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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Opamp LM741 auch unipolar einsetzbar?


Autor: Daniel M. (danielm)
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Hallo mal wieder,

kann man einen bzw. den oben genannten Opamp (LM741) unipolar betreiben 
(GND an V- und 15V an V+)? Oder muss der dann generell dafür 
spezifiziert sein? Ich würde gerne eine Fotodiode verstärken und mit 
einem 7815 die Versorgungsspannung für den Verstärker bereitstellen. 
Habe mit meiner Schaltung bisher keinen Erfolg gehabt und dachte daher 
an die Versorgungsspannung...

Vielen Dank & Gruß,

Daniel

Autor: Michael U. (amiga)
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Hallo,

einem OPV ist es eigentlich egal, wie er zu seiner Spannung kommt. Man 
muß dann eben dafür sorgen, daß die Spannungen an Ein- und Ausgängen zu 
seinen Daten passen (virtuelle Masse).

Gruß aus Berlin
Michael

Autor: crazy horse (Gast)
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sinnvoll einsetzbar ist er unipolar eigentlich nicht.

Autor: Olaf (Gast)
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Ich sag ja..irgendwo muss noch ein Nest von den Dingern sein.
Verkauft Pollin sie gerade oder so?


> kann man einen bzw. den oben genannten Opamp (LM741) unipolar betreiben
> (GND an V- und 15V an V+)?

Ja, allerdings musst du eine virtuelle Masse erzeugen und die 
Ausgangsspannung ist weit von den Rails entfernt.

> Ich würde gerne eine Fotodiode verstärken und mit

HM..ja...und naechste Woche will einer den 741 als Videoverstaerker 
missbrauchen, sagt nicht ich haette euch nicht gewarnt. :-)

Du sollest mal genau erzaehlen was du mit der Fotodiode machen willst.
Fuer die meisten ernstzunehmenden Anwendungen ist ein 741 an so einer
Diode nicht brauchbar. Ausser du bastelst eine Lichtschranke auf
Hobbynivou.

Bitte einfach mal das hier lesen:

http://focus.ti.com/lit/an/slod006b/slod006b.pdf

Danach sollten fast alle Fragen zu Operationsverstaerkern beantwortet 
sein.

Olaf

Autor: Daniel M. (danielm)
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Hallo,

vielen Dank für Eure Antworten... Ja, ich will mit einer Fotodiode eine 
Art Lichtschranke realisieren. Im Moment hab ich die Fotodiode direkt an 
den Komparator meines ATMEGA16 angeschlossen (und ein Poti als 
Vergleich...). Die Spannung am Pin ist aber bei Beleuchtung und nicht 
Beleuchtung nur etwa 300 mV zu 280 mV. Da ich das Signal der Fotodiode 
aus einem Gehäuse über ein Kabel führe ist der Vergleich sehr 
störanfällig (in dem Kabelstrang wird noch ein verstärktes PWM mit 1-2 A 
Spitze geführt... Störquelle...), daher würde ich gerne die Fotodiode in 
dem Gehäuse verstärken und dann zum Komparator meines µC führen.

@ Olaf: Was sind Deine Bedenken bzgl. des 741? Ist der zu 
ungenau/verrauscht?
Mein Signal, bzw. meine Lichtschranke wird mit maximal 200 Hz 
geschaltet, daher denke ich, dass die Anforderungen nicht allzu groß 
sind.

Es wäre Klasse, wenn ich mit GND und 15 V auskommen würde. Ich will ja 
nur positive Ausgangsspannungen erzeugen und das auch noch eher bis 5 V 
maximal (wegen dem µC).

Ich danke Euch für Euren Input!

Grüße,
Daniel

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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Der 741 ist wirklich uralt.

Autor: Ekschperde (Gast)
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Der 741 ist nicht wirklich schlecht.
Wenn man seine Macken kennt ;-)

Autor: Daniel M. (danielm)
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alt = schlecht?
den gibts nun mal bei uns an der uni...

grüße,
daniel

Autor: Michael U. (amiga)
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Hallo,

wie betreibst Du die Photodiode, im Elementbetrieb?
Die Sperrstromänderung einer Photodiode sollte doch merklich größere 
Spannungsänderungen möglich machen oder kommt zuviel Fremdlich an die 
Geschichte?

Gruß aus Berlin
Michael

Autor: Helmi (Gast)
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Warum werden hier immer noch solche Uralt OPs gebraucht ?

Der LM741 kann an seinem Ausgang nur bis ca. 3 V an die Versorgung ran.
Also wenn du ihn mit +15V versorgst dann geht der Ausgang nur bis ca. 
2..3V gegen GND.

Parameter Output Swing
bei +-15V Versorgung geht der Ausgang nur auf +-12V
Auf deine Versorgung von 0/+15V bezogen dürfte er dann +3V .. 12V machen

Besser du nimmst dafür einen modernen Rail to Rail OP .
z.B. TS912 oder OPA2340
Den kannst du mit 5V Versorgen


@Olaf
Man sollte den Leuten die immer noch den 741 einsetzen wollen aber 
dafuer den neusten Prozessor haben müssen doch besser empfehlen dafür 
einen 8080 zu nehmen  (mit 2708 Eprom).


Gruss Helmi

Autor: Dieter Werner (dds5)
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Schau mal ob Du einen LM358 findest, ist zwar ein Doppel-OP aber der hat 
den gewaltigen Vorteil, dass die Eingänge bis Null herunter 
funktionieren.

Wahrscheinlich reicht es schon wenn der mit 5V versorgt wird, dann kann 
man den Ausgang direkt an den µC Eingang anschließen.

Autor: Daniel M. (danielm)
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Danke für Eure Antworten.
Hab gerade mal nachgesehen... könnte einen LM324 bekommen. Den haben wir 
an der Uni auch. Sieht ganz vernünftig aus.

@ Michael: Welchen Betrieb würdest Du mir denn für die Fotodiode 
empfehlen, wenn ich danach nen Opamp hab? Hab google schon einige male 
gestresst, aber bei Fotodioden + Opamp - Schaltungen hab ich noch nichts 
einheitliches gefunden... Kann aber an meiner Unerfahrenheit mit Opamps 
liegen, dass ich die Schaltungen noch nicht "erkenne".

Ich danke Euch,
Grüße,
Daniel

Autor: Matt (Gast)
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Wenn der 741 nur Komparator spielen soll und wirklich nichts anderes zur 
Verfügung steht, kann man das hinpfuschen, wenn man mit einer >3V 
Zenerdiode (oder entsprechend vielen LEDs/1N41148 in Serie, falls es 
derlei HiTech auch nicht gibt) zwischen OP und uC (evtl. noch ein R 
zwischen Zener auf Masse dazu) aus den +3V/+12V 0V/+9V macht, mit 
Serienwiderstand und den SChutzdioden im uC-Eingang wird daraus 
Logikpegel.
                0V/9V     0V/5V
+3V/+12V  >---ZD--+---R--->uC
                  |
                  R
                  |
                 GND

Autor: Matt (Gast)
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Sorry, Antwort zu spät gesehen, das Gebastel hat sich mit dem LM324 
schon erledigt :).

Autor: Helmi (Gast)
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Autor: Daniel M. (danielm)
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klasse das online seminar! danke dir!

Autor: Daniel M. (danielm)
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Angehängte Dateien:

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hi...

würde dann der angehängten schaltung prinzipiell was entgegensprechen? 
die werte für die potis müsst ich dann noch passend suchen, klar... es 
geht mir nur ums prinzipielle...

merci & n8,

daniel

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