachricht 
ermöglicht

Die beiden Endstellen sind kein Problem, auf der "Kundenseite" ein 
Raspi, der mit HDMI auf den Fernseher geht (wie ich dem beibringe, dass 
das Raspi- Signal wichtiger ist, als GuteZeiten- SchlechteZeiten, das 
bekomme ich auch noch raus).
Aber wie baue ich das Modem- Zwitschern? Und was ist unter dem Aspekt 
VoIP zu beachten? Wenn G.723.1 zuschlägt, dann muss man ja 
wahrscheinlich die Signale quasi vergewaltigen und irgendwelche fiktiven 
Sprachlaute übertragen, damit der das halbwegs vernünftig als Frames 
interpretiert. (Wie ein DA- Wandler funktioniert, das weiß ich 
theoretisch schon, aber praktisch habe ich das noch nicht gemacht)

Hat jemand Lust, mal darüber nachzudenken?
(Und im Voraus: nein, DSL ist keine Alternative. ja, an Fax habe ich 
auch schon gedacht, ist aber auch nicht das, was ich gebrauchen kann)

Autor: Chr. Messener (snowfly)
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> dem Fernseher meldet
Für den Fall schlage ich eine SetTop Box mit Enigma2 vor.

Das was du vermeindlich suchst ist DTMF.

Zu den Fragen:
1. Wen interessierts solange du das nicht geschäftlich machst
2. Über einen analogen Anschluss kannst du nichts digitales schicken,
   das sind immer Töne zwischen 300Hz und 3,4kHz
3. Ich habe schon einige gesehen, da wirst du sicher fündig.

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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am2 schrieb:
> 2. Gibt es eine Möglichkeit, die Daten tatsächlich gleich digital zu
> senden

Das ging vor vielleicht 30 Jahren noch, als man ein reines 
Kupferaderpaar als Standleitung mieten konnte.

> oder müsste man tatsächlich erst DA - Daten an Telefon - AD vom
> Telefonleitungsanbierter und auf der Gegenseite zurück?

Sicher. Nur macht man so etwas heute nicht mehr so.

Für das von Dir angedachte Szenario dürfte es sinnvoller sein, eine 
Internetanbindung zu verwenden. Da gibt es fertige Protokolle (z.B. 
Email o.ä.), und das setzt auch keinen DSL-Anschluss voraus, das lässt 
sich auch mit dem überschaubaren Datenvolumen günstiger Mobilanbieter 
erledigen und ist dann effektiv günstiger als eine vergewaltigte 
Telephonübertragung.

Autor: Frank K. (fchk)
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am2 schrieb:
> Der Beitrag ist zwar schon in die Jahre gekommen, aber vielleicht liest
> ja doch noch mal jemand rein.
>
> 1. Ist es erlaubt, Daten über die Telefonleitung zu jagen?
ja.

> 2. Gibt es eine Möglichkeit, die Daten tatsächlich gleich digital zu
> senden oder müsste man tatsächlich erst DA - Daten an Telefon - AD vom
> Telefonleitungsanbierter und auf der Gegenseite zurück?

Was ist denn tatsächlich an Hardware vorhanden? Ein analoger Anschluss? 
Dann brauchst Du ein Modem. Gibts bei ebay zuhauf. Mehr als 2400 bps 
werden aber wahrscheinlich nicht funktionieren. Wenn es ein Router ist, 
wäre IP eine Möglichkeit.

> Hintergrund: Eine etwas in die Jahre gekommene Person bekommt akkustisch
> nicht mehr alles mit. Daher stelle ich mir vor, etwas zu basteln, was
> - im Zweifelsfall - dem Fernseher meldet, dass da was ankommt und am
> Fernseher mittels Funktastatur das Tippen und Lesen einer Nachricht
> ermöglicht

Stelle dem Kunden doch ein GSM-Modul mit großer LED-Anzeige hin und
übertrage die Nachrichten als SMS. Die üblichen GSM-Module haben dafür 
einen speziellen Befehlssatz, der recht einfach zu verwenden ist. GSM 
ist quasi flächendeckend vorhanden, und für SMS reicht auch ein 
schwacher Empfang.

Das wäre das einfachste.

fchk

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