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RFID Antenne

Hier eine Formalsammlung zu RFID-Antennen; aus dem Forum zusammengetragen.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Runde Antenne

Die Induktivität der Antenne in µH:

L [\mu H]=\frac{0.31\cdot(a\cdot N)^2}{6a+9h+10b}

a = mittlerer Antenneradius in cm (~ innerer Radius + h/2)

b = Dicke der Wicklung in cm

h = Höhe der Wicklung in cm (~ Breite bzw. Länge der Antenne)

N = Anzahl Wicklungen

Die Dicke und Höhe der Wicklung (b und h) sind unkritisch. Bei ca. 100 Windungen ist 0.5 ein guter Wert.

[Bearbeiten] Antennengüte (Q)

Je höher die Güte einer Antenne ist, umso grösser ist der zu erwartende Strom.

Bei hoher Güte muss die Frequenz jedoch auch genauer stimmen. Mit 109 kHz wird man bei einer Güte von 30 im Normalfall keine Chance haben 125 kHz Tags auszulesen. Die Bandbreite des Signalempfangs ist direkt abhängig von der Güte.

Q=\frac{2\pi\cdot f\cdot L}{R_\text{d}}

Rd = Drahtwiderstand der Antenne

f = Resonanzfrequenz (hier 125kHz)

L = Induktivität in Henry (H)

[Bearbeiten] Drahtwiderstand Rd

R_\text{d}=2a/100 \cdot\pi \cdot N \cdot \frac \varrho{A_\text{d}}

a = Antennenradius in cm

N = Windungen

\varrho = Spezifischer Widerstand (bei Kupferdraht \varrho ≈ 0.017 Ω·m)

Ad= Draht-Querschnittsfläche in mm2: A_\text{d}= \tfrac{d^2}4\pi

d = Drahtdurchmesser in mm

[Bearbeiten] Serienwiderstand

Durch den Serienwiderstand wird das Qges deutlich kleiner.

Q_\text{ges} = \frac{2\pi\cdot f\cdot L}{R_\text{d}+R_\text{s}+2R_\text{ad}}

Rd = Drahtwiderstand der Antenne

Rs = Seriewiderstand zur Antenne

Rad = Antennentreiber-Widerstand (beim EM4095 Rad ≈ 3Ω)

[Bearbeiten] Antennendurchmesser

r_\text{Antenne} = d_\text{max}\cdot \sqrt{2}

rAntenne = Radius der Antenne

dmax = maximaler Leseabstand zwischen Tag und Antennenspule

Der optimale Radius der Sendeantenne entspricht dem Wurzel(2)-fachen Wert des maximal gewünschten Leseabstandes. Dabei ist aber zu beachten, dass das maximale Feld (ist immer im Zentrum der Antenne) dadurch proportional immer kleiner wird. Hier muss also irgendwo die optimale Mitte gefunden werden. Ideal wäre es wenn man die minimal nötige Ansprechfeldstärke des Transponders wüsste, welche aber leider meist nicht angegeben ist.

[Bearbeiten] Bandbreite

Die Bandbreite des Signalempfangs ist direkt abhängig von der Güte. Für die Empfangsbandbreite eines LC-Glieds gilt:

B=\frac{f}{Q}

f = Resonanzfrequenz (hier 125kHz)

Q = Antennengüte

[Bearbeiten] Rechnung

Bei Q = 40 und f = 125 kHz bekommt man

B = 3.125 kHz

Dies bedeutet, dass man bei einer Frequenzabweichung von ±1.56kHz zu 125kHz bereits nur noch –3db (die Hälfte) des maximal möglichen Signals "empfangen" würde.

[Bearbeiten] Links

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