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Forum: HF, Funk und Felder Anfänger: Antenne einer Funkkamera ersetzen


Autor: Florian (Gast)
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Hallo

Ich habe eine kleine Mini-Funkkamera. Die Kamera sendet auf einer 
Frequenz von 2,4GHz, das ist ja WLAN-Frequenz. Die Kamera hat aber eine 
winzige Antenne (ca. 4cm lang) und diese würde ich nun gerne gegen eine 
andere (Rundstrahlantenne) ersetzen.

Weil die Sendefrequenz der Kamera sich ja mit der WLAN-Frequenz deckt 
hätte ich die Idee einfach die Antenne eines Routers dafür zu nutzen.

Funktioniert das? Kann ich da so ohne weiteres das ursprüngliche 
Kameraantennenkabel abknipsen und an den Anschluss der Router-Antenne 
hinlöten? Was muss ich da beachten?

Ich kenne mich leider mit Antennen und Funk noch überhaupt nicht aus. 
Und bevor ich das total versemmel frag ich lieber mal die Profis ;-)

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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4 cm ist lambda/4, die Wellenlänge bei 2,4 GHz beträgt ~ 13 cm.
Damit ist die Antenne vermutlich gar keine so schlechte Rundstrahl-
antenne, wie du annimmst.  Bevor du also an eine Modifikation
gehst, solltest du dir erstmal im Klaren werden, ob die Sache
überhaupt Sinn hat bzw. was du damit erreichen willst.

Eine HF-mäßig saubere Verbindung bei diesen Frequenzen ist nicht
völlig trivial herzustellen, wenn deine neue Antenne 1 dB mehr
an Gewinn bringt, du aber dieses Dezibel durch eine miserable
Verbindung wieder verpfuschst, war die Arbeit völlig umsonst.

Ganz unbenommen davon bleiben noch die rechtlichen Aspekte: mit
neuer Antenne müsstest du die Einhaltung der einschlägigen
rechtlichen Vorschriften neu nachweisen, es sei denn, du kannst
schlüssig belegen, dass du diese Vorschriften garantiert trotz
der Modifikation einhälst.

Autor: Florian (Gast)
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Danke für deine Hilfe soweit!

Bei der originalen Antenne gibt es da noch ein Problem.
Die Kamera ist in einem halboffenen Aluminiumgehäuse untergebracht, da 
die Antenne eben sehr kurz ist, steckt auch die Antenne in dem 
halboffenen Gehäuse.

Die neue Antenne würde ich außerhalb dieses Gehäuses montieren, womit 
ich mir auf jeden Fall eine höhere Funkreichweite erhoffe.

Das Gehäuse hat eine dicke von 1,0mm.
Die Antenne habe ich eben nochmal nachgemessen, die hat nur 2,5cm Länge.


Was ich auch noch als Problem sehe:
Ich brauche ja eine definierte Länge der Antennensignalleitung. Wenn ich 
jetzt aber die originale Antenne abisoliere, habe ich ja nur die 
Antennensignalleitung, ohne Masseschirm. Den müsste ich ja dann noch 
zusätzlich zwischen Originalantenne und Routerantenne irgendwie 
hinpfriemeln...


Du hast schon recht, wenn es nichts bringt will ich es auch nicht 
zwangshaft machen.

Autor: Florian (Gast)
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Nachtrag:

Also ich hätte mir das jetzt konkret so vorgestellt:

1. Ich isoliere das Ende der originalen Antenne ab (ist nur ein kleines 
Stück isolierter Draht).

2. Dann löte ich dieses Ende an den Anschluss der Routerantenne.

3. Lötstelle mit Schrumpfschlauf zu machen.

4. Anschließend wickle ich eine auf Masse angeschlossene Aluminiumfolie 
2-3 mal um Originalantenne und Lötverbindung um aus der einstigen 
Antenne eine abgeschirmte Leitung zu machen.

5. Zu guter letzt noch Schrumpfschlauch über die ganze Geschichte - 
fertig.

So jedenfalls mein Plan.

Ist das erfolgsversprechend?
Immerhin müsste ich dadurch nur ein kleines Stück der originalen Antenne 
modifizieren.

Autor: Hugo Miller (Gast)
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Wenn die "Antenne" nur aus einem Stummel Draht besteht wuerde ich mir 
ueber Verschlechterungen irgendwelcher Werte oder Richtlinien keine 
Gedanken machen. Vermutlich wird die Kamera nicht mal eine Zulassung 
haben.

Die Routerantenne jedoch einfach an das Ende des Drahtes zu loeten hoert 
sich nach Pfusch an. Hier wird es zu Reflektionsstellen kommen, da weder 
der Draht an sich noch die Uebergangsstelle zur Antenne die geforderte 
Impedanz hat.

Die saubere Loesung ware die Routerantenne direkt auf das Kameraboard zu 
loeten oder, wenn das nicht geht, mit einem Stueckchen Coax-Kabel 
(vermutlich 50 Ohm) die Entfernung Kameraboard-Antenne zu ueberbruecken.

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