Hallo, ich brauche einen Fernsteuerempfänger der mit 1,2V funktioniert, bei geringer Stromaufnahme. Der muss nichts können, es geht nur um einen kurzen Einschaltimpuls bei 3-4 Meter Reichweite. Die Betriebsspannung des Senders ist unwichtig.
Habt ihr vielleicht eine Idee wie ich das realisieren könnte?
Mir fallen spontan nur diese Weihnachstbaumkerzen mit 1,5V Batterie und Fernsteuerung ein, die ich vielleicht zweckentfremden könnte. Aber die können mehr als für meinen Zweck praktikabel ist.
z. B. https://de.aliexpress.com/item/1005004612651333.html
Zusammengefasst:
Empfänger funktioniert mit 1,2V bei geringe Stromaufnahme
Reichweite weniger als 4 Meter
Geringe Anforderungen an Störfestigkeit
IR, Funk, etc. ist mir egal
Beim drücken des Senders soll beim Empfänger einfach irgendwas rauskommen
ich brauche einen Fernsteuerempfänger der mit 1,2V funktioniert
in der Beschreibung steht nur 1,5V und nicht ab wann die aufgibt.
Ich habe zu oft erlebt das 1,5V nicht durch Akku zu ersetzen ist weil es eben mit 1,2V nicht mehr funktioniert.
ich wüßte gerade nicht welche Frequenz frei und erlaubt nutzbar ist und womit man einen frequenzgenauen frequenzstabilen schmalbandigen Sender aufbauen kann.
ich wüßte gerade nicht welche Frequenz frei und erlaubt nutzbar ist und
womit man einen frequenzgenauen frequenzstabilen schmalbandigen Sender
aufbauen kann.
ich würde mir eher ein Bild 5x kaufen was ich bei mir überall aufhängen würde
Wie funktioniert eigentlich eine DCF-77 Uhr? Die läuft doch Monate mit
einer 1,5V Batterie.
Der Empfänger wird nur einmal pro Tag kurz eingeschaltet. Ansonsten
sorgt ein Quarz für die genaue Zeit.
Ok, deswegen haben die nie Empfang.
Bringt mich aber auch eine Idee. Um Strom zu sparen könnte ich den Empfänger alle paar Minuten für ein paar Sekunden einschalten, dann ginge das mit einem Step up.
Um Strom zu sparen könnte ich den
Empfänger alle paar Minuten für ein paar Sekunden einschalten, dann
ginge das mit einem Step up.
Geht bei DCF-77 natürlich nicht sinnvoll. Bei andere Funksignalen schon, wenn der Sender lange genug sendet und wiederholt, dass der Empfänger es mitbekommt.
Beachte dabei die Einschwingzeit des Empfänger. Die könnte deinen "ein paar Sekunden" im Wege stehen. Ein DCF-77 Empfänger braucht mehrere Minuten zum Einschwingen. Andere Empfänger sind schneller. Wie schnell konkret, das ist hier der springende Punkt.
Es gibt auch Systeme, die auf beiden Seiten (Sender und Empfänger) in vorher geplanten Zeitintervallen aktiv werden. Zum Beispiel alles 5 Minuten. Der Vorteil ist hier, dass der Sender nicht so lange Senden muss, bis der Empfänger zuhört, sondern er weiß vorher schon, wann der Empfänger zuhören wird.
Im Anhang ein Schaltungsvorschlag für einen IR-Empfänger, der die oben genannten Forderungen erfüllt. Die Stromaufnahme im Ruhezustand ist gleich dem Strom durch die Photodiode, also im µA-Bereich. Die gezeigte Dimensionierung ist für ein 1kHz-Sendesignal.
Die Schaltung muss mit dem 1M5 grob auf die Lichtverhältnisse vor Ort angepasst werden. Die Zeitkonstante mit dem 47n muss dabei erhalten bleiben (R*C=const.). Der linke npn bildet ein DC-Servo, was Gleichlicht unterdrückt. Siehe Kurve in der Bildmitte. Die obere Grenzfrequenz ergibt sich aus dem 100k und der Eingangskapazität des Transistors.
Das Gebilde aus Stromquelle und Diode ist z.B. eine BPW34. Der rechte Schaltungsteil ist ein empfindlicher Gleichrichter und eine Schaltstufe. Im rechten Diagramm ist das Schaltverhalten für ein Sendesignal mit 1/10 Amplitude des Umgebungslichtes gezeigt.
Wie funktioniert eigentlich eine DCF-77 Uhr? Die läuft doch Monate mit
einer 1,5V Batterie.
Es macht einen erheblichen Unterschied, ein paar kHz oder hunderte MHz zu verarbeiten. In den 70er/80er-Jahren wurden Personenrufempfänger (468 MHz) diskret aufgebaut, Betrieb mit zwei NiCd bis 1,6 Volt Entladeschluß. Die Kollegen haben erheblich gekämpft, das ordentlich zu realisieren.
So ein Step up ist ja winzig, ich wollte aber unter 1mA Stromaufnahme
bleiben.
Da liegt Dein erstes Problem, Ruhestrom. Und dazu kommt das Risiko, dass der Wandler den Empfänger stört.
Bringt mich aber auch eine Idee. Um Strom zu sparen könnte ich den
Empfänger alle paar Minuten für ein paar Sekunden einschalten, dann
ginge das mit einem Step up.
Das machen z.B. Wetterstationen mit Außensensor, muß sich natürlich auch synchronisieren und nachregeln.
ja geht aber saugt dauerhaft immer die Batterie leer oder wenn
ausgeschaltet läuft nichts mehr, wer soll den automatisch einschalten?
Da muß natürlich ein µC dauerhaft laufen, der dann zyklisch den Empfänger zuschaltet. Aber ein µC für 1 Volt findet sich auch nicht so einfach in der Bastelecke.
Habe zufällig noch was Diskretes gefunden.
Von 1,2V auf +5V.
Das Gelumpe für die Negative Spannung kann man weglassen.
Wenn man sich einige Transistoren aussortiert kommt man vielleicht auch an die 1Volt.
Da muss man schauen, ist aber auch temperaturabhängig
Um Strom zu sparen könnte ich den
Empfänger alle paar Minuten für ein paar Sekunden einschalten, dann
ginge das mit einem Step up.
Geht bei DCF-77 natürlich nicht sinnvoll. Bei andere Funksignalen schon,
wenn der Sender lange genug sendet und wiederholt, dass der Empfänger es
mitbekommt.
Beachte dabei die Einschwingzeit des Empfänger. Die könnte deinen "ein
paar Sekunden" im Wege stehen. Ein DCF-77 Empfänger braucht mehrere
Minuten zum Einschwingen.
Doch das geht. Wenn die Uhr erstmal läuft, braucht der Empfänger auch keine Minuten mehr zur Synchronisation, weil wegen des Quarzbetriebs die Zeitdifferenz höchstens im Zehntelsekundenbereich liegt.
Ich hatte mal einen solchen Funkwecker (mit einer einzigen AA-Zelle angetrieben), der ausser den üblichen Anzeigen im Display noch eine zweistellige Anzeige hatte, in der er zeigte, seit wievielen Stunden er sich nicht synchronisieren konnte.
Während diese Anzeige hier immer 00 zeigte, konnte die Uhr sich im Urlaub in der Türkei, nahe Alanya, nur nachts regelmässig etwa um 3 bis 5 Uhr synchronisieren. Um diese Uhrzeit waren offenbar die Störungen durch Gewitter und anderes QRM gering genug.
Immerhin Luftlinie fast 2400 km vom Sender in Mainflingen entfernt!
Der IR Empfänger von Weihnachtsbaumkerzen läuft auch noch bei 0,9V.
Mit den Dingern habe ich auch schon eine einfache Fernbedinung gebaut.
Ja, das geht. Ich habe hier über ein halbes Dutzend dieser Kerzen in Betrieb, in denen die halbtoten AA-Akkus, die meine Frau regelmässig produziert, ihr "Gnadenbrot" bekommen.
Auch der Empfänger der IR-Fernbedienung funktioniert bis zum bitteren Ende einwandfrei.
Ich habe allerdings den Eindruck, dass der Spannungswandler die Zellen bis in den Bereich der Tiefentladung quält, denn sie scheinen in dieser Anwendung sehr schnell zu altern.
Die 4 beinigen Chips darin haben keine Unterspannungsabschaltung,
darum saugen sie bis zum bitteren Ende...
Kommt auf den Chip an. Laut Datenblätter haben die meisten dieser Chips eine Unterspannungsabschaltung, in der Praxis kann ich bei manchen aber weit unter 0,8V gehen, bis die Lampe abschaltet. Deswegen nehme ich meist den YX8050, der schaltet bei exakt 0,8V ab.
Ein DCF-77 Empfänger braucht mehrere Minuten zum Einschwingen.
Was benutzt du für einen DCF77-Empfänger?
Bei vernünftigem Empfang muss der Empfänger sich ein paar Sekunden einpegeln, dann wartet er auf die Minutenmarke und kann aus der folgenden Minuten die Daten lesen.
Erst wenn die Daten fehlerhaft dekodiert werden (Paritätsfehler), kann es sinnvoll sein, mehrere Minuten zuzuhören und über Korrelationsverfahren die Empfangsfehler auszumerzen.
Die Empfänger werden i.d.R. in den tiefen Nachtstunden aktiviert, wenn die Empfangsbedingungen besser sind.