Hat jemand schon mal einen IC oder einen Transistor aufgeätzt?
Wie wiederspenstig ist die Vergußmasse? Schaffe ich es mit ein 60% Ameisensäure?
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IC mit Säure aufätzenHat jemand schon mal einen IC oder einen Transistor aufgeätzt? Wie wiederspenstig ist die Vergußmasse? Schaffe ich es mit ein 60% Ameisensäure? :
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Unter rauchender Salpetersäure tut sich da gar nichts. Für den Hausgebrauch kann man es mit Kochen in Kolophonium versuchen. Ich habe schon Berichte von defekte ICs gesehen. Da wurde der IC aufgeätzt. Es muss einen Weg geben.
Wozu soll da gut sein? mfg Klaus Immer mehr Insekten ernähren sich von elektronischen Bauelementen.
Dümmste Frage! Antwort: Zur Analyse von Chips/Dies, siehe Richi´s Lab. :
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Vergussmasse in einem IC ? Werden da nicht dünne Golddrähtchen vom Silizum zu den Anschlusspads gelegt ? https://www.viasion.com/wp-content/uploads/2024/12/Wire-bonding.jpg Und was bei Keramik-Gehäusen ? Auch Glas ist eine Art Keramik und damit ziemlich Säureresistent. Schliffbilder sind etabliert: Und mancher spricht vom Ionenstrahl Ätzen, das hat aber wenig mit Säure zu tun: :
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Auf richislab.de sind Vorgehensweisen beschrieben. In jedem Fall vorher möglichst viel mechanisch entfernen (Dremel + Schleifaufsatz). Wenn noch funktionieren, dann in die kleine gedremelte Mulde über dem Die immer wieder einen Tropfen weiß rauchende Salpetersäure geben, nach ner Weile spülen. Weiß nicht mehr womit am besten, aber auf keinem Fall Wasser. Deswegen auch die weiß rauchende Säure - damit die entstandene Oxidschicht auf Kupfer (z.B. bonding wires) nicht vom Wasser gelöst wird und das drunter liegende Metall schützt. Wenn es nicht mehr funktionieren muss, kann man rot rauchende nehmen, oder den Chip in Kolophonium kochen. Letzteres auf jeden Fall draußen machen, weil das eine Riesensaurei ist und man will definitiv keinen Abzug mit den Kolophoniumdämpfen einsauen. Dann Die saubermachen mit IPA oder Aceton.
Ja, Richie hat das, und tut das immer wieder. Seine Ergebnisse werden z.B. in diesem Thread verlinkt: Beitrag "Die/Chip-Bilder von Richi's Lab (digitale Bauteile)" Du könntest ihn fragen, wie er vorgeht und was er von Deinem Ansatz hält. Erfahrung auf dem Gebiet hat er definitiv sehr viel.
...
Oder - einfacher - er könnte einfach mal lesen was Richie dazu aufgeschrieben hat. Das hat er ja nicht aus Jux und Dollerei gemacht, sondern extra damit Interessierte etwas zum Einstieg haben. Merke: was man einfach nachschlagen kann, das muß man nicht nachfragen. Der Link kam schon, aber ich wiederhole ihn gern nochmal: https://www.richis-lab.de/Howto.htm
und Hühner, die picken gerne das Hühnerfutter von SMD-bestückten Platinen!
Gast
#8109717
Deshalb unbedingt bleifrei löten!
Sicher. Es gibt Firmen, die decapping als Auftrag machen. https://www.eag.com/services/engineering/failure-analysis/
Absolut nicht. Metall darf ja nicht angegriffen werden. Die Säure muss also wasserfrei sein. Heiise wasserfreie Salpetersäure. Oder Lösungsmittel wie eine Mischung aus Dichlormethan und Dimethylformamid. Oder eben Richies Weg mit Hitze.
Aber findet er dort etwas zu:
Wenn man die nicht kennt, aber dennoch in den Raum stellt, wäre eine Wiki die beste Anlaufstelle. Ich will Fakeware erkennen. Ich habe mehrere Chargen von eine Hochspannungsdiode. Von der Diode gibt es unterschiedliche Röntgenbilder. Diese hat einen zusätzlichen Glasüberzug. Einmal fehlt eine "Verkapselung" und einmal ist sie deutlich im Röntgenbild zuerkennen. Ich muss die gut Chargen mit dem Glasüberzug herausfinden. Auf ein Röntgengerät habe ich keinen Zugriff und dachte ich kann mit etwas Säure da mal drunterschauen. Die Plastikgehäuse kann man NUR mit stark oxydierenden Säuren auflösen, Gold, Aluminium, Eisen und Silizium bleiben erhalten. Verwendet wird praktisch immer HEISSE konzentrierte Schwefelsäure, die dabei zu Schwefeldioxid reduziert wird. Chemische Kenntnisse müssen vorhanden sein, alle Halbleiterhersteller arbeiten so. Also Arbeiten in einem gut ziehenden Abzug oder im Freien bei ausreichend Wind. Als Privatmann kann man heute keine konzentrierte Schwefelsäure mehr kaufen, man kann aber Batteriesäure durch Destillation konzentrieren. Die fast kochende Säure wird auf den Chip langsam aufgetropft, das Plastik schäumt weg, Spritzgefahr besteht immer. Konzentrierte heiße Salpetersäure wird nie verwendet. Schmelzen in KHSO4 habe ich noch nicht ausprobiert (Aufschluß-Methode).
Beitrag #8109783 wurde vom Autor gelöscht.
Da entstehen doch bestimmt Sulfate.
Durch Eindampfen, Destillation bringt hier keinerlei Vorteile. Man sollte die Dämpfe tunlichst abführen, weil sehr korrosiv – idealerweise in Wasser leiten, dabei aber Sorge dafür tragen, dass kein Wasser zurückgesaugt werden kann (gibt einen interessanten Effekt, wenn Wasser in über 300°C warme Säure läuft, BTDT). Geht mit einem umgedrehten Trichter ganz gut. Allerdings würde ich es nicht in einem öffentlich einsehbaren Forum schreiben, wenn ich das machte, weil’s heutzutage immerhin eine Straftat ist. Naturwissenschaftliche Bildung wird hierzulande mittlerweile als Gefahr empfunden. Man braucht eine Destillations-Apparatur (mit kleiner Kolonne), da geht erstmal nur Wasser über. Wie gesagt, Chemie-Kenntnisse und -Praxis erforderlich.
Grundlegend braucht man ein Becherglas und eine Wärmequelle. Dann erhitzt man das Ganze, bis ein dichter weißer Nebel aufsteigt und im Becher befindet sich die gewünschte konzentrierte Schwefelsäure. Nimmt man statt des Bechers einen Kolben, an dessen Mündung man einen idealerweise säurefesten Schlauch befestigt, kann man die Dämpfe sicher ableiten – etwa über einen Trichter in Wasser, wo sich das Schwefeltrioxid löst und so nicht in die Umwelt gelangt. Natürlich kann man es auch andersrum machen und fraktioniert destillieren – es bringt hier nur keinerlei Vorteil. Sieht aber zugegebenermaßen immerhin professionell aus … Aber letztlich ist’s eh hypothetisch, weil hier ja wohl keiner Straftaten begehen wird. :
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Also, ob mit oder ohne Glaskapsel sollte sich doch auch anders ermitteln lassen, der erste Versuch wäre sicher mal mit der Waage auf geringe Masseunterschiede zu achten. Ein weiterer Versuch, sich zu Überlegen welchen Unterschied elektrisch gesehen der Glasüberzug ausmacht (Überschlagspannung?) Und so ein Glasüberzug sollte auch die interne Wärmeleitung verändern - also mal mit ner gescheiten IR-Kamera schauen und ggf. vorher mit ner "Blitzlampe" thermisch "anregen". Sicher hat der Originalhersteller der Diode auch Interesse an einer solchen Selektion und kann auf Anfrage Tipps geben. Wenn es ein Chargenproblem ist, das der QA bekannt ist, kann schon der Date-Code ein Hinweis sein. :
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Gast
#8109992
Die Sache wird auch noch an ein eternes Prüflabor gehen. Ich wollte schon mal im Vorfeld testen. Wie die Rate ist.
Gast
#8110455
Also nur Trollerei. Wozu der Aufwand, da so ein Freiätzen ja nicht zerstörungsfrei ist, liessen sich die Dioden auch mechanisch öffnen. Seitenschneider; Hammer; Zange in den freigelegten Resten müsste doch auch die Glasschicht erkennbar sein. Davon unabhängig, kann mir mal jemand die Sache mit dem Kolophonium erklären, was passiert da, was ist da so agressiv?
Gast
#8110464
Da passiert nix.
Na ja ... Wir hatten früher die Möglichkeit, Halbleiter untersuchen zu lassen. Die Kollegen in Backnang machten z.B. FETs auf und lieferten Bilder aus dem Elektronenmikroskop mit z.B. Einschnürungen oder ESD-Schäden. Eine simple Diode hätte dort der Lehrling in der Frühstückpause gemacht. Das wurde Konzern-intern verdammt teuer verrechnet, sodass man es nur in extremen Fällen nutzen konnte. Antwort schreiben |
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