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Forum: PC-Programmierung Wie viel kann man für ein Javascript verlangen

Autor: Marvin (Gast)
Datum: 31.05.2008 19:39

Hallo,

ich bin 17 Jahre alt und Schüler einer Klasse 11.

Jemand ist über meine Internetseite darauf aufmerksam geworden, dass ich
(ein bisschen) html, PHP und Javascript beherrsche und möchte, dass ich
ihm einen mittelgroßes Scripte programmiere, mit dem man eine Art
Puzzle-Spiel spielen kann.

Ich schätze den Artbeitsaufwand auf ungefähr 12 bis 24 Stunden.


Natürlich möchte ich den ganzen Spaß nicht umsonst machen und will etwas
Geld verlangen.
Meine Frage:
Wie viel kann ich reallistischer Weise für so ein Script verlangen?


Vielen Dank für eure Meinungen,
Marvin
Autor: Felix (Gast)
Datum: 31.05.2008 20:05

Kommt drauf an was es dir wert ist.

Ich würds für 40-50€ machen wenns noch bisschen Spaß macht zu
programmieren.
Ansonsten bisschen mehr.
Autor: Christian (Gast)
Datum: 31.05.2008 20:09

Ich sag nur: pass auf, was du tust - eventuell kennst du dich mit den
Fallen, die rechtlicher Natur sind, nicht aus, was dir viel Ärger
bringen kann.

Das andere Thema ist: ich habe selbst so angefangen. Wenn es dein Anfang
ist, dann mache das nicht gegen Geld. Verlange lieber verlinkungen
deiner Seite, Namensnennung im Puzzle usw. Wenn du dann schon einiges an
Erfahrung gesammelt hast, kannst du anfangen Geld zu verlangen. Eine
gute Summe für den Einstieg ist 5-10€ je Stunde.

Aber wie gesagt: kümmer dich darum, welche Gesetze auf dich zutreffen,
und wie du LEGAL das Geld für solche Leistungen beziehen darfst.
Autor: Marvin (Gast)
Datum: 31.05.2008 20:38

Ok, vielen Dank für die schnellen Antworten.

Worauf muss ich denn rechtlich aufpassen?
40-50 Euro sind ja auch nicht so viel Geld, als dass man großartig
versteuern müsste, oder?
Worauf muss ich noch achten?


Marvin
Autor: Julian (Gast)
Datum: 31.05.2008 20:44

hmm ist es nicht so das wenn sein einkommen 7.664 Euro im jahr nicht
überschreitet, er nichts versteuern muss?
Autor: Marvin (Gast)
Datum: 31.05.2008 23:23

Geht es wirklich nur um die Steuern oder kann es noch zu anderen
Problemen kommen?

Marvin
Autor: Daniel (Gast)
Datum: 31.05.2008 23:35

ich denke 50 Euro ist ok
ausserdem würde ich eine OpenSource Lizens nehmen, da dort
auch der Ausschluss der Haftung etc drin mitdabei ist.
Autor: Gast (Gast)
Datum: 31.05.2008 23:47

Unter 7xxx Euro musst du keine Steuern zahlen, eine Gewerbeanmeldung
brauchst du trotzdem, WENN du das gewerblich betreibst. Gewerblich =
planmäßig, über eine gewisse Dauer, und auf Gewinnerzielung
ausgerichtet. Das seht mir hier nicht danach aus, bei 50 Euro wären die
Kosten für eine Gewerbeanmeldung auch völlig unverhältnismäßig.

Alles natürlich unverbindlich und ohne Garantie...
Autor: Marvin (Gast)
Datum: 01.06.2008 00:06

Ok, danke nochmal für die hilfreichen Tipps.

Eine Frage noch zu der angesprochenen OpenSource Lizens:
Kann ich das einfach so machen? Ich verkaufe das Script ja quasi, dann
kann ich es doch nicht einfach als Open Source veröffentlichen.
Wo muss ich so Sachen wie Haftungsausschluss hinschreiben?


Vielen Dank nochmal für eure Hilfe,
Marvin
Autor: Marvin (Gast)
Datum: 01.06.2008 21:31

Mh, keine Antwort? Schade.
Google meint, sowas könne man nur machen, wenn das auch freiverfügbar
sein soll.

Wenn jemand was genaueres weiß, bitte melden.

Marvin
Autor: Vorschriftenverwirrter (Gast)
Datum: 04.06.2008 19:01

> Mh, keine Antwort? Schade.

Das ist ein typisch deutsches Phänomen. Sobald jemand etwas machen
möchte was ihm Geld einbringt und danach fragt, wie er es wohl zu halten
habe, wird spontan alles daran gesetzt ihm das wieder auszureden. Der
Gesetzgeber hilft auch noch kräftig mit allerlei undurchsichtigen und
verstreut aufzufindenden Vorschriften mit die Inititive im Keim zu
ersticken. Demzufolge ust es besser du beantragst möglichst schnell
Hartz IV und vermeidest jegliche Inititive. Aber Vorsicht, die gleichen
Leute die dir die Eigeninitiative vorher ausgeredet haben hacken dann
auf dir rum und werfen dir die "faule Sozial-Hängematte" vor. Das ist
Deutschland. :))
Autor: Vorschriftenverwirrter (Gast)
Datum: 04.06.2008 19:24

auch gerne von "Schlaumeiern" als Antwort gegeben um den Fragenden die
"Erwerbs-Flausen" auszutreiben:

- gehe zur IHK
- gehe zum Steuerberater
- nimm dir einen Anwalt

genau so argumentiert übrigens auch die EAR mit ihrer Abzocke. Sie
marginalisiert Anfänger, Marktstarter, Neulinge in dem sie sofort
voraussetzt, dass man durch einen Verkauf Umsätze mindestens in der Höhe
eines guten Facharbeiter Einkommens verdient. Nur dann sind nämlich die
Kosten und der ganze Aufwand für die EAR auch tragbar.

Das ist Deutschland. Verlange möglichst von deinen Bürgern jede noch so
kleine Inititive, aber tue alles, das diese Initiative im Keim erstickt
wird, falls sie nicht vom Beginn an Satte Früchte trägt. Der Anwalts-
und Beraterstaat möchte schließlich erstmal kassieren noch bevor du
selbst verdient hast.
Autor: Putzgenie (Gast)
Datum: 06.06.2008 12:22

2-3 Euro pro Stunde für geistige Arbeit... und dann auch noch mit
schlechtem Gewissen... der Käufer hat dafür auch Exklusivrechte an der
Software... geh lieber putzen !
Autor: Max (Gast)
Datum: 06.06.2008 13:02

Mein Ratschlag

- Im Vorfeld alles gut absprechen damit es nicht im Nachhinein zu
Missverständnissen kommt. (Wie soll es aussehen, was für Features, wann
muss es fertig sein,...)
- Überlege dir wieviel Zeit du dafür brauchen wirst. Rechne noch eine
vernünfige Reserve dazu, weil prinzipiell alles immer länger dauert als
geplant.
- Macht euch einen realistischen Preis dafür aus. Heutzutage bekommt man
von anderen auch nichts geschenkt, daher würde ich es auch nicht für
einen Hungerlohn machen.

- Wenn die Bedingungen passen, dann zieh die Sache durch.

Wenn dein Javascript fertig ist, dann führ es dem Typen vor, und wenn er
zufrieden ist, dann lass Ihn bezahlen und übergib Ihm das Teil.

Schließlich baust du keine Elektronik für ein Flugzeug oder eine
Steuerung für ein Atomkraftwerk sondern ein Puzzle in Javascript.

Wenn ich mir die meisten Antworten von oben so durchlese, dann wundert
mich nichts mehr. Jeder schimpft über Missstände in der Regierung,
Gesetzeslage und dergleichen, verhält sich aber selbst wie ein
Politiker.
Lange drumherumreden und nichts kommt dabei heraus. Redet nicht immer
alles schlecht sondern seid ein wenig konstruktiv!
Autor: Bernhard Mayer (bernhard84)
Datum: 19.06.2008 09:35

Hi!

Das Geld würde ich nicht für die eigentliche Software verlangen, sonder
nur für die einrichtung auf seiner Homepage. Dann gehört die Software
nämlich noch dir und du kannst die unter GPL oder so stellen.
Allerdings muss halt dein Auftraggeber damit einverstanden sein. wo man
für sowas einen einwandfreien Vertrag herbekommt, weiß ich auch nicht.
Wenn du sowas öfters machen willst, würde ich schon ein gewerbe
anmelden. kostet 12,50 auf deinem Rathaus. allerdings mußt du dann auch
eine einkommenssteuererklärung machen. Ist nicht ganz so einfach, geht
aber auch. Sonst kommen erst mal keine weiteren kosten auf dich zu.

Bernhard
Autor: Akkumaster (Gast)
Datum: 19.06.2008 09:50

Ich kenn mich auf dem Gebiet jetzt nicht so aus aber darf man mit 17
überhaupt schon ein Gewerbe anmelden?
Autor: Bernhard Mayer (bernhard84)
Datum: 19.06.2008 09:56

hmm. das könnte evtl ein problem werden. am besten einfach auf der
zuständigen stelle im rathaus anrufen.
Autor: Andreas L. (andreasl)
Datum: 29.06.2008 21:11

Akkumaster wrote:
> Ich kenn mich auf dem Gebiet jetzt nicht so aus aber darf man mit 17
> überhaupt schon ein Gewerbe anmelden?
Darf er, mit einverständiss der Eltern.

Die Frage ist nur ob es sich rentiert. Ich würde dir vorschlagen, mach
es unter der GPL, und lass Dir das Geld Privat zahlen. Die 50,- bis 100
Euro wird er verschmerzen und als privat entnahme verbuchen und
versteuern. wenn dann Folgeaufträge kopmmen kannst du immer noch aufs
Rathaus gehen.
Autor: Johnny (Gast)
Datum: 30.06.2008 12:35

Wenn Du das als Hobby betreibst fände ich Eur 50.- bis 100.- pro Stunde
auch vollkommen ok. Ich weiss nicht wie es in Deutschland ist, aber in
der Schweiz muss man bis zu einem gewissen Umsatz (Fr. 75000 pro Jahr?)
und Gewinn (Fr. 2000.- pro Jahr) keine Firma anmelden oder Steuern /
Sozialabgaben leisten. Wenn Du nur paar solche Aufträge im Jahr
durchführst, wäre es bestimmt kein Problem.
Falls doch, könntest Du vielleicht einen Verein gründen, der sich durch
die Softwareentwicklung finanziert und das Geld wieder in was
investiert, das Dir gefällt und dann dem Verein gehört.
Also lass Dich nicht davon abschrecken, für Deine Hobbymässigen
Dienstleistungen etwas zu verlangen.
Autor: Ekschperde (Gast)
Datum: 30.06.2008 12:59

Hmm, in meiner Spätjugendzeit habe ich Musikelekronik gebastelt, also
Effektgeräte und so Zeug.
Da die recht geil klangen hatte ich regen Zuspruch.
Da mir das mit Zeit zu arbeitsaufwendig wurde, habe ich damals
kurzerhand die Preise drastisch erhöht.
Genützt hats nich :-)
Fazit: Wenns gut ist darf man auch zulangen.

Und Steuern hab ich in der SBZ dafür auch nicht gezahlt.

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