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Forum: Platinen Layout direkt übertragen

Autor: Lars (Gast)
Datum: 23.01.2003 22:06

Hi,
ich wollte mal fragen ob jemand erfahrung hat mit der Technik wo das
Layout per Laser oder Kopierer auf ein glänzendes Papier gedruckt wird,
und dann per Bügeleisen direkt auf die Kupferschicht der Platine
übertragen wird, kommen dabei brauchbare Ergebnisse raus?

MfG Lars
Autor: crazy horse (Gast)
Datum: 23.01.2003 22:12

gesehen darüber habe ich mal da was:
http://www.die-wuestens.de/
"genial einfache Platinenherstellung"

Praktische Erfahrungen - Fehlanzeige.
Autor: Waldemar_P (Gast)
Datum: 24.01.2003 09:49

Ich suchte längere Zeit eine Möglichkeit schnell und einfach eine
Testpatine ( Prototyp ) herszustellen.
Da bin ich an Diversen Internet Seiten auf Laserdrucker Transferfolien
gestossen.
Da die Folien nicht grade bilig sind habe ich andere Materialien gesucht
mit den ich dieses Verfahren verwirklichen kann.
Dabei habe ich versucht auf einem Spiegelpapier mit Laserdrucker zu
drucken und den so entstandenen Layout auf die Platine zu übertragen mit
einen hervoragenden Erfolg.
Und hier die Reihenfolge:

Layout erstellen Eagle oder gleichen...
Auf Spiegelpapier Drucken ( Rücken von Selbstklebenden Etiketten )
Gedruckten Layout auf Platine übertragen ( Laminator ca 120 - 150 Grad C
Platine Ärtzen
FERTIG !!!
Autor: BernhardT (Gast)
Datum: 27.01.2003 16:29

Ich hab mit der teuren  C... Folie vor Jahren mal schlechte Erfahrung
gemacht (Bügeleisen). Aber Waldemars Idee mit dem Laminator klingt gut.
Ist dieses Spiegelpapier wirklich deutlich billiger ?
Was (woher) genau nimmst du dafür ?
Gruß Bernhard
Autor: Waldemar_P (Gast)
Datum: 27.01.2003 16:57

Bei mir Klapt´s diese Verfahren ganz gut.
Wenn nicht ( kleine Unterbrechungeg oder andere Fehler )
bischen Aceton Platine abwaschen und nächster Versuch.
Dieses Spiegelpapier ist einfach ein Abfallprodukt von
gebrauchten DIN A4 Ettiketen also der Rücken einer Ettiket ( Der
Trägerpapier ). Aber wie geagt muß eine komplete DIN A4 sein und nicht
mehrere vorgestantzte Ettiketen auf einer Din Seite da auch immer der
Trägerpapier angestantzt ist was zur Unterbrechungen führt.
gruß
Waldemar
Autor: Dieter Birnschein (Gast)
Datum: 17.03.2003 14:49

Hallo Waldemar,

die Idee mit der 'Spiegelfolie' finde ich gut und werde sie mal
ausprobieren. Möglicherweise geht ja auch die Rückfolie von DC-Fix oder
von Bücher-Einschlag-Folie. Das dürfe möglicherweise als Meterware etwas
billiger sein.

Ich habe mit den bekannten Laserdrucker-Transferfolien (z.B.
Conrad-Elektronik) insofern schlechte Erfahrungen gesammelt, als das die
Folie sich unterm heißen Bügeleisen ausdehnt und damit das Layout
deformiert. Außerdem entstehen Risse in den Leiterbahnen.

Möglicherweise klappt das mit dieser Spiegelfolie besser.
Autor: Waldemar_P (Gast)
Datum: 17.03.2003 15:18

Hallo Dieter,

Mit dem Rücken des DC-Fix müsste auch funktionieren.
nur... auf Grung des geringes Haftens auf den Materialien werde ich
vorschlagen die Versuche mit einem Handelsüblichen Laminator zu machen (
Die meisten Laminatoren schaffen auch die Dicke der Platine ) da durch
den Reibung der bei Bügeleisen entsteht verrutscht die Folie und damit
Entstehen auch die Risse in den Leiterbahnen.
Ich mache mit dieser Methode bei schnellen 5 Min Projekten meine
Platinen, und Funktioniert es.
Ich benutze den LJ 5L und Rücken der Din A4 Ettiketen der Firma JAC
http://www.jac.de/ die ich als Abfallprodukt von meinen Bekanten
bekomme.
PS: Manche Klebefolie oder Ettiketenrücken sind so gut
antihaftbeschichtet das sogar der Tonner überhaubt nicht haftet und der
Leiterbahnbild schon im Drucker sich löst.

Gruß Waldemar
Autor: Sebastian Pischel (Gast)
Datum: 20.03.2003 19:39

Hallo alle,
ich hab die Methode auch schon mal ausprobiert, bei mir gings leider
nicht so gut :-( Ich habe die Trägerfolie von Frachtbriefetiketten
(Musterlieferungen von Texas Instruments ;-) benutzt. Die sind etwas
schmaler als Din A5, hab sie einfach mit einem Rand aus Tesa auf einem
Blatt festgeklebt und dann n den Drucker geschoben. Ich habs mit zwei
verschiedenen Folien versocht, bei der einen ist genau das passiert, was
Waldemar erwähnte, das Layout klebte total verschmiert auf dem Blatt
hinter der Folie. Bei der anderen hats gut geklappt, aber das mit dem
Aufbügeln war Mist, das Layout klebte immer nur zur Hälfte (hab ein
Bügeleisen verwendet und alles von ganz kalt bis ganz heiss probiert).
Ich habe es dann wie sonst gemacht und mit Edding aufgemalt. Der Toner
war aber immerhin ein guter Anhaltspunkt, besser als freihand.
Ist das Bügeleisen noch zu kalt? Einen Laminator habe ich leider nicht
rumzustehen... Und zieht ihr die Trägerfolie ab, wenn die Platine noh
heiss ist oder erst im erkalteten Zustand?
Ich werds mal mit Fotopositiv probieren, vielleicht geht das ja
besser...
Sebastian
Autor: Peter Zimmer (Gast)
Datum: 24.03.2003 13:59

Hallo,
als ich es mit normalen Papier gemacht habe habe ich die Platine
vorgewärmt und dann das Layout aufgebügelt Anschleißend habe ich es in
Wasser versucht das Papier abzulösen. Ist noch ein wenig
verbesserungsbedürftig bin aber glaubich auf dem richtigen Weg.
Peter
Autor: ulrich strobel (Gast)
Datum: 25.03.2003 13:33

Hab das ganze mit Backpapier Probiert, ausdruck super lässt sich mit der
hand verwischen, hab bloss gerade keine platinen da, kommen nächste
woche, dann back ich das ganze mal bei 220 Grad im Backofen, sollte
eigentlich funktionieren.
Klappt aber glaub ich bloss mit Laserdrucker.
Autor: bernd klein (Gast)
Datum: 09.04.2003 22:01

Hi,
habe gerade mit Interesse die Beiträge gelesen. In der Vergangenheit
habe ich beruflich eine zeitlang mit der Laser-Transfertechnik
gearbeitet, dort haben wir Drucke ( Laser s/w und farbe ) auf alle
möglichen flachen Gegenstände transferiert mit guten Erfolg.

Ich muss nochmals in michgehen, welches Papier wir verwendet haben ( ist
immerhin schon 5 Jahre her ).
Man sollte aber evtl. auch mal T-Shirt transferfolie auspropieren. Die
aus dem Copy-Shop mit der man sich Waldi oder ein Bild der Freundin aufs
T-Shirt bruzeln kann. Müsste eigentlich funktionieren. Das werde ich
jedenfalls mal testen.

Gruß
Bernd
Autor: bernd klein (Gast)
Datum: 09.04.2003 22:36

Hier noch ein kleiner Nachtrag zum Transfer auf Platinen
http://www.techniks.com/retail.htm

Vielleicht sollen wir ( einige und ich ) und uns zusammen tuen und mal
solch Folie ordern.

Hat jemand interesse?

Bernd
Autor: bernd klein (Gast)
Datum: 09.04.2003 22:41

Shit, man sollte nich zu schnell den Button drücken.

Übrigens mir ist noch eingefallen, das der Druck mit der die Folie inkl.
Hizeeinwirkung entscheidend für die Qualität ist, das zeigt deutlich das
der Versuch mit dem Laminator besser war als mit dem Bügeleisen.
Also ich bleib am Ball
Autor: Milchknilch (Gast)
Datum: 24.05.2003 00:17

Hi,
hab mit Interesse eure Beiträge gelesen und das ganze auch mal selber
getestet. Leider hat es bei mir nicht so geklappt. Egal ob  ich den
Rücken von Etiketten  oder Backpapier verwendet habe. Der Druck war
super  und lies sich auch verwischen, aber beim Bügeln ist dann die
Hälfte auf der Platine und die andere Hälfte auf der Folie geblieben.
Wenn diese Folien so gut sind wie ihr behauptet dann würde ich da auch
welche mitbestellen.
Autor: Waldemar_P (Gast)
Datum: 25.05.2003 19:15

Hallo,
Ich habe die letzten Beiträge gelesen und stelle fest daß in vielen
Fällen der Erfolg wegbleibt. Ein Teil des Abbildes auf Platine der
andere auf dem Papier. Das kann auch daran liegen daß die Platinen
vorher nicht sauber gemacht worden sind. Viele Platinen sind von Hause
aus mit Antioxidationsmitteln behandelt werden um schön sauber für lange
Zeit auszusehen . Darüber hinaus braucht jede Platinenbeschichtung ob
das Siebdruck , Laminat oder Fotolack einen Haftgrund, das heißt im
Klartext die Platine muß eine bestimte Rauhheit besitzen damit die
Komponenten auch haften bleiben. Ich behandele meine Platinen vor dem
beschichten " bedrucken laminieren " mit einem Poliblock der reinigt die
Platine und gibt ihr eine sammdige leich rahue aussehen. Das kann man
auch mit einem 600-tem schmirgellpapier erreichen.
Die Profis benutzen dazu Bürstmaschienen eben schnelle industrielle
vorbereitung der Oberfläche.
Autor: Milchknilch (Gast)
Datum: 11.07.2004 00:34

So ich hab jetzt für mich das perfekte Material gefunden.

Zum Schneidern gibt es ein Spezialpapier das sich Seidenpapier nennt.
Dieses kann man mit einem Klebestift auf einem DinA4 Blatt befestigen
und durch den Drucker jagen. Beim aufbügeln macht sich positiv
bemerkbar das das Papier fast durchsichtig ist. Danach 30 Sekunden in
Wasser getaucht und abgerubbelt! Perfekt!

Noch ein Tipp falls das Layout nicht auf dem Kupfer bleiben will.
Schleift das Kupfer mit Schleifpapier an. Im Moment verwende ich dazu
280er und das Layout hält plötzlich bombenfest (im Gegensatz dazu mit
1000er, da hat es sich oft sogar von selber gelößt)


Viel Erfolg!
Autor: Michael (Gast)
Datum: 18.03.2005 07:18

Also ich kaufe einfach die fotobeschichteten Platinen, und drucke das
Layout auf eine Overhead/Polylux Folie. (Laser oder Inkjet= Wurscht)
Dann 30 min unter die Schreibtischlampe (in der Zwischenzeit: Wäsche
waschen, Angeln gehen, Geschirr spülen...) und dann entwickeln und
ätzen. Die Ergebnisse sind immer die gleichen und die Qualität 1a. Also
da muss man nicht notwendigerweise mit dem Bügeleisen und Sandpapier
durch die Kante ziehen.

Micha
Autor: Peter Wolf (Gast)
Datum: 22.03.2005 00:41

Hallo Leute,

es gibt auch noch eine andere Möglichkeit - allerdings benötigt man
dazu einen Flachbett-Plotter.

Ich hatte auch das Problem, schnell eine Platine herstellen zu wollen -
dazu erst einen Film machen, dann Belichten - und und ... war mir zu
umständlich.
Ich habe mir einen ausrangierten Roland Plotter besorgt ( vom Schrott)
und habe ihn wieder flott gebracht.
Dann habe ich mir einen Adapter gedreht, damit ich handelsübliche
Edding Ätzfest Stifte in den Stifthalter spannen kann.
Mit einem CAD Programm ( AutoCAD Light ) habe ich dann die Platinen
direkt mit dem Layout "beschrieben" - Platinen wurden dabei mit
Tesafilm auf dem Plottertisch befestigt ( Anschläge nicht vergessen !)


Danach gleich geätzt - ging hervorragend

Habe so meine Leistungselektronik Platinen für eine 3 achs CNC
Schrittmotorensteuerung hergestellt ( 12 Platinen 100x160mm)

Nur so als Denk-Anstoß ....


Gruß aus Kösching



Peter

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