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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Batterieladestrom messen mit Panelmeter


Autor: Claus H. (onkelhotte)
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Erstmal Moin.

Habe schon im Forum gesucht, aber irgendwie hab ich noch nicht das 
passende gefunden.
Wahrscheinlich geht hier auch gleich ein Stöhnen wie: "zum tausendsten 
male" durchs Forum - bitte im Vorraus um Verzeihung, falls ich hier als 
DAU auftrete. Wenns denn so einfach ist, dürfte ja die passende Antwort 
recht kurz und bündig sein ;-)
Daher bin ich eben vorsichtig und gehe erstmal nach OT...

Ich möchte an einem vorhandenen Batterieladegerät (aus einer alten 
Brandmeldeanlage, also kein Billigmüll - hoffe ich) einfach nur 
kontinuierlich den Ladestrom des angeschlossenen Blei-Akkus 
messen/anzeigen. (12V, 7.2AH) ich weiß, die sollten es auch so machen - 
ich will es aber nun mal sehen, um Rückschluß auf den Zustand der Akkus 
zu haben... Spannung - no Prob ...

Dazu habe ich mir von Reichelt so´n Panelmeter bestellt, und bin nun 
aber am Zweifeln, wie ich das Ding konkret beschalten soll. Ich möchte 
als Meßbereich ca. 1 oder aber 2A haben, das Datenblatt sagt dazu: nimm 
0,1Ohm Wiederstand - läßt sich aber über die Leistung nicht aus...

Vor allem geht es mir um den Shunt(?) also den parallelgeschalteten 
Wiederstand für die MEßbereichserweiterung, der irgendwo 0,1 Ohm 
(?)betragen soll.

Ich gehe davon aus, daß ein voll platter Akku max mit 720 - 750mA 
geladen werden soll, d.h. der shunt müßte ca. max. echte 0,75 x 14 = 
10,5Watt verballern - Wahnbsinn !!

Irre ich mich da? Was mache ich für einen Denkfehler? Wenn ich mit einem 
Multimeter messe, brennt es mir doch auch nicht in der Hand durch ..

Und - wenn der Shunt die ganze Leistung verbät, ist doch für den Akku 
nichts mehr da..??

Hmm - bin am zweifeln. Brauche ich nun Präzisionswiederstände mit 10W 
Verlustleitung oder wie könnte das aussehen?

Das muß doch schon mal jemand gemacht haben - wie seht Ihr denn das
Wie macht man das am einfachsten und am billigsten - ein 0,1 Ohm 
Messwiederstand kostet immerhin 4 Euro  - den möcht ich nicht gleich 
verbrutzeln ...  (klar, das panelmeter auch nicht ..)

ps
es geht mir nicht um supergenaue Messung - will nur eine Art "besseress 
Schätzometer" haben wenn z.B. der Akku überhaupt keinen Ladestrom mehr 
aufnimmt, damit ich weiß, ab wann die in die Tonne können ..

Also ob es nun 450mA oder 480mA anzeigt, ist mir jupp - aber wenn es 200 
statt 450 sind, dann möcht ich es halt gerne wissen ..


Gruß, Hotte

Autor: Karl Heinz (kbuchegg) (Moderator)
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Claus Häbel wrote:

> Ich gehe davon aus, daß ein voll platter Akku max mit 720 - 750mA
> geladen werden soll, d.h. der shunt müßte ca. max. echte 0,75 x 14 =
> 10,5Watt verballern - Wahnbsinn !!

Die 14V liegen aber nur sehr kurz am Shunt an, da der Akku ja sofort
in seiner Spannungslage hochgeht.

Ansonsten:
Wenn ein Strom von 0.75A rinnt, dann fällt daher an einem
0.1Ohm Widerstand eine Spannung von U = R * I = 0.75 * 0.1 = 0.075V
ab. P = U * I = 0.075 * 0.75 = 0.056W

Autor: Gast (Gast)
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Hallo

der Shunt verbrät fast nix, da ja nur 0,... Volt anliegen.
Und bei so einer geringen Genauigkeit genügt ein ganz normaler Kohle- 
oder Metallschichtwiderstand (letzterer ist genauer).
Bei 0,1 Ohm steht jedes mV, das dir das Panelmeter anzeigt, für 10mA.
Wenn das Panelmeter 199,9mV Messbereich hat, kannst du bis 2A auf 1mA 
genau messen. Das reicht

Autor: Gast (Gast)
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zu spät...

Autor: Claus H. (onkelhotte)
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Also - geil!

An alle drei Antworter:

Vielen Dank.
Ihr habt mir sehr geholfen und daß es noch in soner Rekordzeit geht !

Top !

Klar !  Ich depp bin davon ausgegangen, daß der leere Akku erstmal 
stundenlkang auf 9,6V umherdümpelt... m@#pdfz !! Und das letzte Mal 
E-Technik hab ich irgendwo 1992 gemacht - herrjehh ... Die spannung 
fällt ja am shunt gar nicht komplett ab .. oh jehh ich geb mein Titel ab 
:-))))

jaja, schnell mal eben was zusammelöten - von wegen ...

Nu kann ich ziemlich beruhigt den Lötkolben schwingen ..

Tausend Dank, wirklich, große Klasse !!!


letzte Frage - woi krieg ich einigermaßen günstig - wenn man sie bekommt 
die 0,1 Ohm Wiederstände her ?
Die kosten schon richtig Schotter (ELV ca. 3-4€ /Stück - gips nur mit 
0,1% ...) 5% reichen mir ja .. Geheimtip ??

Gruß, Claus

Autor: holger (Gast)
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>5% reichen mir ja .. Geheimtip ??

Also wenn dir 10% auch noch reichen nimmste einen
0.1 Ohm Drahtwiderstand mit 5W für 30Cent. Oder
mit Konstantandraht selber was basteln, oder
10x1 Ohm parallel ? Es gibt viele Möglichkeiten.

Autor: Claus H. (onkelhotte)
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... hast Recht.

Die Sucherei macht mich schon ganz dumselich .
  es gibt ja immer überall alles, nur nicht das, was man gerade sucht.

Hab jetzt 5W-Draht Wiederstände mit 10% geordert - es muß ja irgendwie 
voran gehen ...  und es is ja auch shiet-egal, wie´s drinnen aussieht 
:-)

Gruß, Claus

Autor: Frank B. (frankman)
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Noch ein Geheim-Tipp:

10 x 1 Ohm parallel schalten, ergibt, na, was wohl 0,1 Ohm. Dann wird 
sogar die Genauigkeit besser... warum sag ich jetzt aber nicht, sondern 
lass mal selber nachdenken....

Autor: avion23 (Gast)
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Conrad hat smd-widerstände und das sogar recht günstig.

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