Hallo allerseits,
ich bin absoluter Laie in Sachen Mikrocontroller, aber ich bin zu der
Überzeugung gelangt, dass das, was ich umsetzen möchte nicht ohne
Mikrocontroller gehen wird. Und zwar möchte ich meine Funksteckdosen per
USB ansprechen, damit mein Linux-Server die steuern kann.
Ich hab das ganze Projekt schonmal vor einigen Jahren versucht, damals
habe ich ein simples LPT-Relais gebaut, was dann die Fernbedienung
entsprechend kurzgeschlossen hat. Obwohl das Testweise funktioniert hat
habe ich das Projekt nie zu Ende verfolgt. Und heute steht mir keine
LPT-Schnittstelle mehr zur Verfügung.
Ich bin das Problem also erstmal genauso angegangen und habe mir
überlegt, dass ich nun ein USB-Relais brauchen würde. Auf der Suche nach
einem entsprechenden Schaltplan bin ich dann auf fertige Modelle für ab
40 Euro gestoßen. Bei Ulrich Radig habe ich einen entsprechenden
Schaltplan gefunden, jedoch ist mir ein USB 433Mhz Funkmodul ins Auge
gestochen (http://www.ulrichradig.de/home/index.php/avr/usb-funk)
Natürlich wäre es wesentlich eleganter, wenn man direkt vom PC ein
entsprechendes Modul ansprechen könnte, und nicht den Umweg über die
Originalfernbedienung gehen müsste. Meine weitere Suche hat ergeben,
dass http://www.telldus.se/ so ein Modul genau für meinen Einsatzzweck
konzipiert anbietet. Allerdings kann ich nicht sicher sein, ob meine
Funksteckdosen kompatibel sind und außerdem sind 65 Euro immer noch ne
Stange Geld.
Deshalb habe ich weitergesucht, und bin zu der Erkenntnis gekommen, dass
es drei Varianten zur Problemlösung gibt, die zufällig auch hier im
Forum unter Beitrag "Re: Intertechno Funksteckdosen per AVR steuern" zusammen
gefasst sind. Mit dem Unterschied, dass ich das ganze vom USB Anschluss
aus kontrollieren möchte. Entweder ich schließe die Tasten kurz, ich
habe einen controller, der die Tasten simuliert, oder ich habe ein
eigenes Funkmodul. Option A und B sind am sichersten was die
Kompatibilität mit den Funksteckdosen angeht.
Jetzt wollte ich euch mal fragen, was ihr für Ideen habt, um meine
Funksteckdosen kostengünstig vom USB-Port aus steuern zu können :)
Danke im Voraus,
Benjamin
P.S.:
folgender Thread beschäftigt sich auch mit dem Thema
Beitrag "RFM12 steuert Funksteckdosen"
Hallo,
ich hab vor ner Weile mal genau sowas gemacht. Ein MEGA8 mit in SW
emulierter USB-Schnittstelle. Der AVR Steuert dann ein 433 MHz AM
Funkmodul an und kann so Steckdosen schalten. Auf PC Seite wird der
LibUSB Treiber und Java Programm zum Steuern verwendet. Das Programm
wurde mit RMI netzwerkfähig gemacht, man kann das ganze also auch noch
übers Netzwerk fernsteuern. Da Java und die LibUSB verwendet wurden,
sollte sich das Ganze relativ einfach unter Linux verwenden lassen.
Nur leider habe ich Billigsteckdosen verwendet, die mittlerweile
zurückgerufen wurden und nicht mehr erhältlich sind. Ob es da
mittlerweile Ersatz dafür gibt, weiß ich net.
Im Anhang hab ich mal die Doku zu dem Projekt rein gemacht. Bezieht sich
hauptsächlich auf die Java Software, sollten aber auch ein paar Infos
zum allgemeinen Aufbau drin sein.
Gruß
Daniel
Macht der I/O Warrior nicht im Grunde das Gleiche wie die FTDI Chips
(http://www.ftdichip.com/) bloß in teurer? Ich blick da nicht ganz
durch, aber so wie ich das verstehe können die beide einfache I/O an
direkt am Chip durchführen?
Das klingt gut, allerdings frage ich mich immer, wie ihr rausbekommt,
welche pins ihr ansprechen müsst um das Ding dazu zu bewegen, das zu
tun, das ihr machen wollte.
Ich hab übrigens festgestellt, dass die Fernbedienung bei mir etwas
komplizierter aufgebaut zu sein scheint
Ich hatte den Schaltplan aufgenommen und ein Datenblatt zum Chip
gefunden. Der Rest war pure Logik. Bei Dir sieht es in der Tat
komplizierter aus.
Zur Not die Kontaktflächen der Fernbedienung mit Kleinrelais-Kontakten
überbrücken. Die DIL Varianten sind ja recht klein.
Im Prinzip ja.
Relais sind aber nicht wirklich toll ;-). Ich vermute mal, das deine
Fernbedienung die Tasten in einer Matrix angeordnet hat (deshalb
Transistor nach Masse nicht machbar). Was hälts du von diesen
CMOS-Analogschaltern zur Kontaktüberbrückung?
Ja stimmt, das bietet sich an - relais sind immer so unelegant :D
außerdem will ich ja keine 230V schalten. Was wär denn so ne
Bestellnummer für so nen Analogschalter, und könnte ich den dann direkt
an den USB Chip hängen oder müsste da noch ne Diode oder sowas
dazwischen? Klingt für mich nach der billigsten Lösung (nen AVR wär
vermutlich noch billiger, hab aber nix hier um die zu programmieren)
Hallo Benjamin,
glaube das hier http://www.ethersex.de/index.php/RFM12_ASK ist was für
dich.
Hier werden verschiedenen Funksteckdosen zB. auch via USB-Net
geschaltet...
Viel Spass
Schaut mal im bascom-forum.de unter Projekte nach.
Ich habe das mal für PIC`s umgesetzt.
Könnte ich auch mit 18F2550 machen, der hat USB.
Nur wie soll das auf der PC-Seite aussehen?
Hi,
ich weiß der Thread ist schon alt, aber ich habe genau das was du suchst
gerade fertiggestellt.
Mein USB Interface basiert auf dem AVR V-USB Treiber, erzeugt per
Software den Funkcode und sendet diesen mit einem kleinen 433MHz AM
Modul.
Link zum Projekt: http://www.maltepoeggel.de/?site=usbfunk
Sourcecode und Layout gibts dort zum Download.
Gruß
Malte
Dazu kann ich so noch nichts sagen da ich bislang nur meine Baumarkt
Funksteckdosen getestet habe. Schraub doch mal den Handsender oder die
Steckdose auf und schau was für ein Chipsatz dort werkelt.
PT2262 / PT2272 oder HX2262 / HX2272 sind kompatibel; alles andere
könnte man sofern genug Infos verfügbar sind und ich Material zum Testen
habe in der nächsten Firmware berücksichtigen.
Ethersex macht es mit den Impulsen, d.h. man gibt eigendlich nur die
Anzahl der Impulse, die Länge und dann die Befehle, ob 1,0 oder Float.
Der Unterschied ist nur im EIN/AUS-Befehl und der Drehung in den
Befehlsbayte.
Ich meine, im Bascom-Forum mal was deswegen von Holly gesehen zu haben.
Wegen der Drehung und Bit's.