Ich finde es klasse, dass ihr so ein Projekt macht. Ich habe mich mal auf die Frequenz eingerastet, allerdings werde ich eher nichts empfangen, da ich nur eine Koaxantenne mit Stub habe, die auf 4m/70 cm abgestimmt ist, und auch nur mit einem RTL-SDR lausche, und das im Brenztal nahe Ulm. 10 m empfange ich zwar auch, aber nur sehr schwach. Was habt ihr denn für eine Sendeleistung auf der Sonde?
Empfangene Daten:
DA0FRA HIGH ALTITUDE BALLOON FORMAT IS TIME KOORD-LAT,KOORD-LONG,TEMP CRC. MORE AT DA0FRA.ALTAFRANER.DE. PRPT VIA EMAIL WELCOME CCXE
DA0FRA
DA0FRA HIGH ALTITUDE BALLOON 085039 51.2349,13.7371,08760,-17 PCJB DA0FRA
Ich hab auch ne ganze weile auf dieser Frequenz gehockt, bis ich dann mal knapp daneben gedreht hatte.
Die ist auch knapp über meinem QTH drüber, nur 2km daneben.
Kurz vor Niesky war der dann weg.
QRG-Verschiebung lag wohl an der Temperatur … hätte man wissen müssen. Wir sind halt mittlerweile verwöhnt, was die Einhaltung von Frequenzen betrifft. ;-)
QRG-Verschiebung lag wohl an der Temperatur … hätte man wissen
müssen. Wir sind halt mittlerweile verwöhnt, was die Einhaltung von
Frequenzen betrifft. ;-)
Die graphischen Daten der Wettersonde X3512518 aus Essen vom 8.9. sagen aber etwas anderes aus. Die flog zwar nur etwa 31 KM hoch, aber da waren es dann auch bereits minus 44 Grad und genau das würde ich dort auch erwarten. Habe beim Verfolgen von Wettersonden noch nie 6 Grad plus in diesen Höhen gesehen. Woher stammt die +6 Grad Angabe?
Interessant. Hier war vor JZ ein Sender, gut styroportisiert wg. Recyling. Eine Batterie, 3 Transistoren, davon zwei für den Piepser, da brauchts also wirklich keine Baudot um Schüler zu begeistern. Mein Lehrer stand auf Selbstbau. Eine handvoll Bauteile und eine Antenne ca. ~10-15 cm. Dasselbe Zeug gabs zur YAGI Tiervervolgung. Massenware.
QRG-Verschiebung lag wohl an der Temperatur … hätte man wissen
müssen. Wir sind halt mittlerweile verwöhnt, was die Einhaltung von
Frequenzen betrifft. ;-)
Müsste die Frequenz dann nicht driften?
Die war die ganze Zeit stabil.
Habe beim Verfolgen von Wettersonden noch nie 6 Grad plus
in diesen Höhen gesehen. Woher stammt die +6 Grad Angabe?
Ich denke das sind ko/dekodierungsfehler.
z.B. 2026-09-08T09:55:58.938849Z: 055538 51. 19
oder
2026-09-08T09:09:10.841468Z: 050852 51.) 76,1 .9137,12898,-46
Ich schau dann mal mein log durch, da hab ich die Rohdaten.
Ich kann mich entsinnen, daß die Temperatur über Elstra wieder hoch ging, was mich schon etwas gewundert hat.
Woher der Text hier
"FORMAT IS TIME KOORD-LAT,KOORD-LTNG,TEMP CRC. .943 -5 $-0FRA.= )5-!4-,34.$3. 0405 =8- 3.-8) 23):9.3 "
in den Empfangenen Paketen, auf seiner Website, kommt ist mir schleierhaft.
Das muss bei der Auswertesoftware sein, ich hab sowas nicht empfangen.
Moin, ich bin einer der Funkamateure, die das Projekt mit den Schülerinnen und Schülern begleitet haben.
Erstmal vielen Dank an alle, die gestern mit gehört und uns auch Reports zukommen lassen haben.
Weil ich grade die Spekulationen zur Frequenz und Temperatur gelesen habe, möchte ich kurz meine aktuellen Arbeitshypothesen, die aber noch nicht endgültig verifiziert sind, dazu geben. Einen ausführlicheren Bericht werden wir in einiger Zeit nochmal auf der Website ( https://da0fra.altafraner.de ) veröffentlichen.
Zur Frequenz:
Zum Start hatten wir eine Frequenz von ca. 28,137 MHz, also 7 kHz höher als geplant. Im Verlaufe des Flugs ist diese hoch auf ca. 28.138 MHz gedriftet. Die Verschiebung beim Start lag an der Abweichung des Quarz, den wir geflogen haben. Diese haben wir nicht beachtet. Wir hätten das noch in der Synthesestufe korrigieren können, es war in den Minuten vor dem Start aber schlicht keine Zeit mehr. Den Drift von 1 kHz vermute ich war tatsächlich thermischer Natur. Allerdings ist hier die Temperatur im Innenraum der Nutzlast zu betrachten und nicht die Außentemperatur. In der Telemetrie konnte man die Außentemperatur mitlesen. Die Innentemperatur ist von ca. 25 °C beim Einschalten im Verlauf des Flugs gestiegen. Eine genaue Zahl hab ich noch nicht, wird im Bericht aber folgen. Im übrigen dürfte aus gleichem Grund im Verlauf des Flugs die Sendeleistung gestiegen sein, gestartet sind wir mit etwa 2.5 W.
Zur übertragenen Temperatur:
Die übertragene Temperatur haben wir mit einem PT1000 an der Unterseite des Ballons gemessen. Ich würde mal raten, dass sich der Ballon gedreht und evtl. auch leicht geneigt hat, wodurch der Sensor in die Sonne gekommen ist. Uns ist leider unsere IMU gestorben, deshalb kann ich das vermutlich nicht abschließend verifizieren. An Übertragungsfehler glaube ich an der Stelle nicht, dafür haben wir zu viele Werte in der Größenordnung um 0 °C bekommen, wir haben die Daten aber alle nochmal auf SD-Karten mitgeloggt, wenn die ausgewertet sind, kann ich mehr dazu sagen.
Insgesamt gab es aber für die Signalstärke dann doch einige Übertragungsfehler, hier werden wir auch nochmal forschen, woran das lag. Ob wir das herausfinden, kann ich noch nicht abschätzen. Ich vermute aktuell, dass wir irgendwo einen kleinen Drift im Timing hatten.
Wir haben leider aufgrund technischer Probleme ca. 40 min E-Mails verloren. Betroffen sind Mails von kurz nach 11 Uhr bis kurz vor 12 Uhr. Falls wir jemandem, der uns Berichte in dieser Zeit geschickt hat deshalb in den nächsten Tagen nicht nochmal persönlich via E-Mail danken, dann tut es uns ausdrücklich leid. Die Berichte die wir empfangen haben helfen uns wirklich zu verstehen, wie sich unser Amateurfunkmodul verhalten hat.
Meine Hypothese zur Temperatur scheint ziemlich sicher falsch zu sein. Wir haben inzwischen angefangen die Daten detaillierter auszuwerten. Die Temperaturkurven von Steig- und Sinkflug sind ähnlich. Unbereinigtes Diagramm ist angehangen.
interessante Sache.
Offensichtlich wird es in der Stratosphäre durch die UV Absorption in der Ozonschicht wieder wärmer und eine Etage höher dann in der Mesosphäre wieder kälter.
QRG-Verschiebung lag wohl an der Temperatur … hätte man wissen müssen.
Wir sind halt mittlerweile verwöhnt, was die Einhaltung von Frequenzen
betrifft. ;-)
Wer 'A' sagt, sollte auch 'B' sagen.
Lass dich doch einmal von einer Wasserfalldarstellung des relevanten Frequenzbereichs verwöhnen. Das spart viel Sucherei. ;-)
Wie gut ist die Kalibrierung von deinem Empfänger?
Konnte das Radio mitlaufen lassen, aber nicht davor sitzen und auf Suche gehen.
Lass dich doch einmal von einer Wasserfalldarstellung des relevanten
Frequenzbereichs verwöhnen.
Hab ich nicht. Hab den Wasserfall nur in fldigi, und der zeigt natürlich nur, was durch das 2,4 kHz breite Filter des Rx gepasst hat. 7…8 kHz daneben sehe ich nicht mehr.
Dann war's dir wohl auch nicht so wichtig.
Yep, ich habe mir deshalb keinen Urlaubstag nehmen können / wollen. Ich habe es nur nebenbei im Homeoffice „mitrödeln“ lassen, weil um Empfangsberichte gebeten worden war. Eine rechtzeitige Info über die geänderte QRG wäre da hilfreich gewesen, aber das fällt wohl dann unter “lessons learnt”, wie das so schön heißt.
ist. Uns ist leider unsere IMU gestorben, deshalb kann ich das
vermutlich nicht abschließend verifizieren. An Übertragungsfehler glaube
ich an der Stelle nicht, dafür haben wir zu viele Werte in der
Größenordnung um 0 °C bekommen, wir haben die Daten
Welche IMU habt Ihr genutzt? Ich muss in der Bastelkiste oder meinem alten GitHub Repo nachsehen, welche wir verwendet hatte. Die lief anstandslos durch. Wäre sicher auch hilfreich für andere zu wissen, welches material sie entweder besonders beachten oder eher vermeiden sollten. Eine Analyse, was genau passiert ist, würde anderen auch helfen.
Das war ein BNO055. Primärer Entscheidungsgrund war, dass der selbstständig eine Richtungsschätzung vornimmt und wir so die schnelle Logik dafür nicht selbst implementieren mussten.
Wäre sicher auch hilfreich für andere zu wissen,
welches material sie entweder besonders beachten oder eher vermeiden
sollten. Eine Analyse, was genau passiert ist, würde anderen auch
helfen.
Ich würde von dem Sensor für so Bastelprojekte (noch) nicht pauschal abraten wollen. Der ging schon am Boden nicht und ist entsprechend gar nicht erst mitgeflogen. Ich hab den seit dem Projekt noch nicht selbst in der Hand gehabt und werde das ungute Gefühl nicht los, das da auch ein Fehler auf unserer Seite lag. Mir den mal anzugucken steht noch auf der (langen) ToDo-Liste mit Aufgaben zur Nachbereitung.
Für alles andere als Bastelprojekte ist von dem Sensor allerdings schon abzuraten, Bosch Sensortec stuft ihn seit mindestens 2024 als not recommended for new designs ein und die Beschaffung ist zunehmend schwierig. Als Ersatz werden i.d.R. Kombinationen aus 6-Achsen IMUs und extra Magnetometern empfohlen.
Als Ersatz werden i.d.R. Kombinationen aus 6-Achsen IMUs und extra
Magnetometern empfohlen.
All-in-one-Sensoren haben sich wohl nicht so bewährt. Könnte mit den Magnetfeldern zusammenhängen, die in einem kompakten Design wie einem Smartphone anderweitig entstehen (starke Ströme beim Akku, Permanentmagnete in den Lautsprechern).