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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Ist das ein RC-Glied?


Autor: olktra (Gast)
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Hallo,
ich habe eine Frage zur im Anhang befindlichen Entprellschaltung.

Handelt es sich dabei um ein RC-Glied? Laut meinem verständniss kann es 
kein tiefpass sein, denn dann müsste der C auf GND gehen und der 
widerstand sollte zw. taster und ICpin sein oder?

Achja, der IC benötigt Pulldown, kann man das also überhaupt als 
RC-Glied sehen, weil wenn ich ein normales RC-Glied verbaue, entlade ich 
den C ja mit dem pulldown dauernd?

bitte um meinungen...

MFG
olktra

Autor: olktra (Gast)
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iwie wollte der anhang nicht...

Autor: Matthias Lipinsky (lippy)
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>man das also überhaupt als RC-Glied sehen
Ja. kann man.

>dann müsste der C auf GND gehen
Tut er doch. Auf Wechselspannungsmasse. Weil wechselspannungsmäßig ist 
Plus und Minus(GND) dasselbe.

Autor: marcel (Gast)
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am ic eingang kommt genau das an was über den taster geht.
willst du einen tiefass stimmt deine überlegung (kondensator gegen masse 
und widerstand zwischen ic eingang und taster).

Autor: olktra (Gast)
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also wäre folgendes richtig?

"Die Notwendigkeit des Pulldownwiderstands am Eingang des ICs macht es 
unmöglich ein RC-Glied, besser gesagt einen Tiefpass zu verbauen, der 
die hohen Frequenzen, die beim Prellen entstehen, filtern könnte."

Autor: Philipp Burch (philipp_burch)
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Öh?

Beim Drücken wird der Kondi schlagartig entladen (und verhaut dir 
irgendwann den Taster), was den Ausgang mehr oder weniger schnell auf 
Vcc bringt. Beim loslassen wird der Kondi über den PullDown langsam 
aufgeladen (-> RC-Glied) und die Ausgangsspannung sinkt ab.
Softwarelösungen sind da aber besser.

Autor: olktra (Gast)
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mir gehts nur drum ob das oben geschriebene für den schaltplan richtig 
ist...

Autor: Wasweissich (Gast)
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1. Jede Kombination aus einem Widerstand und einem Kondensator (die 
mindestens einen gemeinsamen Knoten hat) ist ein RC-Glied.
Dir schwebt wahrscheinlich sowas klassisches vor bei dem neben der Masse 
nur noch Ein- und Ausgang vorhanden sind, wie etwa ein schulmässiger 
Hoch- oder Tiefpass.

Tatsächlich ist das aber nur eine Frage des Standpunktes.

Konzentriert man sich auf "langsame" Signale im Bereich von Tau so 
scheinen Lade- und Entladevorgänge vorzuherrschen.
Sieht man hingegen schnelle Signale im Bereich von Bruchteilen von Tau 
an, so scheinen Spannungsteiler aus einem Blindwiderstand und einem 
reellen Widerstand die Hauptrolle zu spielen.
In Wirklichkeit aber besteht zwischen den beiden Sichtweisen kein 
prinzipieller Unterschied. Man kann beide wechselweise auch aus der 
anderen Perspektive betrachten. Es ist nur jeweils ein wenig 
umständlicher.

2. Der Satz "Die Notwendigkeit des ..." soll von Dir anscheinend 
entweder als wahr oder als falsch beurteilt werden.

Überlegen wir uns das mal genau (da stellen wir uns mal ganz dumm...).
Da ist ein Widerstand der als Pull-Down funktioniert. D.h. wenn er am 
anderen Ende keine Spannungsquelle hat, so wird er den Ausgang auf Masse 
ziehen.
Dumm gestellt haben wir schonmal den R zu einem möglichen RC-Glied.
Was hindert uns jetzt daran (Deinem Bild entsprechend) einen Kondensator 
zusätzlich einzubringen? Nichts. Voila: Ein RC-Glied.

Nicht nur weil ich es mit den Betrachtungsweisen habe, ist es sinnvoll 
hier das Prinzip nocheinmal anzuwenden:

1. Der Pull-Down wirkt als Pull-Down. Es gibt hier einfach nur zwei 
Spannungsquellen anstelle einer. Vcc über den Taster falls er 
geschlossen ist und den Kondensator falls er geladen ist.
Wann wird er geladen? Wenn der Taster geöffnet wird. Wann wird er 
entladen? Wenn der Taster geschlossen wird.

2. Die Kombination aus Kondensator und Widerstand wirkt als RC-Glied. 
Wenn nämlich der Taster, nachdem er geschlossen wurde, wieder geöffnet 
wird fängt er an sich zu entladen. Bis aber die Schaltschwelle der 
nachgeordneten Schaltung erreicht wird, sie also Low erkennt, vergeht 
einige Zeit. Falls der Schalter, bevor das geschieht nocheinmal 
geschlossen wird, wird der Kondensator wieder entladen. Am Ausgang aber 
steht noch ein High. Öffnet man den Schalter wieder, so geht das 
Entladen wieder los, die Schaltung sieht immer noch High.
Was soll das aber? Schliessen, Öffnen, Schliessen usw.? Das ist genau 
was "Prellen" ist. Ein, über einen gewissen Zeitraum anhaltendes, 
Schliessen und Öffnen und Schliessen usw.
Man sieht: Ein RC-Glied funktioniert hier sowohl zur Entprellung als 
auch, bezüglich des Widerstandes als Pull-Down.
Und um das ganze abzurunden kann diese Sequenz von Schliessen und Öffnen 
auch als Signal mit einem gewissen Frequenzspektrum betrachtet werden, 
für das dieses RC-Glied als Tiefpass wirkt.

Also: Der Satz ist falsch!
Gruss

Autor: olktra (Gast)
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vielen dank...freut mich zwar nicht dass meine facharbeit jetz nen 
ordentlichen fehler enthält, aber zumindest weiß ich es jetz mal 
gewiss....

Vielen Dank!

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