Was ist eure Meinung zum Thema „Internet der Dinge“? Glaubt ihr da kommt was Gutes dabei raus? Kann man damit Geld verdienen, ist es was für die Zukunft? Will ich oder jemand wirklich mein ganzes Haus/ Geräte oder meine Klamotten mit Elektronik bestücken, um alles an irgendeinem „Netz“ zu verbinden? Ich würde zwar gerne einiges mit einem Heimnetzwerk verbinden oder einige Sensoren mit einem Smartphone auslesen können, aber nicht weiter. Ich möchte kein „Google Nest“,keine Kinect Spycam in meinem Haus haben oder einen Kühlschrank der mein Verhalten lernt. Mein Bereich sollte ich überwachen können, aber mich kein anderer.
Stefan frog: >Glaubt ihr da kommt was Gutes dabei raus? ...und beantwortete seine Frage gleich selbst: >Will ich oder jemand wirklich mein ganzes Haus/ Geräte oder meine >Klamotten mit Elektronik bestücken, um alles an irgendeinem „Netz“ zu >verbinden? Das weißt Du nur selbst. >Ich möchte kein „Google Nest“,keine Kinect Spycam in meinem Haus haben >oder einen Kühlschrank der mein Verhalten lernt. Ich auch nicht. MfG Paul
Ok, laut Falks Link zum Hype-Zyklus geht zwar die Kurve ins "Tal der Enttäuschung" doch danach geht es wieder nach oben. Somit könnte ich daraus schließen, dass es dann in irgend einer Form wieder kehren wird. @ Paul, für mich habe ich das selber beantwortet, doch ich wollte auch weitere Meinungen hören :)
Stefan D. schrieb: > Somit könnte ich daraus schließen, dass es dann in irgend einer Form > wieder kehren wird. Besen mit Internet-Anbindung? ;-)
Matthias vermutete:
>Besen mit Internet-Anbindung?
Selbst Goethe hatte schon Leute mit fernsteuerbaren Besen um sich:
Zitat Goethe:
»In die Ecke,
Besen! Besen!
Seid’s gewesen.
Denn als Geister
Ruft euch nur, zu seinem Zwecke,
Erst hervor der alte Meister.«
;-)
MfG Paul
Stefan D. schrieb: > Ok, laut Falks Link zum Hype-Zyklus geht zwar die Kurve ins "Tal der > Enttäuschung" doch danach geht es wieder nach oben. Nicht automatisch, sondern nur dann, "wenn die Vorteile allgemein anerkannt und akzeptiert werden." > Somit könnte ich daraus schließen, dass es dann in irgend einer Form > wieder kehren wird. Nein.
Richtig viel Geld kann man nur mit massenkompatiblen Dingen verdienen. Dazu muß man jedoch die Kunst massenkompatiblen Denkens beherrschen. Es ist nämlich gar nicht so einfach, sich in die primitive Hirnstruktur der massenkompatibel konsumierenden Userschaft hineinzuversetzen und sich vorzustellen, daß diese Schicht Unsummen an Geld für Trivialitäten auszugeben bereit ist, ob nun direkt oder indirekt. Wer hätte sich vorstellen können, daß eine schnöde App zum Verschicken von Text- und Bildnachrichten eines Tages Milliarden Dollar wert ist? Wer hätte gedacht, daß Leute sich danach reißen, Hunderte von Euro für Mobiltelefone auszugeben, die zwar ihre Hauptfunktion nur schlecht erfüllen, mit denen man aber außerdem Musik hören und fotografieren kann. Und wer hätte gedacht, daß ein von der Grundidee her alles andere als neues Spiel mit grauenvoller Klötzchen-Grafik und dennoch sportlichen Hardwareanforderungen dieser Tage nennenswerte Erfolge verbuchen kann? Trotzdem wurde Minecraft mittlerweile 33 Mio mal verkauft. Die Liste ließe sich noch lange fortsetzen: Tamagotchi, Facebook, Red Bull und alles, was mir jetzt nicht einfällt. Nicht das Produkt zählt primär, sondern einen Hype darum loszutreten. Steve Jobs war einer der Genies, die das erkannt haben. Hätte er den Bleistift patentieren können, würde den jetzt jedermann aus der Hemdtasche gucken lassen und ohne Nachdenken 50€ pro Stück hinlegen...
Das Internet der Dinge war eher für Gewerbebetriebe gedacht: Bsp. Kunde bestellt Auto mit Ledersitzen. Autohersteller prüft Bestand an Ledersitzen und bestellt dementsprechend nach. Der LKW der gerade auf dem Weg zu einem anderen Kunden ist und Ledersitze liefern soll, fährt nun doch erst zu dem einen Kunden, weil er Expresslieferung gebucht hat. Jeder Sitz hat eine eigene Seriennummer. Wenn nun doch etwas schief geht, kann man genau nachvollziehen, in welchem LKW er transportiert wurde, wann eingeladen, wann ausgeladen etc. und wo er nun sein sollte.
Matthias L. schrieb: > Besen mit Internet-Anbindung? Coole Idee! Da weis das Borstengerät sofort, daß nicht gefegt werden braucht. Grund: Mülleimer hat schon overflow gemeldet. Aber wenn manche Leute einen Flaschenöffner brauchen mit I-Net-Anbindung, um mit der Handy-App zu schauen ob die Pulle auf ist....DANN WIRD DER MIST ÜBER UNS KOMMEN!
Michael Bauer schrieb: > Matthias L. schrieb: >> Besen mit Internet-Anbindung? > > Coole Idee! > Da weis das Borstengerät sofort, daß nicht gefegt werden braucht. > Grund: Mülleimer hat schon overflow gemeldet. falsch! das schaufal kommuniziert mit dem Mülleimer, und nur die bekommt einen overflow... ..der Besen kommuniziert mit den Bodensenoren ob was gemacht werden muss ;-) Du hast die protected Class nicht verstanden ;-) ;-) ;-) setzen! ;-) ( Spass ) LG Rudi ;-) > > Aber wenn manche Leute einen Flaschenöffner brauchen mit > I-Net-Anbindung, um mit der Handy-App zu schauen ob die Pulle auf > ist....DANN WIRD DER MIST ÜBER UNS KOMMEN! ..ok das hast wieder gut gemacht ;-) ( spass )
Natuerlich kann man damit Geld verdienen. Es ist nur nicht ganz so offensichtlich. Ein kuerzliches Beispiel. Im Haus hat man verschiedene Verbraucher, die laufen vor sich hin und machen irgend was. zB eine Waermepumpe. Ob die Waermepumpe eine halbe Stunde oder eine ganze Stunde spater einschaltet ist eigentlich egal, solange die Temperatur etwa im Rahmen ist. Dem EW ist es aber nicht egal. Nun gibt es eine Firma, die verkabelt deine Waermepumpe mit dem Internet, mit deren Server. Gegeueber dem EW tritt diese Firma als Stomverkaeufer auf. Leute, ich kann Euch 100MW ueber Mittag bereitstellen, indem diese Waermepumpen spater oder verteilter anspringen. Das EW muss so weniger Spitzenleistung bereitstellen, die Firma verdient, der Kunde spart am Tarif. Wo liegt das Problem?
Siebzehn mal Fuenfzehn schrieb: > Natuerlich kann man damit Geld verdienen. Es ist nur nicht ganz so > offensichtlich. Ein kuerzliches Beispiel. > > Im Haus hat man verschiedene Verbraucher, die laufen vor sich hin und > machen irgend was. zB eine Waermepumpe. Ob die Waermepumpe eine halbe > Stunde oder eine ganze Stunde spater einschaltet ist eigentlich egal, > solange die Temperatur etwa im Rahmen ist. Dem EW ist es aber nicht > egal. Nun gibt es eine Firma, die verkabelt deine Waermepumpe mit dem > Internet, mit deren Server. Gegeueber dem EW tritt diese Firma als > Stomverkaeufer auf. > Leute, ich kann Euch 100MW ueber Mittag bereitstellen, indem diese > Waermepumpen spater oder verteilter anspringen. Das EW muss so weniger > Spitzenleistung bereitstellen, die Firma verdient, der Kunde spart am > Tarif. > > Wo liegt das Problem? Das gehört aber zu den ganz wenigen sinnvollen Anwendungen. Das meiste wird Müll sein, einige wenige Dinge werden uns mit ihrem Erfolg überraschen. Grüße Bernd
Irgendwann ist es soweit. Du rufst deinen Bekannten an, keiner geht ran. Kurze Zeit später wird dir ( durch eine angenehme Frauenstimme ) mitgeteilt, dass dein Bekannter gerade seine Haustür aufgesperrt hat. Kurze Zeit später: Der ist auf dem Klo. Kurze Zeit später: Spülung wurde betätigt, Wasserhahn läuft, Verbindung wird hergestellt. Schöne neue Welt. Bernd
Bernd Funk schrieb: > Schöne neue Welt. Deshalb ist eine Internetverbindung für alle "Dinge" immer Pflicht - die zu PRISM :-(
Siebzehn mal Fuenfzehn schrieb: > Natuerlich kann man damit Geld verdienen. Es ist nur nicht ganz so > offensichtlich. Ein kuerzliches Beispiel. > > Im Haus hat man verschiedene Verbraucher, die laufen vor sich hin und > machen irgend was. zB eine Waermepumpe. Ob die Waermepumpe eine halbe > Stunde oder eine ganze Stunde spater einschaltet ist eigentlich egal, > solange die Temperatur etwa im Rahmen ist. Dem EW ist es aber nicht > egal. Nun gibt es eine Firma, die verkabelt deine Waermepumpe mit dem > Internet, mit deren Server. Gegeueber dem EW tritt diese Firma als > Stomverkaeufer auf. > Leute, ich kann Euch 100MW ueber Mittag bereitstellen, indem diese > Waermepumpen spater oder verteilter anspringen. Das EW muss so weniger > Spitzenleistung bereitstellen, die Firma verdient, der Kunde spart am > Tarif. > > Wo liegt das Problem? Das Problem liegt darin, wenn die bösen Buben das Protokoll hacken und im Sekundentakt unendlich hohen und keinen Energiebedarf melden und alle Verbraucher auf einmal anspringen, weil es gerade Strom im Überfluss geben soll... Damit kollabiert jedes Energienetz! Nächstes Beispiel: Intelligente Autos bremsen bei Staus ab oder nehmen Entlastungsstrecken. Wird das gehackt, kannst du den Verkehr zusammenbrechen lassen. Für ein 5 Jahre altes Auto eines Importeurs, der sich aus dem Markt zurückgezogen hat, gibt es kein Softwareupdate mehr und die Karre läßt auch prima ohne Schlüssel von jedem starten... Lieber behalte ich mein altes Zeug, was ohne Netzwerk auskommt :-)
Ich sehe ja das IoT eher als Gefahrenquelle und potenzielles Einfallstor in meine Hausautomation und damit direkt in meine Sicherheit... Aber gut...
Sehe das auch skeptisch. Wenn das alles so einfach ist wären die kleinen Teile die ersten die nie kaputt gehen. Für Technik und Elektronik gebe ich gerne Geld aus wenn sie mir hilft, und beim IoT Hype habe ich das Gefühl das ich nur der Zahlmeister bin.
Was soll's. Als wir uns anfangs 90 noch per 2400er Modem in BBS einwaehlten, konnten wir uns auch nicht vorstellen dauernd mit Facebook oder so verbunden zu sein. Oder dass wir gar nichts mehr wissen muessen, weil Gurgel resp Wikipedia uns das abnehmen. Teilweise verschieben sich auch die Ansichten. Wenn ich mich erinnere, ein stueck vor 1984 gab's einen Horrorschmoecker mit selbigem Namen. Die totale Kontrolle. Heutzutage werfen wir FB noch einen Satz Selfies hinterher. Cool, jeder inszeniert sich. 1984 ist so fern... was 30 Jahre ausmachen.
Die Gesellschaft ändert sich laufend, stetig, und das seit 5000 Jahren. Vieles wird heißer gekocht als es gegessen wird. Als die Elektrizität entdeckt wurde und die ersten Glühbirnen kamen hatten die Menschen bestimmt mehr Angst, denn was sie sahen konnten sie sich nicht erklären. Selbiges gilt für Autos, Industriealisierung, etc. Alles fundamentale Wendepunkte in der Geschichte der Menschheit. Im Nachhinein muss ich aber sagen, ich bin ganz froh nicht im Mittelalter leben zu müssen. Aber wahrscheinlich neigt der Mensch dazu, die Probleme "seiner" Generation als größer und wichtiger zu erachten. Aber den den Effekt der Veränderung gab es schon immer und wird es immer geben. Ein paar Opis lamentieren drüber, und zwanzig Jahre später hat sich ein neuer Status Quo etabliert. Von "1984" sind wir noch weit entfernt, ich behaupte sogar wir entfernen uns eher von der Totalen Überwachung als das wir uns ihr annähern, trotz NSA-Affäre etc. pp. Im Kalten Krieg bspw. waren einem totalitären Regime Tür und Tor weiter geöffnet als heute. Im Gegenteil, wir nähern uns eher der "Brave New World" an (Konsumgesellschaft), aber dass ist nicht Thema dieses Threads :-)
le x. schrieb: > Im Nachhinein muss ich aber sagen, ich bin ganz froh nicht im > Mittelalter leben zu müssen. Sicher. Nur hat eben jeder Fortschritt auch negative Seiten an sich. Die Industrialisierung/Technisierung erleichtert den Menschen ihr Daeein. Aber gleichzeitig zerstört sie unsere natürlichen Lebensgrundlagen, vergiftet die Umwelt und macht uns zunehmend abhängig vom Funktionieren des technischen und logistischen Gesamtsystems. Technik kann das Leben verbessern, aber auch wertvolle Lebenszeit stehlen. Verschafft die Technik dem Normalbürger mehr Freizeit? Nein. Die eingesparte Arbeitszeit wird zum Teil von der Notwendigkeit aufgefressen, sich mit der Einarbeitung und dem am Laufen halten der Technik zu befassen. Und der Rest wird mit zusätzlichen Aufgaben gefüllt. Technischer Fortschritt entlastet nicht die Arbeitswelt, er beschleunigt sie nur. Und einen Teil der Freizeit verplempern viele Leute dank neuer Kommunikationsmöglichkeiten mit dem Austauschen von Bergen nutzloser Informationen, wir hatten das im Smartphone-Thread bereits durchgekaut. > Von "1984" sind wir noch weit entfernt Wir sind weit entfernt, ja. Allerdings in die andere Richtung, weiter als Orwell sich das jemals hätte vorstellen können. Die technologischen Grundlagen totaler Überwachung sind schon Realität. Die Menschen tragen sie mittlerweile stets bei sich und nutzen sie mit Begeisterung. Niemals zuvor war Überwachung so einfach und noch dazu unter freiwilliger Mitwirkung der Menschen möglich...
Icke ®. schrieb: > le x. schrieb: >> Im Nachhinein muss ich aber sagen, ich bin ganz froh nicht im >> Mittelalter leben zu müssen. > > Sicher. Nur hat eben jeder Fortschritt auch negative Seiten an sich. Die > Industrialisierung/Technisierung erleichtert den Menschen ihr Daeein. Das ist aber sehr nett ausgedrückt. Stell dir einfach mal nur eine Zahnbehandlung im Mittelalter vor, dann hast Du mal ein ganz anschauliches Beispiel für das bischen Verbesserung. > Aber gleichzeitig zerstört sie unsere natürlichen Lebensgrundlagen, > vergiftet die Umwelt und macht uns zunehmend abhängig vom Funktionieren > des technischen und logistischen Gesamtsystems. Ja, natürlich, spätestens wenn man mal ins Krankenhaus muss, wird einem das schmerzhaft bewusst. Früher ist man als Held gestorben. Auch die Abhängigkeit vom elektrische Strom ist schlimm, wie schön war es doch, einfach mit der Sonne ins Bett zu gehen. > Technik kann das Leben > verbessern, aber auch wertvolle Lebenszeit stehlen. Verschafft die > Technik dem Normalbürger mehr Freizeit? Nein. > Die eingesparte Arbeitszeit wird zum Teil von der Notwendigkeit > aufgefressen, sich mit > der Einarbeitung und dem am Laufen halten der Technik zu befassen. Und > der Rest wird mit zusätzlichen Aufgaben gefüllt. Technischer Fortschritt > entlastet nicht die Arbeitswelt, er beschleunigt sie nur. Hmm, 35-40 Stunden Woche mit sechs Wochen Urlaub gegenüber 6 Tage Woche noch in den 50ern ist keine Entlastung der Arbeitswelt ? > Und einen Teil > der Freizeit verplempern viele Leute dank neuer > Kommunikationsmöglichkeiten mit dem Austauschen von Bergen nutzloser > Informationen, wir hatten das im Smartphone-Thread bereits durchgekaut. Was die für nutzlos halten, sollte man den Leuten vielleicht doch selbst überlassen. Aber der Erfolg der recht teuren SMS zeigt doch, dass den Leuten diese nutzllosen Informationen recht viel Geld wert sind. Allles in allem romantischer Quatsch, den Du da schreibst. Gruss Axel
Hallo Offtopic gemeinde! Zum ersten mal hier in dieser Forumkategorie unterwegs ;) Ich würde dazu gerne meine Meinung abgeben. Ich habe absichtlich die Antworten die bereits hier stehen noch nicht gelesen, um möglichst meine eigene meinung beschreiben zu können, ohne durch irgendwelche vorgedanken beeinflusst worden zu sein. Es ist nunmal eine Tatsache dass in der heutigen Zeit das Bedürfniss der dauerhaften Kommunikation steigt. Heutzutage beschrenkt sich diese meistens auf die Kommunikation mit Freunden oder die aktuellsten News. Ich denke aber, irgendwann werden wir auch mit unseren Küchengeräten kommunizieren können. Ob dies gut ist...? Ich würde sagen, hier gibts es Pro und Kontra seiten. Einerseits finde ich dieses Internet der Dinge Zeug für Unternehmen sehr interessant. Ein Unternehmen will stets gewinn erziehlen und ich finde, wenn die Technik dabei helfen kann Effizienter zu arbeiten ist dies eine gute Sache. Wo ich allerdings meine bedenken habe ist das private Umfeld eines Menschen. Bereits heute in einer Zeit von Social Media, Whatsapp und dem Schnik-Schnak wurde jeder bereits einmal Zeuge davon, wie Leute ihr Handy zücken, sobald sie in einem Restaurant sitzen. Egal ob auf der anderen Tischseite der beste Freund oder gar die eigene Familie sitzt, das Smartphone gehört für viele auf den Tisch. Genau da beginnt mein bedenken. Ich selber bin auch gerade nur 19 Jahre alt und als Whatsapp und der ganze Kram kam, war ich in einem Alter wo man sowas natürlich mitkriegt, da nunmal viele bereits ein Handy hatten. Als ich im Sommer 2010 meine Berufslehre als Elektroniker begonnen habe, konnte ich mir mit meinem ersten Monatslohn ein iPhone kaufen. Whatsapp wurde da natürlich Pflicht. Am Anfang war das ganze cool, damals haben auch die wenigstens so damit übertrieben. Mittlerweile laufe ich zwar mit einem Sony Xperia Z1 in der gegend rum, habe aber weder Facebook noch Whatsapp installiert. Nicht, weil ich gegen die Kommunikation bin. Ich habe diese Apps lediglich gelöscht, weil es mich genervt hat wenn ich mit Freunden im Ausgang war. Ich war schon immer der Typ, der nie auf sein Handy geschaut hat wenn wir unterwegs waren. Viele Freunde von mir leider schon. Ich habe mir dann irgendwann vorgenommen, dass ich nicht so sein will und habe all dieses Zeug gelöscht. Auch wenn ich so ein bisschen vom Thema abgeschweift bin, hängt doch alles zusammen. Schlussendlich will ich damit sagne, dass ich den Technischen Fortschritt stark bewundere und beeindruckt davon bin, was mit der technologie von heute alles möglich ist. Andererseits finde ich es sehr schade, wenn die Technologie unser privates Umfeld beeinflusst, was leider bereits durch simple dinge wie Whatsapp der Fall ist. Ich will ja nicht wissen, wie das aussehen wird, wenn das ganze sich weiter entwickelt und intelligente Gegenstände zum alltag werden (Nicht dass ein Handy nicht bereits intelligent ist, aber ich meine jetzt, wenn irgendwann alles miteinander vernetzt ist). Ich hoffe schwer, dass die Menschen nicht vergessen sich von Zeit zu Zeit in die Augen zu schauen, trotz all den Displays rund um uns... Freundliche Grüsse.
Da gibt es die "Smart-Meter"-Stromzähler, die am Internet hängen. Am Anfang hieß es, es gehe darum, den Leuten die Möglichkeit zu geben, am Computer den eigenen aktuellen Stromverbrauch sehen zu können, damit sie heimliche Stromfresser finden können. Stellt sich die Frage, warum man dafür nicht eine lokale Lösung ohne Internet findet. Jetzt heisst es, es gehe darum, den Verbrauch flexibel zu steuern und an das schwankende Angebot regenerativer Energie anzupassen. Stellt sich die Frage, warum man dazu den momentanen Verbrauch aufwendig an den Versorger übermitteln muss und nicht stattdessen mit viel niedrigerer Datenrate einen Preis aktuell vom Versorger zum Kunden übermittelt und dem Stromzähler die Arbeit überlässt, Strom und Preis zu multiplizieren und das Ganze über die Zeit aufzusummieren. Der Konsument würde dann aus eigenem Interesse seinen Verbauch an das schwankende Angebot anpassen. Die "Smart-Meter" sind ein Überwachungsinstrument. Die Leute wollen sie nicht, also werden sie eben vorgeschrieben. Nach meiner Erinnerung wurden die entsprechenden Vorschriften de facto unter Ausschluss der Öffentlichkeit beschlossen. Rauchmelder in den Wohnungen sind bereits vorgeschrieben. http://www.rauchmelder-lebensretter.de/home/gesetzgebung/aus-den-bundeslaendern/ Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die Forderung aufkommen wird, dass die Rauchmelder am Internet hängen müssen. Ist natürlich alles nur um Menschenleben zu retten. Und wer weiss, was die Rauchmelder ausser Rauch sonst noch melden. Google kauft Rauchmelder-Hersteller http://www.heise.de/newsticker/meldung/Google-kauft-Heimvernetzer-Nest-fuer-3-2-Milliarden-Dollar-2084501.html Das "Internet der Dinge" kommt. Und wenn die Leute die Geräte nicht kaufen wollen, dann wird der Kauf halt vorgeschrieben.
Es ist ja eigentlich so, dass die 'großen Zukunfstvisionen' häufig nicht klappen. Aber irgendetwas, was entwickelt wird, wird schlagartig so populär, dass alle es haben wollen. Das kann man aber noch nicht vorhersagen. Z.B.internet, oder neuer: whatsapp Große Ideen, die nie was werden werden: Industrie 4.0, Internet der Dinge
Axel Laufenberg schrieb: > Allles in allem romantischer Quatsch, den Du da schreibst. Romantisch? Stell dir vor, es gäbe keine globale Erwärmung, keine Luftverschmutzung, keine wegen atomarer Verseuchung auf Jahrtausende unbewohnbaren Gebiete, keine Ölteppiche auf den Meeren, keine riesigen Müll-, Atomabfall- und Sondermüll-Deponien, kein permanenter Straßen- und Maschinenlärm, keine Anrufe oder Mails aus der Firma zum Feierabend oder im Urlaub sowie intakte, im Gleichgewicht befindliche Flora und Fauna statt Artenausrottung und rücksichtloser Rodung und und und ... das wäre romantisch. Nein, ich bin nicht gegen Fortschritt. Aber er sollte schon im Einklang mit der Natur stehen und für entspannteres Leben sorgen, statt neuen Streß zu schaffen.
Icke ®. schrieb: > kein permanenter Straßen- > und Maschinenlärm, Ziehj doch aufs Land. > keine Anrufe oder Mails aus der Firma zum Feierabend > oder im Urlaub Muss man ja nicht rangehen/antworten. > Nein, ich bin nicht gegen Fortschritt. Aber er sollte schon im Einklang > mit der Natur stehen und für entspannteres Leben sorgen, statt neuen > Streß zu schaffen. Permanenter Lärm und Missachtung von Urlaub/Feierabend gabs sicher auch schon im Mittelalter. Also schlechte Beispiele.
Gerald B. schrieb: > Das Problem liegt darin, wenn die bösen Buben das Protokoll hacken... ... > Damit kollabiert jedes Energienetz! Na, Blackout gelesen? http://www.youtube.com/playlist?list=PLlb6jO_r08VbhmACtn-fk9M9lDe5Lzitl Achtung. Seeehr lang. Und nicht immer technisch einwandfrei.
Es muss ja nicht gleich die Infrastruktur kollabieren. Es reicht mir als Problemszenario schon, dass meine Hausautomation (die ich momentan nahezu gar nicht habe) leicht gehackt und manipuliert werden kann - und das wird möglich sein, da bin ich sicher. Und wenn das geht, dann werden das zumindest ein paar Spielkinder auch tun, nur weil es geht. Und der x-te Ableger des BKA-Trojaners befällt dann Hausautomations-Router und gibt gegen eine angemessene Spende vielleicht auch den Zugang zum eigenen Haus wieder frei. Oder schaltet die Heizung wieder an. Oder den Strom. Und es bricht sich auch leichter ein, wenn man als technikaffiner Einbrecher die Jalousie an der Terrassentür selbst hochfahren lassen kann u.s.w. - Missbrauchsszenarien sind viele vorstellbar. Wenn dem Risiko ein größerer Nutzen gegenüberstehen würde, dann würde die Abwägung vielleicht ergeben, dass der Nutzen überwiegt und das Risiko dann eben akzeptiert werden muss. Diesen Nutzen kann ich aber momentan noch nicht erkennen, und deshalb bin ich noch arg skeptisch. Das mag sich in Zukunft vielleicht noch ändern, vielleicht aber auch nicht...
Eins darf man ja auch nie vergessen: " Alles was geht, geht auch kaputt " Entweder ist es unerheblich, aber ärgerlich, oder es benötigt eine schnelle ( teure ! ) Reparatur. Bei der Heizung und Hausinstallation wird man auf teure Fachkräfte angewiesen sein. "Nein, das möchte ich nicht" ( H.P. Kerkeling ) Grüße Bernd
Ein Problem beim 'Internet der Dinge' ist, dass Hersteller, die eigentlich Hardware herstellen, nun auch Software machen müssen, aber davon keine Erfahrung damit haben. Heraus kommen dann furchtbare Benutzererlebnisse wie z.B. das hier: https://www.youtube.com/watch?v=Zv-mnSPsKKY Viel schlimmer noch, dass die Hersteller von Sicherheit noch weniger Ahnung haben als von UIs. Es ist damit zu rechnen, dass trivial ausnutzbare Sicherheitslücken existieren. Siehe http://mjg59.dreamwidth.org/31178.html http://op-co.de/blog/posts/hacking_the_nx300/
Icke ®. schrieb: > Axel Laufenberg schrieb: >> Allles in allem romantischer Quatsch, den Du da schreibst. > > Romantisch? Stell dir vor, es gäbe keine globale Erwärmung, keine > Luftverschmutzung, keine wegen atomarer Verseuchung auf Jahrtausende > unbewohnbaren Gebiete, keine Ölteppiche auf den Meeren, keine riesigen > Müll-, Atomabfall- und Sondermüll-Deponien, kein permanenter Straßen- > und Maschinenlärm, keine Anrufe oder Mails aus der Firma zum Feierabend > oder im Urlaub sowie intakte, im Gleichgewicht befindliche Flora und > Fauna statt Artenausrottung und rücksichtloser Rodung und und und ... > das wäre romantisch. > > Nein, ich bin nicht gegen Fortschritt. Aber er sollte schon im Einklang > mit der Natur stehen und für entspannteres Leben sorgen, statt neuen > Streß zu schaffen. Was hast Du eigentlich für Vorstellungen, wie sauber es in einer Stadt im Mittelalter war ? Das waren Dreckslöcher ohne Kanalisation. Verseuchte Abwässer von Gerbereien, Scheisse, etc. wurden einfach auf die Strasse gekippt. Die Kindersterblichkeit war vernichtend, weil die Kinder dem Dreck und den hygienischen Verhältnissen nicht gewachsen waren. Und Sondermülldeponien gab es allenfalls deswegen keine, weil der Müll direkt vor die Stadt (wenn überhaupt) gekippt wurde. Und aus dem Urlaub wurdest Du deswegen nicht zurückgerufen, weil es keinen Urlaub gab. Der einzige Grund, warum es stellenweise erträglich war, ist der, dass es schlicht viel weniger Menschen gab, weil die durch irgenwelche durch den Dreck und die Ratten verursachten Krankheiten und Seuchen regelmässig alle verreckt sind. Wir werden die Technologie brauchen, wenn wir so vielen Menschen wie derzeit ein halbwegs anständiges Leben ermöglichen wollen. Gruss Axel
Lukas K. schrieb: > Ein Problem beim 'Internet der Dinge' ist, dass Hersteller, die > eigentlich Hardware herstellen, nun auch Software machen müssen, aber > davon keine Erfahrung damit haben. Diese Dinge werden die auch lernen. Das Bewusstsein dafür erwacht ja erst. Davon abgesehen haben wir hier ganz konkret das Problem, dass Einbrecher ganz altmodisch einbrechen und die Bude ausräumen. Wenn Technik mir dabei hilft, das zu verhindern, steht es sicherheitstechnisch schon mal 1:0 für die Technik. Gruss Axel
Axel Laufenberg schrieb: > Diese Dinge werden die auch lernen. Das Bewusstsein dafür erwacht ja > erst. Bei den Router-Herstellern ist das entsprechende Bewusstsein schon länger präsent, sicher gegen Angriffe sind sie trotzdem immer noch nicht. Axel Laufenberg schrieb: > Davon abgesehen haben wir hier ganz konkret das Problem, dass Einbrecher > ganz altmodisch einbrechen und die Bude ausräumen. Wenn Technik mir > dabei hilft, das zu verhindern, steht es sicherheitstechnisch schon mal > 1:0 für die Technik. Einverstanden, wenn die Technik dabei hilft. Tut sie es denn? Wie?? Übrigens laufen hier gerade zwei Diskussionen parallel - einmal über das Internet der Dinge, bei dem Dinge über das Internet kommunizieren und erreichbar sein werden, die aktuell noch offline funktionieren, und andererseits über Sinn und Unsinn technischen Fortschritts allgemein. Das sind zwei völlig verschiedene Themen!
Axel Laufenberg schrieb: > Wenn Technik mir > dabei hilft, das zu verhindern, steht es sicherheitstechnisch schon mal > 1:0 für die Technik. Also, das halte ich für historisch ungenau.;) Das 1:0 für die Technik war eventuell die Konstruktion eines Schlosses. Diese Führung wurde allerdings unmittelbar ausgeglichen mit der Erfindung des Dietrichs. Der Anfang des Hase-und-Igel-Spiels war gelegt. Mit jeder Aufrüstung der "Verteidiger" folgte umgehend der Gegenzug der "Angreifer". Bei Computern im Netz ist es heutzutage ja auch nicht anders. Und auch die vernetzten Dinge bleiben davon mit Sicherheit nicht verschont. Eine leichte Abwandlung von McMurphy: Was gehackt werden kann wird auch gehackt werden, früher oder später. Meistens früher!
Axel Laufenberg schrieb: > Was hast Du eigentlich für Vorstellungen, wie sauber es in einer Stadt > im Mittelalter war ? Ich habe nirgendwo behauptet, daß ich auf mittelalterliche Verhältnisse zurückfahren will. > Wir werden die Technologie brauchen, wenn wir so vielen Menschen wie > derzeit ein halbwegs anständiges Leben ermöglichen wollen. Das ist kein technisches Problem, sondern ein gesellschaftliches. Ebenso wie der Mißbrauch der Technik und die Rücksichtslosigkeit gegenüber den natürlichen Ressourcen gesellschaftliche Probleme sind. Noch nie in der Geschichte wurden gesellschaftliche Probleme technisch gelöst, das funktioniert nur in SciFi-Romanen. Momentan dient technologischer Fortschritt primär der Gewinnoptimierung. 'tschuldigung für die unverklärte Betrachtungsweise.
@ Axel Laufenberg (axel_5) >Wir werden die Technologie brauchen, wenn wir so vielen Menschen wie >derzeit ein halbwegs anständiges Leben ermöglichen wollen. Wollen wir das? Ist das sinnvoll?
Michael Bauer schrieb: > Axel Laufenberg schrieb: >> Wenn Technik mir >> dabei hilft, das zu verhindern, steht es sicherheitstechnisch schon mal >> 1:0 für die Technik. > > Also, das halte ich für historisch ungenau.;) > Das 1:0 für die Technik war eventuell die Konstruktion eines Schlosses. > Diese Führung wurde allerdings unmittelbar ausgeglichen mit der > Erfindung des Dietrichs. > Der Anfang des Hase-und-Igel-Spiels war gelegt. Mit jeder Aufrüstung der > "Verteidiger" folgte umgehend der Gegenzug der "Angreifer". > Bei Computern im Netz ist es heutzutage ja auch nicht anders. > Und auch die vernetzten Dinge bleiben davon mit Sicherheit nicht > verschont. > Eine leichte Abwandlung von McMurphy: Was gehackt werden kann wird auch > gehackt werden, früher oder später. Meistens früher! Man muss ja gar nicht an Schlösser denken. Schon Rolladen, die bei Abwesenheit tagsüber oben und nachts unten sind oder Lampen, die entsprechend der Tageszeot geschlatet werden, simulieren die Anwesenheit der Besucher, was potentielle Einbrecher abschreckt. Dazu gehören dann auch Bewegungsmelder, die automatisch das Licht anschalten. Gruss Axel
Falk Brunner schrieb: > @ Axel Laufenberg (axel_5) > >>Wir werden die Technologie brauchen, wenn wir so vielen Menschen wie >>derzeit ein halbwegs anständiges Leben ermöglichen wollen. > > Wollen wir das? Ist das sinnvoll? Wie willst Du denn die Auswahl treffen, welche Menschen ein anständiges Leben verdient haben und welche nicht ? Gruss Axel
Icke ®. schrieb: > Axel Laufenberg schrieb: >> Was hast Du eigentlich für Vorstellungen, wie sauber es in einer Stadt >> im Mittelalter war ? > > Ich habe nirgendwo behauptet, daß ich auf mittelalterliche Verhältnisse > zurückfahren will. Ok, wohin denn dann ? > >> Wir werden die Technologie brauchen, wenn wir so vielen Menschen wie >> derzeit ein halbwegs anständiges Leben ermöglichen wollen. > > Das ist kein technisches Problem, sondern ein gesellschaftliches. Ebenso > wie der Mißbrauch der Technik und die Rücksichtslosigkeit gegenüber den > natürlichen Ressourcen gesellschaftliche Probleme sind. Noch nie in der > Geschichte wurden gesellschaftliche Probleme technisch gelöst, das > funktioniert nur in SciFi-Romanen. Momentan dient technologischer > Fortschritt primär der Gewinnoptimierung. > 'tschuldigung für die unverklärte Betrachtungsweise. Nun, die Versorgung von 70 Mio. Menschen in Deutschland ist nur dank der hohen Technisierung z. B. der Landwirtschaft überhaupt denkbar. Man mag jetzt bezweifeln, ob die Auswüchse bei der Fleischproduktion so sein müssen, aber mit der Technologie der 30er Jahre wäre es eben nicht möglich, so viele Menschen zu versorgen. Und Hunger ist durchaus etwas, was zu Kriegen und gesellschaftlichen Problemen führt. Gruß Axel
@ Axel Laufenberg (axel_5) >Wie willst Du denn die Auswahl treffen, welche Menschen ein anständiges >Leben verdient haben und welche nicht ? Das habe ich damit nicht andeuten wollen. Ich hinterfrage nur die allgemeine Meinung, man müsse immer mehr mehr mehr mehr machen. Mehr Megacities, mehr Produktion, mehr Menschen. Schau dir doch einfach mal die Ballungszentren auf allen Kontinenten an, und da ist Europa noch harmlos. Sind das erstrebenswerte Zustände? Wie wäre es mal mit Negativwachstum ?(was für ein Wort) Klar, das ist das Schreckgespenst des Kapitalismus.
@ Axel Laufenberg (axel_5) >Und Hunger ist durchaus etwas, was zu Kriegen und gesellschaftlichen >Problemen führt. Die Weltkriege des letzten Jahrhunderts hatten ihre Ursachen nicht in erster Linie in Hunger und Mangel, eher im Massen- und Größenwahn.
Axel Laufenberg schrieb: > aber mit der Technologie der 30er Jahre wäre es eben nicht > möglich, so viele Menschen zu versorgen. In Dt. aber locker. Nur wären dann die Lebensmittelpreise höher, die Leute würden nicht so viel wegschmeissen. Es würde nicht ein Landwirt eine Fläche bestellen, die damals für 6 Höfe gereicht hätte. Und trotzdem nur mit 30% Subventionen über die Runden kommen. Wir könnten kein subventioniertes, also vom Steuerzahler bezahltes, Getreide nach Afrika "spenden", und die dortigen Bauern in den Ruin treiben. In den Dörfern hätten einige Leute Arbeit, die jetzt nur rumsitzen. Bodenerosion, Bodenverdichtung, Gewässerbelastung wären geringer. Und unterschätze die Technologie der 30er nicht, da wurde schon viel maschinell gearbeitet.
Axel Laufenberg schrieb: > aber mit der Technologie der 30er Jahre wäre es eben nicht > möglich, so viele Menschen zu versorgen. Nun, wie haben 1930 die 65 Mio Deutschen überleben können?
>Smart Metering dient der Ueberwachung ...
Naja. eine Sichtweise. Ich denke FB ist darin besser, auch wenn's nicht
so rueberkommt.
Bei Smart Metering geht es um anderes. Wegen der scheinbar zufaelligen
Benutzung der elektrischen Energie muessen die Elektrizitaetwerke ein
Mehrfaches der mittleren Leistung als Spitzenleistung zur Verfuegung
stellen koennen. Dh Kraftwerke laufen zeitweise nicht, oder auf
Teillast. Das ist Geld. Viel Geld. Ich weiss leider nicht, wie hoch die
Ueberhoehung ist. Faktor Zehn?
Der bisherige Zweihaender Ansatz ist Hochtarif & Niedertarif. Der ist
nicht wirklich passend. Die Preisgestaltung sollte flexibler sein. Dass
die Mehrkosten der Spitzenleistung auch verrechnet werden koennen. Zum
einen sind die Daten zu den Stromverbrauchern nicht vorhanden, zum
Anderen fehlt diesbezueglich Infrastruktur. Das Bewusstsein des
Konsumenten in dieser Richtung ist nicht ausgebildet, wurde bisher
verhindert.
Es existieren nicht mal Daten zum Verbrauch der einzelnen Verbraucher.
Falls man die denn haette... koennte man Steckerleisten haben, die
kommunizieren koennen. Denen wuerde der minuetlich aktualisierte Preis
mitgeteilt, und die wuerden Verbraucher, die der Konsument als nicht so
teuer berechtigt konfiguriert hat vom Netz nehmen. Dann wuerde mein
Batterielader, oder meine Waschmaschine nur bei guenstigem Strom laufen.
Die Waschmaschine muesste das dann aber auch koennen. Auf Standby gehen
und warten bis der Strom guenstiger wird. Nicht einfach abschalten und
alles vergessen.
Alternativ. Ein Brachialansatz. Eine 10fach ausgelegte Infrastruktur
kostet das 10 fache. Drueckt einfach mal das Zehnfache ab. Egal ob ihr's
auch braucht.
Alternativ der Ansatz der Schwellenlaender : Wenn zuviel Strom gezogen
wird fliegt das Kraftwerk wegen Ueberlastung vom Netz, Eine Stadt wird
dunkel. Fuer 5, 10, 20, 30, 60 minuten. Wer weiss. Bis der Generatur
wieder abgekuehlt ist. Du stehst also da im Schein einer Taschenlampe
des Wachmannes an der Kasse des dunklen Supermarktes, und wartest bis
der Strom wieder kommt, die Kasse wieder bootot und du bezahlen kannst.
Oder die Kassiererin und der Wachmann die Geduld verlieren und dich
rauskomplimentieren. Das kenn ich. Auch das ist lebbar. Wenn die
Aus-Zeiten dann zu lange und zu unbequem werden, hat jeder im Hinterhof
einen Diesel. Das kenn ich. Auch das ist lebbar.
Axel Laufenberg schrieb: > Man muss ja gar nicht an Schlösser denken. Schon Rolladen, die bei > Abwesenheit tagsüber oben und nachts unten sind oder Lampen, die > entsprechend der Tageszeot geschlatet werden, simulieren die Anwesenheit > der Besucher, was potentielle Einbrecher abschreckt. Dazu gehören dann > auch Bewegungsmelder, die automatisch das Licht anschalten. Natürlich hilft das bei der passiven Sicherheit gegen Einbrüche - aber dafür ist keine Internet-Anbindung nötig, das geht problemlos offline. Kein Argument für das Internet der Dinge.
offtopic zum eigentlichen Thema vor kurzem lief eine Dokumentation im ZDF mit Überschrift "Frohes Schaffen - Ein Film zur Senkung der Arbeitsmoral" http://www.youtube.com/watch?v=cD7mwMHJ1gA Trifft sehr gut die aktuelle Lage. In Stichwörtern zusammengefasst - Irrglaube, dass Technik uns "Arbeit" erspart - Die Wachstumsspirale des Kapitalsmus - Arbeitslosigkeit, Arbeitsverlagerung, Arbeitszwang ... daher eigentlich auch nicht so sehr offtopic
Ganz frisches Beispiel, weshalb das Internet der Dinge furchtbar werden wird: http://www.devttys0.com/2014/05/hacking-the-d-link-dsp-w215-smart-plug/
Axel Laufenberg schrieb: > aber mit der Technologie der 30er Jahre wäre es eben nicht > möglich, so viele Menschen zu versorgen. Die entsprechende Technologie der 30er Jahre nannte sich Untermenschen.
G. K. schrieb: > Axel Laufenberg schrieb: > >> aber mit der Technologie der 30er Jahre wäre es eben nicht >> möglich, so viele Menschen zu versorgen. > > Die entsprechende Technologie der 30er Jahre nannte sich Untermenschen. In den 30ern noch? Sicher? Okay, in den Konzentrationslagern...
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