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Forum: Mechanik, Gehäuse, Werkzeug Rundes Spiegelchen (10mm) auf einen Mikromotor kleben, Winkel 5°


Autor: Paul H. (powl)
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Hi!

ich habe zwar als so einige Ideen aber ich wollte mir doch mal noch ein 
wenig Rat einholen.

Ich habe hier zwei runde Spiegelchen mit 10mm Durchmesser und zwei 
Mikromotoren. Ich möchte die Spiegel mit der Rückseite auf die Achse des 
Motors kleben, allerdings unter einem Winkel von ziemlich genau 5°.

Der Trick dabei ist, dass das möglichst genau werden soll damit keine 
Unwucht entsteht, denn die erzeugt hässliche Vibrationen und 
verschwendet Energie.

Ich habe bisher eine Holzplatte im rechten Winkel aufgestellt, unten ein 
Loch reingebort und den Spiegel plan reingequetscht. Den Motor habe ich 
in ein M-förmiges langes Pappstück gelegt und solange Papier 
druntergestopft bis ich den Mittelpunkt des Spiegelchens getroffen habe. 
Danach wurde das ganze mit 2K-Kleber verklebt. Siehe Anhang.

Leider vibriert die Geschichte immernoch wie blöd. Die Motorachse 
senkrecht auf den Spiegel zu kleben ginge ja, da könnte man sich einfach 
verschiedengroße Löcher bohren die das ganze Teil führen und es einfach 
zusammenstecken. Der Winkel von 5° macht mir allerdings zu schaffen.

lg PoWl

: Verschoben durch Admin
Autor: Paul H. (powl)
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blöd mit dem anhang...

Autor: Warren Spector (jcdenton)
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wenn du den durchmesser des motors und des spiegels hinreichend genau 
ermitteln kannst, könnte ich dir ein metallklötzchen mit entsprechenden 
bohrungen und dem 5 grad winkel zueinander in entsprechender genauigkeit 
anfertigen.

Autor: Paul H. (powl)
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Oh das wäre ja cool. Ich werde mal noch ein wenig herumprobieren, 
vielleicht krig ich es mit der Methode hin oder es kommt noch jemand mit 
DER Idee.

Wenn ich es nicht hinkriege werd ich mich bei dir melden und das ganze 
mal vermessen :-) Hab eine Schieblehre mit 100stel millimeter 
genauigkeit.

lg PoWl

Autor: Schwurbl (Gast)
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Ich würde mich eher auf Auswuchten konzentrieren. Ein Metallklotz mit 
Winkel ist schliesslich auch wieder eine Unwucht. Aber hier wüsste man 
wenigstens, auf welcher Seite sich die Unwucht befindet und könnte auf 
dieser Seite einfach mal anfangen zu feilen.

Autor: Paul H. (powl)
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Hm ich weiß nicht ob ich das richtig verstanden habe. Ich dachte er 
macht mir einen Metallklotz in den ich Spiegel und Motor reinstecke, 
welcher beide dann exakt zueinander ausrichtet so dass ich sie wie 
gewohnt zusammenkleben kann.

lg PoWl

Autor: Schwurbl (Gast)
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Ahso, eine Ausrichthilfe? Naja, dann macht der Klebstoff immer noch ne 
Unwucht. Scheint ja recht hoch zu drehen?

Autor: Paul H. (powl)
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Ja, so eine art Ausrichthilfe. An ein Zwischenstück dachte ich zwar auch 
schon aber das wird ja dann auch wieder unwuchtig, leider.

Nein ich glaub so hoch muss da nicht drehen.. 500rpm? Ist für einen 
Laser Lissajous projektor, die brauchen ja nicht soviel afaik.

Der Kleber sollte keine allzugroße Unwucht machen, der ist ja ganz in 
der Mitte der Drehachse.

Wichtig ist nur dass der Spiegel möglichst exakt mittig ausgerichtet 
wird. Mehr kann ich da auch nicht tun. ja, soetwas wie eine 
ausrichthilfe wär ideal. Ein Hilfswerkzeug um die Mitte des Spiegelchens 
exakt zu markieren wäre auch nicht übel.

lg PoWl

Autor: Paul H. (powl)
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Habe mir eben mal eine bessere Konstruktion gebastelt. Leider eiert das 
Ding immernoch ganz schön. So wie es den Anschein hat brauch ich einfach 
mal eine gescheite Methode um den Spiegel wirklich genau in der Mitte zu 
markieren.

Ausserdem macht es Sinn, wenn ich einen Spiegel nur 5mm groß mache da 
der Laserstrahl auch nur so 3..4 mm dick ist. Wie schleife ich jedoch 
überall 2,5mm vom Rand weg? Gerade auf einen Motor kleben und dann ne 
Weile gegen Schleifpapier halten?

lg PoWl

Autor: Stefan B. (stefan) Benutzerseite
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> Wie schleife ich jedoch überall 2,5mm vom Rand weg?

Vielleicht mal mit dem Optiker deines Vertrauens reden... die Schleifen 
ja auch Roh-Brillengläser passend für Brillenfassungen und sollten sich 
mit dem Thema auskennen bzw. haben die richtigen Tools ;-)

Autor: tex (Gast)
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Bei einem Blick auf den Rotor eines Bohrmaschinenmotors, eine Alu-Felge 
oder sonstige drehende Teile wird schnell klar dass sauberes auswuchten 
eine kleine Kunst für sich ist. Die Unwucht entsteht nicht alleine durch 
den verfehlten Mittelpunkt sondern vor allem auch durch das Material an 
sich. Bei deinem Projekt könnte es ggf sinnvoll sein, die Masse des 
Spiegels durch ein gedrehten und ausgewuchteten Teller aus Messing oder 
Bronze so zu erhöhen, dass die Unwucht des Spiegels nicht mehr ins 
Gewicht fällt.

Autor: Paul H. (powl)
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Ich könnte auch versuchen durch Ausprobieren zum Ziel zu kommen, ist nur 
etwas lästig. Ich klebe das Ding so oft zusammen bis kaum noch 
vibrationen auftreten. Dabei werde ich dann wahnsinnig.

Eine Trägerplatte wäre nicht schlecht, es wird aber auch wieder eine 
Kunst für sich sein den Spiegel dann so da aufzubringen dass durch 
dessen falsche Position nicht auch wieder eine Unwucht entsteht.

Um exakt die Mitte zu treffen könnte ich jedoch noch versuchen den 
Spiegel zunächt gerade aufzukleben und dann rund zu schleifen. Dann kann 
ich mir zumindest sein mit der Markierung genau die Mitte zu treffen, 
die Vorraussetzung dafür wäre dann noch, dass ich den Motor zweimal 
exakt anklebe.

Ist alles nicht so einfach. Wenn der eine Spiegel nur noch einen 
Durchmesser von 5mm hat dürfte der keine allzugroßen Probleme mehr 
bezüglich Unwucht machen. Ich kann die Motoren ja auch mithilfe von 
Silikon ins Gehäuse kleben, somit können sie etwas freier schwingen.

Also gut, ich probiere das mal noch ein weilchen mit ankleben und baue 
mir währenddessen eine Konstruktion um den einen Spiegel abzuschleifen. 
Irgendetwas, das den Motor samt rotierendem Spiegel mit leichtem Druck 
auf einen Schleifstein drückt, jedoch nicht weiter als 2,5mm.

lg Powl

Autor: Magnus Müller (Gast)
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Es reicht nicht aus, den Spiegel genau mittig auf der Welle zu fixieren. 
Ein einfaches Auswuchten hilft auch nicht.

Grund:

Die auftretenden Fliehkräfte sorgen dafür, dass der Spiegel aus der 5° 
Neigung heraus zurück in eine 0° Neigung drückt. Dies sorgt auch bei 
"korrekt ausgewuchteter" Konstruktion dafür, dass dieses Konstrukt 
vibriert.

Gruß,
Magnetus

Autor: Paul H. (powl)
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Hm, du hast Recht, aus dem Schlamassel komm ich garnicht heraus.

Autor: Magnus Müller (Gast)
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Doch. Hab aber im Moment keine Zeit das zu erläutern :/

Gruß,
Magnetus

Autor: Alex Bürgel (Firma: Ucore Fotografie www.ucore.de) (alex22) Benutzerseite
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Du könntest größere Motoren nehmen denen die nicht ausgewuchtete 
Spiegelmasse an der Welle egal ist...

Wie löst Conrad das denn bei seinem "Laser-Show"-Bausatz für 10€ ??

Autor: Paul H. (powl)
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Das ganze soll in ein Gehäuse mit 3,5x 4,5cm, da ist nicht viel mit 
größere Motoren verwenden ;-) ich könnte höchstens versuchen mit einer 
schweren Masse den Motor da reinzukleben.

Hm, mir spielt da grad mein physikalisches Verständnis einen Streich. 
Würde es etwas bringen wenn man versucht die Diagonale der Spiegelplatte 
in die Rotationsachse zu bewegen indem man hinten eine Platte anklebt 
und die Motorachse leicht versetzt anklebt? Wie auf dem Bild rechts.

lg PoWl

Autor: Magnus Müller (Gast)
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Du könntest ein rundes Metallplättchen mit dem selben Gewicht, wie das 
des Spiegels, nehmen. Dieses Metallplättchen muss eine zentrische 
Bohrung haben. Das Teil wird auf derselben Achse montiert, allerdings 
mit entgegengesetzter Neigung. Dadurch eliminierst du die vermeintliche 
"Unwucht".

Das Plättchen kann auch schwerer bzw. leichter sein. Es muss dann 
allerdings mit einer kleineren bzw. größeren Neigung zur Rotationsachse 
montiert werden.

Gruß,
Magnetus

Autor: Chris D. (m8nix)
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Hallo Paul,

das Plättchen hinter deinem Spiegel verringert die Fliehkräfte nach 
außen auch nicht. Du kannst sie nur mit entgegengesetzten Kräften 
kompensieren.

Oh ... da hatte jemand schon die selbe Idee

Gruss Chris

Autor: Paul H. (powl)
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Ah, dankeschön! Ja, da habt ihr recht. Hm, der einzige Weg wäre nun eine 
Platte zu konstruieren die das entsprechende Gegengewicht darstellt auf 
die ich den Spiegel aufkleben kann. Oder ich probiere einfach mal hinten 
an den Spiegel eine Epoxidknetmasse zu kleben die das übernimmt.

Das wird komplizierter als ich vor hatte.

lg PoWl

Autor: Chris D. (m8nix)
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Hm... nö

das wird dir alles nichts bringen, denn die Fliehkräfte rotieren dir 
immer mit. Das am weitesten von der Motorwelle entfernteste Spiegelstück 
(In deiner Zeichnung oben links das Spiegelende) will durch die Rotation 
nicht nur nach "oben" oder "unten" (je nach Stellung der Welle), es übt 
auch eine axiale Kraft in Richtung 09:00 Uhr (links) aus und verbiegt 
damit deine Motorwelle quasi nach unten wenn man das Bild mal als 
Momentaufnahme betrachtet.
Desshalb sind die beiden obigen Zeichnungen echt die einzigen Lösungen 
die dir bleiben, denn sie gleichen dir die Fliehkräfte aus.
Anders gehts nicht... Glaub mir

Gruss Chriss

Autor: Paul H. (powl)
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So meinte ich das eigentlich, dass der Raum in der Mitte ausgefüllt ist 
dürfte doch nicht stören oder?

lg PoWl

Autor: Chris D. (m8nix)
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Hi Paul,

ne, den Raum zwischen den Plättchen darfste leider nicht ausfüllen. Der 
Zwischenraum würde ja eine Epoxy-Keilform ergeben. Also oben viel Masse 
und unten wenig. Vermutlich würde dir das Ding dann nochmehr "eieren" 
als nur mit einem Spiegel alleine. Du musst die beiden Spiegelchen 
leider freitragend, nur im Zentrum fixiert, montieren.

Wenn das Spiegelmaterial dick genug ist, würd ichs auf einer 
Fräsmaschine mit 5° Neigung einspannen und mit einem Glasbohrer der 
exakt so dick ist wie deine Motorwelle versuchen. Evtl. haben die 
Bohrlochflanken genug Auflageflächhe damit sich die Spiegel von selbst 
im 5° Winkel auf der Motorwelle justieren. Du müsstest sie dann nur mit 
einem Tropfen Kleber fixieren.

Ach... ich hab vergessen das sich im vorderen Spiegel vermutlich keine 
Bohrung befinden darf???...  Vielleicht kannste für den vorderen Spiegel 
dann die Motorwelle selber mit 5° Neigung abfräsen (lassen)?

>Das wird komplizierter als ich vor hatte.
Um so grösser ist das Erfolgserlebnis wenns endlich funzt ;-)
In diesem Sinne... nicht verzagen :) Ich drück die Daumen.

Gruss Chris

Autor: Paul H. (powl)
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Verdammt, du hast völlig recht. Das Unterfangen ist jedoch ziemlich 
nunja.. komplizert. Ich müsste erstmal ein Loch in einen Spiegel 
kriegen. Und zwar ein ausreichend großes. Eines im 5° Winkel, passend 
zur Motorachse kann ich vergessen. Die Motorachse ist vielleicht 0,5mm 
dick. Mit Glas kann ich das vergessen. Ich könnte versuchen einen 
anderen Werkstoff zu nehmen der eine andere Dicke aufweist, dann reicht 
vielleicht die Motorachse nicht mehr aus.

Mal angenomme ich krige es überhaupt hin da ein Loch reinzubohren kann 
es dann noch an er Zentrierung oder an der 5° Ausrichtung scheitern.. 
Wie gesagt es ist ein 10mm Spiegel und ein Motor der gerade mal 11x4mm 
Groß ist.

lg PoWl

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