Mir ist im "304 Schaltungen" von elektor Verlag (S. 121) diese Schaltung https://www.elektormagazine.de/news/schaltung-diy-breitband-hf-signal-tracer über den Weg gelaufen.
Eigentlich ein nettes Projekt für Weihnachten in Manhattan Bauform, wäre da nicht der BF451 (T5).
Ich vermute, dieser Transistor wird hier wegen der geringen Ccbo: 0,35pF verwendet. Leider gibt keine vernünftige Alternativen. (BF324, BF340, BF343, BF441, BF540, BF936). In SMD gäbe es noch den NTE2401.
Gibt es noch andere Bezugsquellen oder sollte ich das besser knicken?
Vielen Dank für Eure Antworten, ich bin neu hier und hoffentlich lernfähig. ;)
Von Infineon gibt es passende winzige Schottky-Doppeldioden, mit denen man
einen wesentlich weiteren Frequenzbereich abdecken kann.
Stört die Eingangskapazität, schaltet man einen Widerstand vor den Tastkopf.
Das Messwerk kann man "einsparen", und den Tastkopf auch an einen Oszi anschliessen.
Den 100 nF könnte man auf 1 nF verkleinern.
Das Testsignal sollte man dann auch amplitudenmodulieren.
Von Infineon gibt es passende winzige Schottky-Doppeldioden
Wenn der TE schon die eine AA119 hat, die es im Projekt brauchen würde, hat er sicher noch eine zweite.
Ansonsten ist das mal wieder typisch Elektor - warum einfach, wenns auch kompliziert geht. Allerhöchstens würde ich eine FET Eingangsstufe machen, aber dann gleich die HF Detektorschaltung aus dem Link, der ursprünglich von schorschm kammt. Die AA119 habe ich erfogreich bis weit über 1Ghz für sowas angewendet. Aber es geht sicher auch eine BAT14 o.ä.
Wenn du so etwas tatsächlich häufiger brauchst, dann bau dir besser
einen richtigen (Demodulator-)HF-Tastkopf.
Themaverfehlung.
Verstärkt halt a bisserl sehr wenig. Und hören tut man auch sehr
schlecht da am Oszilloskop kein Lausprecher ist.
Was er dem Tastkopf nachschaltet, ist dem TO ja überlassen.
Der Vorteil des Oszis ist, dass man bei einem korrekt modulierten Testsignal
eben auch gleich die Linearität beurteilen kann.
Das gelingt mit einem Lautsprecher nur unzureichend.
Ein Multimeter statt des Oszis/Lautspechers ginge natürlich auch.
Hat der TO denn auch ein geeigneten Testsignalgenerator?
Ja. Z.B. wird C6 beim Anlegen der Versorgungsspannung hart über D3/D4 aufgeladen, die könnten das sehr übel nehmen. C4 gehört auch eigentlich über die Dioden, nicht nach Masse, denn die den T5 steuernde Spannung liegt über R9, damit wäre auch die Aufladeproblematik vom Tisch.
SOT-23 lässt sich simpel von Hand löten auch ohne PCB. Einfach dünne Drähte an die Beine löten, dann ist's praktisch THT. Vorher ggf. auf dem Rücken liegend auf die Grundplatte (Lochraster?) kleben.
Mit einem Bonder könnte man auch einen (Transistor-)Chip auf die Pads einer Lochrasterkarte bonden. Manche (SMD-)Transistoren sind so winzig, dass das bei denen ebenfalls empfehlenswert ist.
Aber Drähte an SMD löten? Das ist doch kontraproduktiv. Einfach eine Prototypkarte mit den
richtigen (passenden) Pads benutzen!
Aber Drähte an SMD löten? Das ist doch kontraproduktiv.
Da das Dings sowieso nur bis 30Mhz spielt, ist das hier völlig egal. Übrigens kriegste SOT23 auch auf normales Lochraster ohne estra Drähte. Sitzt dann zwar schief aber geht.
Ja. Z.B. wird C6 beim Anlegen der Versorgungsspannung hart über D3/D4
aufgeladen, die könnten das sehr übel nehmen. C4 gehört auch eigentlich
über die Dioden, nicht nach Masse, denn die den T5 steuernde Spannung
liegt über R9, damit wäre auch die Aufladeproblematik vom Tisch.
Hi Arno,
vielen Dank für das kritische Lesen der Schaltung.
Jetzt sind wir schon zwei, die C6 in dem Schaltplan so nicht verstanden haben. ;)
Ich dachte zuerst, es sei ein Siebelko für die Stromversorgung. Du meinst es sollte korrekt paralell zu den dem Dioden geschaltet sein?
Wenn du so etwas tatsächlich häufiger brauchst, dann bau dir besser
einen richtigen (Demodulator-)HF-Tastkopf.
Themaverfehlung.
Verstärkt halt a bisserl sehr wenig. Und hören tut man auch sehr
schlecht da am Oszilloskop kein Lausprecher ist.
Was er dem Tastkopf nachschaltet, ist dem TO ja überlassen.
Der Vorteil des Oszis ist, dass man bei einem korrekt modulierten
Testsignal
eben auch gleich die Linearität beurteilen kann.
Das gelingt mit einem Lautsprecher nur unzureichend.
Ein Multimeter statt des Oszis/Lautspechers ginge natürlich auch.
Hat der TO denn auch ein geeigneten Testsignalgenerator?
H. H. schrieb:
Wastl schrieb:
Lausprecher
Kost nix.
Ein Oszi kostet auch nichts extra, wenn Mann mindestens eins hat.
Hi Cartman und Wastl,
Völlig richtig.
Ich hoffe sehr, dass der Schaltungsaufwand auch etwas Linearität liefert, besonders bei schwachen Signalen. Zum Testen habe ich diverse Wobbelgeneratoren bis 50 MHz mit (AM/FM) Modulation, ein Oszi mit zwei Kanälen und ein VNA mit Tracking Generator und Attenuator herum stehen. Meine Frau lässt mich zum Glück gewähren. ;)
Lautsprecher ist auch nett, die Schaltung ist aus zwei Stückern zusammen gestückelt worden. Eine Detektordiode AA118 und ein Audioverstärker LM317 ;) Ich schaue nochmal, ob es etwas Sample und Hold-mässiges gibt oder ein Zeigerinstrument, dann kann man auch elektromagnetische Feldstärken qualitativ abschätzen.
Deshalb mache ich das lieber in Mainhattan, dann kann man schnell etwas ändern und es ist HF-technisch unproblematischer.
Von Infineon gibt es passende winzige Schottky-Doppeldioden
Wenn der TE schon die eine AA119 hat, die es im Projekt brauchen würde,
hat er sicher noch eine zweite.
Ansonsten ist das mal wieder typisch Elektor - warum einfach, wenns auch
kompliziert geht. Allerhöchstens würde ich eine FET Eingangsstufe
machen, aber dann gleich die HF Detektorschaltung aus dem Link, der
ursprünglich von schorschm kammt. Die AA119 habe ich erfogreich bis weit
über 1Ghz für sowas angewendet. Aber es geht sicher auch eine BAT14 o.ä.
Siehe auch:
Beitrag "Funk-FB auf Grundfunktion testen"
Hallo Matthias,
vielen Dank für die Antwort. Ich finde es auch teilweise albern soviel Aufwand zu betreiben, eine Detektordiode (und dem LM317) zu verwenden, zumal jeder BC547 mit (richtiger) Basisvorspannung den Job viel besser macht. Ich habe noch Germanium AA113, 114, 118 etc. in der Muke, dafür gebe ich's aber nicht her. ;)
Jeder chinesische GaAs HF Verstärker vom Alibaba ist leider viel besser, ich mag es gerne selbst ausprobieren und - Lernen -.
Zahlendreher: BF451, nicht BF541!
Ist doch nur bis 30MHz gedacht, da geht ein MMBTH81 auch.
Evtl kannst du sogar noch die TO-92 Variante MPSH81 auftreiben.
Guten Abend und vielen Dank für die Unterstützung.
Wie es der Zufall will hat jemand heute Nachmittag BF450 bei Kleinanzeigen reingestellt. Zu einen akzeptablen Preis, ich kaufe lieber bei silent keys oder aus Werkstattauflösungen als bei ebay. Den BF494 kann man durch BF254 ersetzen, damit habe ich alles zusammen.
HF-Bipolartransistoren in PNP sind kein Verkaufsschlager mehr. Als der Autor die Schaltung entworfen hat, waren die BF451 schon 25 Jahre auf dem Markt und gut eingeführt. ;)
Da erwartest du von der einfachen Elektorschaltung reichlich viel.
Wie schwach oder stark sollen die Signale denn sein?
Wenn es um Empfänger geht, dafür gibt es Messgeräte, die alle benötigten Komponente
enthalten, und z.B. auch den Klirrfaktor oder den SINAD-Rauschabstand messen können.
Ein typischer Vertreter wäre der HP8920 und seine Derivate. Die liefern keine
Schätzungen, sondern echte Messwerte.
Unter Umständen "reicht" aber schon ein durchstimmbarer Breitbandempfänger.
Z.B. Alinco DJ-1X oder Yupiteru MVT-7xxx.
Der Alinco hat einen Lineout-Ausgang, der gut geeignet ist, die Linearität von
amplituenmodulierten Signalen qualitativ zu beurteilen.
Ab ca. 100 mV liefert der Diodendetektor, wenn er nur hochohmig belastet wird,
auch gute Ergebnisse. Dem kahh man natürlich auch einen HF-Verstärker spendieren.
Alternativ könntest du dir auch einmal die Log-Detektoren von Analog Devices anseheb.
Ich dachte zuerst, es sei ein Siebelko für die Stromversorgung. Du
meinst es sollte korrekt paralell zu den dem Dioden geschaltet sein?
Als Siebelko für die Versorgung bestünde der Tiefpass aus dem differentiellen Widerstand der Dioden D3/D4 (etwa 2*Ut/Id, also im einstelligen Ohm-Bereich) und C6. Für niedrige Frequenzen wäre der kapazitive Blindwiderstand des Elkos zu groß, um nennenswerte Filterung zu machen. Bei hohen Frequenzen ist der induktive Anteil im Elko zu groß.
So wie im Schaltplan gezeichnet hätte der C6 außerdem genau die gegenteilige Wirkung, da er den Emitter gegen Masse festhält, die Basis von T5 aber gegen die Versorgung angesteuert wird. Die Versorgung erscheint damit direkt im Ansteuersignal des T5.
Ich denke, der Elko war eigentlich dazu gedacht, den differentiellen Widerstand der Potentialverschiebe-Dioden kurzzuschließen, um maximale Verstärkung aus T5 herauszuholen (Gegenkopplung vermeiden). Aber dazu ist erstens ein Elko bei Frequenzen bis 30MHz ungeeignet und zweitens muss der dann über die Dioden gelegt werden.
Ich habe noch Germanium AA113, 114, 118 etc. in der Muke, dafür gebe
ich's aber nicht her. ;)
Viele andere Anwendungen gibts dafür nicht mehr, ein Demodulatortastkopf ist da schon das richtige für die alten Dinger. Mir gehts mit GE-Dioden auch so, habe noch eine oder zwei Handvoll, aber habe auch schon so einen Tastkopf...