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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Anfänger: genaue Temperaturmessung mit einem µC


Autor: Michel Mikro (Gast)
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Hallo!

Ich hoffe mir kann jemand ein paar Newbie-Tipps geben.

ich will eine Temperaturmessung mit einem Pic-Mikrocontroller
durchführen, bei der ich die Temperatur auf 1/100 genau auswerten
kann.

Wie kann ich das am Besten erreichen?

Bekommt man das so genau mit einem Thermistor-Widerstands-Spg.-teiler
hin?
Oder mit einem Temperaturfühler mit analogem Ausgang und das dan ADC
gewandelt?

Oder mit nem Widerstandsthermometer?
z.B.:Pt100?

Wie bekomme ich die hohe Genauigkeit hin?
Viele Messpunkte erfassen, dann Mittelwertgleitbildung mit 64, oder
sogar 128 werten?


Wäre für eventuelle Tips sehr dankbar!

Mfg,

Michel

Autor: Chris (Gast)
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Hallo,

falls es nicht ein Sensor mit digitalem Ausgang sein muß, könnte ein
Temperatursensor der KTY-81-Reihe geeignet sein. Der Spannungsteiler
benötigt dann aber eine hochgenaue Versorgung und einen
Präzisionswiderstand.

Gruß

Autor: Peter Dannegger (peda)
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"Wie bekomme ich die hohe Genauigkeit hin?"


Sieh Dir mal an, was Profigeräte kosten.
0,01°C schüttelt man nämlich nicht so einfach aus dem Ärmel.

Du kannst mit fertigen Sensoren (DS18B20) sehr preiswert eine Auflösung
bis herab zu 1/16°C erreichen. Allerdings ist die Genauigkeit nur 1°C.

Deshalb ist es wichtig, ob Du nur eine hohe Auflösung willst oder
wirklich auch eine hohe Genauigkeit benötigst.


Peter

Autor: Matthias Friedrich (Gast)
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Hi,

ich arbeite in einer Firma, die sich intensiv mit dem Problem einer
genauen Temperaturmessung beschäftigt. Eine Genauigkeit von 0.01K wirst
Du ohne größeren Aufwand und viel Erfahrung nicht erreichen. Für unsere
Anwendungen benötigen wir eine Genauigkeit von 0.1K. Selbst dabei ist
ein gewisser Aufwand zu treiben, um dieses Ergebnis (auch in
verschiedenen Arbeitsumgebungen, Temperatur und Luftfeuchte spielen
eine große Rolle) zu erreichen. Hier ein paar Tips:

- Verwende Pt1000-Sensoren in 3- oder 4-Leitertechnik.
- Achte auf eine saubere Trennung von Analog- und Digitalspannungsteil
- Ein gutes Layout ist Pflicht
- Filtere jeden Eingang
- Verwende einen automatischen Abgleich, damit lassen sich
Störeinflüsse aus dem Signal "herausrechnen"

Gruß,
Matthias

Autor: Chris (Gast)
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Hallo,

"ich will eine Temperaturmessung mit einem Pic-Mikrocontroller
durchführen, bei der ich die Temperatur auf 1/100 genau auswerten
kann."

außerdem weiß niemand noch nicht, welcher Temperaturbereich gemessen
werden soll, z.B. -55°C bis 200°C oder nur so bei Zimmertemperatur oder
eine spezielle Ofentemperatur z.B. von 59,9°C bis 61,0°C.

Gruß

Autor: Michel Mikro (Gast)
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Hi,

erstmal danke für die Antworten.

@Chris:

das ganze soll in einem Temperaturbereich von ca. 37,00 - 40,00
gemessen werden.


@Matthias Friedrich:

Danke für die Antworten.
Ich denke auch, dass ich einen Pt1000 verwenden werde.
Aber wie bekomme ich eine saubere Trennung von Analog- und
Digitalspannungsteil?

Autor: Michel Mikro (Gast)
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sorry!

Natürlich im Temp.-Bereich von 37.00°C - 40.00°C

Autor: Conlost (Gast)
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Hallo
Die saubere Trennung bekommt man mit 2 getrennten Reglern hin.
Analog und Digitlmasse nur an einer Stelle zusammen führen.
Am besten dirkt an den Reglern.
Abblockkondensatoren (100nF)nahe am Controller für Analog und Digital
nicht vergessen.
Vref auch mit Kondensator 100nF beruhigen.

Gruß,
Arno

Autor: Michel Mikro (Gast)
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Vielen Dank für eure Antworten!!

Autor: A. Arndt (Gast)
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Hallo,

ich würde einen smarten Chip nehmen zur Temp-Messung, smart -->
Umwandlung der Temperatur in digitale Wert erfolgt im Chip, also keine
Verfälschung durch (lange) Leitungen.

Spontan würde mit der DS1820 einfallen, mit 0,5 Grad Auflösung oder
sonst I2C-Sensoren z.B. DS1624 oder DS1631.


Gruss
A. Arndt

Autor: Wolfgang (Gast)
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Hallo,
möchte auch mal meinen Senf dazugeben.  Der wird dich zwar nicht
entscheidend dem Ziel näher bringen, aber die Enttäuschung ist nicht
ganz so groß, wenn Deine hohen Ansprüche nicht erfüllt werden.
Matthias, der eine Zehnerpotenz weniger verlangt, mußte schon große
Kopfstände machen, um seine geforderte  Richtigkeit zu erreichen.
(s.o.)
Was noch nicht beschrieben wurde, ist die Kalibrierung der Meßanlage.
Hier kenne ich nur die Kalibrierung mit hochreinen Substanzen, die
einen genau bekannten Schmelzpunkt haben. Wenn beschaffbar,  dann auch
entsprechend teuer. Außerdem  braucht man dann auch noch besondere
Apparaturen.
Fazit:  Auflösung auf 0,01°--> möglich
  Richtigkeit mit Amateurmitteln --> nein

Aber vielleicht soll es wirklich nur die Auflösung sein.
Trotzdem soll mein Senf dich nicht abhalten, eine Temperaturmessung zu
bauen. Macht viel Spaß und der Erfahrungsschatz steigt.
MfG
Wolfgang

Autor: Michel Mikro (Gast)
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THX @ Wolfgang

Autor: Michael Preisel (peregrin)
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Hallo,

zuerst stell ich mich kurz vor: Ich bin eigentlich Maschinenbaustudent, 
nun aber mit einer Projektarbeit beschäftigt, wo ich das erste Mal mit 
µCs zu tun habe (beschäftig mich auch sonst eher wenig mit Elektronik, 
bitte daher um Verständnis, wenn ich 'seltsame' Fragen stelle :) ).

Nun, ich häng mich hier dran, weil ich zwar keine ganz so hohe 
Genauigkeit brauche, aber dennoch:

*) eine Genauigkeit auf 0,5K, vor allem im Arbeitsbereich 40°C bis 43°C,
*) einen Messbereich von etwa 20°C bis 50°C.
*) eine möglichst schlanke Sensor-Hysterese, da ich innerhalbe eines +/- 
1K-Toleranzbandes regeln muss.

So, nun zu meinen Schwierigkeiten:

Das ganze soll einfachstmöglich implementierbar sein.

Wichtig ist zu sagen, dass ich an vier Punkten messen will (eine davon 
dient als Regelgröße, die anderen zur Überwachung) und dass dazu 
Einstechfühler (also eine verkapselte Nadel, wo vorn der Sensor 
drinsitzt, hinten Kabel dran) benutzt werden!

Zu Anbindung an den µC (ATMEGA48-20PU oder ähnlich) hab ich bisher 
folgende Möglichkeiten gesammelt:

*) interne 10Bit-AD-Wandler benutzen und äußere Beschaltung eines PT100 
selbst realisieren (geht sich aus für vier Kanäle).

*) einen Thermistor verwenden und einen Maxim-IC zur Linearisierung und 
digitalisierung benutzen (hab ich leider bisher nur für NTCs gesehen, 
Einstechfühler gibt es nur als Platin-Widerstände, also PT100, ...)

*) ein Thermoelement (thermocouple) benutzen, und einen IC, der daran 
angeschlossen den Messwert digitalisiert.


Ich hab mich schon umgesehen und was Einstechfühler angeht ist das 
Angebot vor allem für Thermoelemente (bei Farnell) relativ groß. Es gibt 
auch PT100-Fühler als Einstechfühler, diese sind aber meistens eher 
teuer.

Die meisten Thermoelemente wandeln eher ungenau, je nach Materialpaarung 
gibt es unterschiedliche Klassen: 
http://en.wikipedia.org/wiki/Thermocouple#Thermoco....
Ein Type T Element könnte passen. Leider finde ich dafür keinen 
geeigneten IC.

Könnt ihr mir Empfehlungen abgeben? Es soll also, zusammengefasst:

*) mit externen Einstechfühlern
*) einfach implementierbar (!)
*) mit einem ATMEGA (da hab ich bereits ein Eval.-Board)
*) vierkanalig
*) auf 0,5 K genau

funktionieren. Damit etwaige Messfehler dezimiert werden, wäre mir eine 
Lösung mit fixfertigem IC, der mir eine Thermospannung bzw. einen 
Thermistor-Widerstand digitalisiert, am liebsten. So etwas, wie von A. 
Arndt weiter oben vorgeschlagen, würde mir schon gefallen. Nur leider 
haben die Dinger immer den Sensor eingebaut, ich brauch aber externe.

Danke im Voraus!


### Zusätzliche Randinfos:

Es geht darum, eine Art Schrank elektrisch zu beheizen. Die Beheizung 
erfolgt von unten, ein Ventilator sorgt für Zirkulation entlang einer 
Luftkanalführung durch den Schrank.

In dem Schrank befinden sich Bienenwaben, diese sollen zwecks einer 
Behandlung auf eine bestimmte Innentemperatur innerhalb eines recht 
schmalen Temperaturbandes (daher die erforderliche Messgenauigkeit von 
0,5K) erwärmt werden.

Ob ich die Temperaturregelung mittels 2-Punkt-Schaltung oder 
quasi-linear realisieren werde, behalt ich mir noch vor.
Wichtig: Die Regeltemperatur sollte jedenfalls in einem Temperaturband 
von lediglich +/- 1K schwanken! Zur Leistungsschaltung verwende ich ein 
Solid-State-Relais, mit dem ich auch eine Art PWM (also mit langsameren 
Einschaltzyklen, keine phasenkohärente Anschnittsteuerung, die 
Heizelemente laufen nämlich auch 230VAC) realisieren könnte.

Autor: Peter Dannegger (peda)
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Wenn Du Dir das ganze Analog-Geraffel vom Halse halten willst, wie wärs 
damit:

http://de.rs-online.com/web/243308.html

Du brauchst dann noch einen Multiplexer (74HC4051), um die Sensoren 
nacheinander auf den ICP-Eingang zu legen.


Peter

Autor: Helmut Lenzen (helmi1)
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Messschaltungen für PT100 Messung findest du hier

Beitrag "Temperaturmessschaltung möglichst genau?"

Gruss Helmi

Autor: Michael Preisel (peregrin)
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Danke schön!

@Helmi: Es gibt hier so viele Threads, dass mir der bisher entgangen 
ist.

@peda:

>Wenn Du Dir das ganze Analog-Geraffel vom Halse halten willst, wie wärs
>damit:

>http://de.rs-online.com/web/243308.html

>Du brauchst dann noch einen Multiplexer (74HC4051), um die Sensoren
>nacheinander auf den ICP-Eingang zu legen.

Ich denke, da ist summa summarum noch die Lösung mit einem PT100 
einfacher. Multiplexen, PWM decoden wäre denk ich auch halbwegs 
umständlich?

Ein anderes Problem ist der Durchmesser so eines Sensors. Es gibt auch 
'naked' PT100 in dieser Bauform. 6mm Durchmesser, eingeklebt in ein 
da=8mm Rohr ist schon ziemlich groß.

Eine richtige Nadel wäre besser. Leider sind die allesamt recht teuer, 
ab € 40,- das Stück, wenns ein PT100 oder PT1000 sein soll. Ein K-Type 
Thermocouple bekommt man hier schon unter € 5,-. Ist leider zu ungenau 
...

Ich sag einmal, der ganze Temperaturmessungsteil bis vor den Controller 
sollte € 100,- (4-Kanal) nicht übersteigen. Ist das denkt ihr möglich?

Autor: Michael Preisel (peregrin)
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Diese K-Type Thermoelemente lassen mir keine Ruhe... einerseits steht in 
der Wikipedia, dass die auf eine Genauigkeit von 1.5K klassifiziert 
sind. Andererseits dürften die in diversen Billigmessgeräten drin sein, 
für die wesentlich höhere Genauigkeiten angegeben sind...

Z. B.: 
http://www.hannainst.co.uk/acatalog/HI_8757_Budget...

Riesenvorteil wäre hier der Preis. Eine fertig konfektionierte 
K-Type-Probe (Nadel) gibts für € 5,-, Digitalisier-ICs von Maxim-IC gibt 
es auch!
http://datasheets.maxim-ic.com/en/ds/MAX6675.pdf

Allerdings versteh ich das Datasheet so, dass zwar die Auflösung gut ist 
(0,25K), aber die Messgenauigkeit an sich nur bei 3K (aber bei einem 
Messbereich bis 700°C) liegt.

Was meint ihr dazu, ein Versuch wert, oder nicht?
Der Preis ist nicht nämlich nicht unwesentlich, da später 10 Prototypen 
gebaut werden sollen. Also 40 Sensoren!

Autor: Falk Brunner (falk)
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@  Michael Preisel (peregrin)

>sind. Andererseits dürften die in diversen Billigmessgeräten drin sein,
>für die wesentlich höhere Genauigkeiten angegeben sind...

Jaja, Auflösung und Genauigkeit ;-)

>Riesenvorteil wäre hier der Preis. Eine fertig konfektionierte
>K-Type-Probe (Nadel) gibts für € 5,-, Digitalisier-ICs von Maxim-IC gibt
>es auch!
>http://datasheets.maxim-ic.com/en/ds/MAX6675.pdf

;-)

>Allerdings versteh ich das Datasheet so, dass zwar die Auflösung gut ist
>(0,25K), aber die Messgenauigkeit an sich nur bei 3K (aber bei einem
>Messbereich bis 700°C) liegt.

Siehe oben.

>Was meint ihr dazu, ein Versuch wert, oder nicht?

Nein.

>Der Preis ist nicht nämlich nicht unwesentlich, da später 10 Prototypen
>gebaut werden sollen. Also 40 Sensoren!

Aber man sollte sich vor einem Milchmädchenrechnung in Acht nehmen. Mit 
deinen Vorkenntnissen solltest du die Finger von allem analogen etc. 
lassen.  Nimm den vorgeschlagenen Temperatursensor DS18S20 oder 
ähnlich, die sind einfach anzuwenden und bereits kalibriert. Eine 
Auflösung von 0,1K ist damit drin, 0,5K Genauigkeit haben sie auch. Das 
kann man (du) zu dem Preis keinesfalls nachbauen. Bleibt nur noch das 
Problem eines passenden Gehäuses.

MFG
Falk

Autor: Arc Net (arc)
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> Eine richtige Nadel wäre besser. Leider sind die allesamt recht teuer,
> ab € 40,- das Stück, wenns ein PT100 oder PT1000 sein soll. Ein K-Type
> Thermocouple bekommt man hier schon unter € 5,-. Ist leider zu ungenau
> ...

Warum? Gibt's keine Möglichkeit zur Kalibrierung?

PT100 DIN B kann/darf bei 40 °C +- 0.5 °C daneben liegen, 1/3 B +-0.16 
°C ohne Fehler der restlichen Schaltung.
Bauform 10 mm * 0.8 mm Durchmesser gibt's z.B. von
http://www.t-d-i.co.uk/pdfs/tdi-cat.pdf

NTC in allen möglichen Bauformen gibt's z.B. hier
http://www.betatherm.com/products/index.php?pc_id=...

> Ich sag einmal, der ganze Temperaturmessungsteil bis vor den Controller
> sollte € 100,- (4-Kanal) nicht übersteigen. Ist das denkt ihr möglich?

Ja.

> Nimm den vorgeschlagenen Temperatursensor DS18S20 oder
> ähnlich, die sind einfach anzuwenden und bereits kalibriert.

Der hat auch das gleiche Ansprechverhalten wie ein Thermoelement und es 
gibt ihn in den gleichen Bauformen...

Autor: Helmut Lenzen (helmi1)
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>Ich sag einmal, der ganze Temperaturmessungsteil bis vor den Controller
>sollte € 100,- (4-Kanal) nicht übersteigen. Ist das denkt ihr möglich?

Für die Elektronik würde ich sagen JA

Bei den PT100 ist das so eine Sache. Da gibts ziemliche Unterschiede je 
nach Ausführung.

>Riesenvorteil wäre hier der Preis. Eine fertig konfektionierte
>K-Type-Probe (Nadel) gibts für € 5,-, Digitalisier-ICs von Maxim-IC gibt
>es auch!

Damit ist es aber noch nicht getan. Eine Thermoelementmessung ist immer 
eine Differenzmessung. Und zwar den Temperaturunterschied zwischen der 
eigentlichen Messstelle und der Stelle wo das Thermoelementmaterial zum 
2. mal Wechselt. Wenn die Temperatur dieser Stelle nicht genau bekannt 
ist machst du da eine Fehlmessung.

>Allerdings versteh ich das Datasheet so, dass zwar die Auflösung gut ist
>(0,25K), aber die Messgenauigkeit an sich nur bei 3K (aber bei einem
>Messbereich bis 700°C) liegt.

Thermoelemente sind halt für höhrere Temperaturen. Dann spielt die 
Temperatur der 2. Stelle (siehe oben) schon eine geringere Rolle.


Ich würde die eher zu PT100 raten.

Gruss Helmi

Autor: Michael Preisel (peregrin)
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Falk Brunner wrote:
>>Was meint ihr dazu, ein Versuch wert, oder nicht?
>
> Nein.
Okay, ich lass das bleiben. Billigmessgeräte sind wohl wirklich einfach 
nur billig ;-)

> Nimm den vorgeschlagenen Temperatursensor DS18S20 oder
> ähnlich, die sind einfach anzuwenden und bereits kalibriert. Eine
> Auflösung von 0,1K ist damit drin, 0,5K Genauigkeit haben sie auch. Das
> kann man (du) zu dem Preis keinesfalls nachbauen. Bleibt nur noch das
> Problem eines passenden Gehäuses.

Gerade vorhin hab ich diesen Sensor in einem anderen Thread 
aufgeschnappt.
Gefällt mir wirklich ausgesprochen gut, was die Performance angeht.
Ich müsste bloß noch meinem Projektbetreuer klar machen, dass wir mit 
d=8mm (eingeklebt in ein Rohr) in die Bienenwaben hineinfahren müssen, 
ist halt schon etwas anderes als Nadel.
Angesichts des Preisunterschiedes zur PT100-Einstechfühlerlösung sollte 
das aber drin sein, denk ich.

Also mein erster Ansatz wäre Einkleben der TO-92-Version in ein 
Kunststoffrohr. Aber kann man man das nackte TO-92-Gehäuse einfach so 
etwaiger Feuchtigkeit, mäßiger mech. Beanspruchung aussetzen? Es 
komplett zu verkapseln wäre glaube ich falsch, ich brauche ja einen 
ordentlichen Wärmeübergang...

Autor: Falk Brunner (falk)
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@ Michael Preisel (peregrin)

>Ich müsste bloß noch meinem Projektbetreuer klar machen, dass wir mit
>d=8mm (eingeklebt in ein Rohr) in die Bienenwaben hineinfahren müssen,
>ist halt schon etwas anderes als Nadel.

Stricknadel für Ankertaue ;-)

TO-92 ist nur 5,2mm breit, ein 6mm Stahlröhrchen könnte passen. Oder man 
biegt beim SO-8 die Beine unter den IC, dann ist der nur 4mm breit. Das 
Gehäuse abschleifen oder mit Chemie auflösen wird schon wieder ne 
Bastellösung. Wobei . . .;-)

>Also mein erster Ansatz wäre Einkleben der TO-92-Version in ein
>Kunststoffrohr. Aber kann man man das nackte TO-92-Gehäuse einfach so
>etwaiger Feuchtigkeit, mäßiger mech. Beanspruchung aussetzen? Es

Feuchtigkeit könnte problematisch werden, die Platik ist nicht 
hermetisch dicht. leichte mechanische Beanspruchung sollte gehen.

>ordentlichen Wärmeübergang...

Das widerspricht sich ein wenig. Nimm Edelstahl oder so.

MFG
Falk

Autor: Michael Preisel (peregrin)
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Arc Net wrote:

> NTC in allen möglichen Bauformen gibt's z.B. hier
> 
http://www.betatherm.com/products/index.php?pc_id=...

Aha, hab ich bisher übersehen. Von Maxim gäbe es da diesen IC, der 
müsste gut dazupassen, oder?:
http://datasheets.maxim-ic.com/en/ds/MAX6682.pdf

Muss nur noch schaun, ob ich so einen Betatherm als Einstechfühler oder 
ähnliche Variante zu vernünftigen Preisen bekomm. In Österreich scheints 
nichts zu geben (Farnell hat nur offene Keramik-Fühler). Hast du einen 
Tipp (BRD)?

Autor: Falk Brunner (falk)
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@ Michael Preisel (peregrin)

>http://www.betatherm.com/products/index.php?pc_id=...
>http://datasheets.maxim-ic.com/en/ds/MAX6682.pdf

Du unterschätzt den Aufwand für den Anlogteil und die Kalibrierung. Und 
viel Spass mit dem µMAX Gehäuse. ;-)

MFG
Falk

Autor: Michael Preisel (peregrin)
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Oh!

Ich dachte erst, das wäre mit SO-8 kompatibel. Dann wärs noch irgendwie 
mit Adapterplatinen gegangen... aber so dürften diverse 
Lötkolbenmethoden ausgeschlossen sein.

Autor: Yob (Gast)
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Hm, 1/100 -> 0,01K. Krasses Vorhaben. Soweit mir bekannt besitzt selbst 
ein DIN 1/10 PT100 allein eine Genauigkeit von 0,3°C bei 0°C und 0,12°C 
bei 100°C. Zudem müsste auch die Nichtliniearität bei dieser Auflösung 
wieder eine Rolle spielen. D.h. Fitten oder Anderes wird nötig.
Wie andere schon angemerkt haben hast du das Problem der Überprüfung und 
Kalibrierung. Ich will dir das nicht mies machen, ich finds einfach nur 
Krass, wenns klappt Respekt.

Yob.

Autor: Yob (Gast)
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Ups, bist ja garnicht der Originalersteller ^^. Die Genauigkeit von 0,5K 
sind machbar mit etwas Aufwand.

Yob.

Autor: Michael Preisel (peregrin)
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>>ordentlichen Wärmeübergang...
>
> Das widerspricht sich ein wenig. Nimm Edelstahl oder so.
Wenn ich ein Edelstahl nehme, dann muss ich für eine wärmeleitfähige 
Verbindung zwischen dem Sensor und dem Rohr sorgen (wärmeleitfähiger 
Spezialkleber). Weiters müsste ich das Rohr ja am Ende zu machen (löten, 
schweißen). Der Wärmeübergang zur Umgebung kann dadurch nicht besser 
werden, nur schlechter.
Eine alternative Verarbeitung fällt mir auf die Schnelle nicht ein.
Es ginge ja lediglich darum, Sensor und Lötstellen vor Fuechtigkeit zu 
schützen.

Wenn ich wüsste, dass die Feuchtigkeit, die in Bienenwaben so 
durchschnittlich auftritt, dem TO-92 package nicht allzuviel ausmacht, 
würde ich den zylindrischen Teil in ein möglichst genau passendes, 
dünnes Röhrchen einkleben und mit Loctite Wärmeleitkleber einkleben, die 
abgeflachte Stelle mit Klebstoff auffüllen.

Hat noch jemand Meinungen dazu, was man so einem IC-Gehäuse zumuten 
darf?

Zwischendurch vielen Dank für eure Unterstützung!

Autor: Michael Preisel (peregrin)
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Weiß noch jemand etwas zur Feuchtigkeitsbeständigkeit von IC-Gehäusen?
Noch ist die Idee mit dem TO-92 im Rohr nicht verworfen.

@yob: Tut mir leid, ich hab versucht, einen passenden, bestehenden 
Thread zu suchen, da das von der Admin. so gewünscht wird ...vielleicht 
kannst du noch einen Tipp abgeben, wie ich das mit dem Nadelfühler 
kostengünstig anstellen könnte?

Die € 40,- für einen fertig konfektionierten PT100 sind meinem Betreuer 
zu teuer.

Ich habe gesehen, dass es diverse andere PT100 in schlanker Ausführung 
gibt. Mir ist klar, dass der Analogteil und der Kalibrierungsvorgang für 
jeden Sensor ein gewisser Aufwand sind. Kann mir zu letzterem jemand mit 
Erfahrung nochmal grob die Schritte beschreiben, was zu tun wäre? Dann 
könnt ichs vllt. besser bewerten. Eine Schaltung sollte ich mir anhand 
des o. a. Threads für PT100-Schaltungen zusammenklauben können.

Vielleicht noch eine kleine Bemerkung: Wichtig ist eigentlich nur die 
Genauigkeit im Bereich von sagen wir 35 bis 45 °C. Der Arbeitspunkt für 
die Regelung wird bei 41,5°C liegen. Wenn darunter aufgrund von 
Nichtlinearitäten die Genauigkeit abnimmt, ists nicht so tragisch (na 
gut, mehr als 1K daneben kann auch nix), jenseits der 55°C darfs auch 
wieder ungenau werden, da wird nicht mehr gemessen.

Autor: Helmut Lenzen (helmi1)
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>Mir ist klar, dass der Analogteil und der Kalibrierungsvorgang für
>jeden Sensor ein gewisser Aufwand sind. Kann mir zu letzterem jemand mit
>Erfahrung nochmal grob die Schritte beschreiben, was zu tun wäre?

Bei PT100 brauchst du den Sensor nicht zu kalibrieren. Das einzige was 
du machen must ist den PT100-Verstaerker zu kalibrieren. Dazu geht man 
folgendermassen vor:
Du steckst einen Widerstand von 100 Ohm (fuer 0 Grad) an den Eingang und 
stellst mit dem Nullpunktpoti am Ausgang auf 0V. Dann steckst du einen 
138.5 Ohm Widerstand (fuer 100 Grad) an den Eingang und stellst die 
Spannung ein die 100 Grad entsprechen soll. Dann noch mal Nullpunkt 
ueberprufen und ggf. korrigieren. Damit sollte der Verstaerker 
kalibriert sein. Der Vorteil von PT100 Temperaturfuehlern ist das man 
sie dann problemlos austauschen kann.
Den 138.5 Ohm Widerstand muss man sich mit Reihen+Parallelschaltung 
eventuell zusammenbasteln.
Man kann auch in deinem Fall wo dich der Bereich nur von 35 .. 45 Grad 
interessiert die Refernzwiderstaende anders auslegen. Z.B. einen fuer 30 
Grad und einen fuer 50 Grad einsetzten und dann dementsprechend 
kalibrieren. Man kann das ganze auch Softwaremaessig machen. Dazu 
brauchts vor dem Messverstaerker einen Analogmultiplexer mit mindestens 
3 Eingaengen. An einem Eingang kommt z.B der 100 Festwiderstand dran am 
naechsten der 138.5 Ohm und am 3. Eingang der PT100. Wenn man jetzt 3 
Messungen macht kann man jetzt die ganze Schaltung Softwaremaessig 
kalibrieren. In dem Thread den ich dir genannt habe ist so eine 
Schaltung drin

Beitrag "Temperaturmessschaltung möglichst genau?"

Gruss Helmi

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