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Snubber
[Bearbeiten] EinleitungEin Snubber (engl. für Dämpfer) ist eine Schaltung, welche an Schaltelementen auftretende Belastungen durch schnelle Schaltvorgänge vermindert. Ein angeregter Schwingkreis schwingt mit seiner Resonanzfrequenz gemäß der Thomsonschen Schwingungsgleichung: Wenn keine genaueren Angaben zur Last vorliegen, sind 47-100Ω (1W, kein Drahtwiderstand) und 47-100nF (X2!) gute Standardwerte für Snubber bei Standard-Relais, die 230V Lasten schalten. [Bearbeiten] DimensionierungUm die Amplitude dieser Resonanzschwingung zu verändern = zu bedämpfen, kann ein Widerstand parallel (oder in Reihe) zum Schwingkreis geschaltet werden.
Es gibt viele verschiedene Auslegungsrichtlinien für Snubber, und eigentlich erfüllen alle ihren Zweck. [Bearbeiten] LeistungsanpassungLeistungsanpassung erreicht man wenn der Dämpfungswiderstand der Impedanz des LC-Schwingkreises entspricht. [Bearbeiten] Berechnung des Snubber-WiderstandesDer Wert des Parallelwiderstandes im Verhältnis zum imaginären Widerstand des Schwingkreises definiert die Stärke der Dämpfung. Ist der Widerstand zu klein, sind die Verluste im Widerstand groß, ist der Widerstand zu groß, ist die Dämpfung nicht ausreichend. Der Snubberwiderstand berechnet sich wie folgt: Der ohmsche Widerstand dämpft (von parasitären Einflüsse abgesehen) über den gesamten Frequenzbereich und erzeugt damit bei DC hauptsächlich Verluste. Um dies zu vermeiden wird ein Kondensator in Reihe zum Widerstand geschaltet, der im Bereich der Resonanzfrequenz des zu bedämpfenden Schwingkreises niederohmig genug sein muß. [Bearbeiten] Berechnung des Snubber-Kondensators
ACHTUNG:
[Bearbeiten] Verlustleistung im Snubber-WiderstandDie Verluste im Widerstand errechnen sich zu und sind damit stark abhängig vom Wert des Kondensators. [Bearbeiten] DämpfungsfaktorDer erreichte Dämpfungsfaktor - der sich idealerweise im Bereich von 0,5 bewegen sollte (siehe oben) - kann wie folgt berechnet werden: [Bearbeiten] Beispiel TRIACWenn ein TRIAC im leitenden Zustand ist, endet der Stromfluß erst dann, wenn der fließende Laststrom unter den Haltestrom fällt bzw. durch Null geht. Bei einer induktiven Last ist der Strom-Nulldurchgang erst nach dem Spannungs-Nulldurchgang.
Diese Phasenverschiebung hängt vom induktiven Anteil der Last ab. Je größer die Phasenverschiebung ist, desto später schaltet der Triac ab und desto höher ist die INVERTIERTE Spannung.
Beim Abschalten findet jetzt also eine SEHR SCHNELLE Spannungsänderung statt.
Triacs erlauben nur ein recht kleines dU/dt, eine Überschreitung führt dazu, daß der Triac gleich wieder zündet.
[Bearbeiten] Mögliche Anordnung eines SnubbersÜber dem Schalter: T
---
----+------------o o-------+---- Last----
| Schalter |
| |
| |
| ___ || |
+---|___|---------||---+
||
R
C
Oder über der Last: T
---
-------o o-----+------ Last-----------+------
Schalter | |
| |
| |
| ___ || |
+---|___|---------||---+
||
R
C
Erstere Möglichkeit hat den Vorteil, dass der Strom beim Abschalten zunächst den Weg über den Snubber nimmt und daher nur langsam stoppt. Es werden also weniger Störungen erzeugt, denn das Abschalten erfolgt nicht abrupt. Der Nachteil dieser Schaltung ist allerdings, dass bei Wechselspannung der Kondensator einen Blindwiderstand darstellt, der auch bei ausgeschaltetem Schalter einen Stromfluss ermöglicht. Bei 100Ω und 100nF hätte dieser Schalter eine Impedanz von etwa 31,8kOhm. Bei 230V fließen hier also ein paar mA in die Last, was bei einigen Lasten ein periodischen Starten ermöglicht, wie z. B. bei Energiesparlampen die alle paar Sekunden kurz aufblitzen, oder Schaltnetzteile. Bei der zweiten Möglichkeit wird der Stromfluss vom Schalter hart unterbrochen, er erzeugt also mehr Störungen als bei der ersten Variante. Der Snubber hat hier nur die Aufgabe bei induktiven Lasten die darin gespeicherte Energie zu vernichten und so den Abschaltfunken beim Relais zu minimieren. Dafür ist im abgeschalteten Zustand der Stromfluss auch wirklich komplett unterbrochen. [Bearbeiten] Zusammenfassung
[Bearbeiten] Weblinks |