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Forum: HF, Funk und Felder D-Star One: Amateurfunk-Satellit startet ins Weltall


Autor: Christoph B. (birki2k)
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Kommenden Dienstag ist es so weit, der von Orbital entwickelte CubeSat startet von Wostotschny aus ins All. An Bord befinden sich vier Funkmodule, wobei zwei davon Funkamateuren weltweit zur Verfügung stehen werden.

Amateurfunksatelliten dienen Funkamateuren als Brücke zur Kommunikation, können aber auch wissenschaftliche Experimente mit sich führen oder zu Testzwecken verwendet werden. In den vergangenen Jahren ist die Anzahl solcher Satelliten, oft in Form von miniaturisierten CubeSats, weiter gestiegen. Bei D-Star One handelt es sich um einen solchen CubeSat, der auf den digitalen Übertragungsstandard D-STAR (Digital Smart Technologies for Amateur Radio) setzt.

Damit ist D-Star One der erste Satellit, der den Standard nutzt. Dieser erlaubt es, sowohl Sprache als auch Daten digital zu übertragen. Zwei der vier im Halbduplex-Modus betriebenen Funkmodule werden zur Telemetrie und Fernsteuerung genutzt, die beiden weiteren Module dienen dem Amateurfunk. Hier ist jeweils nur ein Modul aktiv, sollte es zu Ausfällen kommen, steht aus Redundanzgründen ein weiteres Modul zur Verfügung.

Die Telemetriedaten können auf 435,7 MHz empfangen werden, die Downlink-Frequenz beträgt 435,525 MHz, die Uplink-Frequenz 437,325 MHz. Im Normalbetrieb befindet sich der Satellit in einem Energiesparmodus und ist so pro Minute 20 Sekunden empfangsbereit. Falls in diesem Fenster ein Signal detektiert wird, bleibt der Satellit für weitere 5 Minuten aktiv.

Nähere Informationen zu D-Star One sind auf der Seite des Herstellers verfügbar, zudem gibt es ein Preisausschreiben. Hier muss eine ausgesendete Sprachnachricht empfangen und per eMail an den Hersteller gesendet werden, wobei die erste Mail gewinnt.

Weitere Informationen:


: Verschoben durch Admin
Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
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Wenn das Ding für alle zugänglich wäre und nicht nur für Funkamateure, 
wäre es eine tolle Sache. Aber so, naja.

Autor: Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)
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Hmm, ich finde nichts über die geplante Bahneigung. Hoffentlich gross 
genug, damit das Dings auch mal über uns steht.
Edit: Ahh, auf dem Umweg über die Metoer Mission lässt sich rausfinden, 
das praktisch eine polare Bahn geplant ist. Das klingt doch gut.

: Bearbeitet durch User
Autor: Jörg Bieszczak (captainbee)
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Was macht die AMSAT eigentlich momentan so ?

Autor: Dumdi Dum (dumdidum)
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Abdul K. schrieb:
> Wenn das Ding für alle zugänglich wäre und nicht nur für Funkamateure,
> wäre es eine tolle Sache.

Witzbold.

Autor: Dmitriy B. (Gast)
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Abdul K. schrieb:
> Wenn das Ding für alle zugänglich wäre und nicht nur für
> Funkamateure,
> wäre es eine tolle Sache. Aber so, naja.


Es ist ja für alle zugänglich. Sobald Du dieses signal empfängst bist Du 
defakto ein Funkamateure ;)

Autor: Lothar Mayer (zwickel)
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Christoph B. schrieb:
> Im Normalbetrieb befindet sich der Satellit in einem Energiesparmodus
> und ist so pro Minute 20 Sekunden empfangsbereit. Falls in diesem
> Fenster ein Signal detektiert wird, bleibt der Satellit für weitere 5
> Minuten aktiv.

Na Mahlzeit, 20 Sekunden pile up....ob da was sinnvolles durchkommt?

Autor: Wolfgang (Gast)
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Dmitriy B. schrieb:
> Es ist ja für alle zugänglich. Sobald Du dieses signal empfängst bist Du
> defakto ein Funkamateure ;)

Dann lies mal, wie das in Deutschland im AFuV gesetzlich geregelt ist. 
Die Bezeichnung "Funkamateur" ist dort anders belegt.

Autor: Matthias W. (matthias_w40)
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Fällt das Ding nicht einfach wieder runter nach einer Gewissen Zeit ?
Das kann doch keinen Orbit dauerhaft halten ?

Autor: Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne)
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Proprietary electronic scrap for the orbit.

Namaste

Autor: Wolfgang (Gast)
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Matthias W. schrieb:
> Fällt das Ding nicht einfach wieder runter nach einer Gewissen Zeit ?
> Das kann doch keinen Orbit dauerhaft halten ?

"Das Ding" wird nicht hochgeworfen und steht dann am Himmel, sondern es 
befindet sich in einer Umlaufbahn, in der "es" um die Erde fällt. In 
dem Maße, wie die Luftreibung den Satelliten bremst, wir er schneller 
und sinkt er ab.

Autor: Dussel (Gast)
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Wolfgang schrieb:
> Matthias W. schrieb:
>> Fällt das Ding nicht einfach wieder runter nach einer Gewissen Zeit ?
>> Das kann doch keinen Orbit dauerhaft halten ?
>
> "Das Ding" wird nicht hochgeworfen und steht dann am Himmel, sondern es
> befindet sich in einer Umlaufbahn, in der "es" um die Erde fällt. In
> dem Maße, wie die Luftreibung den Satelliten bremst, wir er schneller
> und sinkt er ab.
Durch bremsen wird ein Gegenstand schneller und ein Objekt in der 
Umlaufbahn sinkt ab, wenn es schneller wird? Er wird langsamer. Dann 
stimmt es.

Autor: Test (Gast)
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Dussel schrieb:
> Durch bremsen wird ein Gegenstand schneller und ein Objekt in der
> Umlaufbahn sinkt ab, wenn es schneller wird? Er wird langsamer. Dann
> stimmt es.

Je langsamer der Gegenstand wird, desto geringer (weniger hoch) ist sein 
Orbit. Je geringer sein Orbit ist, desto mehr wird er von der 
Luftreibung gebremst. Das ganze ist zum Glück ein kleiner "Teufelskreis" 
und so wird auch die Lebensdauer des Satelliten begrenzt. Je nach 
Deployment-Höhe wird die Lebensdauer der Cubesats bestimmt.

Leider finde ich kaum Infos zu den technischen Sachen wie Stabilisierung 
usw.

Autor: Marc Horby (marchorby)
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Abdul K. schrieb:
> Wenn das Ding für alle zugänglich wäre und nicht nur für
> Funkamateure,
> wäre es eine tolle Sache. Aber so, naja.

Ist es doch! JEDER darf Amateurfunk empfangen! Für D-Star benötigt er 
halt ein passendes Gerät (der Gerät).

Autor: Wolfgang (Gast)
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Dussel schrieb:
> Durch bremsen wird ein Gegenstand schneller und ein Objekt in der
> Umlaufbahn sinkt ab, wenn es schneller wird? Er wird langsamer. Dann
> stimmt es.

Dann beschäftige dich mal mit der Berechnung von Satellitenbahnen.

Beispiel:
Die Bahn eines Satelliten in 35786km Höhe ist 264924km lang 
(Fernsehsattelit, Bahnradius 42164km) und dafür benötigt er 24,0 
Stunden. Also fliegt er mit einer Bahngeschwindigkeit von 3.67km/s.
Bei einem Satelliten in 405km Höhe (ISS, Bahnradius 6783km) ist die Bahn 
42619km lang und dafür benötigt er 29.7 Minuten. Die Bahngeschwindigkeit 
beträgt also 7.67km/s.

Und jetzt sag du mit noch, dass 7.67 kleiner als 3.67 ist ;-)

Autor: Wolfgang (Gast)
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Wolfgang schrieb:
> 29.7 Minuten

Sorry, Zahlendreher.
Es sin natürlich 92,7 Minuten.

Autor: Wolfgang (Gast)
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Test schrieb:
> Je langsamer der Gegenstand wird, desto geringer (weniger hoch) ist sein
> Orbit.

Nein

Autor: Dussel (Gast)
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Wolfgang schrieb:
> Dussel schrieb:
>> Durch bremsen wird ein Gegenstand schneller und ein Objekt in der
>> Umlaufbahn sinkt ab, wenn es schneller wird? Er wird langsamer. Dann
>> stimmt es.
>
> Dann beschäftige dich mal mit der Berechnung von Satellitenbahnen.
>
> Beispiel:
> Die Bahn eines Satelliten in 35786km Höhe ist 264924km lang
> (Fernsehsattelit, Bahnradius 42164km) und dafür benötigt er 24,0
> Stunden. Also fliegt er mit einer Bahngeschwindigkeit von 3.67km/s.
> Bei einem Satelliten in 405km Höhe (ISS, Bahnradius 6783km) ist die Bahn
> 42619km lang und dafür benötigt er 29.7 Minuten. Die Bahngeschwindigkeit
> beträgt also 7.67km/s.
>
> Und jetzt sag du mit noch, dass 7.67 kleiner als 3.67 ist ;-)
Das geht am Thema vorbei. Du rechnest mit stabilen Bahnen. Darum geht es 
hier aber nicht.
Wenn man ein Objekt bremst, wird es langsamer (definitionsgemäß). 
Dadurch sinkt es auf eine niedrigere Bahn ab, wobei sich die Form der 
Bahn ändert.
Ansonsten wäre ja ein Wiedereintritt kaum möglich, wenn ein langsamer 
werdendes Objekt auf eine höhere Umlaufbahn steigen würde.

Autor: Wolfgang (Gast)
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Dussel schrieb:
> Das geht am Thema vorbei. Du rechnest mit stabilen Bahnen. Darum geht es
> hier aber nicht.
> Wenn man ein Objekt bremst, wird es langsamer (definitionsgemäß).
> Dadurch sinkt es auf eine niedrigere Bahn ab, wobei sich die Form der
> Bahn ändert.

Willst du die Bahn der ISS als instabil bezeichnen? So schlimm ist es 
nun auch wieder nicht mit der Restatmosphäre.

Wenn du einen Satelliten bremst, wird er schneller.
Frag mal die Astronauten, die mit ihrer Sojus manuell an der ISS 
andedockt haben. Um aufzuholen, setzen die sich in eine tiefere Bahn als 
die ISS, warten bis sie die Station überholt haben und beschleunigen 
dann tangential etwas, um in die richtige Höhe zu kommen. Dabei werden 
sie langsamer, weil die durch die Beschleunigung eingebrachte kinetische 
Energie instantan in potentielle Energie umgesetzt wird. Umgekehrt 
passiert es beim Energieverlust durch Reibung. Durchs Bremsen wird 
kinetische Energie abgebaut und der Satellite sackt ab, wodurch er 
schneller wird.
Du kannst dir auch ganz einfach das Keplersche Gesetz ansehen. Da hast 
du direkt den Zusammenhang zwischen Bahnradius und Umlaufzeit. Du musst 
nur noch auf Bahngeschwindigkeit umrechnen.

Autor: Marek N. (bruderm)
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Lassen wir jetzt mal die Himmels-Mechanik außen vor. Es gilt der 
Drehimpuls-Erhaltungssatz.

Empfangen darf den zwar jeder, aber braucht man für D-Star nicht einen 
proprietären Codec?

Autor: Wolfgang (Gast)
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Marek N. schrieb:
> Lassen wir jetzt mal die Himmels-Mechanik außen vor. Es gilt der
> Drehimpuls-Erhaltungssatz.

Ob du Dussel mit dieser Argumentation überzeugen kannst? ;-)

> Empfangen darf den zwar jeder, aber braucht man für D-Star nicht einen
> proprietären Codec?

Nimm den D-Star Codec als IC, dass in den Empfänger/Dekoder eingebaut 
wird, wie jedes andere IC auch. Andere ICs kaufst du doch auch und baust 
sie nicht selber.

Autor: Marek N. (bruderm)
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Wolfgang schrieb:
> Andere ICs kaufst du doch auch und baust
> sie nicht selber.

Hm, ja stimmt. Aber man ist ja nicht gezwungen, ein bestimmtes Problem 
mit einem 74'00 zu lösen. Ebenso exisitieren ja für AM, FM und SSB jede 
Menge verschiedener Demodulatoren und Schaltungen, seit einiger Zeit 
auch rein in Software.
Beim AMBE(?) weiß ich nicht, ob es da was Freies gibt.
Bin schon zu lange raus, hab seit 10 Jahren keinen Transceiver mehr 
angerührt O_o

Autor: Lothar Mayer (zwickel)
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Schnell oder langsam ist sowas von relativ, kommt darauf an von welchem 
Standpunkt man das betrachtet.

Beispiel: Hast du einen Umlauf quasi direkt auf der Oberfläche der Erde 
und ein Objekt umrundet selbige in einer Stunde, dann hat das Objekt 
eine Gechwindigkeit von ~40.000km/h

Fliegt das Objekt nur 100m höher, dann braucht es schon 628km/h mehr um 
die Erde in einer Stunde zu umrunden.
In 1000m Höhe hat das Objekt dann entsprechend 46280km/h drauf um für 
den Betrachter auf der Erde selbige in einer Stunde zu umrunden.

Für den Betrachter auf der Erde ist die Geschwindigkeit quasi gleich 
geblieben.
Für das Objekt aber nicht.

Wenn das Objekt in grosser Höhe abgebremst wird, abbremsen heisst ja 
nunmal Geschwindigkeit verringern, dann kann es natürlich auch nicht 
schneller werden. Nur für den Betrachter auf der Erde, sieht das anders 
aus, denn durch die Verringerung der Geschwindigkeit sinkt auch der 
Abstand zur Erde und wird dadurch relativ schneller.

Ist doch ganz einfach...

Autor: Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)
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Test schrieb:
> Leider finde ich kaum Infos zu den technischen Sachen wie Stabilisierung
> usw.

Sowas braucht ein Cubesat nicht, deswegen ja die kleine Bauform. Er 
strahlt die Hitze über die derzeit der Sonne abgewandten Seiten ab, die 
er über die zugewandten Seiten abkriegt, es reicht ein relativ einfaches 
thermales Management.
Da er vermutlich zusammen mit dem Meteor Satelliten ausgesetzt wird 
(wenn mögl. auch etwa später oder früher, um Kollisionen zu vermeiden), 
erhält er die Bahn von der letzten Raketenstufe und hat deswegen auch 
keine Manövriertriebwerke, geschweige denn, einen Apogäumsmotor.
Schon Anfang der 60er Jahre wurden tetraederförmige Kleinsatelliten mit 
etwa 20cm Kantenlänge vorgeschlagen, die man zusammen mit der 
Hauptnutzlast starten und dann aussetzen kann.

Abdul K. schrieb:
> Wenn das Ding für alle zugänglich wäre und nicht nur für Funkamateure,
> wäre es eine tolle Sache. Aber so, naja.

Was sollen denn 'alle' da? Für die gibts das Internet, da können sie 
rumspielen. Die Funkamateure, die sich für sowas interessieren, sind 
auch diszipliniert genug, um die kleine Kiste nicht gleich zu 
missbrauchen.

: Bearbeitet durch User
Autor: Wolfgang (Gast)
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Lothar M. schrieb:
> Für den Betrachter auf der Erde ist die Geschwindigkeit quasi gleich
> geblieben.

Üblicherweise wird Bahngeschwindigkeit in km/h, km/s oder irgendeinem 
anderen Quotienten von Länge und Zeit ausgedrückt, nicht in Umläufen pro 
Tag.

Bei einer Umlaufbahn sind Umlaufzeit und Bahnumfang fest über die Masse 
der Erde miteinander verknüpft. Da kannst du dir nicht aussuchen, ob es 
in 100m Höhe die gleiche Zeit braucht, wie direkt an der Erdoberfläche.

Autor: omg (Gast)
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http://www.stoff.pl/

für Win, dann braucht Ihr nicht länger zu Streiten....

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
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Für D-Star brauch man ne Funkamateurlizenz, wenngleich auch der Chip 
selber so zu kaufen ist. So war das jedenfalls vor ein paar Jahren, als 
ich mir das mal ansah.
Für den zusätzlich notwendigen Sendebetrieb braucht man die Lizenz als 
Funkamateur zumindest in den meisten Ländern auch.

Das Argument mit der mickrigen Bandbreite ist natürlich schlagend. Ist 
ein nettes Spielzeug.

Autor: Test (Gast)
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Matthias S. schrieb:
> Test schrieb:
>> Leider finde ich kaum Infos zu den technischen Sachen wie Stabilisierung
>> usw.
>
> Sowas braucht ein Cubesat nicht, deswegen ja die kleine Bauform.

Ich würde eher sagen, dass die wenigsten Cubsats keine Stabilisierung 
haben. Dann bekommt man nämlich den Spin garnicht unter Kontrolle. 
Wenigstens passiv haben sie alle irgendwo Magneten drin die eine 
halbwegs akzeptable Ausrichtung ermöglichen.

Die meisten Cubesats haben zumindest Magnettorqer an Bord oder 
Drallräder wenn es die Nutzlast erfordert. Gibts ja inzwischen in jedem 
CubeSat-Shop zu kaufen.

Autor: Carsten Sch. (dg3ycs)
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Abdul K. schrieb:
> Für D-Star brauch man ne Funkamateurlizenz, wenngleich auch der Chip
> selber so zu kaufen ist. So war das jedenfalls vor ein paar Jahren, als
> ich mir das mal ansah.

Für den reinen Empfang von Amateurfunksendungen, EGAL welcher Art, 
brauchst du in DL (wie auch in FAST allen anderen Staaten der Erde) 
keine gesonderte Genehmigung aka Lizenz.

Geeignetes Empfangsgerät und fertig.
In einigen Staaten braucht man aber schon für den reinen Besitz oder 
zumindest das Anschließen eines Sendegerätes eine Genehmigung (war in DL 
bis in die späten 90er ja auch so)
In anderen ist erst das tatsächliche Senden ohne Genehmigung 
untersagt...

Davon hängt dann ab ob du als Nichtfunkamateur mit einem normalen 
Funkgerät zuhören darfst oder es ein reiner Empfänger sein muss. 
(Mittlerweile zumindest für andere Betriebsarten als AM & FM meist sogar 
teurer als auch Sendefähige Geräte da kleinerer Bedarf)

> Für den zusätzlich notwendigen Sendebetrieb braucht man die Lizenz als
> Funkamateur zumindest in den meisten Ländern auch.
Für den Sendebetrieb als Amateurfunker brauchst du -bis auf IMHO eine 
Ausnahme, ein Afrikanisches Land ohne jedes FErnmeldespezifisches Gesetz 
und Funkregulierung- in JEDEM Land der Erde eine Genehmigung.

Die Vorgaben wie die Lizenz zu erhalten ist unterscheiden sich ggf.
Die Meisten Länder halten sich dabei aber an die Mindestanforderungen 
die in internationalen Verhandlungen festgelegt und in 
zwischenstaatlichen Verträgen festgelegt sind. Der Amateurfunk wird 
dabei als ein Funkdiesnt von vielen (Neben Broadcast, Seefunk, 
FErnmeldeverbindungen über Richtfunk u. Satellit uvm) im Rahmen der von 
der ITU (UN) veranstalteten Weltfunkkonferenz (WRC) behandelt.

Die Mindeststandards sehen Grundkenntnisse in der Technik, 
Betriebstechnik und in den Frequenzplänen vor. Bis vor kurzem für 
Kurzwellenbetrieb auch noch Morsekenntnisse.

Das es manche Länder gibt wo die richte Parteimitgliedschaft über drei 
Generationen die einzige Möglichkeit und gleichzeitig Vorraussetzung ist 
vielleicht mal eine Genehmigung zu bekommen ist ein anderes Thema. Die 
Allermeisten der Staaten halten sich aber an die Internationalen 
Vereinbarungen

Und da Satellitenfunk international abgestimmt wird gibt es nur über die 
Amateurfunkfrequenzen die Möglichkeit Privatleute daran teilhaben zu 
lassen. Die Bedingungen um auf Amateurfunkfrequenzen senden zu dürfen 
sind bis auf die ebenfalls harmonisierten ISM Bereiche wie oben 
geschrieben ebenfalls festgelegt.
Mal abgesehen davon das wenn plötzlich jedes "Spielkind" ohne 
Hintergrundwissen da wild rumsenden dürfte jegliche geordnete 
Kommunikation zusammenbrechen würde, insbesonder bei Dingen wie 
Satelliten-Uplinkkanälen, gibt es ohne im Rahmen der von der UN 
veranstalteten Konfernzen eine Mehrheit zu finden gar keine Möglichkeit 
wie ein europäisches Land diese Bereiche für jedermann überhaupt 
zugänglich machen könnte.

In heutigen Zeiten mag es vielleicht etwas übertrieben erscheinen, aber 
Amaterufunk wird wirklich GANZ WEIT OBEN geregelt und ist mitnichten nur 
ein Randthema in irgeneiner Stiller Behördenecke. (Wenn gleich es heute 
im Normalen Alltag immer mehr dazu wird...) Liegt einfach daran das eine 
geordnete überstaatliche Frequenzregulierung in den L/M/K 
Wellenbereichne früher Essentiell auch für die NAchrichtenversorgung der 
Bevölkerung, und für Sicherheitsaufgaben war, heute verlieren diese 
Bereiche an Bedeutung dafür sind die GHZ Bänder (Richtfunk & 
Satellitenfunk) an deren Stelle Gerückt. Da muss alles was sich auf 
diesen Frequenzen tut gut abgestimmt sein.


Aber davon völlig abgesehen:
Ich finde diese Werbeankündigungen immer ganz belustigend.
Wer sich ein wenig mit Amateurfunksatelliten beschäftigt hat weiß das 
dieses Projekt völlig witzlos und weitab jeder technischen 
Herausforderung ist!
Das einzig neue daran ist das einen D-Star Transponder hat (und zwar NUR 
einen D-Star Transponder) Das auf einen vorgefertigten schon zigmal für 
andere Projekte genutzen Satellitenbaukastenmodul mit arg begrenzter 
Lebensdauer... Ausser etwas Geld oder Beziehung um den Mitflug zu 
erreichen ist das absolut nichts was besondere Leistung erfordert.

Und das es der erste Satellit mit D-Star ist liegt nicht etwa daran das 
es bei anderen AFU Satelliten nicht möglich gewesen wäre.
Es liegt wohl einzig daran das D-Star ein proprietärer Codec ist und 
dabei auch nur einer von vielen. Es ist kein Freies System. Daher ist 
D-Star in Amateurfunkkreisen durchaus umstritten und gerade viele der 
Technikaffinen (aus deren Kreisen üblicherweise die Satellitenbauer 
kommen) ziehen daher andere digitale Betriebsarten vor.

Mit Ausnahme der digitalen Betriebsart entspricht das Projekt ansonsten 
eher dem was die Amateurfunksatelliten in den frühen 1960er Jahren (ab 
1961) so konnten. Nur das damals sehr viel wissen erst erarbeitet werden 
musste und die Satelliten von der ersten Schraube an komplett durch 
Amateurfunker gebaut werden mussten.
https://de.wikipedia.org/wiki/Amateurfunksatellit

Stand heute, nach (deutlich?) über 100 gebauten und gestarteten 
Amateurfunksatelliten,  ist bei "besonderen" Amateurfunksatelliten 
Lagerregelung mit eigenen Triebwerken für einer dauerhaft stabile Bahn, 
ettliche hundert Kilo Startgewicht, geplante Nutzzeiten größer 10Jahre, 
Betrieb auf einer vielzahl von Bändern in mehreren Betriebsarten.
Es gibt Satelliten die seit den 70er Jahren im Orbit sind und nach wie 
vor Betrieb über Transponder ermöglichen (z.B. AO7 seit 1974!, wenn 
gleich durch zwischenzeitlichen Ausfall der Akkus nur noch bei 
ausreichender Sonnenbestrahlung. Und das nach 43 Jahren im All!)

Oder kleinere Satelliten die die Erdumlaufbahn ganz verlassen und auf 
eine eigene Sonnenumlaufbahn einschwenken. In Vorbereitung ist eine 
eigene Marssonde.
Und alle diese Dinge von der ersten Schraube an komplett 
Selbstentworfen.

Das sind Dinge die einer besonderen Meldung wert sind.
Aber doch keine Bausätze deren einzige "besonderheit" es ist das die ein 
proprietäres System tragen von dem bisher niemand das Interesse hatte 
dies auf einen AFU Satelliten zu verbauen.

Gruß
Carsten

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
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Wow. 43 Jahre schon. Der muß wohl ne Umlaufbahn haben, wo er nicht so 
schnell von alleine wieder kommt. Die neuen Sats werden ja alle so 
positioniert, daß sie in absehbarer Zeit dort wieder Platz machen und 
kontrollierter Weltraumschrott werden. Also nicht andere Sats gefährden 
werden. Und  baldigst wieder eintreten.

Vielleicht war es ja nur ne geschickte Werbeveranstaltung für D-Star. Um 
das nochmal klarzustellen: Für D-Star brauch man ein 
Amateurfunk-Rufzeichen.

Das der Satellit nur diese einzige Betriebsart unterstützt, finde ich 
auch kurios.

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
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Wow, bin schon bei -7 Punkten. Also eines muß man den Funkamateuren 
lassen, sie vertragen absolut keine auch nur ansatzweise Kritik.

Das wäre doch toll, wenn jeder auf bestimmten Frequenzen so ein Ding 
benutzen könnte. Soooooooo viele wären das eh nicht, zumal der Sat eh 
nur einen kleinen geografischen Bereich jeweils gleichzeitig abdeckt.

Autor: Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)
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Abdul K. schrieb:
> Wow. 43 Jahre schon. Der muß wohl ne Umlaufbahn haben, wo er nicht so
> schnell von alleine wieder kommt.

Vanguard 2 wurde 1959 gestartet und umkreist nach wie vor die Erde als 
ältestes Man-Made-Object-in-Space. Aber das Ding piepst schon lange 
nicht mehr.
https://en.wikipedia.org/wiki/Vanguard_2

Amsat Oscar 7 ist ein wahres Meisterstück, wenn man ihn heute auch nur 
noch mit grosser Antenne quäken hört.
(OSCAR = Orbiting Satellite Carrying Amateur Radio)
Vor knapp 9 Tagen wurde übrigens AO 91 gestartet(!)

Autor: Wolfgang (Gast)
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Abdul K. schrieb:
> Wow. 43 Jahre schon. Der muß wohl ne Umlaufbahn haben, wo er nicht so
> schnell von alleine wieder kommt.

Der hat eine Höhe von 1450 km.

Was meinst du, warum manche Leute "not amused" waren, als die Chinesen 
1999 an Fengyun-1C in 850km Höhe eine Antisatellitenwaffe erprobt haben 
und den Satelliten in über 40000 Teile von nennenswerter Größe zerlegt 
haben, die jetzt eine halbe Ewigkeit andere Satelliten gefährden.

Autor: C. A. Rotwang (Gast)
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Abdul K. schrieb:
> Wenn das Ding für alle zugänglich wäre und nicht nur für Funkamateure,
> wäre es eine tolle Sache. Aber so, naja.

Was hindert Dich daran die Lizenz zum Funken durch bestehen der Prüfung 
zu erwerben? Nebenher lernste viel fürs Leben und kannst auch ohne 
Studium potentiellen AG nachweisen das du einiges mehr vom elektrischen 
Strom verstehst als nur das Wechseln von Sicherungen.

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
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Nee danke, auf das Niveau von <manchen> Amateurfunkern will ich nicht 
absinken. Aber du bist ein Gast, da ist das Unwissen über mich 
verständlich.
Ich brauch auch keinen Sat. Ich dachte dabei eher an andere wie z.B. 
Vogelbeobachter usw.

Autor: C. A. Rotwang (Gast)
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Abdul K. schrieb:
> Wow. 43 Jahre schon. Der muß wohl ne Umlaufbahn haben, wo er nicht so
> schnell von alleine wieder kommt.

aus: https://www.bernd-leitenberger.de/orbits.shtml :
 
Bahnhöhe (Km)   Lebensdauer
160 km             zirka 1 Tag
185 km             zirka 1 Woche
300 km             zirka 6 Monate
400 km             mehrere Jahre
höher als 600 km  über ein Jahrzehnt
höher als 900 km  über ein Jahrhundert
36000 km     mehrere Millionen Jahre

> Die neuen Sats werden ja alle so
> positioniert, daß sie in absehbarer Zeit dort wieder Platz machen und
> kontrollierter Weltraumschrott werden. Also nicht andere Sats gefährden
> werden. Und  baldigst wieder eintreten.

Nö, nicht alle. Der Friedhofsorbit liegt gerade für erdferne Satelltiten 
wie die geostationären in Bereichen wo der Satellit etliche Jahrzehnte 
verbleibt. Also nix mit baldigen Wiedereintritt: 
https://de.wikipedia.org/wiki/Friedhofsorbit

Autor: C. A. Rotwang (Gast)
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Abdul K. schrieb:
> Nee danke, auf das Niveau von <manchen> Amateurfunkern will ich nicht
> absinken.

Charakter-Niveau und Intelligenzniveau sind zweierlei.

> Ich dachte dabei eher an andere wie z.B.
> Vogelbeobachter usw.

Meinst Du, die sind zu blöde die Prüfung für die Lizenz zu bestehen? Und 
wenn ja, warum sollte man Personen die zu blöde sind die Grundregeln des 
Funkens im Kopf zu behalten an ein Funkgerät lassen?

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
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Es ist einfach wichtig recht zu haben. Glaubst du im Ernst, ich will 
stundenlang Abhandlungen schreiben? Nö.
Der Schrott gibt noch ne schöne Arbeit für zukünftige Generationen.

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
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C. A. Rotwang schrieb:
> Abdul K. schrieb:
>> Nee danke, auf das Niveau von <manchen> Amateurfunkern will ich nicht
>> absinken.
>
> Charakter-Niveau und Intelligenzniveau sind zweierlei.
>

Sorry, ich brauch diese Lizenz einfach nicht. Ich funke nicht. Und die 
Prüfung alleine nützt auch wenig. Für das Rufzeichen zahlt man weiter. 
Ich glaub jährlich oder? Und dann muß man sich an die Vorschriften 
halten, kann nicht mehr sagen man wußte es nicht. Darf also nur sehr 
wenige Funkfrequenzen benutzen. Muß Kennungen mitsenden und so weiter 
der Quatsch.
Dann darf es nur nichtkommerziell sein. Mann kann also keine Dienste 
verkaufen usw.
Ein Fahrradfahrer macht auch nicht den LKW-Führerschein. Wozu.


>> Ich dachte dabei eher an andere wie z.B.
>> Vogelbeobachter usw.
>
> Meinst Du, die sind zu blöde die Prüfung für die Lizenz zu bestehen? Und
> wenn ja, warum sollte man Personen die zu blöde sind die Grundregeln des
> Funkens im Kopf zu behalten an ein Funkgerät lassen?

Und die Prüfung alleine bringt ihm dann den gewünschten Sat und sein 
Vogel sendet im D-Star Format?


Bitte verschone mich. Bringt eh nix.

Autor: Marek N. (bruderm)
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Abdul K. schrieb:
> Für D-Star brauch man ne Funkamateurlizenz, wenngleich auch der Chip
> selber so zu kaufen ist.

Beleg das bitte doch mal mit einer Quelle.

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
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Teil 1 oder 2 ?

Autor: Marek N. (bruderm)
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Abdul K. schrieb:
> Für D-Star brauch man ne Funkamateurlizenz

Bitte

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
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Ich habe das aus dem Gedächtnis, weil vor Jahren gelesen.

Google liefert sofot:
http://www.dstargateway.org/D-Star_Registration.html

und da steht in der Eingabemaske Callsign.


Falls das falsch ist, kann es ja einer auf den neuesten Stand bringen.

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
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Ergibt sich ja eigentlich schon aus den Sendefrequenzen. Da die nur 
Funkamateure benutzen dürfen. Oder hat der Sat andere Frequenzbereiche 
auch noch? Vermutlich nicht.

Autor: Dussel (Gast)
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Wolfgang schrieb:
> Marek N. schrieb:
>> Lassen wir jetzt mal die Himmels-Mechanik außen vor. Es gilt der
>> Drehimpuls-Erhaltungssatz.
>
> Ob du Dussel mit dieser Argumentation überzeugen kannst? ;-)
Halb. Hier ging es um Abbremsung durch die Erdatmosphäre. Da wird Impuls 
auf Luftteilchen übertragen und den zu berechnen ist etwas 
komplizierter.

Autor: C. A. Rotwang (Gast)
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Abdul K. schrieb:

> Sorry, ich brauch diese Lizenz einfach nicht. Ich funke nicht.
...
> Bitte verschone mich. Bringt eh nix.

OK, ich verstehe, da ist Hopfen und Malz verloren. Du willst nicht 
funken, regst Dich aber auf das man eine Lizenz dafür brauchst. Naja, 
jeder hat seine eigene Variante entwickelt, seine Zeit sinnlos 
totzuschlagen.

Ich wünsch Dir noch viel Spass am irdischen Leben.

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
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Ich bin für völlig  freie bstimmte Frequenzbereiche, wo jeder spielen 
darf. Abseits derer der Funkamateure. Werden ja ständig neue frei. Ich 
denke aber das wird nix, da alles verkauft werden soll was irgendwie 
geht.

: Bearbeitet durch User
Autor: Opus (Gast)
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Und wann wird mal ein Opus-One gestartet?

Oder ist AMBE  so viel besser?

Autor: Joe (Gast)
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In diesem Thread gibt es (mindestens) einen Unbelehrbaren.

1.  weil er nicht verstehen will

2.  oder weil er nicht verstehen kann


Ich vermute den 2. Grund.

Autor: Carsten Sch. (dg3ycs)
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Abdul K. schrieb:
> Ich habe das aus dem Gedächtnis, weil vor Jahren gelesen.
>
> Google liefert sofot:
> http://www.dstargateway.org/D-Star_Registration.html
>
> und da steht in der Eingabemaske Callsign.

Ja und? Was hat das nun mit DStar Funkbetrieb über Satelliten bzw. dem 
Mithören zu tun?
Genau: GAR NICHTS!

Da geht es um Kontakt zu einem Netzwerk von D-STAR<->Internet Gateways 
mit dem über D-Star geführte GEspräche über das Internet zu einem 
anderen Gateway weitergeroutet werden können.
Da ist die Anmeldung nötig um MITSPRECHEN zu können. Ohne Anmeldung 
werden deine gesendeten Audiodaten nicht weitergeroutet.

Aber du kannst alles was deine Antenne auffängt mithören und fals du im 
Besitz einer Frequenzzuteilung bist selbstverständlich Direktbetrieb 
oder über "normale" Repeater machen.

Das was du schreibst könnte man vergleichen mit:
Ohne Facebook Account darf ich nicht im Internet schreiben.
Das hat genau denselben Wahrheitsgehalt.
>
> Falls das falsch ist, kann es ja einer auf den neuesten Stand bringen.

Gerade geschehen...

Abdul K. schrieb:
> Ergibt sich ja eigentlich schon aus den Sendefrequenzen. Da die nur
> Funkamateure benutzen dürfen. Oder hat der Sat andere Frequenzbereiche
> auch noch? Vermutlich nicht.

Abdul K. schrieb:
> Ich bin für völlig  freie bstimmte Frequenzbereiche, wo jeder spielen
> darf.


Wie weiter oben geschrieben:
Man kann auch am Funkbetrieb teilnehmen ohne zu senden...
Gibt eine reihe Personen die nur das Empfangen als Hobby haben!
Früher zwar deutlich mehr.
Auch sind so einige Afu Projekte (Wetterballon, diverse 
kleinstsatteliten) reine Baken die man nur empfangen kann.

Und wenn der Sat einen anderen Frequenzbereich als AFU hätte, dann 
dürfte man als Privatmann GAR NICHT senden oder müsste mindestens eine 
EINZELZUTEILUNG für die Frequenz in Kombination mit durch die Behörde 
erstellte Standortbescheinigung haben da man schon mit einfachsten 
Antennen und 5Watt Endstufenleistung schnell über die 10Watt EIRP kommen 
wird.
Da bist du schnell mit allen Nachweisen usw. bei einigen kiloeuro für 
Ausrüstung und Zuteilung dabei!

Aber dir steht es frei einen Antrag bei der Bundesregierung zu stellen 
das diese versucht auf der nächsten WRC eine Mehrheit unter den 
Delegationen der verschiedenen Staaten dafür zu bekommen das die 
Zugangsbeschränkung auf PErsonen die gewisse nachgewiesene 
Mindeststandards erfüllen aufhebt.
Dann noch einen Antrag das nach Inkrafttreten dieser Regelungen keine 
Frequenzzuteilungen mehr nötig sein sollen und dann darfst du auch 
senden...

Bis dahin steht es dir aber frei JEDES D-Star Gespräch mitzuhören das 
deine Antenne aufschnappen kann.

Aber da dich der Funkbetrieb ja nicht interessiert:
Was hättest du denn dann davon wenn du ohne Frequenz senden dürftest?

Und vor allem: Warum beschwerst du dich über die Bedingung 
"Amateurfunkprüfung" in diesem Thread?

Gruß
Carsten

: Bearbeitet durch User
Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
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Ich habe mich doch gar nicht beschwert über Amateurfunker. Meine 
Anmerkung ganz oben sagt einfach, daß es schön wäre wenn viel mehr Leute 
als nur die Amateurfunker mitmachen könnten. Und nein, es gibt nicht nur 
Leute die den Kanal zustopfen wollen.

20sec, da wird eh nix groß werden. Arbeiten die mit Paging-Tokens? 
SMS-artiges wäre wohl passender.

Ist D-Star nicht verschlüsselt? Erinnere mich nicht mehr so dran. Ich 
bin damit nur in Kontakt gekommen, weil ich mal ne Marktübrsicht über 
digitale low-rate Sprachübertragung gemacht habe. AMBE war halt einer 
der Chipanbieter. Ist irgendein programmierter TI-DSP oder wars 
zumindest mal. Irgendwo habe ich auch noch die PC-Softwarecodierer 
dafür.

Mit diesen Sats kam ich in Berührung, weil ich mal nen Entwurf für Pampa 
in Afrika Nashörner tracken hatte.
Und mal so ne Falken-Geschichte.

Mehr ist da nicht dahinter.

Autor: Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne)
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Abdul K. schrieb:
> Ergibt sich ja eigentlich schon aus den Sendefrequenzen. Da die nur
> Funkamateure benutzen dürfen. Oder hat der Sat andere Frequenzbereiche
> auch noch? Vermutlich nicht.

...
und darüber hinaus ist D-Star ein digitaler Übertragungsstandard mit 
kommerziell-proprietärem Protokoll was bedeutet, dass der Funkamateur 
auch auf Icom/Kenwoodtechnik angewiesen ist, wenn er nicht gerade das 
Protokoll per revers engineering nachentwickeln will.

Namaste

Autor: Wolfgang (Gast)
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C. A. Rotwang schrieb:
> 36000 km     mehrere Millionen Jahre

> Der Friedhofsorbit liegt gerade für erdferne Satelltiten
> wie die geostationären in Bereichen wo der Satellit etliche Jahrzehnte
> verbleibt.

Nach deinen Angaben mehrere 100000 Jahrzehnte ;-)

Der Mond treibt sich schon mehrere Mrd Jahre da oben rum und entfernt 
sich sogar von der Erde - nichts mit runterkommen ...

Autor: Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)
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Abdul K. schrieb:
> Und nein, es gibt nicht nur
> Leute die den Kanal zustopfen wollen.

Es gibt sie aber auch, davon abgesehen, das meistens einer reicht - und 
das ist Grund genug, irgendwelchen Kiddies oder anderen Spinnern den 
Sendebetrieb auf allen möglichen Frequenzen eben nicht zu erlauben.
Jeder mit Funklizenz hingegen weiss wenigstens, was er darf und was er 
nicht darf, im Gegensatz zu irgendwelchen Dahergelaufenen, die nicht 
wissen, wo Schluss ist.
Wie o.a. reicht das Internet für solche Typen sicher zum Austoben. 
Satelliten hingegen sind eben was spezielles - des dürfe nur mir, die 
Ekschperde. Du kannst dir aber ein Inmarsat- oder Iridium Telefon 
kaufen.

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
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hä hä. Gegenbeispiel: CB ist tot. Darf praktisch jeder.

Di eschte Eschperde mache nur Sims in LTspice. Das hebt richtig!


Winfried, D-Star hat mit Funkamateurbetrieb doch nix mehr wirklich was 
zu tun.

Autor: C. A. Rotwang (Gast)
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Winfried J. schrieb:

> und darüber hinaus ist D-Star ein digitaler Übertragungsstandard mit
> kommerziell-proprietärem Protokoll was bedeutet, dass der Funkamateur
> auch auf Icom/Kenwoodtechnik angewiesen ist,

Hm, ich wäre mir nicht so sicher, das es nicht ohne ICOM geht:
http://www.moencomm.com/k6jm-voip2014DIY.pdf
http://www.eham.net/articles/24011
http://www.dvmega.auria.nl/
http://nwdigitalradio.com/wp-content/uploads/2012/...

OK, der AMBE cip wird zugekauft, aber ohne Zukaufteile /-baugruppen geht 
schon lange nichts mehr im AFu.

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
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Jetzt mal technisch: Wie funzt das mit den 20sec ? Damit ist doch 
Funkbetrieb nicht wirklich möglich. Bei einem linearen Transceiver ginge 
das, aber nicht bei digital.

Autor: C. A. Rotwang (Gast)
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Abdul K. schrieb:

> Winfried, D-Star hat mit Funkamateurbetrieb doch nix mehr wirklich was
> zu tun.

Für einen der grad behauptet hat, nix mit Amateurfunk und Funkern am Hut 
haben zu wollen, redest du aber denen mächtig rein in Bezug auf "was 
Amateurfunk wirklich sein solltre". Anzeichen einer bipolaren 
Profilneurose?!

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
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Wer es wirklich experimentiell will, da gibts auch noch ein 1kbit/sec 
Codec für Sprache. Die Kompression ist so hoch und abstrakt, daß der 
Sprecher nicht mehr eindeutig identifizierbar ist. Die theoretische 
Grenze für realisierbare Codecs soll bei 300bit/sec sein.

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
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Ich denke schon das Funkamateur experimentiell sein soll. Das war doch 
damals auch die Intention bei Einführung: Eine billige weil kostenlose 
freiwillige Grundlagenforschung Funkbetrieb additiv zu AEG&Co. Später 
dann vermutlich als Vortraining fürs Militär gerne gesehen. So wie 
Segelfliegen usw.

Autor: Wolfgang (Gast)
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Dussel schrieb:
> Da wird Impuls auf Luftteilchen übertragen und den zu berechnen ist etwas
> komplizierter.

Im wesentlichen braucht man den effektiven Querschnitt quer zur 
Flugrichtung und die Masse des Satelliten. Seit fast 50 Jahren kommt man 
da mit empirischen Werten, die aus den Umlaufzeiten bestimmt werden und 
im SGP4 Bahnmodell berücksichtigt werden, recht gut zurecht. Außer beim 
Wiedereintritt lässt sich das gut als kleine Störung einer stabilen Bahn 
bahandeln. Der Wiedereintritt ist ein anderes Thema.

Autor: Dussel (Gast)
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Also ich bleibe dabei. Ein Gegenstand, der durch die Atmosphäre gebremst 
wird, wird langsamer und verliert an Höhe.

Autor: Stefan (Gast)
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Abdul K. schrieb:
> Jetzt mal technisch: Wie funzt das mit den 20sec ? Damit ist doch
> Funkbetrieb nicht wirklich möglich. Bei einem linearen Transceiver ginge
> das, aber nicht bei digital.

Bitte genau lesen:

> Im Normalbetrieb befindet sich der Satellit in einem Energiesparmodus
> und ist so pro Minute 20 Sekunden empfangsbereit. Falls in diesem
> Fenster ein Signal detektiert wird, bleibt der Satellit für weitere 5
> Minuten aktiv.

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
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Ah danke. Hatte ich vergessen. Ja, das sieht besser aus. Es reich 
allerdings trotzdem nicht. Wann weiß der Sender, daß der Sat frei ist?

Autor: Carsten Sch. (dg3ycs)
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Abdul K. schrieb:
> Ah danke. Hatte ich vergessen. Ja, das sieht besser aus. Es reich
> allerdings trotzdem nicht. Wann weiß der Sender, daß der Sat frei ist?

Wie bei jeder X-beliebigen erdgebundenen Relaisstelle (Repeater) auch:
Er Empfängt kein Signal auf der Downlinkfrequenz!

Ein solcher Satellit ist Funktechnisch ja nichts anderes als eine 
Besonders Exponierte Relaisstelle. Oft noch mit zusätzlichen 
Telemetrietranspondern (von den Steuerkanälen mal abgesehen) und mit 
Lineartranspondern statt einfacher Empfänger -> Sender Schaltung.

Abdul K. schrieb:
> Jetzt mal technisch: Wie funzt das mit den 20sec ? Damit ist doch
> Funkbetrieb nicht wirklich möglich. Bei einem linearen Transceiver ginge
> das, aber nicht bei digital.

Doch, da geht auch Digital eine Menge. Wird in "besonderen" Anwendungen 
sogar explizit so durchgeführt. Aus verschiedensten Gründen.
Da wird dann ein hochkomprimierter Datenstrom als Burst gesendet. Manmal 
sogar nur wenige ms lang. Gibt je nach Anwendung sowohl rein technische 
wie auch taktische Gründe die soetwas attraktiv erscheinen lassen.

Gruß
Carsten

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
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Das Ding arbeitet also breitbandig und nicht nur mit den 2400bit/sec 
AMBE-Datenstrom? Ich habe die Spec nicht gelesen.

Autor: Wolfgang (Gast)
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Dussel schrieb:
> Also ich bleibe dabei. Ein Gegenstand, der durch die Atmosphäre gebremst
> wird, wird langsamer und verliert an Höhe.

Jeder Stein, der von oben runter fällt, wird schneller.

Autor: Ja schon (Gast)
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> Jeder Stein, der von oben runter fällt, wird schneller.

Auch wenn die Atmosphäre immer dichter und bremsiger wird?

Autor: Wolfgang (Gast)
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Ja schon schrieb:
> Auch wenn die Atmosphäre immer dichter und bremsiger wird?

Natürlich nur so lange, bis er seine Grenzgeschwindigkeit erreicht hat 
und die sinkt dann mit zunehmender Luftdichte auch noch. Bevor es so 
weit kommt, hat sich ein Satellit beim Wiedereintritt schon längst 
zerlegt.

Autor: Gästchen (Gast)
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Abdul K. schrieb:
> Wenn das Ding für alle zugänglich wäre und nicht nur für Funkamateure,
> wäre es eine tolle Sache. Aber so, naja.

Ich bin eigentlich froh dass es nicht für "alle" zugänglich ist. Für 
"alle" sollte ein Smartphone als Spielwiese ausreichen.

Autor: Ham (Gast)
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Hallo

"Ich bin für völlig  freie bstimmte Frequenzbereiche, wo jeder spielen
darf. Abseits derer der Funkamateure. Werden ja ständig neue frei. Ich
denke aber das wird nix, da alles verkauft werden soll was irgendwie
geht."

Das ist eine schöne Idee aus der aber garantiert nichts werden wird.

Neben der finanziellen Sache würden frei Frequenzen wo jeder technisch 
so spielen darf wie die Amateurfunker in ihren Bereichen (die dürfen 
tatsächlich sehr viel) und gleichzeitig inhaltlich keine Einschränkungen 
besteht (Was im Afu eindeutig nicht der Fall ist - aber bei weiten auch 
nicht so streng ist wie hier einige Glauben) würde den normalen Bürger 
ein richtiges Machtinstrument in der Hand geben - und das darf und kann 
nicht sein - siehe auch was aus mit den Multikoptereinstzmöglichkeiten 
in Privater Hand (fälschlich auch "Drohnen" genannt) gemacht wurde, oder 
wie es sich das Internet gewandelt hatte als dieses im breiten Umfang 
für und durch jedermann ermöglichte Meinungen, Daten, Informationen usw. 
zu verbreiten.

Ham

Autor: Georg G. (df2au)
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Abdul K. schrieb:
> Ich bin für völlig  freie bstimmte Frequenzbereiche, wo jeder spielen
> darf.

Tolle Idee. Jeder = gesundes Halbwissen. Also sind Oberwellen, 
Nebenwellen usw irrelevant. Auch andere Gefahren durch HF werden 
ignoriert. Der Nachbar mit Herzschrittmacher hat dann eben Pech gehabt.

Es gibt noch diverse andere Baustellen auf diesem Gebiet. Aber du wirst 
das eh ignorieren.

Autor: Joe (Gast)
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Abdul K. schrieb:
> Ich habe mich doch gar nicht beschwert über Amateurfunker. Meine
> Anmerkung ganz oben sagt einfach, daß es schön wäre wenn viel mehr Leute
> als nur die Amateurfunker mitmachen könnten. Und nein, es gibt nicht nur
> Leute die den Kanal zustopfen wollen.

Es gibt Funkamateure und Amateurfunker!
Funkamateure wissen in der Regel, wovon sie reden (und schreiben).

Ich habe noch keinen Amateurfunker kennengelernt, der verstanden hat 
warum ein "Nachbrenner" für sein CB-Funkgerät den Fernsehempfang im 
Umkreis von mehr als 5km gestört hat und er auch in der Stereoanlage des 
Nachbarn zu hören war.

Hier treffen zwei Welten aufeinander.

Joe

Autor: Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne)
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Joe schrieb:
> Ich habe noch keinen Amateurfunker kennengelernt, der verstanden hat
> warum ein "Nachbrenner" für sein CB-Funkgerät den Fernsehempfang im
> Umkreis von mehr als 5km gestört hat und er auch in der Stereoanlage des
> Nachbarn zu hören war.

Hm ich kenne genügend ehemalige CB Amateure die das auch ohne schein 
wissen und auch wissen wie man das beseitigen kann.

Namaste

Autor: Mike Maikaefer (mike_m383)
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Wolfgang schrieb:

> Wenn du einen Satelliten bremst, wird er schneller.

Lies dir doch den Satz einfach noch mal selber ganz langsam 
durch...eventuell auch laut vor dich hinsagen!

> Frag mal die Astronauten, die mit ihrer Sojus manuell an der ISS
> andedockt haben. Um aufzuholen, setzen die sich in eine tiefere Bahn als
> die ISS, warten bis sie die Station überholt haben und beschleunigen
> dann tangential etwas, um in die richtige Höhe zu kommen.

1. Waren das ganz sicher Kosmonatuten.

2. Haben sie sich ganz sicher nicht in eine niedrigere Umlaufbahn 
gesetzt, um dort durch abbremsen in der Atmosphäre schneller zu werden. 
Vielmehr war das ein kleines Swing-by-Manöver, bei dem Sie den Impuls 
der niedrigeren Bahn für eine Beschleunigung genutzt haben. Ein 
Satellit, der durch Reibung mit der Atmosphäre Höhe verliert, wird in 
jedem Fall langsamer, da seine Bahn zusammenbricht - das ist von dem 
Swing-by-Effekt nix zu erwarten, für den Satelliten ist es dann einfach 
vorbei, wenn er nicht selber noch Energie zuführen kann, um den Orbit zu 
halten. Das, was du da zusammenfabulierts, ist nämlich nichts anderes 
als ein Perpetuum Mobile.

Autor: Stefan M. (derwisch)
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Abdul K. schrieb:
> Winfried, D-Star hat mit Funkamateurbetrieb doch nix mehr wirklich was
> zu tun.

Ich bin Funkamateur ( nicht Amateurfunker ) und muss mich dennoch der 
Meinung von Abdul anschliessen.
Es scheint auch bei den kommerziellen Herstellern von Funkgeräten ein 
Digitalhype ausgebrochen zu sein.
Analog ist ja soooo altbacken...

Nein, Digitalfunk hat für mich auch keinerlei Reiz.
Ob die Daten nun über eine Funkverbindung kommen, oder über´s Internet 
ist im Shack ( Funkbude ) kaum unterscheidbar.

Für mich ist der analoge Charakter der Funkverbindung entscheidend.
Signale im Rauschen hören, das Equipment optimieren, eine bessere 
Antenne basteln... egal ob im kHz oder GHz Bereich.
Das macht für mich den Reiz aus.
Digital geht, oder geht nicht... langweilig.

Musste mal raus bei dem Thema, auch wenn es etwas offtopic ist.

Autor: Lars (Gast)
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Stefan M. schrieb:
> Es scheint auch bei den kommerziellen Herstellern von Funkgeräten ein
> Digitalhype ausgebrochen zu sein.
> Analog ist ja soooo altbacken...

20 Jahre nachdem es sich in der zivilen Welt durchgesetzt hat (beim 
Militär sowieso) kommen auch mal die Amateurfunker auf den Trichter. Der 
einziger Reiz beim analogen Funk liegt doch in seiner Einfachheit.

Glücklicher Weise kommt der Fortschritt so und so. Bald sind die ganzen 
Analogverfechter im Amateurfunk tot. Altersschwäche. Hoffen wir dass der 
Amateurfunk das überlebt und nicht irgendwann eingestellt wird weil es 
keinen Nachwuchs mehr gibt. Ich halte recht wenig von dem kategorischen 
Verschließen gegenüber neuen Technologien. Bald wird es auch in der 
zivilen Welt vorbei sein mit der Analogtechnik. Wieso sollte sich das 
auch halten. Wart ein paar Jahre und es gibt nur noch Digitalradio.

Stefan M. schrieb:
> Nein, Digitalfunk hat für mich auch keinerlei Reiz.
> Ob die Daten nun über eine Funkverbindung kommen, oder über´s Internet
> ist im Shack ( Funkbude ) kaum unterscheidbar.

Das Problem entsteht bei dir nur weil du Amateurfunk als Konkurrenz zu 
sonstiger Kommunikation siehst. Man muss halt lernen zu akzeptieren, 
dass der Amateurfunk nicht mehr der einzige Weg der DX-Kommunikation 
ist. Das war vor 20 oder 30 Jahren so - heute nicht mehr. Und das kommt 
auch nicht mehr zurück.

Stefan M. schrieb:
> Signale im Rauschen hören, das Equipment optimieren, eine bessere
> Antenne basteln... egal ob im kHz oder GHz Bereich.
> Das macht für mich den Reiz aus.
> Digital geht, oder geht nicht... langweilig.

Das ist doch beim Digitalfunk genau das Gleiche. Ein bisschen andere 
technische Schwerpunkte. Antennen muss man immer noch optimieren, LNAs 
baut man auch selbst. Es gibt doch so tolle Gebiete im Amateurfunk. Nimm 
WSPR, mach EME oder was auch immer.

Wer darauf beharrt, dass Amateurfunk erst Kommunikation ermöglicht, der 
hat einfach den Schuss nicht gehört. Die Kommunikation ist für mich ein 
nettes Nebenprodukt aber doch nicht (mehr) der Kern des Amateurfunks.

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
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Funkamateur als Synonym für Amateurfunker. Rein sprachliche Gründe, 
außer ich betone es extra ;-)
Herzschrittmacher. Das ich nicht lache. Wer glaubt sowas überhaupt? 
Genauso wie Handys im Flugzeug. Es geht um Angst und Kohle.

Am besten noch Regeln und Gesetze für Dinge die es noch gar nicht gibt. 
Na dann Namaste.

Autor: Lothar Mayer (zwickel)
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Jetzt fühle ich mich angesproche, auch meinen Senf abzugeben:

Stefan M. schrieb:
> Nein, Digitalfunk hat für mich auch keinerlei Reiz.
> Ob die Daten nun über eine Funkverbindung kommen, oder über´s Internet
> ist im Shack ( Funkbude ) kaum unterscheidbar.

Lars schrieb:
> Das Problem entsteht bei dir nur weil du Amateurfunk als Konkurrenz zu
> sonstiger Kommunikation siehst. Man muss halt lernen zu akzeptieren,
> dass der Amateurfunk nicht mehr der einzige Weg der DX-Kommunikation
> ist. Das war vor 20 oder 30 Jahren so - heute nicht mehr. Und das kommt
> auch nicht mehr zurück.


Das klingt so, als gäbe es den Amateurfunk schlechthin.
Der A-Funk ist wie viele andere Hobbies auch, aufgeteilt in 
unterschiedliche Interessenstömungen.

Da gibt es die Nostalgiker genau wie die Verfechter neuster 
Technologien.
Warum immer diese Glaubenskriege? die können doch sehrgut nebeneinander 
existieren.

Der eine sitzt vor seiner selbstgebauten Röhren-PA und freut sich wie 
die Röhren beim Abstimmen rote Backen bekommen, der andere kauft sich 
seinen Kram beim Chinesen und baut ihn zusammen und wieder ein anderer 
kauft nur hochwertige fertige Geräte, am besten komplett SDR.

Das findest du auch in anderen Hobbies, z.B. Motorradfahren.
Da kommt der Zahnarzt mit seinem Audi A8 mit Anhänger, er und die Gattin 
in feinstem Froschleder, lädt seine neu erworbene Haley ab, 280km auf m 
Tacho, gibt ordentlich Gas, wegen des Sounds und so, fährt dreimal vorm 
Eiscafè rauf und runter und lässt sich von den Mädels bewundern.

Genau dieses Verhalten gibt es auch im Amateurfunk.

Autor: Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)
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Lars schrieb:
> 20 Jahre nachdem es sich in der zivilen Welt durchgesetzt hat (beim
> Militär sowieso) kommen auch mal die Amateurfunker auf den Trichter.

Natürlich nicht. Wir haben schon Packet Radio gemacht, als die 
Kommerziellen das (analoge) C-Netz für die Krone der Schöpfung hielten. 
Das war, wenn du so willst, der Vorläufer von knotenbasierten Netzen mit 
einem ausgefuchsten Protokoll und einfacher Hardware. Es gab auch damals 
welche, die das für das Ende der Funkamateure gehalten haben.
Digital muss es nun mal auch sein, wenn man die interessante Telemetrie 
der Amsats anschaut.

Autor: Paul Baumann (paul_baumann)
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Lars schrieb:
> Bald wird es auch in der
> zivilen Welt vorbei sein mit der Analogtechnik. Wieso sollte sich das
> auch halten. Wart ein paar Jahre und es gibt nur noch Digitalradio.

Wart noch ein paar Jahre, dann gibt es überhaupt KEIN Radio mehr.
:(

Statt über eine technisch noch verhältnismäßig Möglichkeit zur 
Verbindungsaufnahme zu verfügen, hat man im Fall der Fälle -na? Richtig: 
Nichts mehr!

Im Katastrophenfall, wenn es keine Handynetz und keinen anderen Klimbim 
mehr gibt, ist ein Spiegel das einzige Mittel, um zu sehen, wie ALT man 
da aussieht.

MfG Paul

Autor: Ja schon (Gast)
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Verklickere einem Selbstmörder mal, er soll sich doch bitte nicht 
terminieren.

Autor: Lars (Gast)
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Lothar M. schrieb:
> Da gibt es die Nostalgiker genau wie die Verfechter neuster
> Technologien.
> Warum immer diese Glaubenskriege? die können doch sehrgut nebeneinander
> existieren.

Da sagt glaube ich keiner was dagegen. Ich bin da voll bei dir. Aber 
dann tauchen wieder diese renintenten Meinungen auf, dass Digitalfunk 
nix gescheites ist usw. Und wenn ich mir den Amateurfunk einfach mal 
anschaue dann sehe ich da leider mehr Nostalgie und sehr wenig 
Bereitschaft "weiter" zu gehen. Vielleicht ist das aber auch nur meine 
selektive Ansicht.

Matthias S. schrieb:
> Lars schrieb:
>> 20 Jahre nachdem es sich in der zivilen Welt durchgesetzt hat (beim
>> Militär sowieso) kommen auch mal die Amateurfunker auf den Trichter.
>
> Natürlich nicht. Wir haben schon Packet Radio gemacht, als die
> Kommerziellen das (analoge) C-Netz für die Krone der Schöpfung hielten.

Das ist genau dieser Konkurrenzgedanke von dem ich spreche. Und das muss 
einfach aus den Köpfen der Leute raus. Egal auf welche AFU-Veranstaltung 
ich gehe versucht der Amateurfunk ständig irgend eine 
Daseinsberechtigung zu bewerben. Die einzig legitime ist die des 
Selbstbauens. Amateurfunk ist kein Kommunikationsmittel mehr. Wenn ich 
eine Nachricht nach Neuseeland schicken will, dann dauert das 1 Sekunde 
mit Whatsapp oder E-Mail. Dafür muss ich nicht eine Kurzwellenantenne 
aufbauen, einen Transceiver und Antennentuner anwerfen und 2,5kW 
elektrische Leistung aufbringen. Dass ich das trotzdem mache ist dem 
geschuldet, dass mich das Themengebiet interessiert. Ich mache gerne EME 
- ich finde den Gedanke absolut faszinierend mit möglichst wenig 
Leistung und dem Mond als Reflektor auszukommen. Aber der Amateurfunk 
ersetzt für mich keine Kommunikation.

Paul B. schrieb:
> Lars schrieb:
>> Bald wird es auch in der
>> zivilen Welt vorbei sein mit der Analogtechnik. Wieso sollte sich das
>> auch halten. Wart ein paar Jahre und es gibt nur noch Digitalradio.
>
> Wart noch ein paar Jahre, dann gibt es überhaupt KEIN Radio mehr.
> :(

Warum sollte man das auch brauchen? Heutzutage höre ich die Musik die 
mich interessiert. Nicht einen Sender der mich alle 20 Minuten mit 
Werbung zuklingelt und 90% der Lieder sowieso Mist sind. Auch der 
Fernseher - warum nur? Der einzige Grund ist für das Fortbestehen dieser 
Mittel ist die Fauleit der Menschen sich ihr eigenes Programm 
zusammenzustellen. Warum sollte sowas also fortbestehen? Wieso 
versperren sich die Menschen nur so gegen den Fortschritt?

Apropos Daseinsberechtigungs und Verzweiflung sie zu finden:

Paul B. schrieb:
> Im Katastrophenfall, wenn es keine Handynetz und keinen anderen Klimbim

Autor: Paul Baumann (paul_baumann)
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Lars schrieb:
> Warum sollte man das auch brauchen? Heutzutage höre ich die Musik die
> mich interessiert.

Das war überhaupt nicht das Thema.

Mit Jemandem, der Zitate aus dem Zusammenhang reißt und sie dadurch 
entstellt, werde ich mich sicher nicht auseinandersetzen.

Paul

Autor: Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)
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Lars schrieb:
>> Lars schrieb:
>>> 20 Jahre nachdem es sich in der zivilen Welt durchgesetzt hat (beim
>>> Militär sowieso) kommen auch mal die Amateurfunker auf den Trichter.
>>
>> Natürlich nicht. Wir haben schon Packet Radio gemacht, als die
>> Kommerziellen das (analoge) C-Netz für die Krone der Schöpfung hielten.
>
> Das ist genau dieser Konkurrenzgedanke von dem ich spreche.

Hier nochmal genauso: Du behauptest, das der Amateurfunk erst jetzt 
digital macht, ich sage dir, das das nioht der Fall ist und du machst 
dann einen 'Konkurrenzgedanken' daraus.

Das ist einfach ganz miese Dikussionstrickserei, um rechthaberisch 
dazustehen. Amateurfunk ist keine Konkurrenz zu irgendwelchen Internets 
und Mobilfunkzeugs, sondern eine Spielwiese für Technik, Freundschaften 
und Experimente. Das macht genau so viel Spass wie andere Leute 
Kaninchen züchten oder Taschenuhren sammeln. Sicher wird kein 
Taschenuhrsammler die Berechtigung von DCF77 in Frage stellen wollen, 
genauso wie kein Funkamateur Mobilfunknetze verurteilt.

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
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Das Problem beim Selberzusammenstellen von Medien ist die, wie das so 
schön Neutdeutsch heißt, entstehende "Filterblase". Man erfährt so 
schlecht von anderen Strömungen und Gedanken. Das was Schule eigentlich 
sein sollte. Die automatisierten Vorschläge von z.B. YT sind doch recht 
beschränkt.
Dagegen wird im klassischen Programm ein Experte für das Thema alles 
zusammenstellen und durch das Programm mit seinem Wissen begleiten.

Aber ja, das Radioprogramm ist nur noch eine Lachnummer.

Autor: Wolfgang (Gast)
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Mike M. schrieb:
> Wolfgang schrieb:
>
>> Wenn du einen Satelliten bremst, wird er schneller.
>
> Lies dir doch den Satz einfach noch mal selber ganz langsam
> durch...eventuell auch laut vor dich hinsagen!

Nun fang doch nicht damit wieder an. Rechne einfach mal nach.

Ein Satellit hat potentielle und kinetische Energie, die in einer 
stabilen, kreisförmigen Umlaufbahn in fester Beziehung zueinander 
stehen. Wenn du durch gleichmäßiges bremsen (aka Luftreibung) Energie 
aus dem System raus nimmst, kannst du ausrechnen, wie sich das auf 
Geschwindigkeit und Höhe auswirkt.

Melde dich einfach wieder, wenn du das Ergebnis hast ...

Autor: Wolfgang (Gast)
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Stefan M. schrieb:
> Für mich ist der analoge Charakter der Funkverbindung entscheidend.
> Signale im Rauschen hören, das Equipment optimieren, eine bessere
> Antenne basteln... egal ob im kHz oder GHz Bereich.
> Das macht für mich den Reiz aus.
> Digital geht, oder geht nicht... langweilig.

So einfach ist das mit "Digital geht oder geht nicht" nun auch nicht. 
Gegenüber einem trainierten Ohr wie bei CW kommen da noch ein paar mehr 
Dinge ins Spiel, die evtl. auch mal ein bisschen Theorie erfordern.
Da geht es eben um Signal-Rauschabstand, Bandbreite, Kanalkapazität, 
Fehlerwahrscheinlichkeit, Kodierung, Hammingabstand usw.. Da gibt es 
genug zu optimieren, sowohl am Equipment als auch in der Signaltheorie 
und -verarbeitung. AMTOR war z.B. ein Ansatz, um gegenüber dem guten 
alten RTTY durch bessere Kodierung und ARQ zu saubererer Übertragung zu 
kommen. Oder guck dir die Kommunikation mit WSPR "weit unter der 
Grasnarbe" an.

Autor: Wolfgang (Gast)
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Wolfgang schrieb:
> Rechne einfach mal nach.

Hier noch ein Link aus dem Physikunterricht 12. Klasse, wo der 
Zusammenhang von potentieller und kinetischer Energie eines Satelliten 
abgeleitet wird. Um die Geschwindigkeit zu bestimmen, musst du nur die 
Gleichung für die kinetische Energie nach v auflösen. Das 1/r verrät dir 
schon, dass zu einem großem Bahnradius eine kleine Geschwindigkeit 
gehört.
https://www.leifiphysik.de/mechanik/gravitationsge...

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
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Ich habe das auch noch so in Erinnerung aus Schulzeiten. Wird wohl 
offensichtlich nicht mehr unterrichtet. Bei Keppler kann man die 
unterschiedliche Geschwindigkeit auf einer Ellipse auch schön sehen.

Autor: Dussel (Gast)
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Abdul K. schrieb:
> Ich habe das auch noch so in Erinnerung aus Schulzeiten. Wird wohl
> offensichtlich nicht mehr unterrichtet. Bei Keppler kann man die
> unterschiedliche Geschwindigkeit auf einer Ellipse auch schön sehen.
Das Problem ist, wenn man mit begrenztem (Schul-)Wissen drangeht. Höhere 
Bahn, langsamere Geschwindigkeit, also muss man ein Objekt abbremsen, um 
es auf einer höhere Bahn zu bringen. Hier geht es aber nicht 
Keplerbahnen, auf denen nur die Gravitationsraft wirkt, sondern in dem 
betrachteten Fall wirken noch andere Kräfte.
Stell dir ein Flugzeug vor, das parallel zur Erdoberfläche fliegt. Bei 
dem Flugzeug fallen die Triebwerke aus. Wird es Richtung Erde abstürzen 
oder ins All verschwinden?

Autor: Dussel (Gast)
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Gravitationskraft

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
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Wenn es schnell genug ist, fliegt es immer weiter in der gleichen Höhe 
um die Erde. Mal vom Luftwiderstand abgesehen.
Schneller und es verläßt die Erde. 1. und 2. Fluchtgeschwindigkeit gabs 
da auch noch. Ist aber zu lange her um es jetzt zu erklären. Inet bietet 
ja alles.

Weil wir beim Fliegen sind: Pluto-Marschflugkörper. Immer wieder gern 
gelesen.

Autor: Dussel (Gast)
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Abdul K. schrieb:
> Mal vom Luftwiderstand abgesehen.
Ja genau. Der ist in dem diskutierten Fall aber gerade relevant.
Es ging um die Aussage
Wolfgang schrieb:
> In dem Maße, wie die Luftreibung den Satelliten bremst,
> wir er schneller und sinkt er ab.

Abdul K. schrieb:
> Weil wir beim Fliegen sind: Pluto-Marschflugkörper. Immer wieder gern
> gelesen.
Das kenne ich. Tolles Teil…
Technisch super, aber menschlich halt nicht so.

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
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Ich denke bei einer Verringerung der Flughöhe ist der Energiegewinn an 
kinetischer Energie geringer als der steigende Verlust durch die 
zunehmende Luftreibung aufgrund der zunehmenden Dichte. Kann man ja 
ausrechnen.


Was mich an Pluto irritiert: Wieso bläst das Ding nicht an beiden Enden 
die heiße Luft raus, bis es innen total überhitzt ist. Also gar nicht 
vorwärts kommt.
Vermutlich sollte es konventionell per Raketenantrieb oder per Abwurf 
erst auf Geschwindigkeit gebracht werden. Und dann irgendwie duch 
nichtlineare Effekte bei Kompression der Luft seine vorgegebene 
Vorwärtsbewegung aufrechterhalten. Hm. Oder war das doch ne Turbine?
Und wie kann man das Ding kühlen bis es startet. Lauter Fragen. Da 
kriegt man einen Eindruck, was die gerade jetzt entwickeln und in 50 
Jahren teils freigeben für die Öffentlichkeit.

Autor: Wolfgang (Gast)
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Dussel schrieb:
> Höhere Bahn, langsamere Geschwindigkeit, also muss man ein Objekt
> abbremsen, um es auf einer höhere Bahn zu bringen.

NEIN, NEIN, NEIN

Um einen Satellit auf eine höhere Bahn zu bringen, musst man ihn 
beschleunigen und dich damit abfinden, dass er langsamer wird, wenn er 
an Höhe gewinnt, i.e. sich im Potentialtrichter der Erde weiter nach 
oben bewegt. Hast du die Rechnung, die ich Mike rausgesucht hatte, nun 
mal nachvollzogen, oder stehst du fest auf deinem Standpunkt und lässt 
dich durch keinerlei Fakten beirren?

Wolfgang schrieb:
> 
https://www.leifiphysik.de/mechanik/gravitationsge...

Autor: Dussel (Gast)
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Abdul K. schrieb:
> Was mich an Pluto irritiert: Wieso bläst das Ding nicht an beiden Enden
> die heiße Luft raus, bis es innen total überhitzt ist. Also gar nicht
> vorwärts kommt.
> Vermutlich sollte es konventionell per Raketenantrieb oder per Abwurf
> erst auf Geschwindigkeit gebracht werden. Und dann irgendwie duch
> nichtlineare Effekte bei Kompression der Luft seine vorgegebene
> Vorwärtsbewegung aufrechterhalten. Hm. Oder war das doch ne Turbine?
> Und wie kann man das Ding kühlen bis es startet. Lauter Fragen. Da
> kriegt man einen Eindruck, was die gerade jetzt entwickeln und in 50
> Jahren teils freigeben für die Öffentlichkeit.
Such mal nach Staustrahltriebwerk. Man beschleunigt es erst auf eine 
gewissen Geschwindigkeit, bis das Triebwerk arbeiten kann. Diese 
Beschleunigung erreicht man mit anderen Triebwerken, heute meistens 
Feststoffraketen.

Wolfgang schrieb:
> Dussel schrieb:
>> Höhere Bahn, langsamere Geschwindigkeit, also muss man ein Objekt
>> abbremsen, um es auf einer höhere Bahn zu bringen.
>
> NEIN, NEIN, NEIN
Ja, nein. ;-)
Das ist die falsche Schlussfolgerung, wenn man mit dem begrenzten 
Schulwissen drangeht und die Reibung vernachlässigt. Wenn man nur das 
Wissen hat höhere Bahn->geringere Geschwindigkeit, erscheint es logisch, 
dass man ein Objekt abbremsen muss, um es auf eine höhere Bahn zu 
bringen.
Es ist aber tatsächlich missverständlicher, als es mir beim Schreiben 
vorkam.

Wolfgang schrieb:
> Um einen Satellit auf eine höhere Bahn zu bringen, musst man ihn
> beschleunigen
Das sage ich doch die ganze Zeit.

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
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Flugzeuge fliegen ja auch möglichst hoch um Reisezeit zu sparen. 
Interkontinentalraketen auch. Der Luftwiderstand steigt quadratisch mit 
der Geschwindigkeit. Die potenzielle Energie nur linear mit der Höhe.

Autor: Wolfgang (Gast)
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Dussel schrieb:
> Wolfgang schrieb:
>> Um einen Satellit auf eine höhere Bahn zu bringen, musst man ihn
>> beschleunigen
> Das sage ich doch die ganze Zeit.

Umgekehr bist du dann sicher auch einverstanden, dass der Satellit 
absackt, wenn du ihn durch Reibung fortwährend bremst, richtig?

Und jetzt kommt die Sache mit der Verknüftung zwischen kinetischer 
Energie (-> Geschwindigkeit) und potentieller Energie (-> Höhe), die 
dazu führt, dass der Satellit in der tieferen Bahn schneller wird.

> Das ist die falsche Schlussfolgerung, wenn man mit dem begrenzten
> Schulwissen drangeht und die Reibung vernachlässigt.

Wieso vernachlässigen? Die Reibung führt doch gerade dazu, dass der 
Satellit Gesamtenergie verliert und man in eine niedrigere Umlaufbahn 
sackt. Wie sich das auf die Geschwindigkeit auswirkt, steht doch in der 
Rechnung.

Autor: Wolfgang (Gast)
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Abdul K. schrieb:
> Die potenzielle Energie nur linear mit der Höhe.

Aber nur, wenn die Erde eine Scheibe ist.

Ansonsten ändert sie sich mit 1/r  ;-)

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
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1/r. Mist, dann kann ich ja nicht mehr einfach proportional rechnen. Da 
geb ich auf. Müßte alles wieder zusammensuchen. 30 Jahre her.

Autor: Dussel (Gast)
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Wolfgang schrieb:
> Dussel schrieb:
>> Wolfgang schrieb:
>>> Um einen Satellit auf eine höhere Bahn zu bringen, musst man ihn
>>> beschleunigen
>> Das sage ich doch die ganze Zeit.
>
> Umgekehr bist du dann sicher auch einverstanden, dass der Satellit
> absackt, wenn du ihn durch Reibung fortwährend bremst, richtig?
Ja genau. Wie ich ganz am Anfang schrieb, worauf mit widersprochen 
wurde.

Wolfgang schrieb:
> Und jetzt kommt die Sache mit der Verknüftung zwischen kinetischer
> Energie (-> Geschwindigkeit) und potentieller Energie (-> Höhe), die
> dazu führt, dass der Satellit in der tieferen Bahn schneller wird.
Nein, weil ein sehr großer Energieanteil als Wärme und Bewegungsenergie 
an die Luft abgegeben wird.
Die ISS bewegt sich mit etwa 28.000 km/h, so weit ich weiß. Zumindest in 
der Größenordnung. Größenordnungsmäßig hat eine Sojus auch diese 
Geschwindigkeit. Sie schlägt aber bei Weitem nicht mit der 
Geschwindigkeit auf dem Boden auf.

Autor: Dussel (Gast)
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Wolfgang schrieb:
>> Das ist die falsche Schlussfolgerung, wenn man mit dem begrenzten
>> Schulwissen drangeht und die Reibung vernachlässigt.
>
> Wieso vernachlässigen? Die Reibung führt doch gerade dazu, dass der
> Satellit Gesamtenergie verliert und man in eine niedrigere Umlaufbahn
> sackt.
Für Keplerbahnen darf es keine nennenswerte Reibung geben, sonst ist der 
Körper nicht mehr lange auf einer Keplerbahn. Die Betrachtung mit höhere 
Bahn, langsamere Geschwindigkeit gilt aber nur für eine Keplerbahn.

Autor: Wolfgang (Gast)
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Dussel schrieb:
> Nein, weil ein sehr großer Energieanteil als Wärme und Bewegungsenergie
> an die Luft abgegeben wird.

Sprichst du jetzt von Wiedereintritt, wo der Satellit innerhalb von 
wenigen Umläufen von 100km Höhe auf 0 runter rauscht oder von dem 
gewöhnlichen Abbremsen durch Restatmosphäre, was von wenigen Wochen bist 
zu Millionen von Jahren dauert?

> Sie schlägt aber bei Weitem nicht mit der Geschwindigkeit auf dem Boden
> auf.
Da schützt sie schon der Fallschirm vor ;-)

Der Reentry hat nichts mehr mit einer Umlaufbahn zu tun, sondern eher 
mit Aerodynamik bei Hyperschallgeschwindigkeit.

> Die ISS bewegt sich mit etwa 28.000 km/h
Die genaue Geschwindigkeit hatte ich gestern ausgerechnet - aktuell 
27612km/h

Wolfgang schrieb:
> Die Bahngeschwindigkeit beträgt also 7.67km/s.

Autor: Nop (Gast)
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Abdul K. schrieb:
> Und dann muß man sich an die Vorschriften
> halten, kann nicht mehr sagen man wußte es nicht. Darf also nur sehr
> wenige Funkfrequenzen benutzen. Muß Kennungen mitsenden und so weiter
> der Quatsch.

Das hat auch seinen Grund, denn wir reden hier über die Möglichkeit, 
dezentral weltweit kommunizieren zu können. Wovor viele Staaten weltweit 
Angst haben, das sind z.B. Agenten. Deswegen darf man über Amateurfunk 
nicht verschlüsselt kommunizieren und kriegt schnell ein Rollkommando, 
wenn man ohne Rufzeichen funkt.

In manche Staaten wie z.B. Indien darf man ja nicht einmal 
Walkie-Talkies einführen!

Zwar gab und gibt es die Kurzwellensender mit den Zahlenkolonnen, die 
per One-Time-Pad verschlüsseln und Anweisungen an Agenten verteilen, 
welche mit einem handelsüblichen Weltempfänger empfangen. Die 
Kurzwellensender stehen exterritorial. Aber das reicht allenfalls für 
Sabotagekommandos - die wesentlich interessantere Spionagetätigkeit 
braucht einen Rückkanal, und genau den wollte man nicht leichtfertig 
zulassen.

Daß es überhaupt weltweit die Möglichkeit zum legalen Amateurfunk gibt, 
wurde nur dadurch möglich, daß man eine Menge Gesetze rund um diese 
Szene erließ. Das Ziel war es, technische Bastler machen zu lassen, aber 
so, daß man keine subversiven Kräfte oder Spione davon profitieren 
ließe. Regierungen verstehen keinen Spaß, wenn es um nationale 
Sicherheit geht. Das war im Kalten Krieg, wo die Gesetze weitgehend 
herstammen, natürlich noch viel brisanter.

Zudem hat man den Funkamateuren sehr deutlich gemacht, daß ihr Privileg 
daran hängt, daß sie keinen Mist bauen. Deswegen sind sie sehr 
hilfswillig, wenn es darum geht, Schwarzfunker ausfindig zu machen und 
anzuzeigen.

Aber heute haben wir doch sowieso das Internet und Mobilfunk? Schon, 
aber dessen Infrastruktur kann ggf. auf Regierungsanweisung hin einfach 
abgeschaltet werden. Zudem ist da haufenweise Überwachung drin.

Autor: Dussel (Gast)
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Wolfgang schrieb:
> Dussel schrieb:
>> Nein, weil ein sehr großer Energieanteil als Wärme und Bewegungsenergie
>> an die Luft abgegeben wird.
>
> Sprichst du jetzt von Wiedereintritt, wo der Satellit innerhalb von
> wenigen Umläufen von 100km Höhe auf 0 runter rauscht oder von dem
> gewöhnlichen Abbremsen durch Restatmosphäre, was von wenigen Wochen bist
> zu Millionen von Jahren dauert?
Eigentlich von beidem. Das eine geht halt langsamer.
Selbst wenn das Objekt beim oder nach dem Abbremsen kurzzeitig schneller 
wird, gerät es dadurch auf eine elliptische Bahn, deren 
Durchschnittsgeschwindigkeit langsamer ist als die der vorherigen Bahn.
Da könnte man allerdings wirklich diskutieren.

Wolfgang schrieb:
>> Sie schlägt aber bei Weitem nicht mit der Geschwindigkeit auf dem Boden
>> auf.
> Da schützt sie schon der Fallschirm vor ;-)
Es kommt halt auch auf die Geometrie an.

Wolfgang schrieb:
> Der Reentry hat nichts mehr mit einer Umlaufbahn zu tun, sondern eher
> mit Aerodynamik bei Hyperschallgeschwindigkeit.
Weil das Objekt beim Eintritt in die Atmosphäre schon praktisch den 
Boden erreicht hat, im Verhältnis zum Durchmesser der Erde. Ich denke, 
wenn die 'Grenze' der Atmosphäre nicht so nah am Boden wäre, könnte man 
schon noch Keplerbahnen erahnen. Wobei es dann wohl eher Keplerspiralen 
wären. :-)

Aber ich sehe, wir denken in die gleiche Richtung. Mir kam es vor, als 
hätten wir komplett gegensätzliche Meinungen.

Autor: Wolfgang (Gast)
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Dussel schrieb:
> Selbst wenn das Objekt beim oder nach dem Abbremsen kurzzeitig schneller
> wird, gerät es dadurch auf eine elliptische Bahn, deren
> Durchschnittsgeschwindigkeit langsamer ist als die der vorherigen Bahn.
> Da könnte man allerdings wirklich diskutieren.

Da muss ich doch noch mal widersprechen. Die Bahn eines Objektes wird 
durch Reibung in der Restatmosphäre nicht eliptisch. Ganz im Gegenteil. 
Eine eliptische Bahn wird dadurch immer kreisförmiger - nennt sich 
Aerobraking, wie es z.B. bei der Sonde Mars Odyssey eingesetzt wurde.
https://mars.jpl.nasa.gov/odyssey/mission/timeline...

> Eigentlich von beidem. Das eine geht halt langsamer.

... und wird von ganz anderen Prozessen dominant bestimmt. Bei Reentry 
ist es die Hyperschallaerodynamik, beim Flug in niedriger Umlaufbahn ist 
es die Bahnmechanik mit Störung durch Reibung, wie sie mit den SGP 
Bahnmodellen beschrieben wird.
https://en.wikipedia.org/wiki/Simplified_perturbat...

Autor: Alex (Gast)
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Roscosmos meldete gerade, dass der Hauptsatelitt "Meteor-M" auf keine 
Kommandosignale von der Erde reagiert, weil dieser höchstwahrscheinlich 
seine endgültige Erdumlaufbahn nicht erreicht hat! Die Flugdaten werden 
gerade analysiert.

Quelle (RUS): https://www.roscosmos.ru/24385/
Quelle (ENG): http://en.roscosmos.ru/20704/

Preisfrage: Was ist eigentlich mit den kleineren Satelitten geschehen?
Es bleibt spannend.

Beitrag #5225958 wurde von einem Moderator gelöscht.
Autor: Hauke Haien (Gast)
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Autor: Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)
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Alex schrieb:
> Preisfrage: Was ist eigentlich mit den kleineren Satelitten geschehen?

Wenn die letzte Stufe des Trägers nicht richtig arbeitet (das wird ja im 
Moment vermutet), fällt das alles wieder runter, denn die Stufe sorgt 
für die richtige Geschwindigkeit für die gewünschte Flughöhe. Wenns zu 
langsam ist, fällts ins Meer.
Mal schauen, ob Glasnost soweit geht, das wir erfahren, was 
schiefgelaufen ist.

: Bearbeitet durch User
Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
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Ich sag euch bescheid, wenn der Kram in meinem Garten liegt oder im Dach 
steckt.

Autor: Thomas G. (tomatos666)
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Voll verkakt die Russen... Wieder nichts mit LRPT zuwachs...

Autor: Ja schon (Gast)
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Der Russenkram wird auch langsam mürbe.

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
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Die kriegen wenigstens noch einen hoch ;-) Sind ja sozusagen die 
einzigen übriggebliebenen.

Autor: ham (Gast)
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> Das hat auch seinen Grund, denn wir reden hier über die Möglichkeit,
> dezentral weltweit kommunizieren zu können. Wovor viele Staaten weltweit
> Angst haben, das sind z.B. Agenten.

> Das Ziel war es, technische Bastler machen zu lassen, aber
> so, daß man keine subversiven Kräfte oder Spione davon profitieren
> ließe.

> die wesentlich interessantere Spionagetätigkeit
> braucht einen Rückkanal, und genau den wollte man nicht leichtfertig
> zulassen.

Haha – da schöpft wohl jemand aus dem reichen Fundus der Agenten-
filme und Co. Was übrigens hindert Nachrichtendienstler daran, sich
als Funkamateur zu tarnen? So versuchte etwa (vor längerem) ein 
west-deutscher Dienst einen befreundeten OM als "freien Mitarbeiter"
anzuwerben...

Abgesehen davon nutzten Mitarbeiter von Nachrichtendiensten schon
immer spezielles Equipment zur drahtlosen Kommunikation:

http://cryptomuseum.com/spy/index.htm

Autor: Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)
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Abdul K. schrieb:
> Die kriegen wenigstens noch einen hoch ;-)

Anscheinend ja nicht. Und wieso die einzigen?
Da haben wir mit Arianespace doch was deutlich zuverlässigeres.

Autor: Wolfgang (Gast)
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Hauke Haien schrieb:
> Oh Oh... schade drum.
>
> 
http://www.spiegel.de/wissenschaft/weltall/wostots...

Wieso schade? Ich dachte, hier in dem Thread geht es um D-Star One.

Falls sich German Orbital Systems mit den veröffentlichten Bahndaten 
nicht völlig vertan hat, ist der Satellite in einem leicht elliptischen 
Orbit ausgesetzt worden (Perigäum 577km, Apogäum 595km, Umlaufzeit 96.38 
Minuten, Inklination 97.76°). Damit kann man doch was anfangen.

Abdul K. schrieb:
> Ich sag euch bescheid, wenn der Kram in meinem Garten liegt oder im Dach
> steckt.

Wer weiß, ob du das überhaupt noch erlebst, wenn D-Star1 eines Tages 
runter kommt. ;-)

Autor: Nop (Gast)
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ham schrieb:

> Haha – da schöpft wohl jemand aus dem reichen Fundus der Agenten-
> filme und Co.

Nee, das ist Fakt, daß Kurzwellenfunk genau deswegen eben nicht für 
alles und jeden und auch nicht für verschlüsselte Nachrichten zugelassen 
ist.

> Was übrigens hindert Nachrichtendienstler daran, sich
> als Funkamateur zu tarnen?

Die simple Tatsache, daß alle anderen Funkamateure mithören und man 
keine verschlüsselten Nachrichten austauschen darf. Thematisch darf man 
sich auch nur über technische Dinge unterhalten, und mit amtlich 
registriertem Rufzeichen. Wird dagegen verstoßen, dann gibt's ne 
Fuchsjagd, wo der Nachrichtendienstler die ganzen Funkamateure gegen 
sich hat, die keine Lust haben, daß ihr Hobby ihnen verboten wird.

Autor: Alex (Gast)
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Die Russen schaffen es wenigstens beinahe jeden Monat eine Rakete in den 
Orbit zu schießen im Gegensatz zu allen anderen.

Matthias S. schrieb:

> Anscheinend ja nicht. Und wieso die einzigen?
> Da haben wir mit Arianespace doch was deutlich zuverlässigeres.

Das ist eine Falschbehauptung basierend auf Unwissen oder 
Voreingenommenheit gegenüber den Russen. Seit 1990 bis heute wurden 
insgesamt 414 Sojusraketen (alle Typen) gestartet, davon wurden 13 als 
Fehlschlag oder Teilfehlschlag beziffert. Das macht eine Verlustquote 
von 3,140 %.

Im gleichen Zeitraum wurden 205 Arianeraketen (alle Typen) 
hochgeschossen, mit insgesamt 7 Fehlschlägen bzw. Teilfehlschlägen. Das 
macht eine Verlustquote von 3,414 %.

Der Unterschied ist zwar gering aber es ist dennoch ein Unterschied zum 
Vorteil der Russenraketen: Diese sind zuverlässiger! Und es ändert auch 
nichts daran, dass die meisten Unwissenden hier im Westen, in typischer 
US-Propagandamanier alles und alle anderen verteufeln und gleichzeitig 
sich selbst als das Mass aller Dinge darstellen, was sie schon lange 
nicht sind.

Im Raketensektor sind die Russen rein wirtschaftlich und technisch voll 
bei Verstand und arbeiten sehr gerne und unvoreingenommen auf gleicher 
Augenhöhe mit Weltraumorganisationen anderer Staaten zusammen. Dieselbe 
Arbeit würde ich mich auch in allen anderen Wirtschaftsbereichen 
wünschen. Dazu müssten wir uns aber zuerst von den Knechtschaftsherren 
hinter dem großen Teich befreien.

Autor: Alex (Gast)
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Hier sind die Zahlenquellen zum meinem oberen Beitrag:

Sojusstarts: https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Sojus-Raketenstarts
Arianestarts: https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_Ariane_launches

Autor: Wolfgang (Gast)
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Wolfgang schrieb:
> Falls sich German Orbital Systems mit den veröffentlichten Bahndaten
> nicht völlig vertan hat ...

Nachtrag:
Sie haben sich wohl vertan. Die Bahndaten wurden zwar nach dem Start 
veröffentlicht, aber bevor die Satelliten ausgesetzt werden sollten. Das 
waren also Modelldaten, die einen weiterhin nominell verlaufenden Flug 
vorausgesetzt hätten.
USSTRATCOM (US Space Command), die wohl eines der besten 
Erfassungssysteme für Objekte im Erdorbit betreiben, haben bisher noch 
keine Daten zu dem Start veröffentlich. Zumindest die großen Teile 
hätten sie nach ein paar Umläufen sehen müssen. So spricht leider doch 
vieles dafür, dass das in den Bach gegangen ist.

Autor: C. A. Rotwang (Gast)
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> Der Unterschied ist zwar gering aber es ist dennoch ein Unterschied zum
> Vorteil der Russenraketen: Diese sind zuverlässiger!
...
> Im Raketensektor sind die Russen rein wirtschaftlich und technisch voll
> bei Verstand

Nope, für mich sieht das stark nach akuten Fachkräftemangel bei den 
Russen aus. Was auch verständlich ist. Die fähigen Ingenieure und 
Fachkräfte haben locker im "Westen" ein besseres Leben gestartet.

So steuerte 2013 eine Proton beim Start in die entgegengesetzte Richtung 
weil Lagesensoren falsch herum eingebaut worden. Und das obwohl 
Einbaurichtung deutlich markiert und alles nach Protokoll mehrfach 
angezeichnet wurde: http://russianspaceweb.com/proton_glonass49.html

Und das war nur ein Fehlstart in einer jahrelangen Pannenserie:
https://www.heise.de/tr/artikel/Die-Russen-kommen-...

Schon vor Jahren gestand man offen ein:
"Das Gros der russischen Weltraumpannen der letzten Jahre ist mit 
menschlichem Versagen verbunden, vor allem mit Programm- und 
Konstruktionsfehlern"
"Die russische Raumfahrtindustrie hat Probleme mit der Software. Die 
besten Programmierer sind gegangen, Nachwuchs gibt es keinen."

https://www.heise.de/newsticker/meldung/Experte-Ru...

Autor: Alex (Gast)
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Mangel hin oder her, menschliches oder technisches Versagen, das alles 
ändert trotzdem nichts an der Tatsache, dass Russenraketen in absoluten 
Zahlen der erfolgreichen Missionen zuverlässiger sind als die Ariane.

Autor: Thomas G. (tomatos666)
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Alex schrieb:
> Mangel hin oder her, menschliches oder technisches Versagen, das alles
> ändert trotzdem nichts an der Tatsache, dass Russenraketen in absoluten
> Zahlen der erfolgreichen Missionen zuverlässiger sind als die Ariane.

Auch ändert es nichts an der Tatsache das Meteor M2-1 wahrscheinlich 
verloren ist... Ebenfalls D-Star.

Autor: Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne)
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Winfried J. schrieb:
> Proprietary electronic scrap for the orbit.
>
> Namaste

o.k. – orbit

Namaste

Autor: Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)
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Alex schrieb:
> Das ist eine Falschbehauptung basierend auf Unwissen oder
> Voreingenommenheit gegenüber den Russen.

Nö, das ist Vostotchny gegenüber Baikonur.

Autor: Maik S. (yellowbird)
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Wolfgang schrieb:
> Wenn du einen Satelliten bremst, wird er schneller.
> Frag mal die Astronauten, die mit ihrer Sojus manuell an der ISS
> andedockt haben. Um aufzuholen, setzen die sich in eine tiefere Bahn als
> die ISS, warten bis sie die Station überholt haben und beschleunigen
> dann tangential etwas, um in die richtige Höhe zu kommen. Dabei werden
> sie langsamer, weil die durch die Beschleunigung eingebrachte kinetische
> Energie instantan in potentielle Energie umgesetzt wird. Umgekehrt
> passiert es beim Energieverlust durch Reibung. Durchs Bremsen wird
> kinetische Energie abgebaut und der Satellite sackt ab, wodurch er
> schneller wird.
> Du kannst dir auch ganz einfach das Keplersche Gesetz ansehen. Da hast
> du direkt den Zusammenhang zwischen Bahnradius und Umlaufzeit. Du musst
> nur noch auf Bahngeschwindigkeit umrechnen.

Du hast auf einer tieferen Bahn eine höhere Winkelgeschwindigkeit, aber 
eine niedrigere absolute Geschwindigkeit.

Sprich du bremst ab -> Bahn wird klein -> du mußt weniger Strecke /° 
zurücklegen und überholst dein Ziel. Um jetzt wieder auf Rendezvous Kurs 
zu kommen müsstest du wieder beschleunigen -> du steigst höher, wirst 
swchneller aber deine Winkelgeschwindigkeit sinkt.

Daher brauchen weit entfernte Objekte ewig für einen Orbit, obwohl sich 
diese (absolut gesehen) sehr schnell bewegen.

Autor: Wolfgang (Gast)
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Maik S. schrieb:
> Du hast auf einer tieferen Bahn eine höhere Winkelgeschwindigkeit, aber
> eine niedrigere absolute Geschwindigkeit.

Da rechne noch mal nach. Oben hatte ich mal die Daten für zwei 
Satelliten (geostationär und ISS) verglichen.

Wolfgang schrieb:
> Beispiel: ...

Autor: Satellit (Gast)
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Autor: Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite
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Alex schrieb:
> Die Russen schaffen es wenigstens beinahe jeden Monat eine Rakete in den
> Orbit zu schießen im Gegensatz zu allen anderen.

Müssen die Europäer auch nicht, denn die Ariane 5 hat eine deutlich 
höhere Nutzlast und bringt fast immer zwei Satelliten auf einmal hoch. 
Für den GTO: Sojus 3,2t, Ariane 9,6t - also mal eben das Dreifache!

Da vergleicht man also Äpfel mit Birnen.

Alex schrieb:
> Der Unterschied ist zwar gering aber es ist dennoch ein Unterschied zum
> Vorteil der Russenraketen: Diese sind zuverlässiger!

Naja, mit dem neuerlichen Fehlstart ist die Quote selbst mit Deiner 
Zählweise schon gleich.

Man muss dazu dann aber auch fairerweise sagen, dass in den verglichenen 
Zeiträumen zwei vollkommen unterschiedliche Arianeraketen mit ganz neuen 
Triebwerkskonzepten (LH/LO, große feststoffbooster, komplett neue 
Oberstufen usw.) geflogen sind: Ariane 4 und Ariane 5.

Naturgemäß gibt es bei neuen Modellen anfangs immer Probleme (siehe auch 
Ariane 5).

Das wäre in etwa so, als wenn man zu den Sojus-Starts noch die der 
Proton hinzuzählt. Dann sieht die Quote schon ganz anders aus. Die hat 
nämlich eine eher dürftige Quote von 11% seit 2005.

Schaut man sich hingegen die Bilanz der Ariane 5 nach den 
Kinderkrankheiten  (ab 2003) an, dann ist diese makellos (100%, über 80 
Starts hintereinander). Das nötigt mir bzgl. der QS dort schon ein 
anerkennendes Kopfnicken ab.

Dazu kommen übrigens dann noch die 11 Starts der Vega mit ebenfalls 100% 
Erfolgsquote.

Bei den Russen muss man in der Tat einen gewissen Rückschritt bei der 
Qualitätssicherung und Konstanz feststellen. Rotwang hat zur personellen 
Situation ja schon einiges geschrieben.

Man zehrt offenbar von der Vergangenheit - neue Projekte und komplexere 
Missionen scheitern - leider - regelmäßig.

Sehr schade, aber man hat sich offenbar kaputtgespart :-/

: Bearbeitet durch Moderator
Autor: Wolfgang (Gast)
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Satellit schrieb:

Jetzt hast du die Lösung verraten ;-(

Wolfgang schrieb:
> Um die Geschwindigkeit zu bestimmen, musst du nur die
> Gleichung für die kinetische Energie nach v auflösen. Das 1/r verrät dir
> schon, dass zu einem großem Bahnradius eine kleine Geschwindigkeit
> gehört.

Autor: Gerd E. (robberknight)
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Chris D. schrieb:
> Bei den Russen muss man in der Tat einen gewissen Rückschritt bei der
> Qualitätssicherung und Konstanz feststellen. Rotwang hat zur personellen
> Situation ja schon einiges geschrieben.
>
> Man zehrt offenbar von der Vergangenheit - neue Projekte und komplexere
> Missionen scheitern - leider - regelmäßig.

Wobei bei den Russen bei diesem Start auch was ziemlich neu war: der 
Startplatz Wostochnyj. Früher startete ja alles von Baikonur in 
Kasachstan aus, die Russen wollten aber nicht mehr von Kasachstan 
abhängig sein und haben daher Wostochnyj ganz neu aufgebaut.

Dort werden natürlich auch die Raketenbauteile endmontiert, aufgestellt 
etc. und dabei kann natürlich auch was schief gehen.

Daher kann man durchaus sagen daß das jetzt die Kinderkrankheiten des 
neuen Startplatzes sind.

Autor: Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite
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Gerd E. schrieb:
> Daher kann man durchaus sagen daß das jetzt die Kinderkrankheiten des
> neuen Startplatzes sind.

Sicherlich - aber die Pannen gibt es ja nicht erst seit dessen 
Einweihung.

Das zieht sich wie ein roter Faden durch das letzte Jahrzehnt.

Autor: Benz (Gast)
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Wieviel Antennengewinn braucht man um den Satellit zu empfangen?

Autor: Ja schon (Gast)
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Das geht nur noch per Kabel.

Autor: Carsten Sch. (dg3ycs)
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Benz schrieb:
> Wieviel Antennengewinn braucht man um den Satellit zu empfangen?

Nach dem Bild ist es ein dreifach Cubesat.

Also Abmessungen ~35x10x10cm...

Je nach Fluglage hätte es also eine SChüssel mit einem Durchmesser von 
~11cm im besten Fall und ~35cm im schlechtesten Fall getan.

Allerdings halte ich eine Antenne zum Auffangen eher für Kontraroduktiv, 
viel zu sperrig. Ein leichter, transportabler Kescher mit stabilen, aber 
weichen Netz wäre da eine intelligentere Wahl gewesen.

Vielleicht für den nächsten Start vormerken ;-)

Gruß
Carsten

P.S.: Ach ja, nur um das Klarzustellen:
Auch wenn ich mir die Gelegenheit zum witzeln nicht entgehen lasse und 
den Satellit nach wie vor nicht für "soetwas besonderes" halte das es 
ein größeren TamTAm rechtfertigt, so finde ich es grundsätzlich doch 
schade das es nicht geklappt hat. Wäre eine Möglichkeit mehr gewesen.
Zudem tut es mir für diejenigen Leid die an dem Projekt mitgearbeitet 
haben und vermutlich teilweise über den Job hinaus da viel Energie 
reingesteckt haben. Etwas ganz alltägliches ist es ja dann immer noch 
nicht.

: Bearbeitet durch User
Autor: C. A. Rotwang (Gast)
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Chris D. schrieb:
> Alex schrieb:
>> Die Russen schaffen es wenigstens beinahe jeden Monat eine Rakete in den
>> Orbit zu schießen im Gegensatz zu allen anderen.
>
> Müssen die Europäer auch nicht, denn die Ariane 5 hat eine deutlich
> höhere Nutzlast und bringt fast immer zwei Satelliten auf einmal hoch.
> Für den GTO: Sojus 3,2t, Ariane 9,6t - also mal eben das Dreifache!
>
> Da vergleicht man also Äpfel mit Birnen.

Ganz meine Meinung, die Argumentation von Alex hingt an ein paar 
Stellen, hier noch ein paar mehr.

Der wichtigste, offensichtlich hat sich noch nicht herumgesprochen, das 
die Russen nicht die einzigen sind die die Sojus benutzen, sondern auch 
die ESA, die sogar im Unterschied zu den Russen einen neuen Sojus 
Startplatz fertigstellten und erfolgreich betreibt:
https://de.wikipedia.org/wiki/ELS_(Startrampe)
Die Rampe steht in Südamerika, wurde 2011 fertig und seitdem 17 Sojus 
erfolgreich weggeballert. Diese Starts sollten also korrekterweise bei 
der ESA gezählt werden.

> Alex schrieb
> ass Russenraketen in absoluten
> Zahlen der erfolgreichen Missionen zuverlässiger sind als die Ariane.

Du nimmst nur die Starts aus 1990 für die Berechnung, damit schneidest 
Du den schlechten Teil der Badewannenkurve für die Sojus raus, während 
er für die Arianne 5 drin bleibt. Nimm den Fehlschlag beim Erststart der 
Arianne 5 raus und die Spitzenpositionen werden getauscht. Da eine 
Gesamtstatistik für die Sojus-familie: 
https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_R-7_launches

Ferner ist die Sojus für die höchste Zuverlässigkeit (bemannte 
Raumfahrt) ausgelegt, die Arianne nicht. Von diesem Aspekt aus 
betrachtet ist die Zuverlässigkeit der Arianne bemerkenswert.

Die absoluten Zahlen berücksichtigen auch nicht den unterschiedlichen 
Bedarf an Satelliten und -starts. Die Russen ersetzen viel von ihren 
nicht mehr funktionierenden Militär- und Kommunikationsmüll, die ESA hat 
diese Müllprobleme eher nicht. Und wegen der geringeren Traglast der 
Sojus müssen die Russen für die gleiche Masse/Menge Satelliten mehr 
Raketen wegzündeln als die ESA.

Alex:
> dass die meisten Unwissenden hier im Westen, in typischer
> US-Propagandamanier alles und alle anderen verteufeln und gleichzeitig
> sich selbst als das Mass aller Dinge darstellen, was sie schon lange
> nicht sind.

Umgekehrt stimmts aber auch, (manche) Russen halten sich sich für das 
Mass aller Dinge (was sie schon lange nicht mehr sind, wenn sie es 
jemals waren) und verteufeln alles andere.

Autor: Wolfgang (Gast)
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Nach dem Fehlstart gibt es erste Hinweise, dass ein Datensatzfehler 
zusammen mit einem Fehler im Korrekturalgorithmus des 
Navigationsrechners der Fregat Oberstufe (Der Rechner wusste anscheinend 
nicht, dass die Rakete in Vostochny gestartet worden ist und dass ein 
Kreis periodisch mit 360° ist).
http://www.russianspaceweb.com/meteor-m2-1.html#culprit

Gute Nachricht: Es gibt Überlegungen, das Ersatzexemplar des D-Star 
Satelliten als D-Star TWO in der zweiten Jahreshälft 2018 zu starten.
http://www.orbitalsystems.de/d-star-one-launch-soyuz-failed/

Autor: Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)
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Wer trotzdem Spass mit CubeSats haben möchte - Amsat Oscar 73 (FUNCube)
https://www.amsat.org/two-way-satellites/ao-73-funcube-1/
und Amsat Oscar 85 (Fox-1A)
https://www.amsat.org/two-way-satellites/ao-85-fox-1a/
und auch der neueste (Fox-1B)scheint gut zu funktionieren:
https://www.amsat.org/radfxsat-fox-1b-gets-the-off...

Diese sind in Betrieb und können durch ihren niedrigen Orbit mit 
einfachen Geräten aber guten Antennen gehört und gearbeitet werden:
http://www.amsat.org/status/
Dabei ist Fox-1B vor knapp 2 Wochen gestartet worden.
Auf den Projektseiten findet man auch einiges zum generellen Aufbau von 
Cubesats.
https://www.amsat.org
Dort findet man auch viele Infos zum legendären Oscar 7 und zur Phase 
III, von der der erste Satellit ja auch leider damals im Atlantik 
versenkt wurde.

: Bearbeitet durch User
Autor: C. A. Rotwang (Gast)
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Wolfgang schrieb:
> Nach dem Fehlstart gibt es erste Hinweise, dass ein Datensatzfehler
> zusammen mit einem Fehler im Korrekturalgorithmus des
> Navigationsrechners der Fregat Oberstufe (Der Rechner wusste anscheinend
> nicht, dass die Rakete in Vostochny gestartet worden ist und dass ein
> Kreis periodisch mit 360° ist).
> http://www.russianspaceweb.com/meteor-m2-1.html#culprit

Sehr interessant, der beste Link bisher im thread. IMHO sind 
professionelle Fehleranalyse lehrreicher als so manche "ich geb Euch 
Bastler jetzt mal nen Tipp"-threads hier im Forum.

 Wobei der inoffizielle Bericht unterschlägt, das die Sojus schon seit 
Jahren nicht nur in Baikonur (Kasachstan) oder Plessezk (südl v. 
Weissem Meer) sondern auch in Kourou (Französisch-Guayana) startet. Der 
"Kourou-Rechner" scheint kein Problem mit dem weit verlegten Startplatz 
zu haben, womöglich hat die ESA Teile des Steurechners komplett ersetzt, 
eine nicht ungewöhnliche Massnahme wenn man russische Technik übernimmt.

Autor: Stefan M. (derwisch)
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Lars schrieb:
> Wer darauf beharrt, dass Amateurfunk erst Kommunikation ermöglicht, der
> hat einfach den Schuss nicht gehört. Die Kommunikation ist für mich ein
> nettes Nebenprodukt aber doch nicht (mehr) der Kern des Amateurfunks.

Sehe ich anders.
Amateurfunk zeigt, wie man auch mit einfachsten Mitteln eine 
Kommunikation aufbauen kann.
Und das unterliegt genialerweise keinem Zeitgeist oder kurzlebigen 
digitalen Standards.
Es ist wahrscheinlicher, dass in 100 Jahren einer einen Pendelempfänger 
mit einem Transistor bauen kann, als das in 100 Jahren einer ein D-Star 
Funkgerät zum Laufen kriegt.
Und genau das soll der von mir angesprochene Teilbereich des 
Amateurfunks zeigen und erhalten.
Ich sage nicht, dass digitales vom Amateurfunk verschwinden soll. Es 
gehört als experimenteller Teil dazu.
Ich persönlich finde es halt langweilig.

Das eine Technologie alt ist, macht sie nicht unbedingt schlechter.
Gerade das ist der Kern des Amateurfunks. Die Basis von allem.

In einem µC stecken unglaublich viele Transistoren.
Wer da den einzelnen Transistor als veraltet betrachtet, hat das 
Fundament nicht verstanden.

Paul B. schrieb:
> Wart noch ein paar Jahre, dann gibt es überhaupt KEIN Radio mehr.
> :(
>
> Statt über eine technisch noch verhältnismäßig Möglichkeit zur
> Verbindungsaufnahme zu verfügen, hat man im Fall der Fälle -na? Richtig:
> Nichts mehr!
>
> Im Katastrophenfall, wenn es keine Handynetz und keinen anderen Klimbim
> mehr gibt, ist ein Spiegel das einzige Mittel, um zu sehen, wie ALT man
> da aussieht.
>
> MfG Paul

So isses.
Der Gedanke, das in Zukunft alles noch digitaler, moderner, schneller, 
besser wird ist naiv.
Ein Knall und alles ist weg.
Das erste was man wieder in Gang bekommt ist ein Pendelempfänger mit 
einem Transistor...

Autor: Ja schon (Gast)
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Für einen einfachsten Detektorempfänger brauchts nicht mal einen 
Transistor, wenn der Kopfhörer nicht grad ne taube Nuss ist. Diode, 
Spule, Drehko reicht. Mit sowas hab ich früher die halbe Welt belauscht.

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Stefan M. schrieb:

[Digital-Amateurfunk]

> Ich persönlich finde es halt langweilig.

Mit Digital Voice habe ich keine Erfahrungen (und finde es mehr als
lästig, dass jeder Hersteller versucht, seinen Standard zu
etablieren).  Für Dinge wie PSK-31 kann ich dir aber aus eigener
Erfahrung sagen, dass da durchaus „Amateurfunk-Gefühl“ aufkommt, auch
für alte CW-Fans wie mich.  Du bekommst die Daten ausgespuckt, die
der Decoder da rauswirft, aber interpretieren musst du sie immer
noch selbst.  Wenn das Signal an der Grasnarbe ist, kannst du schon
auch mal zwei oder drei Rückfragen brauchen, bis die Details dann
zusammen sind, oder du freust dich eben, dass du wenigstens Rapport
und Rufzeichen am Ende korrekt aufnehmen konntest und damit überhaupt
das QSO „im Kasten“ hast.

Für WSPR mit 60-Sekunden-Durchgängen konnte ich mich bislang aber auch
noch nicht erwärmen. ;-)

Ja schon schrieb:
> Mit sowas hab ich früher die halbe Welt belauscht.

Allerdings hatten die Sender da alle einige 10 bis 100 Kilowatt,
nicht 10 oder 100 Watt wie im Amateurfunk.  Davon abgesehen: ein
CW-Signal kannst du mit einem Detektor ohnehin nicht aufnehmen, da
es nur noch zu einem Knacken im Kopfhörer führen würde.

Autor: Paul Baumann (paul_baumann)
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Jörg W. schrieb:
> avon abgesehen: ein
> CW-Signal kannst du mit einem Detektor ohnehin nicht aufnehmen, da
> es nur noch zu einem Knacken im Kopfhörer führen würde.

Dann weiß man aber wenigstens, daß der OM ein alter Knacker ist. Die 
Bezeichnung "OM" (old Man) sagt das ja auch.
:)
MfG Paul

Autor: C. A. Rotwang (Gast)
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Lars schrieb:

> Glücklicher Weise kommt der Fortschritt so und so. Bald sind die ganzen
> Analogverfechter im Amateurfunk tot. Altersschwäche. Hoffen wir dass der
> Amateurfunk das überlebt und nicht irgendwann eingestellt wird weil es
> keinen Nachwuchs mehr gibt. Ich halte recht wenig von dem kategorischen
> Verschließen gegenüber neuen Technologien. Bald wird es auch in der
> zivilen Welt vorbei sein mit der Analogtechnik. Wieso sollte sich das
> auch halten. Wart ein paar Jahre und es gibt nur noch Digitalradio.

Auch wenn die Übertragungstechnik Komplex digital ist wird es immer noch 
viel analog und insbesonders mechanisch zu "basteln" geben.
Fängt schon mit Kabelschellen fürs Antennenkabel u.ä. an Man kann Kabel 
völlig stolperfrei an der Scheuerleiste mit Stiftnägeln anheften - die 
mir bekannte Technik mit dem grössten WAF - macht heute kaum noch einer 
und "anheften", "Scheuerleiste", "Kabelschelle" und "Stiftnagel" 
entschwinden auch aus dem aktuellen Wort und Kenntnisschatz moderner 
Grossstadtnomaden.  Oder "Fensterkabel".
Amateurfunk ist IMHO auch ein "Eintrittspunkt" das Heimwerken zu 
erlernen. Und auch bei digitalen Sat-funk; eine gescheite 
Antennen-Nachführung mit ein paar Servos und uc/Arduino kann man sich 
immer noch selber bauen.
Oder ne gescheite, einfache Antennenbefestigung,... Demnächst muss man 
noch die gängigenen Alltags-Knoten als Pflichtfach einführen, weil beim 
ganzen Handywischen die "Fingerfertigkeit" in Gelenken und "im Kopf" 
verloren geht. 
https://www.yumpu.com/de/document/view/21632845/le...

Also mir ist nicht bang, das über die kommerzielle Digitaltechnik wie D* 
1 die Lust und Möglichkeiten am Selbermachen verloren gehen.

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