IC mit Säure aufätzen

(Firma: Starfleet) #8109597
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Vergussmasse in einem IC ?

Werden da nicht dünne Golddrähtchen vom Silizum zu den Anschlusspads gelegt ?

https://www.viasion.com/wp-content/uploads/2024/12/Wire-bonding.jpg

Und was bei Keramik-Gehäusen ? Auch Glas ist eine Art Keramik und damit ziemlich Säureresistent.

Schliffbilder sind etabliert:

Und mancher spricht vom Ionenstrahl Ätzen, das hat aber wenig mit Säure zu tun:

: Bearbeitet durch User
#8109612
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In jedem Fall vorher möglichst viel mechanisch entfernen (Dremel + Schleifaufsatz).
Dann kommt es drauf an, ob der IC mit freigelegtem Die noch funktionieren soll, oder nicht.

Wenn noch funktionieren, dann in die kleine gedremelte Mulde über dem Die immer wieder einen Tropfen weiß rauchende Salpetersäure geben, nach ner Weile spülen. Weiß nicht mehr womit am besten, aber auf keinem Fall Wasser. Deswegen auch die weiß rauchende Säure - damit die entstandene Oxidschicht auf Kupfer (z.B. bonding wires) nicht vom Wasser gelöst wird und das drunter liegende Metall schützt.

Wenn es nicht mehr funktionieren muss, kann man rot rauchende nehmen, oder den Chip in Kolophonium kochen. Letzteres auf jeden Fall draußen machen, weil das eine Riesensaurei ist und man will definitiv keinen Abzug mit den Kolophoniumdämpfen einsauen. Dann Die saubermachen mit IPA oder Aceton.

#8109632
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René D. schrieb:

Hat jemand schon mal einen IC oder einen Transistor aufgeätzt?

Ja, Richie hat das, und tut das immer wieder.

Seine Ergebnisse werden z.B. in diesem Thread verlinkt:

Beitrag "Die/Chip-Bilder von Richi's Lab (digitale Bauteile)"

Du könntest ihn fragen, wie er vorgeht und was er von Deinem Ansatz hält. Erfahrung auf dem Gebiet hat er definitiv sehr viel.

#8109691
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Harald K. schrieb:

René D. schrieb:

Hat jemand schon mal einen IC oder einen Transistor aufgeätzt?

Ja, Richie hat das, und tut das immer wieder.

...

Du könntest ihn fragen, wie er vorgeht

Oder - einfacher - er könnte einfach mal lesen was Richie dazu aufgeschrieben hat. Das hat er ja nicht aus Jux und Dollerei gemacht, sondern extra damit Interessierte etwas zum Einstieg haben. Merke: was man einfach nachschlagen kann, das muß man nicht nachfragen.

Der Link kam schon, aber ich wiederhole ihn gern nochmal: https://www.richis-lab.de/Howto.htm

#8109723
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René D. schrieb:

Hat jemand schon mal einen IC oder einen Transistor aufgeätzt?

Sicher.

Es gibt Firmen, die decapping als Auftrag machen.

https://www.eag.com/services/engineering/failure-analysis/

Wie wiederspenstig ist die Vergußmasse? Schaffe ich es mit ein 60% Ameisensäure?

Absolut nicht. Metall darf ja nicht angegriffen werden. Die Säure muss also wasserfrei sein. Heiise wasserfreie Salpetersäure.

Oder Lösungsmittel wie eine Mischung aus Dichlormethan und Dimethylformamid.

Oder eben Richies Weg mit Hitze.

#8109724
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Axel S. schrieb:

Der Link kam schon, aber ich wiederhole ihn gern nochmal: https://www.richis-lab.de/Howto.htm

Aber findet er dort etwas zu:

René D. schrieb:

Schaffe ich es mit ein 60% Ameisensäure?

Wenn man die nicht kennt, aber dennoch in den Raum stellt, wäre eine Wiki die beste Anlaufstelle.
Nimmt man Wikipedia, erfährt man schnell, woher u.a. der Name kommt.
Und wenn ich auf die Konzentation in Wiki und EP achte, frage ich mich, was René D. wirklich will.

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