Ethernet ist nicht unbedingt das, was man als Mikrocontroller-
einsteiger gleich am Anfang macht. Es gibt zwei Möglichikeiten,
dorthin zu kommen:
1. Von oben her: Du schnappst dir ein Board mit einem leistungsfähigen
32-Bit-Controller (bspw. ARM9), viel Speicher (einige MB) und einem
vorinstallierten Betriebssystem wie Linux oder Windows CE. Das
ganze TCP-Geraffel haben dann schon andere für dich gemacht und
lauffähig installiert.
Vorteil: Dank des Betriebssystems ist die TCP-Programmierung
PC-ähnlich, damit kannst du sofort in die Vollen gehen.
Nachteil: Du siehst vom Mikrocontroller recht wenig, weil er sich
hinter dem HAL des Betriebssystems verbirgt. Damit ist der
disbezügliche Lerneffekt eher gering.
2. Von unten her: Du nimmst ein Board mit einem einfachen
8-Bit-Controller (bspw. AVR) mit einem Ethernet-Chip (bspw.
ENC28J60) ohne Betriebssystem. TCP bleibt zunächst außen vor, die
Temperatur zeigst du auf einem LCD oder LED-Display an. Wenn du
dann irgendwann einigermaßen fit bist, kannst du dich an die
Integration eines der frei verfügbaren TCP-Stacks machen und die
Daten über Netzwerk übertragen.
Vorteil: Du lernst die Funktionsweise eines Mikrocontrollers auch
im Detail kennen. Du hast gute Voraussetzungen, auch einen
komplexeren Mikrocontroller, wie bspw. einen ARM auch ohne
Betriebsystem zu beherrschen.
Nachteil: Der Weg zur Internetverbindung ist steiniger.
Wenn du bisher nur in PHP programmiert hast, ist für beide
Alternativen eine vorherige Einarbeitung in C wichtig. Das geht am
frustärmsten auf dem PC. Bis du da durch bist, hast du noch etwas
Zeit, dich für das richtige Board zu entscheiden ;-)