Gast
#863234
Hallo, ich habe gerade versucht, die Temperatur an der Lötspitze meiner Lötstation Ersa Analog 80 zu messen. Dazu habe ich dieses runde Metallkügelchen des Temperaturfühlers meines Multimeters (Peaktech 2010) mit Alufolie an das vordere Ende einer unbenutzten Bleistift-Lötspitze geklemmt. Anschließend habe ich die Temperatur-Marken der Analog 80 ausprobiert und jeweils Sollwert, Spitzenwert und den Endwert, um den die Temperatur dann am Ende um einige Grad C schwankte, notiert. Die Genauigkeit beträgt laut Bedienungsanleitung bis unter 400 Grad C +- 1% v.M. + 4 St. und über 400 Grad C +- 1,5% v.M. + 15 St. Hier ist die Tabelle:
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Wie man sieht liefert die Messung bei 150, 200 und 250 Grad Solltemperatur noch akzeptable Ergebnisse, ab 350 Grad wird es meiner Meinung nach jedoch ziemlich ungenau. 1. Ich komme bis unter 400 Grad C auf eine Toleranz von 14 Grad (1000 * 1% + 4) und über 400 Grad auf eine Toleranz von 30 Grad (1000 * 1,5% + 15). Habe ich das richtig verstanden? 2. Sind meine Messungen überhaupt zu gebrauchen, oder ist für so etwas ein spezielles Lötspitzentemperatur-Messgerät erforderlich? 3. Ist dieses rote Kabel am Teperaturfühler wirklich bis 1000 Grad C hitzebeständig? Ich nehme es an, da der Messbereich des Peaktech bis 1000 Grad geht, aber ob ich nun den Mantel des Kabels direkt an den Lötkolben pressen darf, oder nur diese Perle an der Spitze des Temperaturfühlers, ist mir nicht klar. 4. Ist es normal, dass die Spitzentemperatur bei den ersten drei Messungen so weit über das Ziel hinaus schießt? Ich dachte immer, Ersa hat so eine präzise und intelligente Regelung!?! 5. Lassen sich die starken Abweichungen der Endtemperatur von der Solltemperatur bei den nachfolgenden Messungen irgendwie erklären, obwohl es bei den ersten drei ja recht genau hinkommt? Der Lötkolben wurde während der Messungen nicht bewegt.
