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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik EMV, Versorgungsleitung, Drossel, C->100nF/820pF/3.9nF, bei 16Mhz Takt


Autor: Roland Bumm (rolandb)
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Also ich habe schon so eingiges an Literatur gelesen. Aber je mehr man 
iest umso mehr Fragen entstehen zum Thema EMV und Digitale Schaltungen.

Meine Schaltung/Platine(nur zwei Lagen) besteht aus zwei wichtigen 
Teilen:

A. A/D Wandler fa=100Khz 16Bit(Filter Butherworth fc=22Khz)
B.  Atmega1280 mit 16Mhz Takt(mit ext SRAM, USB Speichermodul, ISP 
Programmieradapter, und noch etwas mehr drumrum..)

Die Spannungsversorgung wird getrennt zw Analog(A) und Digitaler(B) 
Versorgung:

Analog +5V ,+-9V, AGND
Digital +5V,DGND
-----------------------
     =4 Festpannungsregler
plus zwei Massen (Masse wird in einem Punkt verbunden)

Jetzt kommen die ersten Fragen, bei denen ich Hilfestellung brauche

1. Die Versorgung wird auf einer benachbarten Paltine "erzeugt" und 
mittels Zuleitungen und Steckverbinder auf die Messplatine 
transportiert. Soll auf der Messplatine auch nochmal eine SMD-Drossel in 
den Versorgungszweig direkt nach dem Steckverbinder eingebaut werden? 
(Siebung) Das dort Kondensatoren eingebaut werden ist klar, aber 
Drosseln..?

2. Ist es Sinnvoll in die sternförmige Versorgungsleitungslegung in 
jedem "Strahl des Sterns" eine SMD Drossel einzubauen?

3. Sollte jeder Pin des Atmegas/Speichers/Latches sinnvillerweise mit 
Kondensatorgruppen zw. VCC und DGNS belegt werden? Also 100nF,820pF und 
3.9nF. Habe mich an dieser Litereatur gehalten:

http://www.emv.biz/downloads/fachartikel/get/breit...
(Anmelden und man kann sich die PDF´s frei herunterladen.)

Als SMD-L habe ich folgende im Auge:
http://de.farnell.com/9526854RL/passive-bauelement...

Danke im Voraus zu fruchtbaren Hinweisen

Autor: Stefan Salewski (Gast)
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Ein weites Feld...

Bei den Ferrit-Perlen (Ferrite Bead) musst Du beachten, dass die 
Dämpfung deutlich abfällt, wenn ein merklicher Gleichstrom fließt. Viele 
Hersteller wie leider auch Würth machen darauf nicht aufmerksam. Eine 
löbliche Ausnahme ist Fair-Rite. Außerdem dämpfen diese Perlen erst bei 
Frequenzen oberhalb von einigen MHz wirklich gut. Würth 742792097 würde 
mir gefallen, aber die kann man scheinbar nirgends kaufen.

Autor: Oszi40 (Gast)
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Die Glaskugel sagt:
Selbst die teuersten Ferritperlen werden nicht helfen, wenn der 
räumliche Aufbau ungünstig ist. Die Einstreuung vom nahen Netzteil 
sollte man nicht unterschätzen, wenn man empfindliche Eingangssignale 
verarbeiten möchte.

Autor: HildeK (Gast)
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Die Artikel von emv.biz beziehen sich auf eine ganz bestimmte 
Designvariante: Es werden zwei Platinenlagen im Inneren als GND und 
VCC-Flächen definiert. Die VCC-Flächen sind 5x5 bis 7x7 cm groß, je nach 
Designgröße dann auch mehrfach vorhanden und es wird nur eine Gruppe der 
angegebenen Kondensatoren (noch einen kleinen Elko dazunehmen), die in 
der Mitte der Fläche sitzen sollen, zur Entkopplung verwendet. Alle ICs, 
die auf dieser Insel sitzen, werden gemeinsam entkoppelt - mit dieser 
einen C-Gruppe. Ihre Pins werden natürlich so kurz wie möglich direkt 
mit den Flächen verbunden. Da die VCC-Flächen einen sehr geringen 
Isolationsabstand zu GND haben (50µm - 120µm), ergibt sich noch einen 
Flächenkondensator mit einigen zehn Picofarad, der den obersten 
Frequenzbereich abdeckt. Damit ist einen breitbandige, niederimpedante 
Entkopplung bis in den GHz-Bereich zu erzielen. Gute Entkopplung heißt 
auch niedrige Störstrahlung und geringe Empfindlichkeit auf 
Einkopplungen.
Die BLMs als Drossel sind schon für den Zweck üblich - meist verwende 
ich aber 'richtige' Spulen. Liegt aber vermutlich daran, dass wir diese 
Art der Entkopplung schon verwendet haben, als es die BLMs noch gar 
nicht gab ...

Du hast aber nur insgesamt zwei Lagen - also kommt diese Variante hier 
nicht in Frage.
Ich würde aber trotzdem eine Drossel, danach einen Elko (einige µF) und 
dann nahe an den Pins 10nF ... 100 nF verwenden - so kurz und nahe wie 
möglich an den Pin und an GND. Die Kerkos an jedem VCC-Pin, insbesondere 
am Digitalteil des AD-Wandlers.

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