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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Analogoszi vs. digitales Speicheroszi und Preis


Autor: Axe (Gast)
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Hallo,

ich bin zur Zeit im Anfangsstadium des Studiums und da meine Uraltgurke 
von Grundigoszi mal weg muss bin ich zur Zeit am überlegen, was sich für 
mich lohnen würde.

Einerseits denke ich, so ein Hameg 30x wird´s für den Ottonormalanwender 
schon tun , andererseits würde mich aber auch ein TEK TDS210 oder 220 
reizen.

Richtung wird vermutlichzu emedded hin gehen, aber eventuell auch 
Analogelektronik mit nichtperiodischen Vorgängen im niederfrequenten 
Bereich.

Und wie entscheided man sich da? So ein TDS ist ja leider auch ne Ecke 
teurer :/

Autor: Falk Brunner (falk)
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TDS

Autor: Alan (Gast)
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Wie viel willst du denn ungefähr ausgeben?

Autor: 3362 (Gast)
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Richtung Embedded benoetigt man eh ein mixed signal scope.

Autor: Axe (Gast)
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>Wie viel willst du denn ungefähr ausgeben?

Maximum wären wohl erstmal 500,- Euro , selbst das geht nicht unbedingt 
von heute auf morgen

>Richtung Embedded benoetigt man eh ein mixed signal scope.

Kannst du erklären warum ? Konkrete Vorschläge ?

Autor: 3362 (Gast)
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Ein mixed signal scope hat analoge und 8 oder 16 digitale kanaele. Plus 
eine Speichertiefe von 1Megasample oder so.

Autor: Andreas K. (a-k)
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Oder auch 2 analoge und 2 digitale (Hameg).

Aber mit einem Limit von 500€ ist eh nicht mehr als ein OWON drin, und 
Überlegungen über mixed signal kann man vergessen.

Autor: Michael G. (linuxgeek) Benutzerseite
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Axe wrote:

>>Richtung Embedded benoetigt man eh ein mixed signal scope.
>
> Kannst du erklären warum ? Konkrete Vorschläge ?

Waer ne tolle Sache. Der Einstieg bei Tek is glaub ich bei 3k oder 5k... 
daher eher weniger attraktiv fuer den Privatgebrauch.

Autor: Andreas K. (a-k)
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Michael G. wrote:

> Waer ne tolle Sache. Der Einstieg bei Tek is glaub ich bei 3k oder 5k...
> daher eher weniger attraktiv fuer den Privatgebrauch.

Wenn's Tek sein muss. Bei Rigol fängt diese Klasse schon bei 700-800€ 
an. Dass man nicht ganz das gleiche dafür kriegt sollte klar sein.

Autor: yalu (Gast)
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Behalte die Gurke und fertig. Falls sie nicht mehr läuft, reparier sie
und ebenfalls fertig ;-)

Meine These: Ein Oszi ist fast ein Muss, auch für Hobby und Studium.
Ein DSO ist nice-to-have, wenn man das Geld dafür locker hat. Es
zeichnet einen guten Entwickler aus, wenn er auch mit eingeschänkter
Ausrüstung zum Ziel kommt. Und ein Analogoszi ist alles andere als
"eingeschränkte Ausrüstung". Die Anwendungsfälle, für die ein DSO
zwingend erforderlich ist, sind relativ selten. Warum?

Fast jeder Vorgang in der Elektronik ist reproduzierbar. Wenn nicht:
Da fehlende Reproduzierbarkeit generell der größte Feind erfolgreicher
Fehlersuche ist, macht man sich bei jeder ernsthaften Entwicklung
Gedanken, mit welchen zusätzlichen Maßnahmen die Reproduzierbarkeit
dennoch erzwungen werden kann. Damit hat man aber auch schon den
wesentlichen Grundstein für periodische Testabläufe gelegt, die sich
meist sehr gut mit einem Analogoszi sichtbar machen lassen.

Gerade im Zeitalter der Mikrocontroller und programmierbaren
Logikbausteine bestehen diese Maßnahmen oft nur ein paar zusätzlichen
Quellcodezeilen, um die zu messenden Signale analogoszigerecht
aufzubereiten. In anderen Fällen erzielt man vielleicht mit einer
kleinen Adapterschaltung oder mit einem mit einem zweiten Controller
aufgebauten Stimuligenerator eine bessere Beobachtbarkeit der Signale.
Hier ist einfach etwas Kreativität gefordert, die man aber von einem
(angehenden) Ingenieur ohnehin erwarten darf.

Ich selbst habe jahrelang fast nur mit Analogoszis gearbeitet, obwohl
ich mich primär eher mit "aperiodischen Anwendungen" beschäftige. Ich
hatte so gut wie nie einen Fall erlebt, wo ich ohne DSO absolut nicht
mehr weiter gekommen wäre.

Das soll jetzt nicht heißen, dass DSOs unnützes Zeug seien. Im
Gegenteil: Im industriellen Umfeld, wo dem Entwickler immer die
Time-to-Market im Rücken sitzt, ist es hilfreich, wenn man ein System
untersuchen kann, ohne dieses selbst oder dessen Umfeld speziell für
die Messungen anzupassen. Da zahlen sich dann teure, feature-reiche
Messgeräte sehr schnell aus. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die
Dokumentation von Messergebnissen, die nur mit speichernden Geräten
effizient machbar ist.

Aber für Hobby und Ausbildung tut's ein Analoges locker, zumal es auf
Grund seiner besonderen Eigenschaften (kaum Messrauschen, Abhängigkeit
der Strahlhelligkeit von dessen Gschwindigkeit usw.) einige Dinge
sichtbar macht, die im DSO-Bereich den Mittel- bis Oberklassegeräten
vorbehalten sind.

Autor: Andreas K. (a-k)
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Kann man ggf. mit einem Logikanalysator verstärken. Und da sieht es in 
der Preisklasse besser aus.

Autor: Axe (Gast)
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>Behalte die Gurke und fertig. Falls sie nicht mehr läuft, reparier sie
>und ebenfalls fertig ;-)

>Kann man ggf. mit einem Logikanalysator verstärken. Und da sieht es in
>der Preisklasse besser aus.

Nun, der "Gurke" fehlt leider sogar der xy-Betrieb. Aber im Großen und 
ganzen könntet ihr recht haben, vielleicht wird es ein etwas besseres 
Analoges und dafür der INTRONIX Logic Port.
Notfalls kann man für aperiodische Vorgänge im niederfrequenten Bereich 
ja auch noch den PC missbrauchen., sowas im Selbstbau mit externem 
AD-Wandler, ein bisschen RAM und FT232 und man lernt auch noch etwas 
dabei :)

Autor: Ekschperde (Gast)
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Bis 500 Euro würde ich ein gebrauchtes Combiscope empfehlen:
z.B. Fluke/Philips PM3350

Analogbandbreite je nach Option A 50/60 MHz.
Leider nur 100 MSample/s im DSO-Modus.

Wenn es bei Deinem Grundig bleiben soll, ist die clevere Nutzung eines 
externen Triggereingangs oftmals sehr hilfreich.

Damit bin ich auch jahre(zehnte)lang mit einem EO174A (10 
MHz/Einstrahler) ausgekommen.

Es gibt aber zugegebenermassen Fälle wo man damit nichts sieht :-(
Kurze Spikes von einigen ns zum Beispiel die auf einem 100 MHz-Oszi 
problemlos auszumachen waren.

Autor: unbekannter (Gast)
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Hallo Axe,

ich wuerde dir fuer Embedded Entwicklungen den LogicPort empfehlen. Ist 
wirklich gut das Teil. Und zusammen mit einem (anlogen) Oszi 50-100MHz 
ist man sehr gut ausgeruestet!

Ich habe mir nun das Hamag HM2008 bestellt ;-) Den LogicPort besitze ich 
schon.

Auf arbeit habe ich das kleinste Tek 10?? und das ist Mis**!

Gruesse
Stefan

Autor: Christian Berger (casandro) Flattr this
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Also ich hab mir kürzlich ein Tektronix 549 Speicheroszi zugelegt. Mit 
dem Einschieb 1A4 hast Du 4 Kanäle.
Das Gerät geht bis auf 30 MHz rauf.
http://computermuseum.informatik.uni-stuttgart.de/...

Im Gegensatz zu digitalen Speicheroszis bleibt hier das Signal analog. 
Du hast somit nicht das Problem des Quantisierungsrauschen. Allerdings 
ist der Strahl im Speichermodus deutlich dicker. Nur leider sind die 
Teile schon etwas wartungsaufwändig. Wenn Du umbedingt ein Speicheroszi 
brauchst, würde ich Dir aber so was empfehlen. Besser als die "billigen" 
Digitaloszis sind die allemal.

Autor: Axe (Gast)
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>Besser als die "billigen" Digitaloszis sind die allemal.

Auch wenn ich mich vorraussichtlich an ein Analoges und den Logicport 
halten werde, dazu ein Kommentar:

Ich glaube nicht, dass die erwähnten TEKs (210, 220) schlecht/billig 
sind, nur weil sie etwa BJ2000 sind und daher schon für 350,- bis 600,- 
Euro zu haben. Oder liege ich da so falsch ?

Autor: Sven P. (haku) Benutzerseite
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Persönliche Empfehlung: Schieß dir was Analoges in der Bucht. Irgendwie 
in dem Dreh mit 60MHz, zwei Kanälen und externer X-Ablenkung. Mit bissi 
Glück findeste sogar nen analoges Speicheroszi (Speicherfeuer...).

Was den Digital-Teil angeht: ich hab recht gute Erfahrungen mit einem 
Binärzähler und nem Analogmultiplexer (alles Standard-CMOS-Bausteine) 
gemacht. Den Zähler lässt du kontinuierlich zählen (NE555), mit dem 
Multiplexer schaltest du deine Signale zyklisch durch und gleichzeitig 
befeuert der Zähler noch eine R2R-Leiter als DAC. Den Pegel vom "DAC" 
und dein Signal ausm Multiplexer mischst du, schiebsts durch nen 
Impendanzwandler und dann aufs Oszi.
Gibt dann zwei möglichkeiten:
1. Du lässt den Zähler schnell rennen, dann haste nen 
Chopper-Multiplexer (gut für langsame X-Ablenkung)
2. Du lässt den Zähler langsamer laufen (für schnelle X-Ablenkung).

Funktioniert bei mir wunderprächtig^^

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